Werbung - Redaktion - Freitag, 25. Mai 2012
10. Februar 2012
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Politik

Monti: „Ich hoffe, die Lebensweise der Italiener zu verändern“

Mario Monti hat große Ziele: Der Ministerpräsident will nicht nur den riesigen italienischen Staatschuldenberg abbauen und damit den Euro retten, sondern auch die Italiener erziehen.

„Ich hoffe, die Lebensweise der Italiener zu verändern“, sagte Monti in einem Interview mit dem US-Wochenmagazin „Times“. „Ich hoffe es, denn sonst wären die Reformen kurzlebig.“

„Die Politik hat die Italiener ‚verzogen‘. Wir müssen eine Art Leistungsgesellschaft und Konkurrenzdenken einführen“, betonte Monti.

Auf dem Cover

Der italienische Ministerpräsident ziert das aktuelle Titelbild der Wochenzeitschrift, die mit großen Lettern die Frage stellt: „Kann dieser Mann Europa retten?“ - und die Antwort gleich mitliefert.

Monti sei „Premier für hoffnungslose Zeiten“, so die renommierte Zeitschrift .

In seinem Artikel mit dem vielsagenden Titel „Der wichtigste Mann Europas“ beschreibt der Journalist Michael Schumann den italienischen Ministerpräsidenten als einen Mann, der Klartext spricht – ohne die übliche Rhetorik amerikanischer Politiker –, so als sei er immer noch der Wirtschaftsprofessor, der er noch vor vier Monaten war.

Berlusconi rehabilitiert

Berlusconis Unterstützung einer technischen Regierung unter der Führung Mario Montis trägt dazu bei „seine Glaubwürdigkeit, seinen Ruf und seine Autorität zu untermauern“, so der Autor des Artikels.

„Berlusconi versteht nun, dass er wiederum in seiner Glaubwürdigkeit, in seinem Ruf und in seiner Autorität als Staatsmann auf internationaler Ebene aufholt, indem er diese Veränderung in Italien gutzuheißen scheint, was ich natürlich positiv bewerte“, so Montis Antwort auf die Frage, wie er Berlusconis Einstellung zur gegenwärtigen Regierung einschätze.

Beeindruckende Schritte

In den USA hat Montis Besuch großes Interesse geweckt. „Drei Jahre lang hat der amerikanische Präsident Silvio Belusconi auf Distanz gehalten und ihn mit eisiger Korrektheit behandelt“, liest man in der New York Times, „nun aber da Italien einen neuen Ministerpräsidenten hat, empfängt Washington diesen mit offenen Armen.“

Obama streute Monti öffentlich Blumen. Der US-Präsident betonte in einem Interview mit der Zeitung „La Stampa“ „Italien hat mit Monti beeindruckende Schritte unternommen.“

stol




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