Bozens Bürgermeister Luigi Spagnolli hat sich in der Debatte um die Liberalisierungen im Handel zu Wort gemeldet. Er unterstrich am Dienstag, dass es nicht möglich sei, die Maßnahmen zur Liberalisierung des Handels innerhalb von 30 Tagen zu treffen.
Man arbeite daran, mit dem Land einen längerfristigen Termin zu vereinbaren, schließlich sehe das Autonomiestatut für die Übernahme von staatlichen Regelungen eine Frist von sechs Monaten vor, so der Bürgermeister.
Die Interessen der Bevölkerung zu vertreten und auch weiterhin die Nahversorgung zu gewährleisten, sei wesentlich, gerade auch in einer Stadt wie Bozen, in der immer mehr ältere Menschen lebten.
„In Nordtirol gibt es 83 Gemeinden ohne Nahversorgung, in der Valtellina braucht es einen Service des Sozialbetriebs, um die Einkäufe zu ermöglichen, ein Dienst, den die Allgemeinheit bezahlen muss”, so Spagnolli und bekräftigte, dass er gegen eine „wilde Liberalisierung” sei.
Denn Liberalisierung bringe nicht zwangsweise Konkurrenz und daraus folgend Begünstigungen für die Bevölkerung. Bozen werde alles gesetzlich Mögliche unternehmen, um die Interessen der Bürger zu wahren.