29. Juli 2010
Das Krankenhaus in Schlanders will seinen Bettentrakt renovieren © 2010 Das Krankenhaus in Schlanders will seinen Bettentrakt renovieren Das Krankenhaus in Schlanders will seinen Bettentrakt renovieren © 2010 D Das Krankenhaus in Schlanders will seinen Bettentrakt renovieren
Lokal

Theiner: Schlanderser Krankenhaus ist „bereit für die neuen Herausforderungen“

„Man sieht, dass Schlanders bereit ist für die neuen Herausforderungen“, erklärte Landesrat Richard Theiner bei einer Stippvisite im Krankenhaus von Schlanders. Keine Rede also von der Schließung der kleineren Krankenhäuser durch die Sanitätsreform.

Immer wieder stand diese in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt des Gesprächs. Vielfach wurden Ängste geschürt, dass die kleineren Krankenhäuser Südtirols, wie z.B. Schlanders, geschlossen werden sollten.

Dass gerade das Gegenteil der Fall ist, das versicherte Theiner bei dem Besuch in Schlanders.

Bezirksdirektorin Irene Pechlaner berichtete über die Arbeit und die Fortschritte im Tal-Krankenhaus: „Gerade was die Umsetzung der fließenden Stationsgrenzen anbelangt, haben wir in Schlanders bereits seit Jahren daran gearbeitet: So gibt es z.B. die sog. ‚Mutter-Kind-Station’, genannt ‚MUKI’, die sich um alle Belange der aufgenommenen Mütter und Kinder kümmert.“

Überhaupt spiele die Effizienz in der Bettenführung eine große Rolle: „So haben wir die Betten für Frauen, die ein gynäkologisches Problem haben, in die Medizin verlegt, wo die Patientinnen rund um die Uhr betreut werden können. Selbstverständlich kümmern sich Fachärzte und geschultes Pflegepersonal um diese – so können wir Abteilungen, die nicht ganz ausgelastet sind, einsparen und trotzdem eine optimale Betreuung für die Vinschger Bevölkerung bieten.“

Das breite Spektrum der medizinischen Versorgung werde beibehalten. „Es ist bei einem so großen Einzugsgebiet nicht denkbar, dass jeder für jede noch so kleine Leistung z.B. von Langtaufers nach Meran fahren muss“, so Pechlaner.

Landesrat Theiner war angetan von der Effizienz und Motivation, mit der das Schlanderser Krankenhaus geführt wird: „Man sieht, dass ihr bereit seid für die neuen Herausforderungen.“

Renovierung des Bettentraktes

Primar Anton Theiner, der ärztliche Direktor des Krankenhauses und Bürgermeister Dieter Pinggera brachten ihr Hauptanliegen an den Landesrat vor: die Renovierung des Bettentraktes.

„Schlanders braucht ein gut geplantes, funktionelles Haus, in dem es sich zum Wohle der Bevölkerung arbeiten lässt. Gerade weil die tagesklinischen und tageschirurgischen Aufenthalte in Zukunft zunehmen werden, ist es für die stationär aufgenommenen Patienten wichtig, dass sie in einem zeitgemäßen Umfeld betreut werden.“

Da der Neubau grundsätzlich bereits zugesagt ist, ersucht auch Bezirksdirektorin Pechlaner die Bevölkerung um Verständnis: „Ein Bau dieser Größenordnung lässt sich leider nicht in wenigen Wochen realisieren. Wir bitten daher schon jetzt um Verständnis, wenn es während der Bauarbeiten zu einigen Unannehmlichkeiten kommt.“


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