© 2012 APA/AP In Restelica (Kosovo) südlich der Stadt Prizren wurde ein Haus mit elf Menschen verschüttet.
Während Deutschland langsam auftaut, versinken Teile Italiens und des Balkans weiterhin im Schnee.
Die Situation in Mittel- und Süditalien hat sich ein wenig beruhigt. Dafür tobten am Wochenende im Osten und Nordosten Italiens schwere Schneestürme mit Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometern pro Stunde.
Der Flughafen von Ancona musste am Samstag zeitweise geschlossen werden. Auch die Flughäfen von Rimini und Forli in der Region Emilia-Romagna wurden zeitweise geschlossen.
Ausnahmezustand in Montenegro
Die Behörden des Adriastaates Montenegro riefen am Samstag den Ausnahmezustand aus. Der Nationale Sicherheitsrat unter Führung von Staatspräsident Filip Vujanovic habe einen entsprechenden Beschluss gefasst, wie Medien berichteten.
Mehrere tausend Menschen waren in vielen Dörfern von der Außenwelt abgeschnitten.
Zehn Menschen wurden im Kosovo von einer Lawine getötet. Die Schneemassen hatten am Samstag in dem Dorf Restelica südlich der Stadt Prizren ein Haus mit elf Menschen verschüttet, wie Medien am Sonntag in Pristina unter Berufung auf die Rettungsmannschaften berichteten.
Ein Mädchen sei aus den Schneemassen gerettet worden.
50.000 Menschen in Serbien eingeschneit
In Serbien waren 50.000 Menschen eingeschneit, teilte der Leiter des Notfallstabes, Predrag Maric, am Samstag in Belgrad mit. Um Strom zu sparen, bestimmte die serbische Regierung die kommende Woche als arbeitsfrei.
In Bulgarien war die zugefrorene Donau auch am Wochenende für die Schifffahrt unpassierbar. Auch die Fähren nach Rumänien konnten wegen dicker Eisschollen nicht mehr fahren, wie das Staatsradio in Sofia am Sonntag berichtete.
Auch in Deutschland kam die Schifffahrt ins Stocken: Auf dem Neckar hingen knapp 50 Schiffe nach der Sperrung mehrerer vereister Schleusen zwischen Mannheim und dem Hafen Heilbronn fest, berichtete Jörg Huber vom Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg am Sonntag.
Auch auf den Kanälen in Nordrhein-Westfalen war der Betrieb beinahe komplett lahmgelegt.
Deutschland soll von Montag an wieder auftauen: Zunächst lässt Tief „Maike“ die Temperaturen ansteigen, am Dienstag soll der nächste Schwall milder Luft folgen.
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