15. März 2010
© 2010 © 2010 D
Wirtschaft

Starker Exportrückgang, schlechtere Handelsbilanz

Die Wirtschaftskrise hat deutliche Spuren in Sachen Export hinterlassen: Die Südtiroler Exporte sanken von 3.239,3 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 2.767,0 Millionen Euro im vergangenen Jahr (minus 14,6 Prozent).

Der Minustrend zeichnete sich auch bei den Importen ab. Diese lagen im Jahr 2009 bei 3.614,9 Millionen Euro und sanken gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent.

Der starke Exportrückgang bewirkte eine Verschlechterung der Handelsbilanz. Diese schloss mit einem Defizit von 847,8 Millionen Euro. 2008 betrug der Fehlbetrag 670,4 Millionen Euro.

Auffallend: Der negative Handelssaldo wurde durch die Handelsbeziehungen mit den Partnern der Europäischen Union verursacht, während der Saldo mit den Nicht-EU-Staaten positiv blieb.

Niederlande: Starker Importanstieg – Österreich und Deutschland im Minus

Aus der Analyse nach Herkunftsland der Waren geht ein beträchtlicher Anstieg der Importe aus den Niederlanden ( plus 87,2 Prozent) hervor, welche sechs Prozent des gesamten Importes betragen.

Die Importe der zwei wichtigsten Handelspartner Österreich und Deutschland verzeichneten hingegen einen Rückgang um 6,5 Prozent bzw.16 Prozent. Die Importe aus dem asiatischen Raum gingen

ebenfalls zurück (minus 9,4%).

Die Exporte nach Deutschland sanken um 9,8 Prozent, jene nach Österreich stiegen um 5,5 Prozent. In das Vereinigte Königreich (minus 39,6 Prozent) und nach Frankreich (minus 16,2 Prozent) wurde 2009 ebenfalls deutlich weniger exportiert. Der asiatische Markt, der bis 2008 stetig gewachsen war, verzeichnete 2009 mit -27,4% eine Trendumkehr




Hier können Sie den Artikel bewerten
 
On-Tour Fotos zum den Archiv