© 2011 LPA Koordinator Martin Stadler mit dem gefangenen Bär
© 2011 LPA Schlingen wurden in der Nähe eines gerissenen Schafes ausgelegt. Anschließend tappte der Bär in die Falle.
© 2011 LPA Blutentnahme für Untersuchungen
© 2011 LPA Messung der biometrischen Maße
© 2011 LPA Der Bär wird mit dem Peilsender versehen
Der Bär im Ultental sorgt seit mehreren Tagen für Schlagzeilen: Nicht nur die Ultner fordern immer vehementer, dass der Bär, der nicht nur für große Schäden in der Landwirtschaft sorgte, sondern sich auch mehreren Menschen näherte, weg muss. Nun hat die Landesregierung eingegriffen und erste Maßnahmen gesetzt.
Wie Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag auf der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung bekanntgab, wurde der Bär von Bediensteten des Landesamtes für Jagd und Fischerei am Sonntagabend in St. Walburg eingefangen.
"Fünf Nächte war man dem Bär auf der Lauer, am Sonntag hat es dann um 21.15 Uhr geklappt. Der Bär konnte mit einem Senderhalsband ausgestattet werden, nachdem er in eine Falle getappt ist", erklärte Durnwalder.
"Bevölkerung kann nun gewarnt werden"
In der Nähe eines gerissenen Schafes wurden Schlingen ausgelegt. Als sich der Bär näherte, fingen ihn die Experten des Landesamtes ein. Der Bär wurde betäubt und dann mit einem Senderhalsband versehen. „Das haben wir gemacht, damit wir ihn ab sofort überwachen können. So können wir die Bevölkerung warnen und den Bär vertreiben“, so der Landeshauptmann.
Das Tier sei während der ganzen Aktion überwacht und nach dem Aufwachen aus der Narkose im Morgengrauen wieder unversehrt freigelassen worden.
Keine Antwort aus Rom
Momentan gebe es keine andere Lösung, stellte Durnwalder klar: „Wir können ihn nicht an einem anderen Ort aussetzen.“
Es sei zwar eine dringende Anfrage nach Rom geschickt und um Erlaubnis gebeten worden, Meister Petz irgendwo anders hinbringen zu dürfen. "Wir haben von Rom aber keine Antwort erhalten und mussten deshalb den Bär wieder dort freilassen, wo wir ihn auch gefangen genommen haben."
"Jetzt können wir gezielt Aktionen durchführen"
Allerdings verfüge man dank des Senders und des dazu gehörenden satellitengestützten Ortungssystems nun jederzeit über Informationen, wo sich das Tier aufhalte.
So können wir seine Streifzüge in den Abend- und Nachtstunden überwachen", erklärt dazu Martin Stadler, Koordinator der Besenderung, die mit Hilfe der Experten Martin Trafoier, Davide Righetti, Paolo Zanghellini und Karin Trevisiol über die Bühne gegangen ist.
Sollte der Bär sich wieder Siedlungen nähern oder des öfteren Tiere in Hausnähe reißen, können nun auch gezielte Aktionen zur Vergrämung des Tiers durchgeführt werden. "So kann dem Bären wieder eine größere Scheu vor dem Menschen vermittelt werden", heißt es von Seiten der Experten.
Der Bär war im Ultental in der Nähe von Häusern gesichtet worden. In der vergangenen Woche hatte er sich dem Jagdaufseher Ferdinand Kaufmann bis auf wenige Meter genähert (STOL berichtete). Außerdem hat der Bär bisher mehrere Schafe, Ziegen und ein Pferd gerissen.
stol
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