Gegangen worden – und doch immer noch da: Klaus Stocker, der Ex-Präsident der SEL, ist wieder zurück an den Schalthebeln der SEL. Diesmal als geschäftsführender Präsident der SELTRADE, die Stroman- und verkauf abwickelt.
Möglich wurde dies, weil der bisherige SELTRADE-Präsident Luis Amort, der auch Geschäftsführer der SELNET ist, sein Amt abgeben musste, weil laut EU unvereinbar.
„Mit 31. Dezember 2011 bin ich von meinem SELTRADE-Präsidentenamt zurückgetreten und zwar wegen ,Unbundling', sprich kommerzieller Stromverkauf und -verteilung, sind nicht kompatibel“, sagt Luis Amort.
„Unbundling“ zielt laut EU- und Monti-Vorgabe u.a. auf die personelle Entflechtung zwischen Energieerzeugung und der dazugehörigen Stromnetze ab.
Und diese Woche hat der SELTRADE-Verwaltungsrat, dem neben Amort auch Klaus Stocker als Vizepräsident, Maximilian Rainer, Alfred Fraidl (TIWAG) und Alfred Plank für die Gemeinden angehören, Stocker interimistisch zum geschäftsführenden Präsidenten gemacht.
„Das ist häufig so, dass der Vize die Geschäfte weiterführt“, sagt Amort dazu. Und zwar weil mit März/April die dreijährige Amtsperiode des Verwaltungsrates ohnehin auslaufe und dann der Verwaltungsrat neu beschickt werden müsse, so Amort.
SEL-Präsident Wolfram Sparber war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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