Naturbahnrodler Patrick Pigneter hat einmal mehr die gesamte Konkurrenz deklassiert.
Der Völser siegte am Donnerstag beim Weltcup in Novouralsk in Russland mit mehr als einer Sekunde Vorsprung auf seinen Teamkollegen Hannes Clara. Der Österreicher Michael Scheikl lag fast zwei Sekunden zurück.
Im zweiten Lauf fuhr Patrick Pigneter als einziger Athlet eine Zeit unter 59 Sekunden.
„Im Einsitzer läuft es derzeit einfach optimal, ich war selbst überrascht über meine Zeit im zweiten Lauf“, sagte Pigneter, der nach seinem Sieg als Gesamtweltcupsieger feststeht.
Der 25-Jährige denkt aber schon an die Titelkämpfe: „Ich hoffe, dass ich meine Leistung bei der Europameisterschaft auch umsetzen kann, denn ein Fehler ist schnell gemacht und auf der flachen Bahn mit den vielen Kurven kann man sich nichts leisten.“
Der einzige, der derzeit mit ihm mithalten kann, kommt aus den eigenen Reihen: Hannes Clara aus Campill belegte zum vierten Mal in Folge den Platz hinter Pigneter.
„Ich hatte berufsbedingt zwei Wochen kein Training, aber es läuft derzeit einfach gut“, meinte Clara.
„Ich habe im Training noch ein bisschen probiert und hatte im Rennen zwei konstante Läufe. Dass ich mein Ziel, Patrick einmal zu schlagen, hier erreichen kann, halte ich für schwierig, aber bei den Meisterschaften gibt es drei Läufe, wer weiß?“
Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. Nicht zu unterschätzen ist Michael Scheikl, der im Laufe der ganzen Saison schon der stärkste Österreicher war und immer besser in Form kommt, was er mit einem neuerlichen dritten Platz am Donnerstag belegte.
Gietl Dritte
Bei den Frauen konnte Seriensiegerin Ekatharina Lavrentjeva ihren 39. Weltcupsieg feiern.
„Ich bin aus Kandalaksha, das ist 3000 Kilometer von Novouralsk entfernt, aber trotzdem ist hier Russland und es ist mein Heimatland. Die Europameisterschaft hier zu gewinnen, ist mein größtes Ziel“, so die Führende im Weltcup.
Platz zwei ging an die Österreicherin Melanie Batkowski.
Nach dem ersten Lauf lag die Tirolerin noch an dritter Stelle, ließ aber dann mit einem hervorragenden zweiten Lauf Renate Gietl noch hinter sich.
Die Feldthurnserin nahm die Sache gelassen. „Natürlich hätte ich den zweiten Platz gerne gehalten, aber ich freue mich über meine Leistung im ersten Lauf. Die Bahn liegt mir nicht, ich muss meinen Fahrstil hier umstellen und ich arbeite daran. Wer weiß, vielleicht freunden die Bahn und ich uns doch noch an“, gibt sich sie sich angriffslustig für die kommende EM.
Denn in Novouralsk werden nun die Karten neu gemischt: Ab Freitag finden die kontinentalen Titelkämpfe statt.
Der Weltcup geht Anfang März in Umhausen in Österreich in seine finale Runde.
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