© 2011 LPA Ein Teil des Kunstwerks - Foto: Pertl/LPA
© 2011 LPA Das Sieger-Kunstwerk von Hubert Kostner wurde anlässlich der Eröffnung der Austellung zum Wettbewerb "Kunst und öffentlicher Raum" vorgestellt. - Foto: Pertl/LPA
Vom Brixner Künstler Hubert Kostner stammt die künstlerische Gestaltung der Bergstation der Rittner Seilbahn. „Mit diesem Kunst-Projekt möchten wir einen Schritt setzen, um aus den Stationen und Bahnhöfen verstärkt Orte der Begegnung zu machen", betonte Landesrat Thomas Widmann bei der Präsentation.
Die künstlerische Gestaltung der Bergstation war Gegenstand eines Wettbewerbs mit dem Titel "Kunst und öffentlicher Raum", der anlässlich der Inbetriebnahme der neuen Rittner Seilbahn vom Landesmobilitätsressort gemeinsam mit der STA ausgeschrieben worden ist.
Zehn Künstlerinnen und Künstler hatten ihre Werke dazu eingereicht, die eine eigens eingesetzte Jury zu bewerten hatte.
Das Siegerprojekt stammt von Hubert Kostner. Kostner ist 1971 in Brixen geborenen und lebt in Kastelruth.
Das Sieger-Kunstwerk füllt eine gesamte Innenwand in der Bergstation, die den Besuchern - 1,5 Millionen im Jahr - bei ihrer Ankunft mit der Seilbahn sofort ins Auge fällt.
„Seilbahnen verbinden Orte, aber auch Menschen miteinander. Die Stationen sind nicht nur reine An-und Abfahrtsorte, nicht nur ein Mittel zum Zweck, sondern Orte der Begegnung und des Dialogs. Durch die Verbindung zur Kunst möchten wir dieser Aufwertung Ausdruck verleihen", betonte der Mobilitätslandesrat.
Nach diesem Prinzip sollen in den nächsten Jahren weitere Bahnhöfe und Stationen künstlerisch gestaltet werden.
„Kunstwerk soll zum Dialog anregen"
Für den Künstler Hubert Kostner ist das Werk ein Versuch, Technik und Mobilität, das Einsteigen und Aussteigen, das Hinauf- und Hinunterfahren darzustellen. Er behalf sich dabei des Materials Heraklit in Schwarz- und Weißtönen und der Prinzipien der Faltung und Spiegelung.
„Dieses Kunstwerk soll nicht gefallen oder nicht gefallen, es soll zum Dialog anregen", wünschte sich der Künstler.
Helga von Aufschnaiter, Präsidentin des Südtiroler Künstlerbundes und Jury-Mitglied wünschte sich in Zukunft noch mehr Raum für Kunst am Bau und die Miteinbeziehung der Künstler schon von der Planungsphase an.
In dieselbe Kerbe schlug Heinz Peter Hager, der als Mitglied des Stiftungsrats des Museion Direktorin Letizia Ragaglia vertrat: „Ähnliche Wettbewerbe könnten für weitere Südtiroler Bahnhöfe und Stationen ausgeschrieben werden", regte Hager an.
Paul Lintner, Bürgermeister von Oberbozen, unterstrich die Bedeutung des Kunst-Projekts sowie des für den Ritten ausgearbeiteten Mobilitätskonzepts.
„Die rund 300 Kinderzeichnungen haben einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die neue Rittner Seilbahn von Anfang an mit großer Sympathie aufgenommen worden ist", so Landesrat Widmann, der darauf hinwies, dass eine Auswahl der Zeichnungen auch in Zukunft auf der gegenüberliegenden Seite der Bergstation zu sehen sein wird.
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