08. Februar 2010
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Politik

Säbelrasseln im Iran: Neues Luftverteidigungssystem

Der Iran will seine militärische Stärke demonstrieren und hat ein selbstentwickeltes Luftverteidigungssystem angekündigt.

Das System habe mindestens das Potenzial der russischen S-300 Raketen, sagte ein iranischer Luftwaffenkommandeur am Montag der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Pläne würden in Kürze enthüllt. Einen genauen Termin nannte der Kommandant indes nicht.

Ungeachtet des Protests westlicher Länder hat Russland dem Iran den Verkauf von S-300-Flugabwehrraketen zugesagt, bisher aber nicht geliefert. Die Regierung in Teheran mahnte Russland wiederholt, seine Zusagen einzuhalten.

Die LKW-gestützten S-300-Raketen Russlands können Marschflugkörper und Flugzeuge bekämpfen. Sie haben eine Reichweite von 150 Kilometern und fliegen zwei Kilometer pro Sekunde schnell. Politischen Beobachtern zufolge könnten sie etwa Angriffe Israels oder der USA auf iranische Atomanlagen abwenden.

In den USA wird zunehmend offen über einen Militärschlag gegen die Islamische Republik nachgedacht. Die Regierung in Teheran hatte angekündigt, ihre umstrittene Uran-Anreicherung weiter voranzutreiben.

Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel eines Energieprogramms heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet.

Am Wochenende hatte das iranische Militär mitgeteilt, erfolgreich ein Tarnkappen-Flugzeug getestet zu haben. Der Prototyp dieses Flugzeugs habe alle Eigenschaften, um dem Radar zu entgehen, sagte ein Luftwaffen-Kommandant der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars.

Das Land feiert derzeit den 31. Jahrestag der Islamischen Revolution und hat in den vergangenen Tagen wiederholt seine militärische Schlagkraft unterstrichen.

apa/reuters




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