12. März 2010
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Wirtschaft

„Brauchen eine neue ‚Kaminkultur’“

Zu einer gemeinsamen „Kaminkultur“ und damit zu einem stärkeren Bewusstsein für den normgerechten Kaminbau rief der Obmann der Kaminkehrer im Landesverband der Handwerker (LVH), Richard Schupfer, heute Planer, Techniker und Handwerker beim Kaminkongress in Bozen auf.

Vor rund 360 Kongressteilnehmern appellierte Schupfer, den Kamin als wichtiger Gebäudeteil zu sehen und die damit verbundenen Vorschriften ernst zu nehmen.

„Die Bedeutungen des Kaminbaus, der verwendeten Materialien und der richtigen Abmessungen wird oft unterschätzt“, erklärte Schupfer. „Wir alle müssen uns vor Augen halten, dass mit dem Kamin wichtige Normen verbunden sind, die Sicherheit garantieren und Gesundheitsschäden und Brände verhindern.“

Wie ein Kamin gebaut ist und ob er alle gesetzlichen Normen erfüllt, ist nicht nur Sache der Techniker, sondern liegt ebenso in der Verantwortung von privaten Gebäudebesitzern. „Ein Privater muss nicht die Normen im Detail kennen, aber wir möchten auch ihn für die Sicherheit rund um den Kamin sensibilisieren, da letztendlich er der direkt Betroffene ist“, sagt Schupfer.

Gemeinsames Bewusstsein wichtig

Ziel sei ein gemeinsames Bewusstsein. „Wir streben gemeinsam mit Planern, Technikern, Bau- und Installationshandwerkern eine neue ‚Kaminkultur’ an“, das heißt, wir sind uns der gemeinsamen Verantwortung rund um die Sicherheit bei Kamin und Feuerungsanlage bewusst und binden uns gegenseitig mehr ein“, so der Obmann.

Erster Schritt für die Kaminkehrer im LVH sei die Information aller Beteiligten. Bei dem Kaminkongress haben deshalb erstmals Experten alle wichtigen technischen Informationen rund um den Kaminbau in gebündelter Form präsentiert. Die Vorträge reichten von den aktuellen Baunormen über die Besonderheiten von Metall- und Kunststoffkaminen bis hin zur Brandverhütung.

Über die Sicherheitsbestimmungen für die Arbeit auf dem Dach informierte Arbeitsschutzamtsdirektor Sieghart Flader. „Wir arbeiten derzeit an einem Gesetz, das bauliche Sicherheitsvorkehrungen auf dem Dach vorsieht und voraussichtlich noch im Frühjahr verabschiedet werden soll“, sagte Flader.




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