Im Grenzkonflikt zwischen dem Sudan und dem Südsudan haben beide Länder einen Nichtangriffspakt geschlossen.
Das Abkommen kam unter Vermittlung der Afrikanischen Union (AU) zustande und wurde nach Medienberichten vom Samstag von den Geheimdienstchefs der zwei Staaten unterzeichnet.
Die Einigung sehe eine friedliche Beilegung der Streitigkeiten vor, sagte der frühere südafrikanische Präsident Thabo Mbeki, der die Verhandlungen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba im Namen der AU geleitet hatte.
Seit der Teilung des Sudans im Juli 2011 ist unklar, zu welchem Land bestimmte Grenzgebiete künftig gehören sollen. Immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen, bei denen die sudanesische Armee gegen Rebellengruppen kämpft, die Verbindungen zur im Südsudan regierenden Partei SPLM (Sudanesische Volksbefreiungsbewegung) haben.
Ein geplantes Referendum, das zu einer friedlichen Lösung führen könnte, kam bisher nicht zustande. Wegen der Kämpfe sind in den vergangenen Monaten nach UN-Angaben mehr als 130 000 Menschen aus den Grenzregionen in die Nachbarländer geflohen.