Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
07. Februar 2012
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Lokal

„Nur“ 250.000 Menschen bei Alpinitreffen in Bozen

Ein Großereignis steht im Mai 2012 in Bozen auf dem Programm: Vom 11. bis zum 13. Mai findet das gesamtstaatliche Alpinitreffen statt.

Ursprünglich waren bis zu 400.000 Menschen zum Alpinitreffen am Muttertagswochenende erwartet worden. Die neuesten Zahlen von Landeszivilschutz und ANA gehen jetzt von deutlich weniger Menschen aus.

Insgesamt dürgten sich am Höhepunkt der Veranstaltung, am Sonntag, 12. Mai etwa 250.000 Menschen in der Landeshauptstadt aufhalten.

Neben den Einwohnern der Landeshauptstadt werden laut Berechnungen von Landeszivilschutz und Alpinivereinigung ANA etwa 160.000 ehemalige Alpini und deren Familienangehörige nach Bozen kommen.

80.000 bis 90.000 ehemalige Alpini nehmen voraussichtlich am Umzug vom Don-Bosco-Viertel über die Italienallee, den Mazziniplatz und die Freiheitsstraße bis zum Siegesdenkmal teil.

Koordinierungsstab plant

Der Umzug ist allerdings nur ein Teil der Großveranstaltung.

"Wir gehen davon aus, dass viele der Teilnehmer mit ihren Familien bereits ein paar Tage vorher anreisen und vielleicht auch nach dem Treffen noch einige Tage in Südtirol verbringen, sodass auch An- und Abreise und nicht nur die Veranstaltung mit dem Umzug selbst sorgfältig geplant werden müssen“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Im Dezember hat das Land seinen Koordinierungsstab eingerichtet.

Die Planungen des Landes werden vom Direktor der Landesabteilung Zivilschutz, Hanspeter Staffler, geleitet.

Der Einsatzstab Stafflers ist Bezugsstelle für ANA, Stadt Bozen sowie Regierungskommissariat und koordiniert alle Sicherheitsmaßnahmen auf Landesebene.

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, sind neben der Abteilung Brand- und Zivilschutz auch die Berufsfeuerwehr, der Straßendienst, die Abteilung Mobilität, das Gesundheitsressort und die Landesnotrufzentrale in die Vorbereitungsarbeiten eingebunden.

Auswirkungen auch auf Umgebung von Bozen

Staffler weist darauf hin, dass das Treffen nicht nur Auswirkungen auf Bozen, sondern auch auf die Umgebung der Landeshauptstadt sowie auf das gesamte Unterland haben wird.

„Aufgrund der außerordentlichen Menschenmenge, die sich am Muttertagswochenende in Südtirol und besonders in Bozen aufhält, wird ein erheblicher Mehraufwand für eine ganze Reihe von Landesdiensten entstehen. Wir müssen uns ja nicht nur um die Teilnehmer des Treffens kümmern, sondern sind auch für die Versorgung und den Schutz der gesamten Südtiroler Bevölkerung zuständig.“

Der Zivilschutz-Direktor rechnet am 12. Mai mit 16.000 Fahrzeugen, darunter bis zu 2000 Busse, die nach Bozen kommen und die Landeshauptstadt wieder verlassen wollen.

Verkehr

Um dieser riesigen Blechlawine Herr zu werden, müssen die Busse einer genauen Route folgen, werden Auffangparkplätze eingerichtet und der öffentliche Nahverkehr verstärkt. Außerdem werden Shuttlebusse eingesetzt.

Öffentliche Verkehrsmittel und Zubringerbusse aus der Umgebung sollen helfen, eine kritische Verkehrssituation in Bozen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

„Zwar können beispielsweise an der Autobahnausfahrt Bozen Süd 1800 Fahrzeuge pro Stunde abgefertigt werden, aber wir setzen alles daran, dass die Teilnehmer des Treffens nicht mit dem Privatauto anreisen und so sich selbst und auch den anderen Teilnehmern lange Staus ersparen“, so Zivilschützer Staffler.

1500 mobile Toiletten

Die Landessteuerungsgruppe soll aber nicht nur den Verkehr in geordnete Bahnen lenken, sie ist auch für die Gesundheit und Hygiene verantwortlich.

1500 mobile Toiletten werden von der ANA in Bozen aufgestellt. Auch die Krankenhäuser müssen gerüstet sein, denn wegen des hohen Altersschnitts der Teilnehmer erwartet sich Staffler auch Mehrarbeit für die Gesundheitsdienste.

„Etwa die Hälfte der Teilnehmer ist über 60 Jahre alt. Dadurch dauert nicht nur das Aussteigen und das Einsteigen in die Busse deutlich länger wie bei Veranstaltungen ähnlicher Größenordnungen, auch die Krankenhäuser und Notfalldienste werden überdurchschnittlich beansprucht werden.




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