Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
13. Mai 2011
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MIDAS

Minderheiten-Zeitungen als "Botschafter der Vielseitigkeit Europas"

Als Botschafter sieht Landesrat Florian Mussner die Minderheiten-Zeitungen. Gerade sie seien die Brückenbauer in Europa und so appellierte er an die Mitglieder der MIDAS, sich auch weiterhin für ein friedliches Miteinander und gegen Extremismen einzusetzen.

Gerade als Mitglied der ladinischen Sprachgruppe freue es ihn, an der Konferenz teilzunehmen. „Eine Minderheitensprache muss im Alltag gesprochen und verwendet werden“, so der Regionalrat für Sprachminderheiten, denn nur so könne sie überleben und identitätsstiftend wirken.

Deshalb seien die Tageszeitungen in Minderheitensprachen so wichtig. Denn sie würden durch ihr Erscheinen dazu beitragen, dass Menschen ihre Sprache mit Freude sprechen.

Wichtig seien sie jedoch nicht nur für den Erhalt der Sprache und der Identität der verschiedenen Volksgruppen. Durch das Formulieren der Bedürfnisse und der Befindlichkeiten der Minderheiten würden sie auch die Sensibilität für Minderheitenthemen bei den Mehrheiten fokussieren.

Aus diesem Grunde sei die transnationale Zusammenarbeit wie jene der MIDAS im heutigen Europa von großer Bedeutung.

„Minderheiten müssen sich selbst helfen“

Dies gerade in einem Bereich wie Forschung und Entwicklung, meinte Hausherr Werner Stuflesser, der Präsident der EURAC.

Nachdem die Nationalstaaten meist kein Interesse an Investitionen in Gebieten mit Minderheiten hätten, könne man durch internationale Institutionen wie der EURAC einen Mehrwert für die eigene Gemeinschaft schaffen und so den Anschluss an die restliche Welt aufrecht erhalten.

Stuflesser gab schließlich einen Einblick in 19 Jahre Geschichte der Akademie, an welcher heute 300 Mitarbeiter aus 22 Nationen tätig sind: „Wir haben das Tätigkeitsfeld immer weiter ausgebaut und konnten uns dabei besonders durch die geographische und geopolitische Lage Südtirols spannenden Themen widmen.“

Besonders am Anfang sei man den Weg gegangen, die Forschung auf die speziellen Bedürfnisse von Minderheiten auszurichten. Dadurch habe man sich stetig weitere Kompetenzen angeeignet, um welche man heute vielfach beneidet werde.

Er sei stolz, dass von den 20 Millionen Euro Budget nur mehr ca. die Hälfte von der öffentlichen Hand komme und der Rest aus anderen Quellen lukriert werde, erklärte Stuflesser.

Der Mehrwert der EURAC

Eine Institution wie die EURAC böte neben den Forschungsergebnissen noch eine breite Palette von Vorteilen gerade für Minderheiten. „Hochqualifizierte Mitarbeiter, die sonst abwandern würden, können dadurch im Land gehalten werden“, so Stuflesser zu den Vorzügen.

Zusätzlich übernehme man durch die internationale Zusammenarbeit eine Botschafter-Funktion für die Anliegen der Minderheiten und erreiche eine Sensibilisierung für die eigenen Anliegen.

kls




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