Syrische Opposition berichtet von Kämpfen nahe Damaskus
Syrische Regierungstruppen haben sich am Samstagmorgen nach Angaben von Oppositionellen nahe der Hauptstadt Damaskus Kämpfe mit Deserteuren geliefert.
Im Vorort Reef seien Granateneinschläge und das Feuer schwerer Maschinengewehre zu hören, sagte der Aktivist Hani Abdullah der Deutschen Presse-Agentur.
Informationen über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Auch aus Al-Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze wurden Kämpfe gemeldet. „Syrische Truppen nehmen Al-Kusair seit dem frühen Morgen unter schweren Beschuss, weil dorthin viele Aktivisten und Deserteure aus Al-Khalidiyeh und Baba Amro (in der Unruheprovinz Homs) geflohen sind“, sagte der Aktivist Abu Raad.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete, kündigte das Innenministerium am Samstag an, den „Terrorismus auszulöschen“ und „diejenigen zur Strecke zu bringen, die die Sicherheit des Landes und der Bürger aufs Spiel setzen“.
Am Freitag waren in Syrien mindestens 90 Menschen getötet worden, darunter 28, die nach offiziellen Angaben einem Doppelanschlag in der Stadt Aleppo zum Opfer fielen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in Aleppo 235 Menschen verletzt.
Während die staatlichen Medien „terroristische Gruppen“ für die Anschläge in der bisher von den Unruhen weitgehend verschont gebliebenen Stadt verantwortlich machten, beschuldigte die Opposition das Regime von Präsident Bashar al-Assad, hinter der Tat zu stecken.