Rund 170 SVP-Ortsobleute haben sich am Samstagvormittag in Brixen auf einer Klausurtagung mit der Zukunft der Südtiroler Volkspartei beschäftigt.
SVP-Obmann Richard Theiner unterstrich in seinem Bericht gegenüber den Funktionären, die er als das "wahre Rückgrat der Volkspartei" bezeichnete, dass auf jeder Partei- und Mandatsebene stets das öffentliche Interesse im Vordergrund stehen müsse.
Auch zu aktuellen Themen nahm Theiner Stellung. „Das Vertrauen der Bevölkerung ist unser größtes Kapital“, betonte er im Hinblick auf die momentane Stimmung.
Die SVP-Basis dürfe sich durch negative Schlagzeilen nicht verunsichern lassen. „Wir arbeiten gut und erfolgreich, doch müssen wir dies in Zukunft besser kommunizieren“, so Theiner.
"Brauchen Schub von unten"
Optimismus sei besonders in Zusammenhang mit dem Projekt Vollautonomie angebracht.
„Die Basis sagt uns, wohin es gehen soll, da die Bevölkerung ein sehr gutes Gespür dafür hat, was gut und möglich ist und was nicht“, unterstrich der SVP-Obmann.
Bei den Politikkosten baue die Südtiroler Volkspartei auf eine Reform, die von der Basis getragen werde.
Dabei sei es wichtig, eine transparente und für alle nachvollziehbare Lösung zu finden, mit der ab der kommenden Legislaturperiode gearbeitet werden könne. „Wir brauchen bei diesem und anderen Themen einen Schub von unten“, forderte Theiner.
Mehr Vorwahlen?
In neun Arbeitsgruppen haben die Ortsobleute auf der Tagung Vorschläge und Maßnahmen erarbeitet.
Dabei ging es unter anderem um die Aufwertung der SVP-Mitgliedschaft und um die Vorbereitung auf das Wahljahr 2013.
Thematisiert wurden auch parteiinterne Vorwahlen, die von der SVP künftig stärker als bisher bei Wahlen auf den unterschiedlichen Ebenen umgesetzt werden könnten.
Durnwalder: “Wollen keine Sonderbehandlung”
Landeshauptmann Luis Durnwalder informierte die SVP- Funktionäre über die Ergebnisse der Klausur der Landesregierung.
Im Hinblick auf das bevorstehende Zusammentreffen mit Ministerpräsident Mario Monti betonte der Landeshauptmann die Bedeutung der Absicherung der Autonomie.
„Wir wollen keine Sonderbehandlung, aber wir erwarten uns die Anerkennung der Regelungen zur Autonomie, inklusive der Zusicherungen des Mailänder Abkommens“, unterstrich Landeshauptmann Durnwalder.
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