Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
08. Februar 2012
M13 und sein Begleiter © 2012 M13 und sein Begleiter
Lokal

Ultner Bär hat Peilsender "verloren"

Der Bär, der im Oktober in Ulten gefangen und mit einem Peilsender ausgestattet worden war, hat kein Senderhalsband mehr.

Das Halsband habe sich wegen eines technischen Defekts plötzlich gelöst, so das Landesamt für Jagd und Fischerei am Mittwoch. Der Bär ist nicht im Winterschlaf, sondern auf Nahrungssuche.

Mitarbeitende des Amtes haben den GPS-Sender am Dienstag gefunden.

Am 16. Oktober 2011 war der Bär im Ultental eingefangen und mit einem GPS-Sender ausgestattet worden, nachdem Bären sich Menschen genähert, immer wieder Ziegen und Schafe gerissen und so in der Bevölkerung für große Verunsicherung gesorgt hatten.

Der zwei Jahre alte männliche Bär mit der Bezeichnung M13 konnte bisher dank des Halsbandes, am dem ein Peilsender angebracht war, in Zonen kontinuierlich überwacht werden, die vom Handynetz abgedeckt sind.

Durch den Peilsender soll der Bär überwacht werden, damit er mit gezielten Aktionen vergrämt werden kann, wenn er sich Siedlungen nähert oder Tiere in Hausnähe reißt.

"So kann dem Bären wieder eine größere Scheu vor dem Menschen vermittelt werden", hieß es im Oktober von Seiten der Experten.

Bär nicht im Winterschlaf

Der Bär hat sich in den vergangenen Monaten vorwiegend in Ulten an der Grenze zum Trentino aufgehalten.

Auch derzeit ist M13 aktiv und nicht in Winterruhe, Ende Januar war er noch auf Nahrungssuche.

Dabei war er nicht alleine, sondern in Begleitung eines zweiten, etwas kleineren Bären, wie Fotos und ein Film belegen.

"Normalerweise sind Bären Einzelgänger, die sich nur im Frühjahr zu Paarungszwecken und bei der Aufzucht der Jungbären durch die Bärenmutter gesellig sind", erklären die Fachleute im Amt für Jagd und Fischerei.

"Gibt es Probleme, wird Bär eingefangen"

Während der dreimonatigen Überwachung hat der Bär auf Südtiroler Boden ein Schaf und im Trentino zwei Ziegen gerissen.

Bewohnten Ortschaften hat er sich laut dem Landesamt für Jagd und Fischerei selten genähert. In diesen Fällen sei er nicht gesehen worden und habe keinen Schaden verursacht.

"Sollte es in nächster Zeit zu Problemen mit dem Bär kommen, werden wir ihn erneut einfangen", so die Verantwortlichen im Landesamt für Jagd und Fischerei.

Fotos: Bär eingefangen und mit Peilsender ausgestattet: Fotodokumentation vom Landespresseamt (LPA)

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