Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
11. September 2011
Der Papst in Ancona © 2011 APA/EPA Der Papst in Ancona
10 Jahre 9/11

Papst betet für die Opfer des 11. September 2001

Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss einer Messe in Ancona für die Opfer der Terroranschläge des 11. September 2001 und die Angehörigen gebetet.

Zugleich appellierte der Papst am Sonntag von neuem an die Verantwortlichen der Nationen und an alle Menschen guten Willens, „Gewalt als Lösung von Problemen abzulehnen“.

Vor etwa 100 000 Gläubigen auf dem Werftgelände der Adria-Stadt forderte das Oberhaupt der Katholiken dazu auf, „der Versuchung des Hasses zu widerstehen und sich in der Gesellschaft an die Grundsätze der Solidarität, der Gerechtigkeit und des Friedens zu halten“.

In einem Rückblick auf die Anschläge hatte Benedikt bereits jegliche Rechtfertigung von Terror verworfen. Zur Tragik dieser Terrorakte in den USA gehöre es, „dass die Attentäter vorgaben, im Namen Gottes zu handeln“, schrieb er in einem am Samstag vom Vatikan veröffentlichten Brief an den Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan.

„Jedes Menschenleben ist wertvoll in den Augen Gottes“, hielt der Papst fest. Es müsse nochmals unmissverständlich daran erinnert werden, „dass keinerlei Umstände welcher Art auch immer Terrorakte rechtfertigen können“.

In seiner Predigt setzte Benedikt am Sonntag soziale Akzente. Macht und Wirtschaft reichten nicht aus, um eine Gesellschaft zu führen, sagte er. Notwendig sei eine positive soziale Entwicklung, die vor allem auch arme und bedürftige Menschen ins Zentrum rücke.

dpa




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