Jemen: Wichtige Stammesführer wandten sich vom Präsidenten ab
Im Jemen haben sich am Samstag mehrere wichtige Stammesführer mit Zehntausenden ihrer Anhänger von Präsident Ali Abdullah Saleh losgesagt.
Bei einer Stammesversammlung in Amran nördlich der Hauptstadt Sanaa schlossen sich Führer der Hashed und der Baqil, zwei der bedeutendsten Stämme des arabischen Landes, der Opposition an, wie aus Stammeskreisen verlautete.
Einer der Führer der Hashed, Scheich Hussein bin Abdullah al-Ahmar, verkündete seinen Austritt aus der Partei Salehs, um „gegen die Repression friedlicher Demonstranten in Sanaa, Taez und Aden“ zu protestieren.
Die Ankündigung von Scheich Hussein wurde in Amran von einer Menge von zehntausenden, meist bewaffneten Männern begrüßt. Darunter befanden sich auch Stammesführer der Baqil. Die Hashed gelten als der wichtigste Stamm des Landes, auch Präsident Saleh gehört zu einem seiner neun Zweige.
Die Baqil ihrerseits sind der größte und der zweitwichtigste Stamm im Jemen, in dem die Stämme eine zentrale Rolle in der Politik spielen.
Der oberste Führer der Hashed und Chef der islamistischen Partei Islah, Scheich Hamid bin Abdullah al-Ahmar, hatte bereits vor einigen Tagen Saleh die Treue aufgekündigt.