Verdacht auf Amtsmissbrauch: Hauptverfahren für Iellici und Corradini
Wegen Amtsmissbrauchs müssen sich Gianfranco Iellici, Direktor des Ressorts Mobilität, und Luigi Corradini, stellvertretender Amtsdirektor, vor Gericht verantworten.
Richterin Silvia Monaco hat am Donnerstag die Einleitung des Hauptverfahrens verfügt. Es beginnt am 7. Mai.
Der Leitende Staatsanwalt Guido Rispoli wirft Iellici und Corradini Amtsmissbrauch vor: Sie hätten der SAD absichtlich einen unrechtmäßigen finanziellen Vorteil verschafft. Gianfranco Iellici sei zeitgleich im Vorstand der SAD gesessen.
Insgesamt sollen 344.263 Euro – 91.325 Euro im Jahr 2004 und 252.590 Euro im Jahr 2005 – vom Land als Beiträge an die SAD gegangen sein. Bei diesen Summen habe es sich laut Anklage um Passivzinsen gehandelt.
Zwar sehe das Landesgesetz 15/2010 vor, dass Passivzinsen für zu spät ausbezahlte Beiträge als Kosten anzusehen und demnach rückwirkend auszuzahlen seien.
Zum Zeitpunkt, als die mutmaßlichen Straftaten begangen wurden, war dies laut Landesgesetz 16/1985 allerdings noch nicht vorgesehen.