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  <pubDate>Tue, 09 Jun 2026 05:37:03 +0200</pubDate>
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   <title>stol.it RSS Feed</title>
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   <title>Kindermuseum TINNE in Klausen: Stiftungsrat hält an Idee fest</title>
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   <description>Die Pläne, im Kapuzinergarten von Klausen ein Kunst- und Kulturareal unter dem Namen Kindermuseum TINNE zu realisieren, schien ein Stück weit der Vergangenheit anzugehören. Das Siegerprojekt aus dem Jahre 2023 lehnte der Gemeinderat  Klausen im selben Jahr mit breiter Mehrheit ab. Der Stiftungsrat der Tinne-Stiftung hat sich nach dessen Auflösung nun neu formiert. Das Projekt soll unter neuen Vorzeichen angegangen werden.</description>
   <author>redaktion@stol.it (jp)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Nach einer personellen Neubesetzung im Stiftungsrat nimmt die Tinne-Stiftung die Arbeit am geplanten Museum im Klausner Kapuzinergarten unter dem neuen Pr&auml;sidenten Andreas von Lutz wieder auf. <BR /><BR />Als Gr&uuml;ndungsmitglied der Tinne-Stiftung entsendet die Gemeinde Klausen zwei Vertreter in den Stiftungsrat. In der j&uuml;ngsten Gemeinderatssitzung wurden die bisherigen Gemeindevertreter, der ehemalige B&uuml;rgermeister Arthur Scheidle und Marina Eccher, durch Werner Kusstatscher und Silvia di Giorgio ersetzt.<BR /><BR />Mitte Mai trat der neu zusammengesetzte Stiftungsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Zum Pr&auml;sidenten wurde Andreas von Lutz gew&auml;hlt. Dem Gremium geh&ouml;ren zudem Ursula Schnitzer sowie Michael Kohler als Vertreter der Dr.-Hans-und-Hildegard-Koester-Stiftung Dortmund an.<BR /><BR />Auf Nachfrage erkl&auml;rte von Lutz, dass die Stiftung das Projekt in Abstimmung mit den Stiftern weiterverfolgen wolle. Dabei werde  der im Mai 2023 mehrheitlich gefasste Grundsatzbeschluss des Klausner Gemeinderats ber&uuml;cksichtigt. Dieser Beschluss legt f&uuml;r ein k&uuml;nftiges Kunst- und Kulturareal im Kapuzinergarten mehrere Rahmenbedingungen fest. So d&uuml;rfen die bestehenden Gr&uuml;nfl&auml;chen nicht verbaut werden. Zudem sollen die bestehenden Geb&auml;ude  in das Konzept integriert werden. <BR /><BR />Ziel bleibe weiterhin die Realisierung eines Museums, betonte der neue Pr&auml;sident. In die weiteren Planungen sollen auch die Vereine der Stadt eingebunden werden. Von Lutz schlie&szlig;t dabei nicht aus, einzelne Elemente des fr&uuml;heren, vom Gemeinderat abgelehnten Projekts zu &uuml;bernehmen. Voraussetzung sei jedoch, dass die Vorgaben des Grundsatzbeschlusses eingehalten werden. Wie dies konkret umgesetzt werden kann, wird derzeit von externen Fachleuten gepr&uuml;ft, sagt von Lutz.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:15:49 +0200</pubDate>
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    <media:title>Im Kapuzinergarten von Klausen soll ein Kunst- und Kulturareal realisiert werden. © jp</media:title>
    <media:credit role="author">jp</media:credit>
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   <title>Iranische Justiz bestätigt Haftstrafe gegen Regisseur Panahi</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/iranische-justiz-bestaetigt-haftstrafe-gegen-regisseur-panahi</link>
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   <description>Die iranische Justiz hat eine einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad am Sonntag mit, dass der Einspruch gegen das Urteil vom Revolutionsgericht in Teheran abgelehnt worden sei. Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Panahi war wegen &bdquo;Propaganda gegen das System&ldquo; und der Unterst&uuml;tzung der Proteste - insbesondere der Frauenbewegung 2022 - verurteilt worden. Als zentralen Beweis f&uuml;hrte das Gericht seinen heimlich gedrehten Film &bdquo;Ein einfacher Unfall&ldquo; an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem f&uuml;r die Golden Globes und die Oscars nominiert.<BR /><BR />Der Regisseur war w&auml;hrend des Krieges &uuml;berraschend in den Iran zur&uuml;ckgekehrt, um seine Haftstrafe juristisch anzufechten. Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker des islamischen Systems und wurde mehrfach festgenommen. Seine berufliche T&auml;tigkeit und seine Reisefreiheit unterliegen seit langem strikten Einschr&auml;nkungen.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 14:53:00 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Sun, 07 Jun 2026 16:35:30 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>++ ARCHIVBILD ++ Wegen &quot;Propaganda gegen das System&quot; verurteilt. © APA/dpa / Christoph Soeder</media:title>
    <media:credit role="author">Christoph Soeder</media:credit>
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   <title>Baustein im Zeitgeschehen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/literatur/baustein-im-zeitgeschehen</link>
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   <description>„Forschung ist immer in Interaktion mit der Gesellschaft zu sehen“, sagt Beate Gatterer,  Schriftleiterin  „Der Schlern“, und erklärt warum die Publikation nach 100 Jahren immer am Puls der Zeit ist.</description>
   <author>redaktion@stol.it (eva)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<b>Sie leiten die Monatszeitschrift f&uuml;r S&uuml;dtiroler Landeskunde nun schon seit 2001.  Wie gelingt es Ihnen, immer wieder anspruchsvolle Forschung so aufzubereiten, dass sie ein breiteres, kulturinteressiertes Publikum erreicht, ohne an Tiefe zu verlieren?</b><BR />Beate Gatterer: Ich habe die Leitung  damals  von Hans Grie&szlig;mair &uuml;bernommen.   Er war als Volkskundler und Museumsmann weit vernetzt und hat viele Koryph&auml;en dazu bewogen, f&uuml;r den &bdquo;Schlern&ldquo; zu schreiben. Sein Anliegen, den &bdquo;Schlern&ldquo; von Themen und Autoren breit aufzustellen, wurde auch meines. Wissenschaft hat den Ruf abgehoben zu sein, dennoch kann man durch entsprechende Gestaltung, die Lesenden an das Thema heranf&uuml;hren, ohne dabei das Wesentliche zu verlieren.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1321173_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Landeskunde klingt f&uuml;r manche nach Vergangenheit und Bewahrung &ndash; f&uuml;r andere nach einem offenen, interdisziplin&auml;ren Blick auf einen Raum: Was bedeutet &bdquo;Landeskunde&ldquo; heute f&uuml;r Sie?</b><BR />Gatterer: Vergangenes zu bewahren, hei&szlig;t, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und so Wurzeln zu st&auml;rken. Interdisziplinarit&auml;t steht dazu nicht im Widerspruch, ganz im Gegenteil. Erst durch interdisziplin&auml;re Herangehensweise k&ouml;nnen komplexe Themen zur G&auml;nze ausgelotet und erforscht werden. <BR /><BR /><BR /><b>Nach welchen Kriterien w&auml;hlen Sie die Themenschwerpunkte aus &ndash; und wie stark reagieren diese auf aktuelle Ent- wicklungen in Forschung und Gesellschaft?</b><BR />Gatterer: Meist sind es aktuelle Themen, ein Jahrestag etwa, den man zum Anlass nimmt, noch einmal tiefer zu gehen. Forschung ist immer in Interaktion mit der Gesellschaft zu sehen, spiegelt Entwicklungen und setzt Kontrapunkte. Die Balance zu halten ist ein wichtiges Anliegen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1321176_image" /></div>
<BR /><BR /><b>&bdquo;Der Schlern&ldquo; blickt auf &uuml;ber ein Jahrhundert Geschichte zur&uuml;ck &ndash; wie ver&auml;ndert sich die Perspektive auf S&uuml;dtirols Kultur und Wissenschaft im Spannun</b><b>gsfeld zwischen Tradition und aktuellen gesellschaftlichen Debatten?</b><BR />Gatterer: 1920 waren die politischen Verh&auml;ltnisse g&auml;nzlich anders als heute, dennoch ist eines gleich geblieben: Damals war es durch Kriegsende, Ende des Habsburgerreiches und durch erstarkenden Faschismus eine Zeit des Umbruchs, in der die Gr&uuml;nder versuchten, einen Bezug zur Heimat herzustellen. Auch heute erleben wir einen tiefgreifenden Wandel und in solchen Zeiten braucht es etwas, das Halt gibt und Sicherheit &ndash; ein enger Bezug zu den Wurzeln kann helfen. <BR /><BR /><BR /><b>Sie haben erkl&auml;rt, dass Professoren und Lehrende von zahlreichen Universit&auml;ten in aller Welt ihre Aufs&auml;tze in der Zeitschrift ver&ouml;ffentlicht haben. Inwiefern kann eine auf S&uuml;dtirol fokussierte Zeitschrift heute auch &uuml;berregionale oder internationale kulturwissenschaftliche Diskurse mitpr&auml;gen?</b><BR />Gatterer: Mitpr&auml;gen klingt etwas weit gegriffen. Aber gro&szlig;e Entwicklungen spiegeln sich im Kleinen. Und so kann &bdquo;Der Schlern&ldquo; durchaus auch ein Baustein in der aktuellen Entwicklung sein. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1321179_image" /></div>
<BR /><BR /><b>&bdquo;Der Schlern&ldquo; ist auch weltweit in Bibliotheken zu finden. Wo etwa?</b><BR />Gatterer: Es sind vor allem die gro&szlig;en Bibliotheken in Europa. Vor Jahren hat eine Bibliothek aus S&uuml;dkorea gebeten, eine Ausgabe nachzuliefern. Studenten aus Amerika haben mir erz&auml;hlt, dass sie die Zeitschrift an der dortigen Universit&auml;t gefunden haben. Man muss aber auch sehen, dass in Zeiten der gek&uuml;rzten Gelder f&uuml;r Kultur und Wissenschaft manche Bibliotheken leider nicht mehr die Gelder haben, Zeitschriften zu abonnieren. <BR /><BR /><BR /><b>Wer liest heute die Publikation &bdquo;Der Schlern&ldquo; &ndash; und wie ver&auml;ndert sich Ihre redaktionelle Arbeit angesichts neuer Lesegewohnheiten, digitaler Formate und eines j&uuml;ngeren Publikums?</b><BR />Gatterer: Sammler freuen sich immer auf die n&auml;chste Nummer und lesen sie bis ins letzte Detail. Ein j&uuml;ngeres interessiertes Publikum sucht gezielt Aufs&auml;tze, die bei wissenschaftlichen Arbeiten helfen k&ouml;nnen. Und ja, man muss der neuen Zeit Rechnung tragen, Social Media ist sicher ein Thema, auch die Verankerung in wissenschaftlichen Plattformen, die den Autorinnen und Autoren zu den Punkten verhelfen, die sie f&uuml;rs Curriculum brauchen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1321182_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Sie zitieren den Gustav Mahler zugeschrieben Satz: &bdquo;Tradition hei&szlig;t nicht Anbetung der Asche, sondern Aufrechterhalten des Feuers.&ldquo;  Und heben gleichzeitig hervor, dass Landeskunde heute wichtiger denn je ist, denn sie vermittelt Kontext in einer globalen Welt, Kontext, den kein Algorithmus liefern kann&hellip;</b><BR />Gatterer: Tradition im Wandel: Es gilt das weiterzuf&uuml;hren, was sich bew&auml;hrt hat und sich gleichzeitig zu &ouml;ffnen f&uuml;r das Neue, hoffend, dass Tiefgr&uuml;ndigkeit, Hintergrundwissen und Offenheit f&uuml;r neue Aufgaben der Zeitschrift noch langen Bestand gew&auml;hren. <BR /><BR />(eva)]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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    <media:title>„Forschung ist immer in Interaktion mit der Gesellschaft zu sehen“, sagt Beate Gatterer,  Schriftleiterin von „Der Schlern“, und erklärt warum die Publikation nach 100 Jahren immer am Puls der Zeit ist. © ÖA / jaidermartina</media:title>
    <media:credit role="author">jaidermartina</media:credit>
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   <title>Wie haben wir uns gegen die Wand gefahren?</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/wie-haben-wir-uns-gegen-die-wand-gefahren</link>
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   <description>Er bleibt zwei Jahre länger als vorgesehen:  Rudolf Frey wird als Intendant   der  Vereinigten Bühnen Bozen auch  für die Theatersaison 2029/30 verantwortlich zeichnen. Diese seine letzte  wird  ihm allerdings einiges abverlangen, denn die Bühnentechnik im Stadttheater muss  revisioniert werden, und  das Haus am Verdiplatz bleibt ein Jahr lang geschlossen.  Frey wird Ausweichmöglichkeiten finden und  das Publikum  in gewohnter Manier überraschen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (eva)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Und welche &Uuml;berraschungen das Programm der Spielsaison 2026/27 in sich birgt, erkl&auml;rt  Rudolf Frey im Gespr&auml;ch. Im Zentrum der Spielzeit steht jedenfalls die Frage: Was h&auml;lt uns zusammen?<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1320543_image" /></div>
<BR /><BR />Dass Freys Theaterkonzept das Publikum zum Staunen bringen  wird, ist auch die Pr&auml;sidentin  Judith G&ouml;gele &uuml;berzeugt und freut sich schon auf ein Theater au&szlig;erhalb des Theaters. Freuen darf sie sich zu Recht, denn die VBB-Zahlen 2025/26 sprechen f&uuml;r sich: &bdquo;Rund 13.500 Besucher und Besucherinnen, also deutlich gestiegene Zuschauerzahlen bei den Abendvorstellungen sowie ein Zuwachs der Abonnements um 24 Prozent auf 350 zeigen, dass unser Angebot auf Interesse und Vertrauen st&ouml;&szlig;t. Besonders erfreulich ist, dass mehr als 100 Abonnentinnen und Abonnenten  unter 35 Jahren sind &ndash; ein starkes Zeichen daf&uuml;r, dass es gelingt, auch eine neue Generation f&uuml;r das Theater zu begeistern. Die im vergangenen Jahr gegr&uuml;ndete Community PLUS fand mit 130 Mitgliedern einen vielversprechenden Start und unterstreicht den Wunsch vieler Menschen, Teil dieser kulturellen Gemeinschaft zu sein.&ldquo; <BR /><BR />Einziger Wermutstropfen im vergangenen Jahr waren die Sch&uuml;lervorstellungen &ndash; Lehrer und Lehrerinnen hatten Ausfl&uuml;ge, Theaterbesuche und andere au&szlig;erschulische Aktivit&auml;ten gestrichen, da sie damit ein deutliches Zeichen f&uuml;r bessere Bezahlung und mehr Anerkennung setzten wollten. &bdquo;Dadurch  hatten wir bei den Schulvorstellungen  einen R&uuml;ckgang von fast 87 Prozent. Auch wenn wir fast alle  St&uuml;cke gespielt haben. F&uuml;r mich ist das eine sehr kritische Entwicklung  f&uuml;r die kulturelle Bildung in diesem Land.&ldquo; Damit stehe ein Modell auf der Kippe, das europaweit einzigartig sei, erkl&auml;rte die Pr&auml;sidentin.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1320546_image" /></div>
<BR /><BR /><BR /><b>Sie leiten die Spielzeit ein, indem Sie die zentrale Frage stellen: Was h&auml;lt uns zusammen? Wenn das Theater als demokratischer Raum ein &bdquo;Wir&ldquo; verhandelt, das zugleich von Zugeh&ouml;rigkeit und Abgrenzung gepr&auml;gt ist &ndash; wie wollen Sie als Intendant konkret verhindern, dass dieses &bdquo;Wir&ldquo; selbst nicht ausgrenzend wirkt?</b><BR />Rudolf Frey: Ich denke, Theater ist ein k&uuml;nstlerischer M&ouml;glichkeitsraum, gesellschaftliche Prozesse durchzuspielen &ndash; auch durchaus polarisierend. Das Theater ist in seiner Urform ein beispielhafter Ort f&uuml;r Koexistenz und Miteinander. Ich empfinde uns Kulturschaffende als Visionsgeber f&uuml;r das Wahrnehmbarmachen und im besten Fall Ver&auml;nderung. Das &bdquo;Wir&ldquo; besteht aus Herkunft und Zukunft. <BR /><BR /><BR /><b>Wenn Sie also Theater als politischen Ort und Motor demokratischer Teilhabe verstehen: Wo verl&auml;uft f&uuml;r Sie die Grenze zwischen k&uuml;nstlerischer Freiheit und kulturpolitischem Auftrag?</b><BR />Frey: Der &Uuml;berbau der Vereinigten B&uuml;hnen Bozen ist ein verankerter Auftrag zur Vermittlung von zeitgen&ouml;ssischem Theater in S&uuml;dtirol &ndash; in allen Facetten, die der Bereich heute bietet. Daher ergibt sich eine nat&uuml;rliche Vielfalt der Formen und gro&szlig;e Freiheit. Keine der k&uuml;nstlerischen Arbeiten ist einer &uuml;bergeordneten Agenda des Theaters unterworfen, sondern wird vom jeweiligen k&uuml;nstlerischen Team erdacht.<BR /><BR /><BR /><b>Ihr neues Programm bleibt polyphon. Auch in diesem Jahr gibt es  eine Zusammenarbeit mit TRANSART. Ihr zeigt &bdquo;Lieder ohne Worte&ldquo; von Thom Luz und Ensemble. Wie verwandelt der Schweizer Regisseur, Musiker und B&uuml;hnenbildner in seiner Inszenierung die &auml;sthetische Spannung zwischen romantischer Innerlichkeit und zerst&ouml;rter Gegenwart in eine eigene musikalisch-r&auml;umliche Sprache &ndash; und was sagt diese &uuml;ber den Zustand unserer Zeit aus?</b><BR />Frey: Ich empfinde diese Arbeit als Status Quo: Wie haben wir uns gegen die Wand gefahren? Diese Sprachlosigkeit empfinde ich im Moment sehr stark. Die besondere und experimentelle Aufl&ouml;sung in einen Theater- und Klangraum ist wirklich mitrei&szlig;en, und ich bin froh, diese viel beachtete internationale Arbeit in S&uuml;dtirol zeigen zu k&ouml;nnen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1320549_image" /></div>
<BR /><BR /><BR /><b>Ein St&uuml;ck S&uuml;dtiroler Geschichte wird ebenfalls wieder auf der B&uuml;hne verhandelt:  Wie &uuml;bersetzt Sara Ostertag in ihrer Inszenierung &bdquo;Eva schl&auml;ft&ldquo; nach dem Roman von Francesca Melandri die vielschichtige Vergangenheit  S&uuml;dtirols in eine mehr- sprachige, musikalisch-choreografische B&uuml;hnensprache &ndash; und welche &auml;sthetischen Mittel nutzt sie, um Erinnerung, Identit&auml;t und Sehnsucht sinnlich erfahrbar zu machen?</b><BR />Frey: Die Regisseurin Sara Ostertag ist k&uuml;nstlerisch einerseits gepr&auml;gt von ihrer langj&auml;hrigen Arbeit f&uuml;r junges Publikum mit Makemake, andererseits zeichnet sie die intensive dramaturgische Zusammenarbeit mit der K&uuml;nstlerin Florentina Holzinger aus. Beide Welten vereinen sich in ihren Inszenierungen in einer starken, unmittelbaren Bildsprache und einer scharfen &Uuml;bersetzung der Vorlage auf eine B&uuml;hne im Heute. Ich bin mir sicher es wird keine realistische &Uuml;bertragung, sondern eine kraftvolle &Uuml;bersetzung. Nicht zuletzt lebt diese Arbeit vom starken f&uuml;nfk&ouml;pfigen (mehrsprachigen) Ensemble und der Musik von Nastasja Ronck. Diese grenz&uuml;berschreitende Koproduktion wird unsere Arbeit im J&auml;nner  2027 dann auch in Wien im TEATA an der Gumpendorfer sichtbar machen. <BR /><BR /><BR /><b>Nach &bdquo;Radetzkymarsch&ldquo; von Joseph Roth oder &bdquo;K&ouml;nig Lear&ldquo; von Shakespeare inszenieren Sie in der neuen Saison erneut einen gro&szlig;en Klassiker: Anton Tschechows &bdquo;Onkel Wanja&ldquo;. Wie ver&auml;ndert die radikale Entscheidung, alle Figuren von einem einzigen Schauspieler verk&ouml;rpern zu lassen, den Blick auf Tschechows Beziehungsgeflecht aus unerf&uuml;llter Sehnsucht und Verzicht &ndash; und was sagt diese Vereinzelung &uuml;ber unsere gegenw&auml;rtige, von Einsamkeit gepr&auml;gte Gesellschaft aus?</b><BR />Frey: Ich bin &uuml;berzeugt, dass sich die in der Vorlage eingeschriebene Einsamkeit und emotionale Unerf&uuml;llbarkeit in unserer digitalen und post-pandemischen Zeit noch versch&auml;rft hat. Dar&uuml;ber hinaus spielt das Solo in der Version von Simon Stephens mit den (Un-)M&ouml;glichkeiten des Theaters, der Rolle der Verk&ouml;rperung von Figuren. Die Spiegelung von acht Pers&ouml;nlichkeiten in einem Spieler &ndash; Fabian Mair Mitterer in unserem Fall  &ndash; zeigt auch eine gro&szlig;e zwischenmenschliche Verwandtschaft im F&uuml;hlen auf. Das macht den Text aus meiner Sicht besonders empathisch. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1320552_image" /></div>
<BR /><BR /><b>In diesem Jahr gibt es eine grenz&uuml;berschreitende Kooperation mit den Tiroler Volksschauspielen: Zusammen werdet ihr das Format der Marathonlesungen neu auflegen. Unter dem Titel &bdquo;Flucht ohne Ende&ldquo; wird ein Nord/S&uuml;dtiroler Ensemble Texte des ewigen Grenzg&auml;ngers Joseph Roth lesen &mdash; im Juli in Telfs, im November in Bozen. Was darf man erwarten?</b><BR />Frey: Die hochkar&auml;tige Gruppe an Lesenden (Gerti Drassl, Tobias Moretti, Max Simonischek, Anna Unterberger, Michael Klammer, Branko Samarowski, Brigitte Jaufenthaler und andere) tr&auml;gt &uuml;ber sieben Stunden hintereinander den sogartigen Text von Roth vor, und das Publikum kann bei diesem Happening nach Belieben teilnehmen. Ich erwarte mir ein Fest des Schauspiels und der gro&szlig;artigen Sprache  Roths. <BR /><BR /><BR /><b>Im J&auml;nner dann gibt es einen weiteren Klassiker: &bdquo;Bernarda Albas Haus&ldquo; von Lorca: Wie legt die Inszenierung den Fokus auf das Spannungsverh&auml;ltnis zwischen autorit&auml;rer Kontrolle und weiblichem Freiheitsdrang &ndash; und inwiefern l&auml;sst sich Lorcas beklemmendes Kammerspiel heute noch als politische Allegorie auf gesellschaftliche Unterdr&uuml;ckungsmechanismen lesen?</b><BR />Frey: Lorca selbst wurde von spanischen Faschisten 1936 ermordet und sein erfolgreichstes St&uuml;ck ist im Kern eine Allegorie auf den europ&auml;ischen Faschismus, ohne ihn jedoch konkret zu thematisieren. Die Bozner Inszenierung von Regie-Shootingstar Matthias Rippert zeigt ein hochpsychologisches Kammerspiel. Ich empfinde dieses St&uuml;ck als eines der dichtesten und st&auml;rksten europ&auml;ischen Dramen des vergangenen Jahrhunderts, das beklemmend vertraut &uuml;ber patriarchale Systeme erz&auml;hlt &ndash; und das mit einem ausschlie&szlig;lich weiblichen Ensemble. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1320555_image" /></div>
<BR /><b>Das St&uuml;ck &bdquo;They Them Okocha &ldquo; des Autors und Regisseurs Bonn Park ist  2025 f&uuml;r den M&uuml;lheimer Dramatikerpreis nominiert worden. F&uuml;r die VBB  wird Regisseurin Michaela Senn das  Coming-of-age-Drama mit dem Titel &bdquo;Notti magiche&ldquo; inszenieren. Wie wird sie die nostalgisch aufgeladene Erinnerung an Kindheit und Freundschaft mit den Br&uuml;chen von Pubert&auml;t, Identit&auml;tssuche und politischer Gegenwart so verschr&auml;nken, dass aus einem popkulturellen Spiel eine ernsthafte Reflexion &uuml;ber das Erwachsenwerden wird?</b><BR />Frey: In dieser Produktion spielen ausschlie&szlig;lich M&auml;nner: Ihr wilder und humorvoller Trip beginnt in der Kindheit, streift die Pubert&auml;t und endet im &bdquo;Rest&ldquo;, also dem Erwachsensein. Ich denke, hier werden vor allem Komik, popkulturelle Referenzen und die pointierte Sprache einen besonders lustvollen und auch nostalgischen Theaterabend kreieren, der dar&uuml;ber hinaus viele gesellschaftliche Diskurse behandelt.<BR /><BR /><BR /><b>In Ihrer und Ayse Gulsum &Ouml;zels Theaterinstallation &bdquo;Notes from Down Below&ldquo; (Urauff&uuml;hrung) wird das Theater verlassen. Was wird passieren?</b><BR />Frey: Wir laden das Publikum auf eine Reise ein und begeben uns selbst auf eine: Ideengeber ist die gro&szlig;e surrealistische Bewegung, die immer in ihrem Weltentwurf auch ein politischer Gegenentwurf war. Wir werden uns auch in der Form der kollektiven Arbeit im Grenzbereich zwischen Theater, Performance und bildender Kunst bewegen und verst&auml;rkt &uuml;ber Bilder und Atmosph&auml;ren arbeiten, die Unterbewusstes, Assoziatives freisetzen.Wir begeben uns mit dieser Arbeit auch einmal mehr an einen externen Spielort, in dem das Publikum selbst in diese immersive (Alp-)Traumwelt eintauchen wird.<BR /><BR /><BR /><b>Noch klingt &bdquo;Was kann der Sigismund daf&uuml;r, dass er so sch&ouml;n ist&ldquo; aus dem eben zu Ende gegangenen &bdquo;Wei&szlig;en R&ouml;ssl&ldquo; in meinen Ohren nach. Wie in jedem Jahr beenden Sie die Saison mit einem Musikst&uuml;ck: 2027 mit &bdquo;Evita&ldquo; von Andrew Lloyd Webber. Wie balanciert die Inszenierung zwischen der Glorifizierung und der kritischen Demontage der Figur Eva Per&oacute;n &ndash; und gelingt es ihr, hinter dem Mythos eine widerspr&uuml;chliche politische Pers&ouml;nlichkeit sichtbar zu machen, die auch f&uuml;r unsere Gegenwart relevant bleibt?</b><BR />Frey: F&uuml;r die Inszenierung dieser Produktion konnten wir Marcos Darbyshire gewinnen, er ist Argentinier und beleuchtet mit seiner Regie diese au&szlig;ergew&ouml;hnliche Figur auch mit Bildern und Assoziationen aus seiner Heimat. Mit seiner gro&szlig;en Erfahrung im Musiktheater entwirft er f&uuml;r Bozen eine differenzierte und kritische Arbeit, die zugleich den Erwartungen an eine gro&szlig;e B&uuml;hnenshow gerecht wird. <BR />(eva)<BR /><h3>
Programm</h3><b>15. September</b><BR /><i>Lieder ohne Worte</i><BR /> von Thom Luz und Ensemble (Zusammenarbeit mit Transart26)<BR /><BR /><b>26. September</b><BR /><i>Eva schl&auml;ft</i><BR />nach dem Roman &bdquo;Eva dorme&ldquo; von  Francesca Melan- dri  in deutscher und italienischer Sprache &ndash; UA, Koproduktion mit TEATA in der  Gumpendorfer Stra&szlig;e, Wien (Regie: Sara Ostertag)<BR /><BR /><b>7. November</b><BR /><i>Vanya</i><BR />von Simon Stephens, nach Anton Tschechows &bdquo;Onkel Wanja&ldquo; (Regie: Rudolf Frey)<BR /><BR /><b>28. November</b><BR /><i>Marathonlesung &ndash;  Joseph Roth: Flucht ohne Ende</i><BR />Kooperation mit den Tiroler Volksschauspielen   Telfs<BR /><BR /><b>16. J&auml;nner 2027</b><BR /><i>Bernarda  Albas Haus</i><BR /> von Federico Garc&iacute;a Lorca<BR />(Regie: Matthias Rippert) <BR /><BR /><b>13. Februar 2027</b><BR /><i>Notti magiche</i><BR />von Bonn Park (Regie: Michaela Senn)<BR /><BR /><b>13. M&auml;rz 2027</b><BR /><i>Notes from   Down Below</i><BR />Theaterinstallation von Rudolf Frey und   Ayse G&uuml;ls&uuml;m &Ouml;zel  (UA)<BR /><BR /><b>15. Mai 2027</b><BR /><i>Evita</i><BR />von Andrew Lloyd Webber &ndash;  Koproduktion mit der Stiftung Haydn von  Bozen und Trient (Musikalische Leitung: Stephen Lloyd &ndash; Regie: Marcos Darbyshire)<BR /><h3>
Kindertheater</h3><BR /><b>16. Oktober</b><BR /><i>Der Koffer</i><BR />von Chris Naylor-Ballesteros (Regie: Naemi Friedmann)<BR /><BR /><b>2.  bis 6. November</b><BR /><i>Wild</i><BR />Performatives Forschen mit &ouml;ffentlichem  Showing  &ndash; Koproduktion mit Kids Culture Club und Museion Bozen<BR /><BR /><b>21. November</b><BR /><i>Pinocchio</i><BR />von Lukas Schrenk, Nils Strunk und  Henry Jimenenz Morales  nach Carlo Collodi (Regie: Verena Holztrattner)<BR /><BR /><b>3. April 2027</b><BR /><i>Wolf</i><BR />nach dem Roman von Sa&scaron;a Stani&scaron;ic in einer B&uuml;hnenfassung von Emma Mulser &ndash; Koproduktion mit dem Rotierenden Theater]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:01:28 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 05 Jun 2026 11:02:04 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Theatermacher und Theatermensch: Rudolf Frey. © Luca Guadagnini - Lineematiche, Via dei Bottai 8, 39100 Bolzano (Italy) - IG: @luc</media:title>
    <media:credit role="author">Luca Guadagnini - Lineematiche, Via dei Bottai 8, 39100 Bolzano (Italy) - IG: @luc</media:credit>
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   <title>Kennedy Center streicht nach Gerichtsentscheid Trumps Namen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/kennedy-center-streicht-nach-gerichtsentscheid-trumps-namen</link>
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   <description>Das Kennedy Center in Washington verbannt den Namen von US-Präsident Donald Trump aus offiziellen Dokumenten. Mitarbeiter der weltberühmten Kultureinrichtung seien angewiesen, Trumps Name „sofort“ aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen und von Anrufbeantwortern zu entfernen, hieß es in einem am Donnerstag (Ortszeit) versendeten Memo, das mehreren US-Zeitungen vorlag. Bis zum 12. Juni müssten zudem Webseite, Broschüren und Schilder im Innen- und Außenbereich geändert werden.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Der Schritt folgt auf eine Gerichtsentscheidung in der vergangenen Woche. Ein Richter ordnete an, dass Trumps Name wieder von der Fassade des Zentrums verschwinden muss. Zudem darf das Zentrum zumindest vorl&auml;ufig nicht wie von Trump geplant im Sommer f&uuml;r zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden. Trump reagierte h&ouml;chst ver&auml;rgert auf das Urteil.<BR /><BR />Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen &bdquo;anti-amerikanische Propaganda&ldquo; in der Kulturwelt angek&uuml;ndigt. Er entlie&szlig; mehrere Mitglieder des Kuratoriums, &uuml;bernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Im Dezember wurde das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt. Das f&uuml;hrte zu gro&szlig;em Protest, K&uuml;nstler sagten Auftritte ab.<BR /><BR />In dem Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:00:18 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 05 Jun 2026 11:00:23 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Bald wieder Geschichte: Geänderte Aufschrift. © APA/AFP / KENT NISHIMURA</media:title>
    <media:credit role="author">KENT NISHIMURA</media:credit>
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   <title>Asfaltart-Väter Khuen und  Ellmenreich: Die Zwei, die Meran zum  Lachen bringen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/kunst/asfaltart-vaeter-khuen-und-ellmenreich-die-zwei-die-meran-zum-lachen-bringen</link>
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   <description>Als Asfaltart 2007 erstmals Meran bevölkerte, war noch Günther Januth Bürgermeister. Seitdem  hat  das Festival der Straßenkünstler Meran zur Landeshauptstadt des Lachens gemacht. In einer Woche geht's wieder los und die Asfaltart-Väter Joachim „Jogi“ Ellmenreich(59) und Meinhard Khuen (63) erzählen im Interview über die Geburt der Idee, schlaflose Nächte und wie's zum Händeschütteln mit Staatspräsident Mattarella kam.</description>
   <author>redaktion@stol.it (lu)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<b>20 Jahren Asfaltart. Wie kam&rsquo;s?</b><BR />Joachim &bdquo;Jogi&ldquo; Ellmenreich: Die Idee, ein Stra&szlig;enk&uuml;nstlerfest zu  machen,  kam mir beim Kinderstadtfest des Meraner Altstadtvereins. Dort  sind      Jordi Beltramo und Claudia Bellasi aufgetreten. Das hat mir so gut gefallen, dass ich dann sofort einen Ansprechpartner gesucht und in Meinhard Khuen gefunden habe.<BR /><BR />Meinhard Khuen: Und ich war gleich Feuer und Flamme. Zumal ich 1989 schon einen Kunstverein gegr&uuml;ndet hatte und so die organisatorischen und b&uuml;rokratischen Voraussetzungen schon da waren.  Wir haben dann ein Team aus sieben Personen zusammengestellt. Mittlerweile  ist  der harte Kern auf zw&ouml;lf Personen angewachsen, weil die Aufgaben immer komplexer wurden.  <BR /><BR /><b>Rund 15.000 Zuschauer bereits 2007, sp&auml;ter viele Tausende mehr. Was hat Sie glauben lassen, dass das ein solcher Erfolg werden k&ouml;nnte?</b><BR />Khuen: Einmal die Art des Festivals, das  f&uuml;r jeden zug&auml;nglich und kostenlos ist und Unterhaltung auf h&ouml;chstem Niveau bietet. Es ist  jede Art von Stra&szlig;enkunst vertreten  und  wenn mir etwas nicht gef&auml;llt, gehe ich halt zum n&auml;chsten K&uuml;nstler.<BR /><BR />Ellmenreich: Das Festival war  von Anfang an f&uuml;r unsere Leute gedacht und auch deshalb  im  Juni, in einem der   damals touristisch ruhigsten Monate in Meran und immer noch vor Schulende. Und von Beginn an wurde es von den  Meranern  und  S&uuml;dtirolern gut angenommen.<BR /><BR /><b>Mit Verlaub Sie sind in den Jahren ergraut. Gab es auch schlaflose N&auml;chte?</b><BR />Khuen: Genug. Eben weil die ganze Verantwortung auf uns lastet und man bis zum Schluss nie wei&szlig;, ob auch alles bereit ist.<BR /><BR />Ellmenreich: Ja, nat&uuml;rlich. Nach dem Festival sind wir immer sehr erleichtert, wenn alles gut gegangen  ist. W&auml;hrend des Festivals hat man eh nicht viel Zeit nachzudenken.<BR /><BR /><b>Asfaltart ist Jahr um Jahr gewachsen. Die Finanzen nie ein Problem?</b><BR />Khuen und Ellmenreich: Wir haben seit 20 Jahren treue Unterst&uuml;tzer. Bereits 2007 waren  B&uuml;rgermeister G&uuml;nther  Januth und Stadtr&auml;tin Heidi Siebenf&ouml;rcher Feuer und Flamme  &ndash; und die Sponsoren glaubten an uns wie das Publikum. Und nicht zu vergessen unsere mittlerweile 150 Freiwilligen. Ohne sie  w&auml;re das Festival nicht zu stemmen.<BR /><BR /><b>Asfaltart zu Covid-Zeiten war sozusagen eine Limited-Edition. Was blieb h&auml;ngen?</b><BR />Khuen: Die Corona-Regeln sprich die  Sitzdistanzen waren einzuhalten und wir  haben es bei mir in Kallm&uuml;nz gemacht. Was ich positiv in Erinnerung habe, ist dass die K&uuml;nstler sehr dankbar waren, weil sie sonst keine Auftritte hatten. Und es waren gr&ouml;&szlig;tenteils S&uuml;dtiroler K&uuml;nstler. <BR /><BR />Ellmenreich: Die Meraner und S&uuml;dtiroler waren einfach gl&uuml;cklich, dass wieder etwas gemacht wurde. Wir waren unter den Ersten, die  etwas veranstaltet haben. Nat&uuml;rlich hat uns geholfen, dass  Asfaltart  im Freien war.<BR /><BR /><b>Anekdoten in diesen 20 Jahren?  &bdquo;Blutzer&ldquo;?</b><BR />Khuen und Ellmenreich:  &bdquo;Blutzer&ldquo; gab&rsquo; s keine (lachen). Sehr spannende Situationen  sehr wohl. Als sich im  Juni 2017  Italiens Staatspr&auml;sident Mattarella und &Ouml;sterreichs Bundespr&auml;sident Van  der Bellen    in Meran zum Festakt  25 Jahre Streitbeilegung zwischen &Ouml;sterreich und Italien  trafen, wurde uns  nahegelegt Asfaltart zu verschieben. Aber am Ende konnten wir Asfaltart  dank B&uuml;rgermeister Paul R&ouml;sch doch realisieren &ndash;  und dann haben wir sogar  Mattarella die Hand gesch&uuml;ttelt.<BR /><BR /><b> Welches  Stra&szlig;enk&uuml;nstler-Talent  &ndash; Artist, Clown, Akrobat, Narr &ndash;  steckt in   Ihrem Gegen&uuml;ber? Charakterisieren Sie ihn?</b><BR />Ellmenreich: Von Meinhard sagt man,  er habe kabarettistisches Talent. Wenn wir zwei in Fahrt kommen, k&ouml;nnten wir im Duo auftreten.<BR /><BR />Khuen: Wer wei&szlig;, was wir nach Asfaltart machen (lacht).<BR /><BR /><b>Was bringt Sie beide so richtig zum Lachen?</b><BR />Khuen: Ich lache meist still in mich hinein, aber bei dem Spiel Whiskeymixer gibt&rsquo;s bei mir kein Halten mehr.<BR /><BR />Ellmenreich:  Bl&ouml;deleien oder  Schenkelklopfer bringen mich nicht zum Lachen, sondern feine Satire und zwar wenn es K&uuml;nstlern gelingt, den Funken aufs Publikum &uuml;berspringen zu lassen und dieses mitgeht.<BR /><BR /><b> Zur&uuml;ck zu Asfaltart: L&auml;sst sich an dieser Stimmungskanone  noch etwas verbessern?</b><BR />Khuen: Immer. Nach jeder Ausgabe machen wir eine Klausur, wo wir das vergangene Festival Revue passieren  lassen und versuchen, alle Schwachstellen auszumerzen  und neues zu entwickeln.<BR /><BR />Ellmenreich: Weiterentwickeln geht  immer, das tun wir seit 19 Jahren.<BR /><BR /><b>Wie lange machen Sie noch weiter?</b><BR />Ellmenreich: Gute Frage. Sicher noch l&auml;nger, aber in welcher Rolle muss ich erst sehen. Wir wollen, dass es weiter geht, aber im Bewusstsein, dass wir nicht j&uuml;nger werden, wollen wir eine geordnete &Uuml;bergabe.<BR /><BR />Khuen: Wir werden das Festival, solange gew&uuml;nscht, begleiten, aber in absehbarer Zukunft in j&uuml;ngerer H&auml;nde &uuml;bergeben. <BR /><BR /><b>In absehbarer Zeit hei&szlig;t?</b><BR />Khuen:  In  zwei, drei Jahren.<BR /><BR /><b>Wird Ihnen die Stadt Meran irgendwann der Goldenen Clown verleihen?</b><BR />Khuen: Gibt&rsquo;s den (lacht)? <BR /><BR />Ellmenreich und Khuen: Dar&uuml;ber machen wir uns keinen Kopf.  Das entscheiden andere.<BR /><BR /> <a href="https://asfaltart.it/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier gibt es alle Infos zu Asfaltart.</a>]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 13:49:34 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Thu, 04 Jun 2026 13:50:05 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Die Väter von Asfaltart: Meinhard Khuen (links) und Joachim „Jogi“ Ellmenreich 2007 bei der ersten Ausgabe von Asfaltart 2007. privat</media:title>
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   <title>Sexten: Claus-Gatterer-Auszeichnungen an Preisträger überreicht</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/literatur/sexten-claus-gatterer-auszeichnungen-an-preistraeger-ueberreicht</link>
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   <description>Matthias Winterer und Jürgen Klatzer, Journalisten der österreichischen Wochenzeitung Falter sind am Mittwoch in Sexten mit der „Auszeichnung für hervorragenden Journalismus im Gedenken an Claus Gatterer“ geehrt worden. Der Preis wird alljährlich für journalistische Arbeiten, die  im Sinne Gatterers unter anderem der Sorge um soziale Minderheiten und dem Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft verpflichtet sind.</description>
   <author>redaktion@stol.it (lpa/stol)</author>
   <content:encoded><![CDATA[F&uuml;r den Text &bdquo;K&ouml;rperliche Gewalt war gang und g&auml;be&ldquo; gingen die beiden Journalisten einem anonymen Hinweis nach, wonach es in den SOS Kinderd&ouml;rfern &uuml;ber viele Jahrzehnte hinweg zu Gewalt und Missbrauch gekommen sei, ausge&uuml;bt von engsten Bezugspersonen der Kinder. Durch ihre wochenlange intensive und anspruchsvolle Recherche trugen sie also dazu bei, dass die Geschichte dutzender Betroffener ans Tgeslicht kommen, die Staatsanwaltschaft ermitteln und ein umfassender Reformprozess bei SOS Kinderdorf umgesetzt wurde. <BR /><BR />&bdquo;Der Artikel zeigt, wie wesentlich das kritische Auge unabh&auml;ngiger Medien und des traditionell gr&uuml;ndlich arbeitenden Journalismus f&uuml;r unsere Demokratie ist&ldquo;, hielt dazu Laudator und Jurymitglied Franz K&ouml;ssler in Sexten fest. Ressortdirektorin Manuela Defant, die Kulturlandesrat Philipp Achammer bei der Veranstaltung vertrat, &uuml;berreichte den Preistr&auml;gern die Auszeichnung und unterstrich: &bdquo;Informationen zu recherchieren, zu hinterfragen, einzuordnen und dann der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich zu machen, ist eine Aufgabe mit einer gro&szlig;en gesellschaftlichen Bedeutung und Verantwortung, gerade in der heutigen Informationsflut. Ernsthafte journalistische Arbeit hei&szlig;t, die Vernunft und den Verstand der Menschen anzusprechen, nicht nur den Bauch. Kompliment daher den Preistr&auml;gern, aber auch den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern zu ihrer gro&szlig;artigen Arbeit.&ldquo;<BR /><BR /><BR />Bereits einleitend hatte Sextens B&uuml;rgermeister Thomas Summerer darauf verwiesen, wie wichtig es sei, ein Gesp&uuml;r f&uuml;r das Anliegen der gesellschaftlich Schw&auml;chsten zu haben und damit im Sinne Claus Gatterers diesen eine Stimme zu geben. Dies wurde auch in den neun Beitr&auml;gen, die von insgesamt zw&ouml;lf Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern f&uuml;r den Sch&uuml;lerpreis CLAUS eingereicht wurden, deutlich. Mitinitiator Hermann Rogger lobte die &bdquo;Vielfalt an Themen, Perspektiven und Zug&auml;ngen&ldquo; der eingereichten Video- und Audiobeitr&auml;ge. <BR /><BR />Den Preis sicherte sich in diesem Jahr Maria Erhard, Sch&uuml;lerin am Kunstgymnasium Bruneck, die mit &bdquo;Vergangenheit und Zukunft der ladinischen Sprache. Impressionen aus meinem Heimatdorf&ldquo; aufzeigte, wie vielf&auml;ltig Muttersprache sein kann. <BR /><BR />Jurysprecherin Teresa Indjein f&uuml;hrte aus, dass der Beitrag in vielerlei Hinsicht &uuml;berzeugte, unter anderem durch die sorgf&auml;ltige Recherche, die Gegenwartsbezogenheit oder den nachvollziehbaren pers&ouml;nlichen Bezug der Autorin. Sie lobte alle eingereichten Beitr&auml;ge f&uuml;r deren &bdquo;gute Balance zwischen jugendlicher Alltagserfahrung und analytischer Reflexion&ldquo;. Lob sprach Indjein auch den Initiatoren des Sch&uuml;lerpreises aus: Sie sei sich in Vorbereitung des Abends bewusst geworden &bdquo;was f&uuml;r ein Lebensgeschenk eine gute Schule doch ist, sich in S&uuml;dtirol bilden und entwickeln zu d&uuml;rfen, dass es F&ouml;rderer und Lehrpersonen gibt, die diesen Preis ersonnen haben und weiterf&uuml;hren. Das ist nicht selbstverst&auml;ndlich, sondern bemerkenswert.&ldquo;]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:06:53 +0200</pubDate>
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    <media:title>Im Bild v.l. Thomas Summerer (Bürgermeister Sexten), Hermann Rogger (Mitinitiator des Schülerpreises CLAUS), Teresa Indjein (Jurymitglied Schülerpreis), Schülerpreisträgerin Maria Erhard sowie die beiden Preisträger 2026 Jürgen Klatzer und Matthias Winterer. © Presseclub Concordia/Florian Stauder</media:title>
    <media:credit role="author">Presseclub Concordia/Florian Stauder</media:credit>
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  </item>
  <item>
   <title>Über 90 Kooperationsprojekte: Musik im Kindergarten erleben</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/bildung/ueber-90-kooperationsprojekte-musik-im-kindergarten-erleben</link>
   <guid>https://www.stol.it/artikel/kultur/bildung/ueber-90-kooperationsprojekte-musik-im-kindergarten-erleben</guid>
   <description>Um Kinder möglichst früh mit der Musikschule in Kontakt kommen zu lassen, wurde vor einigen Jahren ein Kooperationsprojekt zwischen den Musikschulen und den deutschsprachigen Kindergärten ins Leben gerufen: Musikschullehrer gestalten dabei regelmäßige Bildungsangebote im Bereich Elementares Singen und Musizieren für die Kindergärten.</description>
   <author>redaktion@stol.it (lpa/stol)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Das Angebot richtet sich haupts&auml;chlich an die einzuschulenden Kinder, die im letzten Kindergartenjahr kostenlos von ihren Eltern eingeschrieben werden k&ouml;nnen, und wird rege genutzt: Mittlerweile sind &uuml;ber 90 Kooperationsprojekte im Gange.<BR /><BR />Der Ausbau gelingt dabei nicht nur dank  der Zusammenarbeit der  beiden zust&auml;ndigen Landesdirektionen , sondern auch aufgrund der Unterst&uuml;tzung der Stiftung S&uuml;dtiroler Sparkasse, welche eine fl&auml;chendeckende Ausstattung der Kinderg&auml;rten mit qualitativ hochwertigen Instrumenten  erm&ouml;glicht.<BR /><BR /><BR />&bdquo;Damit m&ouml;glichst viele Kinder in den Genuss des differenzierten Instrumentalangebotes kommen, &uuml;bernimmt die Stiftung S&uuml;dtiroler Sparkasse in den n&auml;chsten zwei Bildungsjahren noch weitere Anschaffungen f&uuml;r all jene Kinderg&auml;rten, die bisher nur einen Teil beziehungsweise noch keine Musikausstattung erhalten haben. Insgesamt erstreckt sich der F&ouml;rderungszeitraum &uuml;ber drei Jahre&ldquo;, hei&szlig;t es in einer Aussendung.<BR /><BR /><BR />Die enge Zusammenarbeit zwischen Kinderg&auml;rten und Musikschulen schaffe wertvolle Voraussetzungen daf&uuml;r, dass Kinder Musik fr&uuml;h als bereichernden Teil ihres Alltags erleben. So werde nicht nur die Freude an Musik geweckt, sondern auch ein wichtiger Grundstein f&uuml;r alternative Ausdrucksformen &uuml;ber die gesprochene Sprache hinaus gelegt und Musik als universelle Sprache, die alle verbindet, kennen- und sch&auml;tzen gelernt.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 10:33:53 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Thu, 04 Jun 2026 10:34:06 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Die Angebote werden viel und gerne genutzt. © lpa/Kindergarten Salurn</media:title>
    <media:credit role="author">lpa/Kindergarten Salurn</media:credit>
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   <title>Medienkonzern Russmedia übernimmt Tiroler Moser Holding</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/medien-paukenschlag-in-tirol-familie-moser-verkauft-tiroler-tageszeitung</link>
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   <description>Der Medienstandort in Westösterreich erfährt offenbar eine signifikante Weichenstellung: Die Eigentümer der Tiroler Moser Holding, zu der unter anderem die „Tiroler Tageszeitung“ gehört, entschieden sich nämlich, ihre Anteile an der Holding in eine gemeinsame Mediengruppe mit der Vorarlberger Russmedia einzubringen. Russmedia wird 77 Prozent an der Gruppe übernehmen, die BTV Vier Länder Bank AG beteiligt sich als „strategische Partnerin“ mit 23 Prozent.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Dies teilten die k&uuml;nftigen Partner am Mittwoch in einer Aussendung mit und sprachen von einer B&uuml;ndelung der Kr&auml;fte und einer &bdquo;starken Allianz f&uuml;r den Medienstandort im Westen &Ouml;sterreichs&ldquo;. Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.<BR /><BR />Die BTV war bisher bereits an der Moser Holding beteiligt &ndash;  und zwar mit 24,99 Prozent. 75,01 Prozent hielt die JS Moser Medienholding GmbH, also die Nachfahren des Mitgr&uuml;nders Joseph Stephan Moser bzw. die Familie Moser. Diese steigt nun offenbar aus.<h3>
Entscheidung &bdquo;bewusst und &uuml;berlegt getroffen&ldquo;</h3>Die Familie Moser habe die Entscheidung, ihre Anteile vollst&auml;ndig abzugeben, &bdquo;sehr bewusst und &uuml;berlegt getroffen&ldquo;, hie&szlig; es: &bdquo;Aus &Uuml;berzeugung und aus dem gemeinsamen Willen heraus, den Regionaljournalismus im Rahmen der neuen Mediengruppe im Westen &Ouml;sterreichs langfristig zu st&auml;rken.&ldquo; Beide H&auml;user seien &bdquo;in ihren Regionen tief verwurzelt, wirtschaftlich gesund und publizistisch unabh&auml;ngig.&ldquo;<BR /><BR /> &bdquo;Was in Tirol &uuml;ber Jahrzehnte aufgebaut wurde &ndash;  unabh&auml;ngiger, regional verwurzelter Qualit&auml;tsjournalismus &ndash;  verdient eine Zukunft, die seiner St&auml;rke gerecht wird&ldquo;, erkl&auml;rte Familie Moser-Eigent&uuml;mervertreter Wilfried Stauder. Man sehe f&uuml;r die Moser Holding die M&ouml;glichkeit &bdquo;f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere B&uuml;hne, mehr Investitionskraft und einen Partner auf Augenh&ouml;he, der dieselben Werte teilt.&ldquo;<BR /><BR />Die Entwicklungen der letzten Jahre am Medienmarkt w&uuml;rden zeigen, dass auch &bdquo;starke Regionalmedien neue Strukturen brauchen&ldquo;, um langfristig unabh&auml;ngig zu bleiben. Die Verantwortlichen verwiesen auf mehrere skandinavische Medienh&auml;user, die in den vergangenen Jahren bewiesen h&auml;tten, dass &bdquo;nachhaltige Gesch&auml;ftsmodelle f&uuml;r Regionaljournalismus m&ouml;glich&ldquo; seien. Daher nun dieser Schritt.<h3>Regionale Marken bleiben erhalten</h3>Die regionalen Marken beider H&auml;user &ndash;  mit ihren Redaktionen, ihrer regionalen Identit&auml;t und ihrer publizistischen Unabh&auml;ngigkeit &ndash;  w&uuml;rden erhalten bleiben, wurde betont. &bdquo;Die 'Tiroler Tageszeitung' und tt.com bleiben das unabh&auml;ngige Leitmedium Tirols. Hinzu kommt die M&ouml;glichkeit, gemeinsam noch schneller und st&auml;rker in das zu investieren, was uns ausmacht und demokratie- und gesellschaftspolitisch unverzichtbar ist: regionaler Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo;, lie&szlig; Moser Holding-CEO Silvia Lieb wissen.<BR /><BR />Die redaktionelle bzw. journalistische Eigenst&auml;ndigkeit strichen auch &bdquo;Tiroler Tageszeitung&ldquo;-Chefredakteur Matthias Krapf und jene der &bdquo;Vorarlberger Nachrichten&ldquo;, Isabel Russ, heraus. &bdquo;Die 'TT' und tt.com geh&ouml;ren zu Tirol, mit der Redaktion in Tirol, mit den Themen aus Tirol, mit der Stimme Tirols&ldquo;, versicherte Krapf. <BR /><BR />&bdquo;Russmedia-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Markus Raith sprach wiederum von einem &ldquo;klaren Bekenntnis zu starken regionalen Medien im Westen &Ouml;sterreichs - in Tirol genauso wie in Vorarlberg.&bdquo; &Auml;hnlich BTV-Vorstandsvorsitzender Gerhard Burtscher: Er sah ein &ldquo;klares Bekenntnis zu einem starken, unabh&auml;ngigen Medienstandort im Westen &Ouml;sterreichs.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 13:00:55 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Wed, 03 Jun 2026 14:56:57 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Russmedia-Zentrale in Schwarzach. © APA/Russmedia/Philipp Steurer / Philipp Steurer</media:title>
    <media:credit role="author">Philipp Steurer</media:credit>
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   <title>Feierliche Eröffnung im Haus der Tiroler Geschichte in Bozen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/feierliche-eroeffnung-im-haus-der-tiroler-geschichte-in-bozen</link>
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   <description>Mit rund 120 Mitfeiernden wurde kürzlich die erweiterte Ausstellung im „Haus der Tiroler Geschichte“ am Gumerplatz in Bozen feierlich eröffnet. Die große Zahl an Gästen aus allen Teilen Tirols, Österreich, Deutschland und Ungarn unterstrich das breite Interesse an den neu geschaffenen Ausstellungen und am Gesamtprojekt „Haus der Tiroler Geschichte“.</description>
   <author>redaktion@stol.it (stol)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<BR />Die Festrede hielt DDr. Herwig van Staa, Alt-Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol und Mitglied des Ausstellungsbeirates.<BR />Unter den Ehreng&auml;sten befanden sich neben dem Festredner auch der Obmann des Vereins S&uuml;dtiroler Geschichte, Mag. Andreas Schwaighofer, der Kurator der Ausstellung, Dr. Hubert Speckner, der f&uuml;r die Ausstellungsgestaltung verantwortliche Martin Dorfmann von der Firma &bdquo;DPart&ldquo;, Landesfeuerwehrkurat und Ausstellungsbeirat Pater Guardian Reinald Romaner sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. <BR /><BR />Ebenso konnten Abordnungen befreundeter Institutionen, darunter die Andreas-Hofer-Museen in Mantua und St. Leonhard in Passeier, begr&uuml;&szlig;t werden. Mehrere G&auml;ste waren eigens aus Wien angereist, andere sogar aus Ungarn.<BR /><BR />F&uuml;r einen festlichen Rahmen sorgte das Posaunenquartett &bdquo;Sonoro&ldquo;. Nach den Gru&szlig;worten von Mag. Andreas Schwaighofer und Dr. Hubert Speckner segnete Pater Guardian Reinald Romaner die neuen R&auml;umlichkeiten. Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit zum gef&uuml;hrten Besuch durch die Ausstellungen. F&uuml;r das leibliche Wohl sorgte die Metzgerei Kaufmann aus Girlan. Die Sch&uuml;tzen der Kompanie &bdquo;Dr. Josef Noldin Salurn&ldquo; sorgten f&uuml;r Ordnung und Sicherheit w&auml;hrend der Veranstaltung. <h3>
Teils wenig beachtete Kapitel der Tiroler Geschichte wird sichtbar</h3>&bdquo;Die heutige Er&ouml;ffnung ist das Ergebnis unz&auml;hliger Arbeitsstunden, gro&szlig;er Leidenschaft und einer hervorragenden Zusammenarbeit vieler Beteiligter. Mein besonderer Dank gilt allen Unterst&uuml;tzern, F&ouml;rderern, Handwerkern, ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, dieses Projekt termingerecht zu verwirklichen. Der gro&szlig;e Zuspruch an diesem Abend zeigt, dass das Interesse an unserer Geschichte ungebrochen ist und wir mit dieser erweiterten Ausstellung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Tiroler Geschichte leisten konnten&ldquo;, betonte Vereinsobmann Mag. Andreas Schwaighofer.<BR /><BR />Auch Kurator Dr. Hubert Speckner zeigte sich erfreut: &bdquo;Wir d&uuml;rfen heute zwei Ausstellungen er&ouml;ffnen, die wichtige und bislang teilweise wenig beachtete Kapitel der Tiroler Geschichte behandeln. Besonders freut mich, dass die Umsetzung dank der pr&auml;zisen und &auml;u&szlig;erst professionellen Arbeit aller Beteiligten p&uuml;nktlich abgeschlossen werden konnte.&ldquo;<BR />Die neu er&ouml;ffneten Teilausstellungen widmen sich zwei bedeutenden Themenkreisen der Tiroler Geschichte. Die Ausstellung &bdquo;Andreas Hofer &ndash; Erinnerung, Kunst, Identit&auml;t&ldquo; beleuchtet die vielf&auml;ltige Erinnerungskultur rund um Andreas Hofer und deren k&uuml;nstlerische Auspr&auml;gungen seit dem fr&uuml;hen 19. Jahrhundert.<BR /><BR />Die zweite Ausstellung &bdquo;Standsch&uuml;tzen &ndash; das letzte Aufgebot&ldquo; behandelt die Ereignisse nach der Kriegserkl&auml;rung Italiens an &Ouml;sterreich-Ungarn im Mai 1915, als zahlreiche nicht mehr wehrpflichtige M&auml;nner sowie Jugendliche zur Verteidigung der Heimat einberufen wurden. Zu beiden Ausstellungen sind umfangreiche wissenschaftliche Ausstellungskataloge erschienen.<BR /><BR />Gleichzeitig wurde die Studiensammlung und Bibliothek zur Geschichte S&uuml;dtirols er&ouml;ffnet. Sie befindet sich im neu benannten Dr.-Bruno-Hosp-Saal, der an den langj&auml;hrigen Vorsitzenden des Ausstellungsbeirates und gro&szlig;z&uuml;gigen F&ouml;rderer des Projektes erinnert.<BR />Die bestehende Ausstellung zur S&uuml;dtiroler Zeitgeschichte der 1950er- und 1960er-Jahre unter dem Titel &bdquo;BAS &ndash; Opfer f&uuml;r die Freiheit&ldquo; wird in den kommenden Monaten umfassend &uuml;berarbeitet und erweitert.<BR />Alle Ausstellungen sind in deutscher, italienischer, ladinischer und englischer Sprache gestaltet und erm&ouml;glichen so einem breiten Publikum den Zugang zu wichtigen Kapiteln der Landesgeschichte.<BR /><BR />Die Er&ouml;ffnung wurde von den zahlreichen G&auml;sten als gelungene Veranstaltung und als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Hauses der Tiroler Geschichte wahrgenommen. Gleichzeitig markiert sie einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Vollendung des Gesamtprojektes. Bereits Ende Mai 2027 soll der nochmals erweiterte und dann vollst&auml;ndig verbundene Museumsparcours fertiggestellt werden. Hinter den Kulissen wird bereits intensiv an den n&auml;chsten Ausbauschritten gearbeitet. Schon heute laden die bestehenden Ausstellungen zu einem Besuch ein; im kommenden Jahr wird das Haus der Tiroler Geschichte mit einem umfassenden Gesamtkonzept aufwarten.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 09:41:34 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Wed, 03 Jun 2026 09:41:48 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Die Ausstellung wurde im feierlichen Rahmen eröffnet – Foto: Wolfgang Stecher</media:title>
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   <title>Gelächter statt Gleichberechtigung –  Der Kampf ums Frauenwahlrecht in Italien</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/gelaechter-statt-gleichberechtigung-der-kampf-ums-frauenwahlrecht-in-italien</link>
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   <description>Karikaturen und satirische Zeichnungen verspotteten einst das Frauenwahlrecht und machten die politischen Forderungen von Frauen lächerlich. Zum 80. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Italien lud das Frauenarchiv Bozen die Kunsthistorikerin Emanuela Morganti ein: Anhand von Karikaturen aus der italienischen Presse zwischen 1848 und 1948 zeigte sie, wie Frauenrechtlerinnen mit Spott, Sarkasmus und Stereotypen delegitimiert wurden.</description>
   <author>redaktion@stol.it (s.plus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<b>Von Heidi Hintner <BR /></b><BR /><b>Warum wurde das Frauenwahlrecht damals von vielen M&auml;nnern als Bedrohung wahrgenommen? Welche gesellschaftlichen &Auml;ngste spiegeln Bilder und Texte zum Frauenwahlrecht wider?</b><BR />Emanuela Morganti: Frauen galten lange als ungeeignet f&uuml;r politische Mitsprache &ndash; erst recht f&uuml;r militanten Aktivismus. Die &Auml;ngste, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts in Karikaturen und Texten sichtbar werden, spiegeln vor allem die Sorgen einer m&auml;nnerdominierten Gesellschaft wider. Karikaturen zeigen vernachl&auml;ssigte Ehem&auml;nner und Freunde, V&auml;ter in der Rolle der Mutter sowie chaotische Haushalte und leere Esstische, mittags und abends. Dahinter steckt die Angst, traditionelle Geschlechterrollen und die vertraute gesellschaftliche Ordnung k&ouml;nnten ins Wanken geraten.<BR /><BR /><b> Welche typischen Klischees &uuml;ber Frauen tauchten in Karikaturen und satirischen Zeichnungen gegen das Frauenwahlrecht immer wieder auf?</b><BR />Morganti: Frauen wurden h&auml;ufig als leichtfertig, oberfl&auml;chlich und geistlos dargestellt. Nach Ansicht der Karikaturisten interessierten sie sich weniger f&uuml;r Politik als vielmehr f&uuml;r Mode, Freizeitvergn&uuml;gen (allerdings kein intellektuelles!) und vor allem &ndash; f&uuml;r M&auml;nner. Eine weitere Form der Angriffe richtete sich gezielt gegen politisch engagierte Frauen, insbesondere gegen Aktivistinnen, Frauenrechtlerinnen und Suffragetten. Dabei griffen die Darstellungen vor allem auf k&ouml;rperliche und &auml;u&szlig;ere Stereotype zur&uuml;ck.<BR /><BR /><b>Ein besonders pr&auml;gnantes Beispiel f&uuml;r eine Karikatur, die Frauen politisch l&auml;cherlich machte?</b><BR />Morganti: Das ist die Karikatur <i>&bdquo;Deputatesse&ldquo;, </i>die <b>Giovanni Guareschi</b> im Juli 1946 in der Zeitschrift <i>Candido </i>ver&ouml;ffentlichte. Bereits der Titel wirkt herablassend und soll die Rolle der neu gew&auml;hlten Parlamentarierinnen abwerten. Die Zeichnung zeigt sieben Frauen unterschiedlicher politischer Herkunft, erkennbar an Kleidung und Accessoires. Vorne rechts mit Brille, Hut und Schleife: <b>Teresa Noce</b> (1900-1980). Gemeinsam ist ihnen jedoch die stark &uuml;berzeichnete Darstellung ihrer k&ouml;rperlichen Merkmale. Durch diese grotesken &Uuml;bertreibungen tritt die politische Aussage der Karikatur in den Hintergrund &ndash; zur&uuml;ck bleiben vor allem Aggression und Spott. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319349_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Welche Rolle spielten Kleidung, K&ouml;rperhaltung und Mimik in der visuellen Sprache dieser satirischen Zeichnungen?</b><BR />Morganti: Sie spielten eine zentrale Rolle und dienten vor allem dazu, Gegens&auml;tze zu inszenieren. Modisch gekleidete, kokette Frauen mit eleganter Haltung wurden als oberfl&auml;chlich und politisch ungeeignet dargestellt. Ihnen gegen&uuml;ber standen militante Aktivistinnen im altmodischen Stil: mit Kleidern und H&uuml;ten des 19. Jahrhunderts, die ihre Figur bewusst verh&uuml;llten. So entstanden zwei stereotype Frauenbilder, beide negativ konnotiert: entweder zu eitel f&uuml;r Politik oder zu unweiblich und radikal.<BR /><BR /><b>Wurden berufst&auml;tige, gebildete oder politisch aktive Frauen anders dargestellt als Hausfrauen und M&uuml;tter?</b><BR />Morganti: Ja. Hausfrauen und M&uuml;tter spielten in der italienischen Bildsatire &ndash; mit Ausnahme der faschistischen Zeit &ndash; meist nur eine Nebenrolle. Wenn sie dargestellt wurden, dann vor allem als Gegenbild zu Suffragetten, Aktivistinnen und emanzipierten Frauen. Sie verk&ouml;rperten Tradition, H&auml;uslichkeit und F&uuml;rsorge: freundlich, m&uuml;tterlich und einladend &ndash; sowohl in ihrer Haltung als auch in ihren Gesichtsz&uuml;gen. Politisch aktive Frauen dagegen erschienen oft als k&uuml;hl, kantig und abweisend. Damit entstand ein bewusst konstruierter Gegensatz zwischen der &bdquo;idealen&ldquo; Ehefrau und der modernen, unabh&auml;ngigen Frau. Die Bildsprache vermittelte dabei auch eine soziale Botschaft: Die Ehefrau stand f&uuml;r Vertrautheit und das gemeinsame Familienleben, w&auml;hrend Aktivistinnen als unabh&auml;ngig und au&szlig;erhalb traditioneller Rollen dargestellt wurden. Auff&auml;llig ist zudem, dass Suffragetten h&auml;ufig in Gruppen gezeigt wurden. Dieses kollektive Auftreten verst&auml;rkte nicht nur die satirische Wirkung, sondern spiegelte auch die Angst vor organisierter weiblicher Solidarit&auml;t und politischer Macht wider.<BR /><BR /><b>Welche Wirkung hatten solche satirischen Darstellungen auf die &ouml;ffentliche Meinung und auf die Frauenbewegung selbst?</b><BR />Morganti: Italien war zwischen dem sp&auml;ten 19. und fr&uuml;hen 20. Jahrhundert noch weitgehend analphabetisch; Bilder waren daher sehr wichtig. Die gro&szlig;en satirischen Zeitschriften richteten sich vor allem an ein m&auml;nnliches Publikum; Frauenzeitschriften behandelten meist andere Themen. Das Frauenwahlrecht wurde also &uuml;berwiegend in Medien diskutiert, die von M&auml;nnern gelesen und gepr&auml;gt wurden. Unter diesen Bedingungen ist es wenig wahrscheinlich, dass kritische Gegenstimmen oder Leserinnenbriefe ver&ouml;ffentlicht wurden. Dennoch gab es auch politische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Frauenemanzipation. So setzte sich etwa S<b>alvatore Morelli</b> bereits 1867 im italienischen Parlament f&uuml;r die rechtliche Gleichstellung der Frauen ein und forderte in einem Gesetzesentwurf die Anerkennung ihrer b&uuml;rgerlichen und politischen Rechte.<BR /><BR /><b>Gab es Frauen, die auf diese Angriffe mit eigenen Zeichnungen, Humor oder Protesten reagiert haben?</b><BR />Morganti: Die Illustration war in Italien lange Zeit eine m&auml;nnlich dominierte Branche. Es gab nur wenige Illustratorinnen, und noch seltener waren Frauen im Bereich der Satire und Karikatur t&auml;tig. Eine wichtige Pionierin war die Malerin und Karikaturistin <b>Adriana Bisi Fabbri</b> (1881-1918). Um in diesem traditionell m&auml;nnlich gepr&auml;gten Umfeld anerkannt zu werden, vermieden viele Illustratorinnen bewusst &bdquo;weibliche&ldquo; Themen, um nicht auf Frauen- oder Kinderillustrationen reduziert zu werden. Die Geschichte der Illustratorinnen ist deshalb eng mit der Geschichte der weiblichen Emanzipation verbunden. <b>Paola Pallottino</b> weist in ihrem Buch <i>&bdquo;Le figure per dirlo. Storia delle illustratrici italiane&ldquo;</i> (2019) darauf hin.<BR /><BR /><b>Inwiefern arbeiteten die Karikaturen mit &Uuml;bertreibung und Verzerrung, um politische Forderungen der Frauenbewegung zu delegitimieren?</b><BR />Morganti: Frauenrechtlerinnen und Aktivistinnen wurden in Karikaturen h&auml;ufig als &uuml;berzeichnete Figuren dargestellt: als &auml;ltere Frauen, zu gro&szlig; oder zu klein, zu d&uuml;nn oder zu dick und bewusst au&szlig;erhalb der geltenden Sch&ouml;nheitsideale. Oft erschienen sie zudem ungepflegt oder desinteressiert an Mode und Weiblichkeit. Durch diese Verzerrungen sollten ihre politischen Forderungen l&auml;cherlich gemacht und ihre gesellschaftliche Rolle delegitimiert werden. Die Zeichnungen arbeiteten mit stereotypen und bewusst &bdquo;entstellten&ldquo; Frauenbildern. In manchen F&auml;llen steigerte sich die &Uuml;berzeichnung sogar ins Groteske, sodass die dargestellten Frauen beinahe bedrohlich oder furchteinfl&ouml;&szlig;end wirkten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319352_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Gab es auch satirische Zeichnungen, die das Frauenwahlrecht unterst&uuml;tzten oder antifeministische Klischees kritisierten?</b><BR />Morganti: Ja, auch solche Darstellungen existierten. So berichtete die Zeitung <i>&bdquo;Avanti!&ldquo;</i>1908 &uuml;ber den ersten Frauenkongress des Nationalrats der italienischen Frauen. Der Karikaturist Gabriele Galantara fertigte dazu mehrere Zeichnungen an, ohne auf k&ouml;rperliche oder groteske Stereotype zur&uuml;ckzugreifen. Er richtete seinen Blick vor allem auf die soziale Herkunft der Teilnehmerinnen, die &uuml;berwiegend aus dem B&uuml;rgertum oder Adel stammten. Seine Karikaturen kritisierten damit eher gesellschaftliche Unterschiede als die Frauenbewegung selbst.<BR /><BR /><b>Schauen wir uns aktuelle Debatten in sozialen Medien an: Erkennen Sie Parallelen zu den damaligen Formen von Spott und Abwertung gegen&uuml;ber politisch engagierten Frauen?</b><BR />Morganti:  Heute lassen sich zwei Entwicklungen beobachten. Einerseits hat sich die politische Satire in Italien stark ver&auml;ndert: Politisch engagierte Frauen werden inzwischen meist &uuml;ber dieselben Mechanismen und satirischen Mittel angegriffen wie M&auml;nner. Dieser Wandel vollzog sich schrittweise und wurde auch durch professionelle Illustratorinnen wie <b>Pat Carra, Ellekappa</b> oder <b>Giuliana Maldini</b> erm&ouml;glicht. Sie ebneten K&uuml;nstlerinnen wie <b>Marilena Nardi</b> oder <b>Valentina Stecchi</b> den Weg. Andererseits zeigt sich besonders in sozialen Medien, dass Spott und Abwertung weiterhin h&auml;ufig &uuml;ber das &auml;u&szlig;ere Erscheinungsbild funktionieren. Solche Angriffe treffen nicht nur politisch aktive Frauen, sondern Frauen und Minderheiten allgemein. Die Herabw&uuml;rdigung &uuml;ber Aussehen und K&ouml;rper bleibt eines der verbreitetsten Mittel der Diskriminierung. In dieser Hinsicht scheint die Gesellschaft weniger Fortschritte gemacht zu haben als die Satire selbst, die diese Mechanismen oft lediglich widerspiegelt.<BR /><BR /><b>Zur Person:<BR /></b>Emanuela Morganti ist  Kunsthistorikerin und Dozentin f&uuml;r zeitgen&ouml;ssische Kunstgeschichte an der Universit&agrave; degli Studi di Urbino Carlo Bo und  forscht zu Karikatur, satirischer Illustration und politischer Grafik; ihr Zugang ist interdisziplin&auml;r und verbindet Kunst-, Kultur- und Geschlechtergeschichte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319355_image" /></div>
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   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 11:45:00 +0200</pubDate>
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    <media:title>„Deputatesse“ oder: Das Frauenwahlrecht als Lachnummer.  Die Zeichnung zeigt sieben Frauen unterschiedlicher politischer Herkunft, erkennbar an Kleidung und Accessoires.</media:title>
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  </item>
  <item>
   <title>100 Jahre Marilyn Monroe – Die tragische Ikone</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/100-jahre-marilyn-monroe-die-tragische-ikone</link>
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   <description>Platinblondes Haar, roter Lippenstift und ein weißes Kleid über einem U-Bahn-Schacht: Man könnte meinen, Marilyn Monroe brauchte nicht viel, um sich für immer in das kulturelle Gedächtnis einzuschreiben. „Marilyn ist ein Naturphänomen, wie die Niagarafälle und der Grand Canyon. Man kann nur staunend davorstehen“, sagte einmal der Filmproduzent Nunnally Johnson.</description>
   <author>redaktion@stol.it (s.plus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Aber ein Blick in das Leben der bekanntesten Frau des 20. Jahrhunderts zeigt, Aufstieg und Leben als Hollywood-Ikone waren ein harter Kampf.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319289_image" /></div>
<BR /><BR />Monroes Leben beginnt in direkter N&auml;he zur Traumfabrik Hollywood, aber doch weit entfernt von Glamour und Ruhm: Sie wird am 1. Juni 1926 in Los Angeles geboren und als Norma Jeane Mortenson getauft. Ihre Mutter arbeitet zun&auml;chst als Filmeditorin in einem Studio. Wegen psychischer Probleme muss sie ihren Job aufgeben und wird in eine Klinik eingewiesen, ihr wird sp&auml;ter eine Schizophrenie diagnostiziert. Monroe verbringt den Gro&szlig;teil ihrer Kindheit in Heimen und etlichen Pflegefamilien, die immer wieder wechseln. Noch keine zehn Jahre alt wird Monroe sexuell missbraucht. In der Folge beginnt sie zu stottern. Ihren Vater lernt Monroe nie kennen.<h3>
In der R&uuml;stungsfabrik entdeckt</h3>Mit 16 Jahren heiratet sie ihren 21 Jahre alten Nachbarn Jimmy Dougherty. Als der einen Job bei der Handelsmarine annimmt und in den S&uuml;dpazifik versetzt wird, sucht sich Monroe eine Anstellung am Flie&szlig;band in einer R&uuml;stungsfabrik. Ein Armee-Fotograf lichtet Monroe bei der Arbeit ab, ihre Fotos werden in etlichen Armee-Zeitschriften abgedruckt und Monroe findet so ihren Weg zu einer Model-Agentur. &bdquo;Dann steckten sie mich in einen Badeanzug und ich war pl&ouml;tzlich gefragt&ldquo;, wird Monroe in dem Buch &bdquo;Marilyn: Her Life in Her Own Words&ldquo; zitiert. Die Agentin habe sie auch dazu &uuml;berredet, ihr eigentlich braunes Haar zu blondieren, um mehr Auftr&auml;ge zu bekommen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319292_image" /></div>
<BR /><BR />Monroe wei&szlig; damals schon, dass sie Schauspielerin werden will. Als Kind bereits sei sie fasziniert vom Film gewesen: &bdquo;Ob schlecht oder gut, das war egal.&ldquo; Und sie arbeitet hart an sich.<BR /><BR />1946 endet die Ehe mit Dougherty. Im selben Jahr unterschreibt Monroe einen Vertrag mit den Filmstudios Twentieth Century Fox und &auml;ndert kurz darauf ihren Namen in Marilyn Monroe. Sie &uuml;bernimmt kleinere Rollen, aber es soll bis 1953 dauern, bis ihr der gro&szlig;e Durchbruch gelingt mit ihrer Rolle in dem Thriller &bdquo;Niagara&ldquo;. Es folgen Hauptrollen in popul&auml;ren Filmen wie &bdquo;Blondinen bevorzugt&ldquo; und &bdquo;Wie angelt man sich einen Million&auml;r?&ldquo;.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319295_image" /></div>
<BR /><h3>
Auf der Titelseite des Playboys &ndash; ungewollt</h3>1953 ziert Marilyn Monroe auch das allererste Titelbild des &bdquo;Playboys&ldquo; &ndash; ungewollt. Die Nacktfotos der Schauspielerin, die zum Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung auf dem Cover des M&auml;nnermagazins bereits vier Jahre alt waren, hatte Herausgeber Hugh Hefner &uuml;ber Umwege erstanden. Monroe hatte sich Ende der Vierziger Jahre wegen Geldsorgen unter dem Namen Mona Monroe f&uuml;r 50 Dollar nackt ablichten lassen, wie aus dem Buch &bdquo;Marilyn: Her Life in Her Own Words&ldquo; des Fotojournalisten George Barris hervorgeht.<BR /><BR />Der &bdquo;Playboy&ldquo; ist sofort ausverkauft und Monroe legt den Grundstein zum Erfolg des M&auml;nnermagazins. &bdquo;Ich habe nicht mal ein Dankesch&ouml;n von denen bekommen&ldquo;, wird Monroe sp&auml;ter zitiert.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319298_image" /></div>
<BR /><BR />Ihre Bekanntheit nutzt Monroe Mitte der F&uuml;nfziger daf&uuml;r, sich gegen Missbrauch auszusprechen &ndash; damals quasi ein Tabu. Monroe wird heute als &bdquo;Mona Lisa des 20. Jahrhunderts&ldquo; bezeichnet, aber auch als fr&uuml;he Vorl&auml;uferin sp&auml;terer Popfiguren wie Madonna oder Pamela Anderson: Frauen, die das Bild der begehrten Frau aktiv inszenieren. Die Endzwanzigerin arbeitet hart daran, ihr Blondinen-Image abzustreifen.<h3>
Zweite Ehe endet nach neun Monaten</h3>1954 heiratete Marilyn den Baseball-Superstar Joe DiMaggio. Doch der Sportler reagiert zunehmend eifers&uuml;chtig auf ihren Ruhm und die Faszination, die seine Frau ausl&ouml;st: W&auml;hrend der Dreharbeiten f&uuml;r den Film &bdquo;Das verflixte 7. Jahr&ldquo; entsteht die weltber&uuml;hmte Szene, bei der Wind aus einem Schacht das wei&szlig;e Kleid Monroes hochwirbelt. Als PR-Gag angelegt, versammeln sich Menschenmassen, um der Schauspielerin bei der f&uuml;r die Zeit bemerkenswert freiz&uuml;gigen Szene zuzuschauen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319301_image" /></div>
<BR /><BR />DiMaggio soll erz&uuml;rnt reagiert haben. Er sei handgreiflich geworden, wird eine Friseurin Monroes, die sp&auml;ter blaue Flecken &uuml;berschminkt haben will, in der Netflix-Dokumentation &bdquo;Mysterium Marilyn Monroe: Die ungeh&ouml;rten B&auml;nder&ldquo; zitiert. Nach neun Monaten Ehe l&auml;sst sich das Paar scheiden. Monroe verl&auml;sst Kalifornien kurz darauf, um nach New York zu ziehen.<BR /><BR />1956 heiratet Monroe den mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Dramatiker Arthur Miller. Auch sie ist auf dem H&ouml;hepunkt ihrer Karriere. Ihr gr&ouml;&szlig;ter Erfolg wird ihre Rolle in der Kom&ouml;die &bdquo;Manche m&ouml;gen's hei&szlig;&ldquo;, f&uuml;r die sie 1959 einen Golden Globe als &bdquo;Beste Hauptdarstellerin&ldquo; erh&auml;lt. Doch der Ruhm w&auml;hrt nicht lange. Monroe k&auml;mpft sp&auml;testens ab Mitte der 1950er Jahre mit einer zunehmenden Abh&auml;ngigkeit von Schlaf- und Aufputschmitteln und leidet unter Angstzust&auml;nden.<h3>
Pl&ouml;tzlicher Tod mit 36</h3>Ihre Ehe mit Miller endet im Januar 1961. Monroe zieht zur&uuml;ck nach Los Angeles und beginnt Sitzungen mit dem Psychiater Ralph Greenson. Im selben Jahr wird sie zweimal wegen psychischer Probleme und Tablettenmissbrauchs in Krankenh&auml;usern behandelt. Fox entl&auml;sst sie Mitte des Jahres, weil sie die meiste Zeit der Dreharbeiten zu &bdquo;Something's got to give&ldquo; fehlt. Ungef&auml;hr in die Zeit sollen auch ihre angeblichen Aff&auml;ren mit John F. Kennedy und dessen Bruder Robert F. Kennedy gefallen sein. Besonders daraus speisen sich viele Ger&uuml;chte und Theorien um ihren Tod.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319304_image" /></div>
<BR /><BR />Am Abend des 4. August 1962 stirbt Monroe im Alter von 36 Jahren unerwartet in ihrem Haus in Brentwood, Kalifornien. Bis heute h&auml;lt sich die Theorie, die Hollywood-Ikone sei ermordet worden &ndash; auch wenn 1982 erneut aufgenommene Ermittlungen zu ihrem Tod mit der Feststellung endeten, dass sie sich mit einer &Uuml;berdosis Schlaftabletten selbst das Leben genommen habe. Am 1. Juni j&auml;hrt sich ihr Geburtstag zum 100. Mal.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 14:49:00 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Mon, 01 Jun 2026 14:49:05 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Schon immer wollte Marilyn Monroe Schauspielerin werden. © Arte France/Photo12/Alamy / Simon Serdar</media:title>
    <media:credit role="author">Simon Serdar</media:credit>
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   <title>Großevent in Arena von Verona für neapolitanisches Liedgut</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/grossevent-in-arena-von-verona-fuer-neapolitanisches-liedgut</link>
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   <description>Mit einem Großevent in der Arena von Verona will Italien für die Aufnahme des klassischen neapolitanischen Liedguts in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco werben. Zu der Veranstaltung „Campioni del mondo - Italia loves UNESCO“ am Freitag (5. Juni) werden mehr als 500 Künstler sowie rund 100 UNESCO-Delegierte aus Paris erwartet.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[An der Gala wirken zahlreiche prominente K&uuml;nstler mit, darunter Patti Smith, Placido Domingo, Massimo Ranieri, Gigi D'Alessio, Serena Rossi und Vittorio Grigolo. Geplant sind Interpretationen klassischer neapolitanischer Lieder. Auch der aus Neapel stammende Sal Da Vinci, der Italien heuer beim Wiener ESC vertrat und den f&uuml;nften Platz belegte, soll auftreten. Die Veranstaltung wird in der Hauptsendezeit vom &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender Rai 1 &uuml;bertragen und europaweit ausgestrahlt.<BR /><BR />Beteiligt an der Organisation sind neben der Stiftung Arena di Verona und der TV-Sender Rai Cultura mehrere Ministerien. Ziel der Veranstaltung ist es, die j&uuml;ngsten UNESCO-Anerkennungen der italienischen Operngesangstradition und der italienischen K&uuml;che zu w&uuml;rdigen. Zugleich soll die Kandidatur des klassischen neapolitanischen Liedguts als immaterielles Kulturerbe vorangetrieben werden.<BR /><BR />Auf dem Programm stehen unter anderem Interpretationen ber&uuml;hmter neapolitanischer Lieder wie &bdquo;Te vojo bene assaje&ldquo;, &bdquo;Era de maggio&ldquo; und &bdquo;'O surdato 'nnammurato&ldquo;. Patti Smith will eine symphonische Version ihres Songs &bdquo;Because the Night&ldquo; pr&auml;sentieren und damit ihre Verbundenheit zur italienischen Opernkultur zum Ausdruck bringen.<BR /><BR />&Uuml;ber eine m&ouml;gliche Aufnahme des neapolitanischen Liedguts in die UNESCO-Liste entscheidet die UNESCO auf Grundlage eines Dossiers. An dessen Ausarbeitung ist eine Expertengruppe unter Leitung des italienischen Musikers Renzo Arbore beteiligt. Dieser bezeichnet die neapolitanische Liedtradition als eine der interessantesten Formen popul&auml;rer Musik weltweit. Das Verfahren soll bis Dezember 2028 abgeschlossen werden.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 12:28:29 +0200</pubDate>
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    <media:title>Neapel hält Einzug in der Arena von Verona. © APA/AFP / MARCO BERTORELLO</media:title>
    <media:credit role="author">MARCO BERTORELLO</media:credit>
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   <title>„Ert x Merit Ladin“: Christine Runggaldier gewinnt mit „Deventé“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/ert-x-merit-ladin-christine-runggaldier-gewinnt-mit-devente</link>
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   <description>Die Künstlerin Christine Runggaldier ist mit ihrem Projekt „Deventé“ als Siegerin des Wettbewerbs „Ert x Merit Ladin“ ausgezeichnet worden. Erstmals konnten dabei nicht nur fertige Werke, sondern auch künstlerische Konzepte in der Entwicklungsphase eingereicht werden.</description>
   <author>redaktion@stol.it (lpa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die Jury hat ihre Entscheidung getroffen: Im Rahmen des Kunstwettbewerbs &bdquo;Ert x Merit Ladin&ldquo;, ausgelobt vom S&uuml;dtiroler K&uuml;nstlerbund in Zusammenarbeit mit der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion, wurden Werke von elf ladinischen K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstlern eingereicht. Die Jury mit Aron Demetz (Vorsitzender von La V&euml;ta), Raimund Gross (S&uuml;dtiroler K&uuml;nstlerbund), Wil-ma Kammerer (K&uuml;nstlerin), Katharina Moling (Direktorin des Museum Ladin) und Iaco Rigo (Vorsitzender von EPL &ndash; Ert por i Ladins) zeichnete das Projekt &bdquo;Devent&eacute;&ldquo; der K&uuml;nstlerin Christine Runggaldier aus.<BR /><BR />Die Besonderheit dieses Werks liegt in seinem Charakter als &bdquo;Werk im Werden&ldquo;: Es handelt sich nicht um eine bereits abgeschlossene Sch&ouml;pfung, sondern um ein noch zu realisierendes k&uuml;nstlerisches Projekt, das anhand einer grafischen Darstellung der Jury pr&auml;sentiert wird. In dieser Ausschreibung war es erstmalig m&ouml;glich, an der Auswahl nicht nur mit realisierten Arbeiten, sondern auch mit Projekten teilzunehmen, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden.<BR /><BR />Die Preistr&auml;gerin Christine Runggaldier, geboren 1988, lebt und arbeitet in Wolkenstein in Gr&ouml;den. Sie studierte an der Akademie der Bildenden K&uuml;nste in Venedig und an der Universit&auml;t f&uuml;r angewandte Kunst in Wien, wodurch sie sowohl ihre malerischen als auch ihre bildhauerischen F&auml;higkeiten vertiefen konnte. Derzeit setzt sie ihre k&uuml;nstlerische Arbeit fort, indem sie sich auf die Bildhauerei konzentriert und an Ausstellungen sowie interdisziplin&auml;ren Projekten teilnimmt.<BR /><BR />&bdquo;Es ist eine gro&szlig;e Freude, eine ladinische K&uuml;nstlerin auszeichnen zu k&ouml;nnen, die ausgehend von ihrer Heimat eine bedeutende k&uuml;nstlerische Ausbildung in Venedig und Wien absolviert hat, um anschlie&szlig;end die auf internationaler Ebene gewonnenen Erfahrungen, Kompetenzen und Sensibilit&auml;ten in ihre Heimat zur&uuml;ckzubringen&ldquo;, betont Landesrat Daniel Alfreider.<BR /><BR />&bdquo;Ich freue mich sehr, dass mit Christine Runggaldier eine ladinische K&uuml;nstlerin der j&uuml;ngeren Generation ausgew&auml;hlt wurde &ndash; und dies mit einem spannenden Projekt, das bewusst f&uuml;r den Merit Ladin und dessen Preistr&auml;ger 2026 konzipiert wurde&ldquo;, unterstreicht der Direktor der ladinischen Bildungs-und Kulturdirektion Andr&eacute; Comploi: &bdquo;Die Entscheidung der Jury ist ein sch&ouml;nes Signal der Offenheit gegen&uuml;ber zeitgen&ouml;ssischen k&uuml;nstlerischen Ausdrucksformen sowie f&uuml;r die F&ouml;rderung junger ladinischer Kunstschaffender.&ldquo;<BR /><BR />&bdquo;Ladinische Kunst entwickelt sich heute selbstverst&auml;ndlich zwischen lokaler Identit&auml;t und internationalem Austausch, Tradition und Entwicklung. Genau f&uuml;r diese Haltung und Zukunftsorientierung steht der Ert x Merit Ladin&ldquo;, hebt der Pr&auml;sident des S&uuml;dtiroler K&uuml;nstlerbundes Alexander Zoeggeler hervor.<BR /><BR />Das siegreiche Kunstwerk wird im Rahmen der Verleihungszeremonie des Merit Ladin w&auml;hrend des Di dla Cultura Ladina am 19. September vorgestellt und &uuml;bergeben.<BR /><BR />Mit dem Preis &bdquo;Merit Ladin&ldquo; wird eine herausragende Pers&ouml;nlichkeit geehrt, deren Wirken nachhaltig zur St&auml;rkung der ladinischen Identit&auml;t beigetragen hat und deren Einfluss weit &uuml;ber die ladinische Sprachgemeinschaft hinausreicht.  <a href="https://www.stol.it/artikel/kultur/franz-vittur-erhaelt-auszeichnung-merit-ladin-2026" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Der Merit Ladin 2026 wurde dem ehemaligen ladinischen Schulamtsleiter Franz Vittur zugesprochen </a> f&uuml;r seine Verdienste daf&uuml;r, in einer entscheidenden Phase die Grundlagen f&uuml;r das heutige ladinische Schulwesen geschaffen und weiterentwickelt sowie sich in vielf&auml;ltiger Weise f&uuml;r die St&auml;rkung der ladinischen Sprache und Kultur eingesetzt zu haben.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 09:35:46 +0200</pubDate>
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    <media:title>Die Gewinnerin des Kunstwettbewerbs &quot;Ert x Merit Ladin&quot; Christine Runggaldier. © LPA/Südtiroler Künstlerbund</media:title>
    <media:credit role="author">LPA/Südtiroler Künstlerbund</media:credit>
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   <title>Metallica schreibt in Berlin mit 94.000 Besuchern Geschichte</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/metallica-schreibt-in-berlin-mit-94000-besuchern-geschichte</link>
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   <description>Die US-Metal-Band Metallica hat mit ihrem Konzert im Berliner Olympiastadion Geschichte geschrieben. 94.000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten das Konzert am Samstagabend, wie das Stadion auf Instagram mitteilte. Die Band spricht von einem Rekord und der größten Show, die es jemals im Olympiastadion gegeben habe. Zum Vergleich: Bei einem Fußballspiel gibt es in dem Stadion für rund 73.860 Menschen Platz.</description>
   <author>redaktion@stol.it (dpa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<BR />M&ouml;glich wurde das durch die B&uuml;hnenanordnung. Anders als bei anderen Konzerten im Olympiastadion stand die B&uuml;hne nicht am Marathon-Tor, sondern mittig, somit konnten alle Trib&uuml;nenpl&auml;tze genutzt werden. Die B&uuml;hne war als Ring angeordnet: Fans, die viel Geld f&uuml;r Karten in der Mitte bezahlt hatten, kamen bei etwas Gl&uuml;ck auch in den Genuss, die Musiker abzuklatschen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319061_image" /></div>
<h3>
Metallica spielt Rammstein-Song</h3>Kurz nach 20.00 Uhr kamen die vier Musiker einer der erfolgreichsten Metal-Bands der Welt auf die B&uuml;hne und heizten den beseelten Fans vom ersten Ton an ein. Gut zwei Stunden lang spielten Metallica um Frontmann James Hetfield Titel ihres j&uuml;ngsten Albums &bdquo;72 Seasons&ldquo;, aber auch Klassiker wie die Ballade &bdquo;Nothing Else Matters&ldquo; sowie am Ende &bdquo;Enter Sandman&ldquo; und &bdquo;Masters of Puppets&ldquo;. Als Reminiszenz an die Lokalmatadoren von Rammstein spielten sie deren Song &bdquo;Sonne&ldquo; &ndash; Tausende Fans sangen dabei mit. Beendet wurde das Konzert mit einem Feuerwerk auf dem Dach des Olympiastadions.<BR /><BR />Seit gut drei Jahren sind Metallica im Rahmen der M72 World Tour unterwegs. 2023 und 2024 waren sie zu je zwei Konzerten in Hamburg, zuletzt bei zwei Auftritten in Frankfurt am Main. Das Berliner Konzert war das siebte und letzte Konzert in Deutschland.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 31 May 2026 17:34:40 +0200</pubDate>
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    <media:title>Die US-Metal-Band Metallica hat mit ihrem Konzert im Berliner Olympiastadion Geschichte geschrieben. 94.000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten das Konzert am Samstagabend, wie das Stadion auf Instagram mitteilte. © ANSA / ANDREAS BECKER</media:title>
    <media:credit role="author">ANDREAS BECKER</media:credit>
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  </item>
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   <title>Künstler verwandelt berühmte Brücke in Paris in Höhle</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/kuenstler-verwandelt-beruehmte-bruecke-in-paris-in-hoehle</link>
   <guid>https://www.stol.it/artikel/kultur/kuenstler-verwandelt-beruehmte-bruecke-in-paris-in-hoehle</guid>
   <description>Vor gut 40 Jahren musste das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude gegen zahlreiche Widerstände ankämpfen, um die berühmte Pariser Brücke Pont Neuf mit goldglänzenden Stoffbahnen zu verhüllen. Der französische Künstler JR, der die Brücke nun in eine gigantische Höhle verwandelt hat, wird hingegen allseits dafür gelobt. Die aufblasbare Kunststoff-Struktur, die an eine Hüpfburg in Form eines Bergmassivs erinnert, begeistert viele Pariser und Touristen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;Das sieht ja aus wie in den Alpen&ldquo;, sagt Denise aus Hagen, die mit ihrer Familie Paris besucht. Sie muss einen Umweg in Kauf nehmen, weil die bis zu 18 Meter hohe Installation erst am 6. Juni f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit ge&ouml;ffnet wird. Dann k&ouml;nnen Fu&szlig;g&auml;nger rund um die Uhr durch die langgezogene H&ouml;hle gehen, die sich &uuml;ber die gesamte Br&uuml;cke erstreckt.<BR /><BR />&bdquo;Es soll ein immersives Erlebnis werden&ldquo;, sagt der 43 Jahre alte K&uuml;nstler JR, der sich mit gro&szlig;formatigen Fotocollagen und Trompe-l'oeil-Installationen einen Namen gemacht hat. In der H&ouml;hle wird eine Tonkulisse zu h&ouml;ren sein, die der ehemalige Daft-Punk-Musiker Thomas Bangalter kreiert hat.<BR /><BR />Die 69 Jahre alte Anne, die in einer Pariser Vorstadt lebt, ist eigens zum Seine-Ufer gekommen, um sich das Werk anzusehen, &uuml;ber das franz&ouml;sische Medien bereits ausgiebig berichtet haben. &bdquo;Es ist &uuml;berraschend, ich bin sehr beeindruckt&ldquo;, sagt sie: &bdquo;Eine geniale Idee&ldquo;.<BR /><BR />Die Pariser Stadtverwaltung preist die begehbare Br&uuml;ckenh&ouml;hle als &bdquo;gr&ouml;&szlig;tes immersives Werk weltweit&ldquo; und eine Hommage an Christo und Jeanne-Claude. Die beiden hatten vor Jahrzehnten jahrelange &Uuml;berzeugungsarbeit leisten m&uuml;ssen, um ihr Vorhaben zu verwirklichen: Die erste Skizze zeichnete Christo 1975, eingeh&uuml;llt wurde die Br&uuml;cke 1985.<BR /><BR />Der damalige Pariser B&uuml;rgermeister Jacques Chirac blockierte und verz&ouml;gerte das Projekt mehrfach, weil er Kritik der &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;rchtete. &Auml;hnlich wie sp&auml;ter bei der Verh&uuml;llung des Berliner Reichstags gab es viele Menschen, die sich anfangs kritisch zeigten und am Ende begeistert waren.<BR /><BR />Das K&uuml;nstlerpaar Christo und Jeanne-Claude w&auml;hlte damals einen weich flie&szlig;enden Stoff, der in der Sonne golden schimmerte und die harmonische Struktur der Br&uuml;cke aus dem 16. Jahrhundert auf neue Weise sehen lie&szlig;. JR hingegen l&auml;sst die Br&uuml;cke komplett unter seiner Installation verschwinden. Die Plastikplanen sind in Graut&ouml;nen schraffiert, so dass sie wie Felsen wirken.<BR /><BR />&bdquo;Es soll das Ungeschliffene und Wilde der raffinierten Eleganz der Pariser Bauten gegen&uuml;berstellen&ldquo;, sagt JR, zu dessen Markenzeichen Hut und Sonnenbrille z&auml;hlen. Das Motiv der H&ouml;hle hat er schon fr&uuml;her verarbeitet, etwa in einer Fotomontage auf der Fassade der Pariser Op&eacute;ra Garnier. &bdquo;Eine H&ouml;hle zu betreten, macht immer etwas Angst und ist zugleich faszinierend&ldquo;, f&uuml;gt er hinzu. Paris sei zudem eine Stadt, &bdquo;die gut geeignet ist f&uuml;r monumentale Werke&ldquo;.<BR /><BR />&Ouml;ffentliche Kritik an der Installation gibt es bisher kaum, allenfalls von der Kulturzeitschrift &bdquo;T&eacute;l&eacute;rama&ldquo;, die den allzu massentauglichen Charakter des Werks kritisch sieht. &bdquo;Das Konsensuelle ersetzt das Provozierende&ldquo;, schreibt das Blatt. Allerdings seien die Ausma&szlig;e imponierend, &bdquo;und Fotos davon bekommen auf Instagram sicher viele Likes&ldquo;.<BR /><BR />Tats&auml;chlich waren fr&uuml;here Werke des K&uuml;nstlers politischer und kontroverser, etwa die gro&szlig;formatigen Portr&auml;ts von Grimassen schneidenden Israelis und Pal&auml;stinensern auf den Sperranlagen zwischen Israel und dem Westjordanland. In den Favelas von Rio de Janeiro plakatierte er riesengro&szlig;e Gesichter und Augen von Frauen, die dort leben, unter ihnen Angeh&ouml;rige von get&ouml;teten Jugendlichen.<BR /><BR />In Paris blieben vor allem seine spielerischen Umgestaltungen der gl&auml;sernen Pyramide im Hof des Louvre-Museums in Erinnerung: 2016 bedeckte JR die Pyramide mit Fotos der dahinterliegenden Fassade, sodass sie wie verschwunden schien. Drei Jahre sp&auml;ter gestaltete er den Boden rund um die Pyramide so, dass es aussah, als sei sie in ein tiefes Loch gefallen. Das j&uuml;ngste Werk von JR auf der &auml;ltesten Br&uuml;cke von Paris soll bis zum 28. Juni rund um die Uhr kostenlos zug&auml;nglich sein. Es ist schon jetzt absehbar, dass es lange Besucherschlangen geben wird.<BR /><BR />(Von Ulrike Koltermann/AFP)]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 31 May 2026 12:34:21 +0200</pubDate>
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    <media:title>Brücke mitten in Paris kaum wiederzuerkennen. © APA/AFP / JOEL SAGET</media:title>
    <media:credit role="author">JOEL SAGET</media:credit>
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   <title>Französischer Philosoph und Soziologe Edgar Morin 104-jährig gestorben</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/franzoesischer-philosoph-und-soziologe-edgar-morin-104-jaehrig-gestorben</link>
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   <description>Edgar Morin, einer der einflussreichsten französischen Intellektuellen der Gegenwart, ist im Alter von 104 Jahren in Paris gestorben. Bekannt wurde der Philosoph und Soziologe auch im deutschsprachigen Raum mit dem Buch „Das Jahr Null. Ein Franzose sieht Deutschland“, in dem er die Nachkriegszeit und den Neubeginn der deutschen Gesellschaft unmittelbar nach 1945 beschreibt. Wie französische Medien unter Berufung auf seine Familie berichteten, starb er am Freitag.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Geboren 1921 als Edgar Nahoum in einer j&uuml;dischen Familie mit Wurzeln in Griechenland, wurde aus dem jungen Pariser Studenten ein K&auml;mpfer der R&eacute;sistance, des franz&ouml;sischen Widerstands gegen die Nazis, sp&auml;ter ein Kommunist, dann ein kritischer Beobachter aller Ideologien &ndash; und schlie&szlig;lich einer der bekanntesten franz&ouml;sischen Denker seiner Zeit. Die Erfahrung von Krieg, Illegalit&auml;t und existenzieller Bedrohung blieb f&uuml;r sein sp&auml;teres Denken pr&auml;gend.<BR /><BR />Nach 1945 bewegte sich Morin zun&auml;chst im Umfeld der kommunistischen Intelligenz, bevor er sich vom Stalinismus distanzierte. International bekannt wurde er durch seine Theorie des komplexen Denkens. Gegen jede Form der Reduktion vertrat er die Auffassung, dass Wirklichkeit aus Verflechtungen besteht: zwischen Individuum und Gesellschaft, Ordnung und Chaos, Wissen und Ungewissheit.<BR /><BR />Morin war Ehrendoktor von 38 ausl&auml;ndischen Universit&auml;ten und hat rund vierzig Werke verfasst, die vielfach &uuml;bersetzt wurden. Bis ins hohe Alter blieb Morin eine Stimme im intellektuellen Streit um die Gegenwart: Globalisierung, &ouml;kologische Krise, Konflikte und Kriege.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sat, 30 May 2026 12:43:02 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Sat, 30 May 2026 12:43:15 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Französischer Intellektueller starb im Alter von 104 Jahren. © APA/AFP / FRED DUFOUR</media:title>
    <media:credit role="author">FRED DUFOUR</media:credit>
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   <title>Biennale Gherdëina: Wie Doris Ghetta Weltkunst in die Berge holt</title>
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   <description>In ihrer zehnten Ausgabe, kuratiert von Samuel Leuenberger, widmet sich die Biennale Gherdëina „(Future) Paradise Gardens“ der Frage, wie Gärten zu einem Ort der Fürsorge, des Zusammenlebens und der Vorstellungskraft werden können. Doris Ghetta hat die Schau vor 20 Jahren gegründet. Wie sie die Idee ausheckte, Zeitgenössisches mitten in die Grödner Landschaft zu setzen, was Sie erlebt hat und warum sie immer noch glaubt, das sei eine ihrer besten Ideen gewesen, erzählt sie im Gespräch. Am morgigen Samstag findet die Eröffnung des (Future) Paradise Gardens statt.</description>
   <author>redaktion@stol.it (s.plus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<b>&bdquo;Sind Sie mutig Frau Ghetta? Denn was hat Sie vor fast 20 Jahren angetrieben &ndash; oder besser gesagt, welche Tarantel hat Sie gestochen &ndash;, diesen Parcours zeitgen&ouml;ssischer Kunst mitten in den Dolomiten ins Leben zu rufen? <BR /></b>Doris Ghetta: (lacht) Die Biennale entstand aus dem Wunsch, eine Umgebung zu schaffen, wo zeitgen&ouml;ssische Kunst in einen echten Dialog mit der besonderen kulturellen, sprachlichen und landschaftlichen Identit&auml;t Gr&ouml;dens treten kann. Damals gab es hier keine Plattform f&uuml;r internationale Gegenwartskunst. Gleichzeitig hatte ich immer das Gef&uuml;hl, dass gerade ein Ort wie Gr&ouml;den &ndash; mit seiner starken Tradition, mit seinen K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstlern, seiner Geschichte des Handwerks und seiner komplexen Identit&auml;t &ndash; ein enormes Potenzial f&uuml;r zeitgen&ouml;ssische k&uuml;nstlerische Reflexion birgt. Mich hat interessiert, auszutesten, was passiert, wenn Kunst nicht in einem neutralen White Cube gezeigt wird, sondern mitten im &ouml;ffentlichen Raum, in einer alpinen Landschaft, in einem lebendigen sozialen Gef&uuml;ge. <BR /><BR /><b>Dann w&uuml;rden Sie es noch einmal machen? <BR /></b>Ghetta: Ja, trotz aller Schwierigkeiten w&uuml;rde ich es wieder tun, wahrscheinlich bewusster als damals. Nat&uuml;rlich gab es Momente gro&szlig;er Unsicherheit, auch finanzieller und organisatorischer Natur, aber die Biennale Gherd&euml;ina hat gezeigt, dass aus einer zun&auml;chst fast utopischen Idee tats&auml;chlich ein nachhaltiger kultureller Raum entstehen kann. Das ist etwas sehr Wertvolles. Daf&uuml;r bin ich sehr dankbar und m&ouml;chte mich bei all den Leuten bedanken, die an dieses Projekt geglaubt und &uuml;ber die Jahre unterst&uuml;tzt haben.<BR /><BR /><b>Was waren in all den Jahren die pr&auml;gendsten Momente und Wendepunkte in der Entwicklung des Projekts? <BR /></b>Ghetta: Ein entscheidender Wendepunkt war, als das erste Mal ein internationaler Kurator mitgewirkt hat: Adam Budak. Er hat drei Editionen kuratiert und dadurch haben internationale K&uuml;nstlerinnen und Kuratoren begonnen, die Biennale Gherd&euml;ina nicht mehr nur als &bdquo;kleines regionales Projekt&ldquo;, sondern als ernstzunehmende Plattform wahrzunehmen. Ebenso pr&auml;gend war die zunehmende Einbindung ortsspezifischer Arbeiten im &ouml;ffentlichen Raum. Dadurch wurde die Beziehung zwischen Kunst, Landschaft und Bev&ouml;lkerung viel unmittelbarer. Diese Zusammenarbeiten haben die Perspektive der Biennale stark erweitert und ihr neue Netzwerke er&ouml;ffnet. <BR /><BR /><BR /><i>Sehen Sie hier die Bilder der 10. Biennale Gherd&euml;ina &bdquo;(Future) Paradise Gardens&ldquo;:<BR /></i><embed id="dtext86-74978620_gallery" /><BR /><BR /><BR /><b>Und welche Herausforderungen gab es auf dem Weg? <BR /></b>Ghetta: Die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung war wahrscheinlich, Kontinuit&auml;t zu schaffen &ndash; finanziell, strukturell und institutionell. Eine Biennale, in einem alpinen Gebiet zu organisieren, bedeutet immer auch gegen geografische und infrastrukturelle Grenzen zu arbeiten. Hinzu kam, insbesondere anfangs, eine gewisse Skepsis gegen&uuml;ber zeitgen&ouml;ssischer Kunst. Viele Menschen konnten sich schwer vorstellen, warum gerade hier eine internationale Biennale stattfinden sollte, wo bereits viele Touristinnen und Touristen sind. Genau deshalb ist es f&uuml;r die lokale Bev&ouml;lkerung so wichtig, sich mit der gro&szlig;en Bedeutung von Kultur auseinanderzusetzen. Reibung ist letztlich produktiv und wichtig.<BR /><BR /><b>Allerdings. Nun hat sich die Biennale in diesen 20 Jahren von einer lokalen Initiative zu einer international anerkannten Plattform entwickelt &ndash; was war der Schl&uuml;ssel zu diesem Wachstum? <BR /></b>Ghetta: Ich glaube, der Schl&uuml;ssel war, dass die Biennale Gherd&euml;ina nie versucht hat, andere gro&szlig;e internationale Formate zu imitieren. Ihre St&auml;rke lag immer schon in ihrer spezifischen Identit&auml;t. Die Verbindung zwischen lokaler Kultur, ladinischer Geschichte, Landschaft und globalen Fragestellungen macht die Biennale Gherd&euml;ina einzigartig. Gleichzeitig war es wichtig, konsequent auf Qualit&auml;t zu setzen &ndash; sowohl bei den geladenen K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstlern als auch bei den kuratorischen Konzepten.<BR /><BR /><b>Wenn Sie die K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler, die in all den Jahren mitgemacht haben, beobachten, wie hat sich deren Rolle ver&auml;ndert?<BR /></b> Ghetta: Heute arbeiten viele st&auml;rker prozessbezogen und ortsspezifisch. Fr&uuml;her wurden Werke h&auml;ufiger einfach &bdquo;platziert&ldquo;. Heute entsteht eine l&auml;ngere Auseinandersetzung mit dem Territorium, mit lokalen Geschichten und Gemeinschaften. K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler interessieren sich f&uuml;r soziale, &ouml;kologische und politische Zusammenh&auml;nge, und die Biennale Gherd&euml;ina bietet daf&uuml;r einen sehr offenen Kontext.<BR /><BR /><b>Und wie hat sich der Zugang der Kuratoren oder Kuratorinnen gewandelt?<BR /></b> Ghetta: Ich glaube, deren Rolle ist heute wesentlich &bdquo;dialogischer&ldquo; geworden. Es geht weniger darum, eine starre Ausstellungsidee durchzusetzen, sondern vielmehr darum, Verbindungen herzustellen &ndash; zwischen K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstlern, Orten, Themen und Publikum . Gerade in einem Kontext wie Gr&ouml;den braucht es Sensibilit&auml;t f&uuml;r lokale Dynamiken und gleichzeitig eine internationale Perspektive .<BR /><BR /><b>Wer hat das geschafft. Wer bleibt Ihnen besonders in Erinnerung?</b><BR />Ghetta: Es gibt viele Begegnungen, die mich gepr&auml;gt haben. Besonders in Erinnerung bleiben mir jene, die sich wirklich auf den Ort eingelassen haben &ndash; nicht oberfl&auml;chlich, sondern mit echtem Interesse an Sprache, Geschichte und Menschen. Oft waren es genau diese Begegnungen, die gezeigt haben, dass zeitgen&ouml;ssische Kunst Br&uuml;cken bauen kann, auch zwischen sehr unterschiedlichen kulturellen Welten.<BR /><BR /><b>&bdquo;Nemo propheta in patria&ldquo;: Das gilt auch f&uuml;r die Biennale Gherd&euml;ina. Nicht von Anfang an wurde die Kunstschau in Gr&ouml;den von der Bev&ouml;lkerung positiv aufgenommen. Welche Akzeptanz erf&auml;hrt sie heute, nach 20 Jahren? <BR /></b>Ghetta: Die Akzeptanz hat sich stark verbessert: Nat&uuml;rlich gibt es weiterhin unterschiedliche Meinungen &ndash; und das ist auch gut so. Heute wird die Biennale Gherd&euml;ina viel st&auml;rker als Teil der kulturellen Identit&auml;t des Tales wahrgenommen. Viele Menschen haben erlebt, dass die Biennale internationale Aufmerksamkeit nach Gr&ouml;den bringt und gleichzeitig lokale Themen sichtbar macht. So ist &uuml;ber die Jahre Vertrauen entstanden. <BR /><BR /><b>Wie schaffen Sie die Vermittlung vor Ort bzw. in S&uuml;dtirol? <BR /></b>Ghetta: Neben den klassischen Vermittlungsformen, die sich &uuml;ber Kommunikations- und Mediationsma&szlig;nahmen erstrecken, haben sich &uuml;ber die Jahre vor allem die Kollaborationen mit lokalen Partnerinnen und Partnern als wirksam erwiesen. Das kulturelle &Ouml;kosystem in S&uuml;dtirol ist zwar klein, aber vielseitig. Dadurch entstehen spannende M&ouml;glichkeiten der Zusammenarbeit: MUSEION, ARGE/Kunst, Bolzano Danza, MUSE, Fondazione dalle Nogare uvw. haben dazu beigetragen, dass sich die Reichweite der Biennale &uuml;ber das Gr&ouml;dnertal hinaus bewegt hat. Mittlerweile sind auch viele weitere internationale Partner dazu gekommen, dieses Jahr z.B. die Kaunas Biennale aus Litauen oder die Zusammenarbeit mit dem Italian Council. <BR />Zudem schaffen Rankings einen &Uuml;berblick im heutigen Dschungel der unterschiedlichsten Medien: Vor kurzem habe ich auf einer Kunstplattform gelesen, dass die Biennale Gherd&euml;ina zu den zehn spannendsten Schauen geh&ouml;rt, die man im Sommer nicht vers&auml;umen darf. Solche Anerkennungen freuen uns nat&uuml;rlich sehr, weil sie zeigen, dass die Biennale Gherd&euml;ina auch international wahrgenommen wird. Gleichzeitig war es nie unser Ziel, Trends zu folgen oder spektakul&auml;r zu sein. Entscheidend bleibt f&uuml;r uns die inhaltliche Qualit&auml;t und die Authentizit&auml;t des Projekts. <BR /><BR /><b>Vor Kurzem haben Sie die Sonderpublikation &bdquo;BG1&ndash;10. Biennale Gherd&euml;ina Anniversary&ldquo; vorgestellt: Welche Rolle spielt die Publikation f&uuml;r die Aufarbeitung und Darstellung der Geschichte der Biennale?<BR /></b> Ghetta: Sie ist f&uuml;r uns ein wichtiges Instrument der Erinnerung und Reflexion. Nach neun Ausgaben war es notwendig, die Entwicklung der Biennale Gherd&euml;ina sichtbar zu machen &ndash; nicht nur dokumentarisch, sondern auch kritisch und erz&auml;hlerisch. Sie zeigt, wie sich Themen, k&uuml;nstlerische Ans&auml;tze und gesellschaftliche Fragestellungen im Laufe der Jahre ver&auml;ndert haben.<BR /><BR /><b>Wenn Sie nun zur&uuml;ckblicken: Welche Entwicklung hat die BiennaleGherd&euml;ina seit der Gr&uuml;ndung 2008 durchlaufen? Wie Sie erkl&auml;rten war und ist es Ihnen ein Hauptanliegen, den Dialog zwischen ladinischen Traditionen und internationalen k&uuml;nstlerischen Positionen zu f&ouml;rdern. Ist die Formel aufgegangen? <BR /></b>Ghetta: Ich denke schon. Gerade dieser Dialog hat die Biennale Gherd&euml;ina besonders gemacht. Die lokale Dimension wurde nie folkloristisch verstanden, sondern als lebendiger kultureller Kontext. Viele internationale K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler haben hier Themen entdeckt, die weit &uuml;ber die Region hinaus relevant sind: Fragen von Identit&auml;t, Sprache, Erinnerung, Tourismus, Landschaft oder &ouml;kologischer Ver&auml;nderung. Dadurch ist ein Austausch entstanden, der beide Seiten bereichern konnte.<BR /><BR /><b>Und umgekehrt: Inwiefern hat sich die Biennale Gherd&euml;ina zu einer international anerkannten Plattform entwickelt, ohne ihre lokale Verankerung in Gr&ouml;den zu verlieren? <BR /></b>Ghetta: Indem sie nie versucht hat, ihre Herkunft zu verleugnen. Die Biennale Gherd&euml;ina ist gerade deshalb international interessant geworden, weil sie von einem sehr spezifischen Ort ausgehend denkt und agiert. Die lokale Verankerung war nie ein Hindernis, sondern immer die eigentliche St&auml;rke des Projekts.<BR /><BR /><b>Grunds&auml;tzlich: Welche gesellschaftliche Bedeutung schreiben Sie der Biennale und der Kunst im Allgemeinen zu? <BR /></b>Ghetta: Kunst kann keine einfachen L&ouml;sungen liefern, aber R&auml;ume f&uuml;r neue Perspektiven &ouml;ffnen. Sie kann Fragen stellen, Komplexit&auml;t sichtbar machen und gesellschaftliche Prozesse sensibel begleiten. Gerade heute halte ich Orte des kulturellen Austauschs und der kritischen Reflexion f&uuml;r wichtiger denn je.<BR /><BR /><b> Am Samstag wird die 10. Ausgabe er&ouml;ffnet. Alles steht bereit. Sind Sie schon am &uuml;berlegen wohin der Weg der Biennale in Zukunft f&uuml;hren soll? <BR /></b>Ghetta: Ich w&uuml;nsche mir, dass die Biennale Gherd&euml;ina weiterhin ein Ort des Experimentierens bleibt &ndash; offen, mutig und unabh&auml;ngig. Gleichzeitig soll sie ihre Beziehung zum Territorium weiter vertiefen und verst&auml;rkt internationale Netzwerke aufbauen. Die Herausforderung wird sein, weiterhin relevant zu bleiben, ohne die eigene Identit&auml;t zu verlieren. Genau darin liegt aber auch die gro&szlig;e Chance der Biennale Gherd&euml;ina. Eva Bernhard<BR /><BR /><b>Teilnehmende</b>: Chanelle Adams (1992, US) &ndash; Andrius Arutiunian (1991, ARM/LT) &ndash; Jacopo Belloni (1992, IT) &ndash; Alice Bucknell (1993, UK/US) &ndash; Leonardo B&uuml;rgi Tenorio (1994, MX/CH) &ndash; Giulia Cenci (1988, IT) &ndash; Sandra Knecht (1968, CH) &ndash; Dorota Gaweda &amp; Egl&egrave; Kul- bokait&egrave; (1987, LT, 1986, PL) &ndash; Ju- dith Neunh&auml;userer (1990, IT) &ndash; Walter Niedermayr (1952, IT) &ndash; Masatoshi Noguchi (1988, JP/IT) &ndash; Gabriela Oberkofler (1975, IT) &ndash; Lydia Ourahmane (1992, DZ) &ndash; Gregor Prugger &amp; Leonora Prugger (1954, IT, 1995, IT) &ndash; Ana Prvacki (1976, YU/RO) &ndash; Augustas Serapinas (1990, LT) &ndash; Bas Smets + Eliane Le Roux (1975, BE, 1983, FR) &ndash; Bosco Sodi (1970, MX) &ndash; Con- stantin Thun Kelly Tissot (1995, FR) &ndash; &Aacute;lvaro Urbano (1983, ESP) &ndash; Yuyan Wang (1989, CN) &ndash; Evelyn Taocheng Wang (1981, CN) &ndash; Pedro Abu Wirz &amp; Michael Marder (1981, BR/CH, 1980, CA/PT).Eine ausf&uuml;hrliche Besprechung der Biennale Gherd&euml;ina folgt.<BR /><BR /><b>Mehr zum Event:<BR /><BR /></b>(Future) Paradise Gardens vereint 24 Projekte von 28 lokalen und internationalen K&uuml;nstlerinnen und erstreckt sich &uuml;ber drei zentrale Ausstellungsorte: die Ortszentren von St. Ulrich und St. Christina sowie den Hof Pilat.<BR /><BR /><b>Er&ouml;ffnung , 30</b>. Mai: 10-11 Uhr: Begr&uuml;&szlig;ung und institutionelle Pr&auml;sentation vor der Sala Trenker, Stetteneckplatz, St. Ulrich<BR /><BR /><b>11-13 Uhr</b>: Kuratorenf&uuml;hrung durch die Ausstellungen in St. Ulrich (getrennte Gruppen in Englisch, Deutsch und Italienisch)<BR /><BR /><b>13-14</b><b>Uhr:</b> Kulinarische Intervention des Biennale-K&uuml;nstlers Leonardo B&uuml;rgi Tenorio , Piazza S. Antonio, St. Ulrich<BR /><BR /><b>14.27</b><b>Uhr und 14.57</b> Uhr: Transfer nach St. Christina(individuell oder mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln &ndash; Bus Nr. 350 oder 360 ab Piazza S. Antonio)1<BR /><BR /><b>5-16 Uhr:</b> Kuratorenf&uuml;hrung durch die Ausstellung in St. Christina (getrennte Gruppen in Englisch, Deutsch und Italienisch), Dorfplatz, St. Christina<BR /><b><BR />16-16.30 Uhr:</b> Applied Honey Proverbs. A folkloric dip into proverbs from around the world. Where ecology meets language, and wisdom accumulates, Live-Performance der Biennale-K&uuml;nstlerin Ana Prvacki , Dorfplatz, St. ChristinaWanderung nach Pilat <BR /><BR /><b>18-19.30 Uhr</b>: Treffpunkt Talstation Seiser-Alm-Bahn (St. Ulrich) &ndash; Pilat kann nur zu Fu&szlig; oder via Shuttle erreicht werden. Eine Zufahrt mit privaten Fahrzeugen ist nicht m&ouml;glich. <BR /><BR /><b>18 Uhr:</b> Kuratorische F&uuml;hrung zu den Kunstwerken am Pilat (verschiedene Gruppen f&uuml;r Deutsch, Italienisch und Englisch). Die Wanderung f&uuml;hrt &uuml;ber den Weg Nr. 15 und dauert etwa 45 Minuten bergauf (geeignetes Schuhwerk tragen).F&uuml;r Personen, die den Aufstieg nicht bew&auml;ltigen k&ouml;nnen, steht zwischen 18 und 18.30 Uhr ein Shuttle-Service zur Verf&uuml;gung. Anmeldung erforderlich, Transfer buchen; biennalegherdeina.org<BR /><b><BR />19.30- 21.30 Uhr:</b> Fest, Open-Air-Abend mit Essen, Getr&auml;nken, Musik DJ Davide Piras <BR /><BR />.<b>21.30-22.30 Uhr:</b> R&uuml;ckfahrt mit Shuttletransfer f&uuml;r alle von Pilat nach St. Ulrich, zur Talstation Seiser-Alm-Bahn, da nachts der Weg nicht beleuchtet ist. Termin: 31.5 bis 13.9. ]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 29 May 2026 17:33:00 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 29 May 2026 18:27:33 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Doris Ghetta hat die Schau vor 20 Jahren gegründet.</media:title>
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   <title>Großes Interesse für die ORF-Generaldirektion</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/grosses-interesse-fuer-die-orf-generaldirektion</link>
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   <description>Lange hat es gedauert, bis sich mit ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer Mitte Mai eine erste Bewerberin für die ORF-Generaldirektion aus der Deckung gewagt hat. Bis Bewerbungsschluss in der Nacht auf Freitag haben sich laut APA-Informationen Dutzende Personen für den Spitzenjob beworben. Öffentlich kundgetan hatten dies bereits erfahrene Medienmanager wie APA-CEO Clemens Pig, Ex-ProSiebenSat.1Puls4-Chef Markus Breitenecker und Johannes Larcher, der schon bei HBO MAX Manager war.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Wie viele der Bewerberinnen und Bewerber die Ausschreibungskriterien erf&uuml;llen und zu einem Hearing eingeladen werden, entscheidet sich am Montag, wenn eine Findungskommission des ORF-Stiftungsrats zusammentritt. Folgende Personen k&ouml;nnen wohl damit rechnen, dass sie von einem ORF-Stiftungsrat oder einer ORF-Stiftungsr&auml;tin nominiert werden:<BR /><BR />Clemens Pig wird schon seit Wochen als hei&szlig;ester Anw&auml;rter auf den Topposten im &ouml;ffentlich-rechtlichen Medienhaus gehandelt. Der 51-j&auml;hrige geb&uuml;rtige Tiroler steht seit 2016 an der Spitze der APA - Austria Presse Agentur, die er wirtschaftlich erfolgreich f&uuml;hrte. Er gilt als Verbinder, der mit beinahe allen gr&ouml;&szlig;eren Medien im Land regelm&auml;&szlig;ig zu tun hat, ist die APA doch eine Genossenschaft im Eigentum des ORF und vieler &ouml;sterreichischer Tageszeitungen. Pig tritt zudem als vehementer Bef&uuml;rworter von Kooperationen am heimischen Medienmarkt auf, um mit sauberen Informationen gegen die Big-Tech-Giganten und deren Plattformen zu bestehen. In den vergangenen Wochen wurde kolportiert, dass Pig die Unterst&uuml;tzung der Regierung bzw. ihr nahestehender Stiftungsr&auml;te hat. In einem Interview mit dem &bdquo;Standard&ldquo; zeigte er sich am Donnerstag &bdquo;bass erstaunt, in welcher Geschwindigkeit man schubladisiert wird&ldquo;. Das sei ihm in 30 Berufsjahren noch nie passiert. &bdquo;Mein ganzes Berufsleben ist von Unabh&auml;ngigkeit gepr&auml;gt, und das wird auch so bleiben&ldquo;, sagte Pig und stellte klar: &bdquo;Ich habe keine Zusage f&uuml;r die Funktion des ORF-Generals. Weder von der Kanzlerpartei, noch von anderen Regierungsparteien, noch von einer Oppositionspartei, auch nicht vom lieben Gott.&ldquo;<BR /><BR />Viel Erfahrung aus dem Privatfernsehsektor bringt Markus Breitenecker mit. Er baute &Ouml;sterreichs gr&ouml;&szlig;te Privatsendergruppe ProSiebenSat.1Puls4 ma&szlig;geblich mit auf und lieferte sich lange Zeit hitzige Debatten mit dem damaligen ORF-Chef Alexander Wrabetz. Vor etlichen Jahren schwenkte er aber um und betonte fortan die &bdquo;Power of Cooperation&ldquo;. Er ging auch immer wieder Kooperationen mit dem ORF ein und startete die Streamingplattform Joyn als Sammelbecken Dutzender Sender - darunter auch ORF und ServusTV. Breitenecker bet&auml;tigte sich bis vor rund einem halben Jahr beim deutschen Mutterkonzern von ProSiebenSat.1Puls4 als Chief Operating Officer (COO), wobei er u.a. f&uuml;r den Entertainmentbereich zust&auml;ndig war. Nach einer Macht&uuml;bernahme durch den italienischen Medienkonzern MFE ging der 57-j&auml;hrige Wiener allerdings von Bord und dockte seitdem bei keinem neuen Unternehmen an.<BR /><BR />Lisa Totzauer hat schon Erfahrung mit Bewerbungen f&uuml;r die ORF-Generaldirektion. Die Mittf&uuml;nfzigerin ritterte bereits 2021 um den Chefsessel und kam damals auf f&uuml;nf der 35 Stimmen im ORF-Stiftungsrat. Monate sp&auml;ter wurde sie zur ORF-TV-Magazinchefin bestellt. Zuvor bet&auml;tigte sie sich in ihrer 30-j&auml;hrigen ORF-Karriere u.a. als Channelmanagerin von ORF 1. Sie will bei den Stiftungsr&auml;ten mit einem &bdquo;tiefen Verst&auml;ndnis&ldquo; vom ORF sowie Reformdrang punkten und positioniert sich als unabh&auml;ngige Kandidatin.<BR /><BR />Johannes Larcher war vor seiner Bewerbung hierzulande nur absoluten Kennern ein Begriff. International managte er aber bereits einige gewichtige Unternehmen. Darunter die Streamingplattform Hulu und den arabischsprachigen Streamer Shahid. Von Gerhard Zeiler, &Ouml;sterreichs erfolgreichsten Medienmanager im Ausland, wurde er 2020 zu Warner Media geholt. Dort k&uuml;mmerte sich Larcher f&uuml;r zwei Jahre als Head of HBO MAX Global darum, dass der Streamingdienst in weitere Teile der Welt ausgerollt wurde. Aber auch den ORF hat Larcher schon kennengelernt - wenn auch vor rund 35 Jahren: Er arbeitete als Produzent an der Sendung &bdquo;Kunst-St&uuml;cke&ldquo;.<BR /><BR />Kathrin Zierhut-Kunz ist wohl ebenso f&uuml;r ein Hearing gesetzt. Die ORF III-Co-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin bet&auml;tigt sich seit &uuml;ber 15 Jahren im &ouml;ffentlich-rechtlichen Medienhaus, wobei sie prim&auml;r mit Finanzen und Personal zu tun hatte - etwa als Leiterin der ORF-Abteilung f&uuml;r Personalentwicklung oder seit 2022 als Kaufm&auml;nnische Leiterin von ORF III. Sie kenne die Herausforderungen des Hauses und wolle nun f&uuml;r einen &bdquo;modernen, effizienten und glaubw&uuml;rdigen&ldquo; ORF sorgen, hielt sie zu ihrer Bewerbung fest. Vor rund 30 Jahren bet&auml;tigte sie sich f&uuml;r die FP&Ouml; als Bezirksr&auml;tin in Wien.<BR /><BR />&Uuml;berschaubare Chancen bei der Wahl werden Eva Sch&uuml;tz einger&auml;umt. Die 52-J&auml;hrige ist Herausgeberin des umstrittenen Online-Boulevardmediums &bdquo;Exxpress&ldquo;, das u.a. immer wieder mit Attacken gegen den ORF auff&auml;llt. Sch&uuml;tz hat sich vor dem Start von &bdquo;Exxpress&ldquo; im Jahr 2021 etwa als Leichtathletin, Rechtsanw&auml;ltin und im Kabinett des &Ouml;VP-gef&uuml;hrten Finanzministeriums der &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung unter Sebastian Kurz bet&auml;tigt.<BR /><BR />Wohl auch in einer klaren Au&szlig;enseiterposition befindet sich Robert Altenburger, der fr&uuml;here Chefredakteur von ServusTV, der seit zehn Jahren nach eigenen Angaben als freiberuflicher Konsulent f&uuml;r verschiedene Programmdirektionen der ARD t&auml;tig ist. Dazu bringt er ein Vierteljahrhundert ORF-Erfahrung (Leitung Programmentwicklung und Programmplaner) mit. Als Vorhaben nennt Altenburger u.a. den Ausbau von Programmen aus den Bundesl&auml;ndern, einen verst&auml;rkten Online-Fokus und neue non-lineare Programmangebote f&uuml;r Unter-30-J&auml;hrige.<BR /><BR />Ebenfalls bekannt, aber wohl chancenlos ist Sonja Sagmeister. Die Journalistin wurde vor mehreren Jahren vom ORF gek&uuml;ndigt und ging daraufhin gegen das &ouml;ffentlich-rechtliche Medienhaus vor. Im Vorjahr stellte das Oberlandesgericht Wien (OLG) fest, dass die K&uuml;ndigung unrechtm&auml;&szlig;ig erfolgte. &Ouml;ffentlich gemacht hat seine Bewerbung auch Ernst Primosch. Der Unternehmensberater aus Klagenfurt f&uuml;hrt gegenw&auml;rtig die Gesch&auml;fte der BOC Gruppe. Ob er zu einem Hearing eingeladen wird, ist fraglich.<BR /><BR />Definitiv keine Stimmen wird die gegenw&auml;rtige ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher am 11. Juni bei der Wahl erhalten. Sie reichte keine Bewerbung ein und begr&uuml;ndete das damit, so bis Jahresende mehr Freiheit zu haben, um mit Missst&auml;nden im ORF aufzur&auml;umen.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 29 May 2026 14:55:39 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 29 May 2026 14:55:46 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Dutzende Personen haben sich für die ORF-Generaldirektion beworben. © APA/THEMENBILD / HARALD SCHNEIDER</media:title>
    <media:credit role="author">HARALD SCHNEIDER</media:credit>
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   <title>Scala beginnt ihre neue Ära unter Myung-Whun Chung</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/scala-beginnt-ihre-neue-aera-unter-myung-whun-chung</link>
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   <description>Mit dem südkoreanischen Dirigenten Myung-Whun Chung beginnt an der Mailänder Scala eine neue Ära. Der Dirigent, der bis 2030 Musikdirektor des Opernhauses sein wird und den Mailänder Riccardo Chailly ersetzt, eröffnet die kommende Saison mit Verdis „Otello“ in einer Inszenierung von Regisseur Damiano Michieletto. Die Oper steht erstmals seit 37 Jahren wieder auf dem Spielplan der Scala, berichtete Intendant Fortunato Ortombina am Freitag bei der Vorstellung der neuen Saison.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Mehrere Jubil&auml;en werden in diesem Jahr gefeiert, darunter 50 Jahre seit der ersten Live&uuml;bertragung einer Scala-Er&ouml;ffnung im italienischen Fernsehen mit der von Carlos Kleiber dirigierten und von Franco Zeffirelli inszenierten &bdquo;Otello&ldquo;-Produktion des Jahres 1976. Neben &bdquo;Otello&ldquo; wird Chung in der kommenden Saison auch &bdquo;Macbeth&ldquo; dirigieren. Auf dem Programm stehen zudem Klassiker wie &bdquo;La Boh&egrave;me&ldquo; in der Zeffirelli-Inszenierung sowie erstmals an der Scala &bdquo;Nixon in China&ldquo; des amerikanischen Komponisten John Adams.<BR /><BR />Intendant Ortombina betonte, gro&szlig;e Werke des Repertoires d&uuml;rften nicht jahrzehntelang aus dem Programm verschwinden, nur weil geeignete Stimmen fehlten. Als Beispiel nannte er Vincenzo Bellinis Oper &bdquo;I Puritani&ldquo;, die nach 60 Jahren an die Scala zur&uuml;ckkehrt. Das Opernhaus m&uuml;sse junge S&auml;nger st&auml;rker f&ouml;rdern und neue Stimmen aufbauen.<BR /><BR />Musikdirektor Chung erinnerte an seine seit 37 Jahren bestehende Verbindung mit dem Scala-Orchester. Mit Blick auf seine Ernennung sagte der 73-J&auml;hrige, er verf&uuml;ge heute zwar &uuml;ber weniger Energie als zu Beginn seiner Karriere, daf&uuml;r aber &uuml;ber mehr Erfahrung. Er wolle dem Theater und den Musikern vor allem seine Liebe zur Musik und seine Unterst&uuml;tzung geben. Zudem k&uuml;ndigte er an, Italienisch lernen und k&uuml;nftig auch die Stadt Mailand besser kennenlernen zu wollen.<BR /><BR />Die Scala erh&ouml;ht f&uuml;r die kommende Saison die Preise f&uuml;r einige der teuersten Eintrittskarten, k&uuml;ndigte der Mail&auml;nder B&uuml;rgermeister Giuseppe Sala an, der zugleich Pr&auml;sident des Opernhauses ist. Betroffen sind unter anderem die Karten f&uuml;r die traditionelle Saisoner&ouml;ffnung am 7. Dezember. Der Preis f&uuml;r einen Platz im Parkett steigt dort von 3200 auf 3500 Euro, w&auml;hrend die Preise f&uuml;r die Galerie unver&auml;ndert bleiben. Auch die teuersten Karten f&uuml;r Ballett- und Sinfoniekonzerte werden angehoben. Zudem f&uuml;hrt die Scala bei Opernauff&uuml;hrungen eine neue Premium-Kategorie f&uuml;r besonders gefragte Pl&auml;tze ein.<BR /><BR />Sala verteidigte die Ma&szlig;nahme mit dem Hinweis, dass das Opernhaus zugleich an verg&uuml;nstigten Angeboten festhalte. Von insgesamt rund 450.000 verkauften Karten seien 180.000 zu erm&auml;&szlig;igten Preisen abgegeben worden. Diese soziale Preispolitik solle weiter ausgebaut werden.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 29 May 2026 13:12:01 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 29 May 2026 13:12:14 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Mit Myung-Whun Chung beginnt eine neue Ära an der Scala. © APA/AFP / PIERRE VERDY</media:title>
    <media:credit role="author">PIERRE VERDY</media:credit>
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  </item>
  <item>
   <title>Andrea Götsch: Die 360 Grad  Musikerin</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/andrea-goetsch-die-360-grad-musikerin</link>
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   <description>Andrea Götsch ist im Moment eine der herausragendsten und vielfältigsten Musikerinnen unseres Landes. Seit Herbst 2019 ist sie als Klarinettistin Mitglied im Orchester der Wiener Staatsoper und seit 2022 fix bei den Wiener Philharmonikern. Sie ist Solistin, Orchestermusikerin,  Dirigentin und Komponistin. Am Wochenende dirigiert sie das Orchester der Musikfreunde bei drei Konzerten.</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Wir haben mit der Musikerin gesprochen.<BR /><b><BR />von Ferruccio Delle Cave</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317588_image" /></div>
<BR /><BR />Schon im Alter von acht Jahren hat sie ihren ersten Klarinettenunterricht erhalten und schloss 2013 ihr Bachelorstudium am Konservatorium &bdquo;Claudio Monteverdi&ldquo; bei Roberto Gander ab. Meisterkurse an der Musik- und Kunst-Privatuniversit&auml;t Wien und ein Magisterstudium an der Universit&auml;t f&uuml;r Musik und darstellende Kunst Wien rundeten ihre fr&uuml;he Karriere ab. <BR /><BR />Andrea G&ouml;tsch ist Preistr&auml;gerin verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe, so der &bdquo;Yamaha Music Foundation of Europe&ldquo;, mit ersten Preisen beim &bdquo;Rising Stars Grand Prix International Music Competition&ldquo; Berlin, beim &bdquo;International Music Competition 'Salzburg' Grand Prize Virtuoso&ldquo; und beim &bdquo;Concorso Giovani talenti per la musica&ldquo;. Bereits fr&uuml;h sammelte sie Orchestererfahrungen im &bdquo;European Union Youth Orchestra&ldquo; EUYO sowie als Akademistin bei den Wiener Philharmonikern mit B&uuml;hnenmusikvertr&auml;gen bei den Salzburger Festspielen und als Orchesterakademistin der N&uuml;rnberger Symphoniker. Namhafte Dirigenten haben ihren Weg als Orchestermusikerin und Solistin begleitet, etwa Christian Thielemann, Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Andris Neslons, Daniel Harding und Victor Petrenko. <BR /><BR />Seit Jahren schon tritt sie auch als Dirigentin auf, so mit der &bdquo;Ehrphilharmonie Wien&ldquo;, dem &bdquo;Wiener Mozartorchester&ldquo; und dem Frauenorchester &bdquo;La Philharmonica&ldquo;, das sie 2024 mitbegr&uuml;ndet hat. <BR /><BR />Mit dem &bdquo;Orchester der Musikfreunde&ldquo; verbindet sie eine jahrelange intensive Zusammenarbeit, die n&auml;chstens von Algund aus nach Kaltern und St.Ulrich f&uuml;hren wird. Unter ihrer Stabf&uuml;hrung werden Georges Bizets erste &bdquo;Arlesienne-Suite&ldquo;, Joseph Leopold Eyblers Klarinettenkonzert in B-Dur, HV 160, Samuel Barbers ber&uuml;hmtes &bdquo;Adagio for Strings&ldquo; Op. 11 und Schuberts Dritte in D-Dur erklingen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317591_image" /></div>
<BR /><BR /><b>In den drei  kommenden Konzerten der Musikfreunde wechseln Sie   zwischen Ihrem Soloinstrument, der Klarinette, zum Dirigentinnenstab. Sie haben bereits eine beachtliche Erfahrung als Dirigentin gemacht. Wie f&uuml;hlt sich das an, wenn man von den Orchesterreihen ans Pult wechselt?</b><BR />Andrea G&ouml;tsch: Im Herbst 2023 habe ich zum allerersten Mal ein Konzert dirigiert, das war beim Jubil&auml;umskonzert des Orchesters der Musikfreunde.  Vorher habe ich zwei Masterclasses zum Dirigieren besucht. Diese Erfahrung hat mir viel positive Energie und Freude gegeben. Deshalb habe ich beschlossen, dem Dirigieren mehr Zeit zu widmen. In den letzten zwei Jahren ist es mir gelungen, eine ganze Reihe von Konzerten zu dirigieren, haupts&auml;chlich in Wien, aber auch in Deutschland und in S&uuml;dkorea, wo ich das &bdquo;Daegu Symphony Orchestra&ldquo; in einer Operngala und mit Beethovens &bdquo;Siebter&ldquo;  geleitet habe. Auch in Zukunft m&ouml;chte ich  dem Dirigieren mehr Platz einr&auml;umen. Dabei finde ich den Perspektivenwechsel total interessant, ich habe auch perspektivisch viel dazugelernt. Fr&uuml;her konnte ich  gar nicht absch&auml;tzen, was eine Dirigentin alles zu leisten hat.  Jetzt kann ich  es genau  nachvollziehen und genie&szlig;e es, vor dem Orchester zu stehen und Inputs zu geben, die Musiker zu motivieren und Musik zu gestalten.  Diese verschiedenen Rollen mag  ich sehr, weil ich auch die zu spielenden Werke aus zwei verschiedenen Perspektiven erfahren darf. Und so entsteht f&uuml;r mich ein ganzheitlicher Aspekt von Musikinterpretation. Zu dieser Erfahrung geh&ouml;ren eben auch die Auftritte als Solistin und in kammermusikalischen Formationen.  <BR /><BR /><BR /><b>Neben Musik von Schubert, Bizet und Samuel Barber werden Sie auch auf Ihrem Instrument ein Konzert des Mozart-Zeitgenossen Joseph Leopold Eybler im Konzert der Musikfreunde in Szene setzen. Eyblers Musik ist  heute nahezu unbekannt. Wie kamen Sie auf diesen vergessenen Komponisten und auf sein Klarinettenkonzert?</b><BR />G&ouml;tsch: Bis vor zwei Jahren kannte ich Eyblers Werke &uuml;berhaupt nicht. Ich wurde darauf angesprochen, ob ich nicht Lust h&auml;tte, dieses Konzert einzustudieren und zu spielen, und zwar mit dem ungarischen &bdquo;Gy&ouml;r Philharmonic Orchestra&ldquo;. Ich fand das Konzert total cool, weil es vor allem im letzten Satz etwas T&auml;nzerisches in sich hat. Aber auch der zweite, langsame Satz ist sehr sch&ouml;n. Der erste ist sehr virtuos, ein Werk, das zu Unrecht kaum bekannt ist! Und so habe ich Eyblers Konzert auch den Musikfreunden vorgeschlagen,  als Pendant zu Mozarts gro&szlig;artigem Klarinettenkonzert, das so viel gespielt wird und das ich selbstverst&auml;ndlich sehr liebe. Eybler war ja ein Mozartsch&uuml;ler und eng mit dem Musiker verbunden. Eigentlich hat Konstanze Mozart Eybler gebeten, Mozarts Requiem fertig zu schreiben. Er hat dann diese Aufgabe S&uuml;&szlig;meier &uuml;bergeben, weil er zu gro&szlig;en Respekt vor Mozart gehabt hat. Es f&auml;llt mir bei Eyblers Konzert auf, dass es sehr klassisch klingt, aber auch volksmusikalische Passagen beinhaltet, etwa Lockeres, Lustiges und T&auml;nzerisches. Auch verwendet Eybler  im Orchester Klarinetten, was f&uuml;r ein Klarinettenkonzert absolut un&uuml;blich war und ist. Und dann im  Dezember werde ich Mozarts Klarinettenkonzert mit dem Haydn Orchester unter der Leitung von Ingo Metzmacher spielen.    <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317594_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Sie halten den Damen und Herren des Orchesters der Musikfreunde die Treue, obwohl Sie als feste Musikerin der Wiener Philharmoniker und Mitglied mehrerer Ensembles seit Jahren nunmehr ein &uuml;bergro&szlig;es Pensum absolvieren. Was sch&auml;tzen Sie an diesem Orchester?</b><BR />G&ouml;tsch: Ich kenne das Orchester selbst ja nicht so gut, aber meine allerersten Erfahrungen als Musikh&ouml;rerin verdanke ich diesem Orchester.  Meine Mutter war da noch als Geigerin dabei. Als kleines M&auml;dchen war ich  vom Streicherklang total begeistert. Dann habe ich das Orchester als Solistin kennen gelernt, als ich am Anfang meines Studiums stand und fand es sehr sch&ouml;n, mit den Musikerinnen und Musikern  auftreten zu d&uuml;rfen. Ich habe immer die freundliche Art und den respektvollen Umgang miteinander gesch&auml;tzt. Ich bin auch wahnsinnig dankbar, dass ich das Orchester, neben seinem festen Dirigenten, Michael Hillebrand,  leiten durfte. Sch&ouml;n fand ich, wie motiviert die Orchestermusiker ans Werk gehen. Sie bem&uuml;hen sich sehr, sch&ouml;ne und bedeutende Konzerte zu verwirklichen. Das klassische Repertoire um Mozart, Haydn, Schubert und Beethoven liegt diesem Orchester, ist aber keinesfalls einfach, man muss da schon viel arbeiten und sich total auf diese Musik konzentrieren. Wir spannen ja in den  kommenden Konzerten den musikalischen Bogen sehr weit, klassisch mit Eybler und Schubert, das 20. Jahrhundert mit Barber. <BR /><BR /><BR /><b>Und was werden die n&auml;chsten Etappen als Solistin und Orchestermitglied sein?</b><BR />G&ouml;tsch: Es steht noch Einiges als Dirigentin an, mit vielen sch&ouml;nen Konzerten vor allem in Deutschland. Au&szlig;erdem sind wir sieben Frauen aus den Wiener Philharmonikern mit &bdquo;La Philharmonica&ldquo; im Herbst auf Korea-Tournee.  Und  den Wienern werde ich in Luzern beim Festival und bei den Salzburger Festspielen dabei sein. <BR /><BR /><Fett><BR />Termine:</Fett><BR />29. Mai, 20.30 Uhr, Thalguterhaus Algund <BR />30. Mai, 20.30 Uhr,  Pfarrkirche  Kaltern<BR />31. Mai, 10 Uhr, Matinee in St. Ulrich in Gr&ouml;den.<BR /><h3>
Das Orchester der Musikfreunde</h3><BR />Es ist das einzige Laienorchester S&uuml;dtirols aus Algund mit regelm&auml;&szlig;iger Probent&auml;tigkeit und mindestens zwei Konzertauftritte j&auml;hrlich.  Es umfasst  ca. 50 Mitglieder aus allen Teilen der westlichen Landesh&auml;lfte  und besteht etwas mehr als seit 60 Jahren. Musikschulabg&auml;nger (Streicher), begabte Bl&auml;ser, und  Absolventen des Konservatoriums sind im Orchester ebenso eingebunden wie verschiedenen Ch&ouml;re. Vordergr&uuml;ndig  werden  vernachl&auml;ssigte Werke aus Barock und Klassik aufgef&uuml;hrt aber auch modernere Kompositionen und  Werke der Romantik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf Werken mit Tirolbezug bzw. die Auff&uuml;hrung von Werken Tiroler Komponisten.  Wichtig ist auch die F&ouml;rderung  junger Gesangs-, und Instrumentalsolisten. ]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Thu, 28 May 2026 09:28:33 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Thu, 28 May 2026 09:29:05 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Wichtige erste Erfahrungen als  junge  Instrumentalsolistin hat Andrea Götsch bei Auftritten mit dem  Orchester der Musikfreunde gesammelt. © privat</media:title>
    <media:credit role="author">privat</media:credit>
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  </item>
  <item>
   <title>Trento Film Festival: Die Bergwelt als Denkraum</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/kino-tv/die-bergwelt-als-denkraum</link>
   <guid>https://www.stol.it/artikel/kultur/kino-tv/die-bergwelt-als-denkraum</guid>
   <description>Unsere Berge und unsere Landschaft sind uns anvertraut worden.  Diese Leihgabe zu schützen, bewahren und respektvoll zu behandeln sei unser aller Pflicht. Dafür stehen  die Veranstalter des Trento Film Festivals als weltweit ältestes Bergfilmfestival seiner Art von Beginn an. 1952 vom Italienischen Alpenverein (CAI) sowie der Stadt Trient ins Leben gerufen findet es alljährlich im Frühjahr statt, und seit 1998 auch in der Bozen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (eva)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die Bozner Ausgabe, die heuer zum ersten Mal auch in Terlan und Lana ausgetragen wird,  inszeniert sich als ebenso programmatischer wie atmosph&auml;rischer Ort: als Parcours der Begegnungen, der die Berge nicht nur als Landschaft, sondern als kulturelles Denkfeld versteht.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317210_image" /></div>
<BR />Vom 8. bis 12. Juni verlagert sich das Geschehen erstmals in den Berloffa-Park Mitten in Bozen, ein urbaner &ouml;ffentlicher  Resonanzraum  f&uuml;r Gespr&auml;chsrunden und Buchvorstellungen etwa. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317213_image" /></div>
<BR /><BR />Was der Pr&auml;sident des Trento Film Festivals, Mauro Leveghi, als &bdquo;verbindende Pfade&ldquo; beschreibt, wird dabei zum leitmotivischen Bild: Zwischen dem  Trentino und S&uuml;dtirol, zwei kulturell  eng verwobenen Regionen, spannt sich ein narratives Netz aus Film, Literatur und Diskussion. Die Bergwelt fungiert darin weniger als Postkartenidylle denn als Projektionsfl&auml;che f&uuml;r Fragen der Gegenwart &ndash; von Klimawandel &uuml;ber Nachhaltigkeit bis hin zu sozialen und geschlechtsspezifischen Dynamiken im Alpinismus. Der Rekurs auf Franco de Battaglia verleiht dieser Perspektive philosophische Sch&auml;rfe: Die Berge als radikale Alternative, als Gegenentwurf zur urbanen Zivilisation.<BR /><BR />Dass das Festival dabei auch &ouml;konomische und politische Dimensionen streift, &uuml;berrascht kaum. In den Gru&szlig;worten von Handelskammerpr&auml;sident Michl Ebner und Landesrat Marco Galateo wird die alpine Kultur zur Chiffre f&uuml;r nachhaltige Entwicklung und europ&auml;ische Zusammenarbeit. Zwischen Kino, Umweltdebatte und regionaler Identit&auml;t entsteht so ein Dreieck, das dem Festival eine deutlich programmatische Ausrichtung verleiht.<BR /><BR />Auch die Ausgabe 2026 bleibt zweigeteilt. W&auml;hrend der Juni ganz im Zeichen von Literatur, Diskurs und Vermittlung steht, folgt der filmische Schwerpunkt erst im Oktober (19. bis 23.). Diese zeitliche Streckung schafft Luft f&uuml;r Vertiefung &ndash; und l&auml;sst den ersten Teil beinahe wie einen Prolog erscheinen, ein intellektuelles Einw&auml;rmen, bevor die Leinwand im Herbst die gro&szlig;en Bilder &uuml;bernimmt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317216_image" /></div>
<BR /><BR />Im Mittelpunkt dieses Prologs steht &bdquo;MontagnaLibri&ldquo;, die literarische Seele des Festivals. Hier treffen prominente Stimmen wie Tamara Lunger, die von ihren existenziellen Erfahrungen zwischen Mongolei und Hochgebirge erz&auml;hlt, auf Enrico Brizzi, der das Gehen als kulturelle Praxis reflektiert, und Wafaa Amer, deren Biografie Fragen von Identit&auml;t und Emanzipation in die alpine Erz&auml;hlung einschreibt. Die Berge erscheinen dabei als unterschiedlich lesbare Texte: als Abenteuerraum, als spirituelle Herausforderung, als Ort der Selbstverortung.<BR /><BR /><BR />&bdquo;Parallel dazu setzt 'T4Future' deutliche Akzente in der kulturellen Bildung&ldquo;, erkl&auml;rte gestern die Direktorin des Trento Film Festivals, Luana Bisesti.  Kinder und Jugendliche werden nicht nur als Publikum gedacht, sondern als Mitgestaltende einer zuk&uuml;nftigen Beziehung zur Natur. Workshops, Filmvorf&uuml;hrungen und spielerische Formate im Gr&uuml;nen transformieren den Berloffa-Park in ein tempor&auml;res Labor f&uuml;r Umweltbewusstsein &ndash; niedrigschwellig, aber nicht banal.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317219_image" /></div>
<BR />Diskussionen &uuml;ber die Zukunft des Alpinismus, insbesondere aus weiblicher Perspektive, stehen neben offenen Formaten wie der &bdquo;Drin Jam Session&ldquo;, die Improvisation und k&uuml;nstlerische Freiheit feiert. Es ist diese Mischung aus Diskurs und Festivalstimmung, aus Reflexion und unmittelbarer Erfahrung, die der Veranstaltung ihren besonderen Ton verleiht.<BR /><BR />Bemerkenswert ist schlie&szlig;lich die konsequente Verzahnung von Stadt und Natur: Ob beim Story Climbing mit Jacopo Larcher in den Tisner Auen, bei Fotoausstellungen oder Kinderprogrammen &ndash; das Festival verl&auml;sst immer wieder den symbolischen Raum der Berge, um ihn konkret erfahrbar zu machen. Die alpine Kultur wird hier nicht ausgestellt, sondern performativ gelebt.<BR /><BR />So erscheint die Bozner Ausgabe des Trento Film Festivals als vielschichtige kulturelle Intervention: ein Versuch, den alten Mythos der Berge neu zu erz&auml;hlen &ndash; als Ort der Begegnung, der Differenz und der gemeinsamen Zukunft. <BR /><h3>
Das Programm</h3><BR /><b>ER&Ouml;FFNUNG</b><BR /><BR />8.6., 17 Uhr: MontagnaLibri und T4Future im Alcide-Berloffa-Park in Bozen<BR /><BR />18 Uhr:&bdquo;Junge (Frauen) und Berge. Die Zukunft des Alpinismus zwischen Gemeinschaft und Leistung&ldquo; &ndash;  Erfahrungsaustausch  zwischen jungen Bergsteigerinnen und Bergsteigern des  AVS, CAI, SAT, SOSAT.<BR /><BR />19.30 Uhr: Drin Jam Session Open Air<BR /><BR /><BR /><b>AUSSTELLUNGEN</b><BR /><BR />Die Schau &bdquo;MontagnaLibri&ldquo;  von  Bergliteratur ist vom 9. bis 12. Juni von 10 bis 20 Uhr  zug&auml;nglich. Die Kinderbuchsektion ist dienstags, mittwochs und freitags von 9-12 und 16-19 Uhr und donnerstags von 16-19 Uhr in der Bibliothek Terraferma  am Don Bosco-Platz 21 zu finden. <BR />&bdquo;Lam Thuk Khamzang&ldquo;, Fotografien von Stefan Plank &uuml;ber seine Bergsteigerexpedition im Rangtik-Tal in Indien sind ebenfalls vom 8.-12.6. im  Berloffa-Park (kuratiert vom AVS) zu sehen. <BR /><BR /><b>PROGRAMMPUNKTE</b><BR /><BR /><b>9.6.:</b> T4Future-Programm f&uuml;r Kinder am Vormittag mit Filmvorf&uuml;hrungen im Filmclub und am Nachmittag mit Naturexperten im Berloffa-Park. <BR /><BR /><b>18 Uhr:</b> Tamara Lunger stellt ihr Buch vor &bdquo;Im Atem der Steppe. Mit meinem Kamel T&ugrave;je zu Fu&szlig; durch die Mongolei&ldquo; vor.<BR /><BR /><b>10.6.:</b> T4Future-Programm f&uuml;r Kinder am Vormittag und Nachmittag<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317222_image" /></div>
<BR /><BR />18 Uhr:Enrico Brizzi liest aus seinem Buch &bdquo;Lezioni di cammino. Erz&auml;hlungen im Lagerfeuer&ldquo; im Berloffa-Park.<BR /><BR />19.30 Uhr: Der Chor Rosalpina ist zu h&ouml;ren mit &bdquo;80 Jahre Emotionen&ldquo; im Berloffa-Park.<BR /><BR /><b>11.6.:</b> T4Future-Programm f&uuml;r Kinder am Vormittag und Nachmittag<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317225_image" /></div>
<BR /><BR />18 Uhr: Die &auml;gyptische Klettererin Wafaa Amer stellt ihr Buch &bdquo;Io sono Wafaa&ldquo; im Berloffa-Park vor. <BR /><BR />20 Uhr: Im Costellazione Teater (Claudia-Augustastr.11) wird der Film <Kursiv>&bdquo;The North&ldquo;</Kursiv> von Bart Schrijver (NL) gezeigt. <BR /><BR />12.6.:Ab 14 Uhr gibt es ein Story Climbing  mit Jacopo Larcher im Klettergarten Tisner Auen. <BR /><BR />16.30: T4Future-Programm f&uuml;r Kinder im Berloffa-Park.<BR /><BR />18 Uhr:  Sylvia Rier stellt ihr Buch &bdquo;Keep off the Grass &ndash; Ein Knigge f&uuml;r die Berge&ldquo; vor. <BR /><BR />19.30 Uhr: Beat Coin Dj Set &ndash; Elektrokl&auml;nge aus den Alpen.<BR /><BR />Die Initiativen des Festivals werden im Juni im Kulturzentrum Meran und in der Mediathek OTTO in Terlan fortgesetzt sowie mit der Initiative &bdquo;Kino im Freien&ldquo; im Kulturzentrum Via Vintola 18 in Bozen. ]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Wed, 27 May 2026 19:20:21 +0200</pubDate>
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    <media:title>Im Film „The North“ begeben sich Chris und Lluis auf eine 600 Kilometer lange Wanderung durch die schottischen Highlights... © veranstalter</media:title>
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  </item>
  <item>
   <title>125 junge Südtiroler  bei „prima la musica“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/125-suedtiroler-teilnehmende-bei-prima-la-musica</link>
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   <description>Der Bundeswettbewerb „prima la musica“ 2026 wurde am 22. Mai im Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt feierlich eröffnet, und bis zum 6. Juni stellen sich insgesamt 1143 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Südtirol und Liechtenstein im Alter zwischen 10 und 21 Jahren dem Wettbewerb. Mit dabei sind 125 ausgewählte Südtiroler Musikschülerinnen und Musikschüler.</description>
   <author>redaktion@stol.it (lpa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;Jedes Jahr aufs Neue faszinieren die Begeisterung und Energie, mit der sich die Jugendlichen dem Wettbewerb widmen, ebenso wie das hohe musikalische Niveau, das sie unter Beweis stellen&ldquo;, unterstreicht Bildungslandesrat Phlipp Achammer: &bdquo;prima la musica bietet jungen Menschen Raum, um ihre Leidenschaft f&uuml;r die Musik zu entfalten und ihr K&ouml;nnen unter Beweis zu stellen.&ldquo;<BR /><BR />Auch Bildungsdirektor Gustav Tschenett zeigte sich beeindruckt vom Er&ouml;ffnungskonzert und dem Auftakt des Bundesswettbewerbes: Es sei, betont er, &bdquo;immer wieder erstaunlich, wie junge Menschen, wenn sie ihre 'Berufung' finden, &uuml;ber sich hinauswachsen.&ldquo;<BR /><BR />Die 125 Wettbewerbsteilnehmenden aus S&uuml;dtirol, die sich beim Gesamttiroler Landeswettbewerb &bdquo;prima la musica&ldquo; im M&auml;rz dieses Jahres daf&uuml;r qualifiziert haben, gehen beim Bundeswettbewerb in verschiedenen Wertungskategorien ins Rennen und werden von fachkundigen und renommierten Jurys bewertet.<BR /><BR />11 Teilnehmende in den Plus-Kategorien: Gesang, Klavier, Orgel, Violine, Violoncello und Zither;<BR /><BR />19 Teilnehmende in den Solo-Wertungen Akkordeon, Gesang, Gitarre, Hackbrett, Harfe, Klavier, Orgel, Violine, Violoncello und Zither;<BR /><BR />95 Teilnehmende in den Kammermusik-Wertungen: Ensemble Musik kreativ, Kammermusik f&uuml;r Blechblasinstrumente, Kammermusik f&uuml;r Blockfl&ouml;ten, Kammermusik f&uuml;r Holzblasinstrumente, Kammermusik f&uuml;r Schlagwerk.<BR /><BR />Die Ausbildungsinstitutionen der S&uuml;dtiroler Musizierenden sind: die Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule, das Konservatorium &bdquo;Claudio Monteverdi&ldquo; Bozen, das Tiroler Landeskonservatorium, das Klassische, Sprachen- und Kunstgymnasium mit Landesschwerpunkt Musik &bdquo;Walther von der Vogelweide&ldquo; Bozen, die Dommusikschule Bozen, das Sozialwissenschaftliches Gymnasium &bdquo;Josef Gasser&ldquo; Brixen.<BR /><BR />Der Live-Stream zum Bundeswettbewerb sowie weitere Informationen und auch die Ergebnisse aller Wertungskategorien finden Sie  <a href="https://musikderjugend.at/prima-la-musica/bundeswettbewerb" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier</a>.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Wed, 27 May 2026 12:10:19 +0200</pubDate>
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    <media:title>Erste Ergebnisse des Bundewettbewerbes, der noch bis zum 6. Juni dauert: Bundessiegerin Akkordeon 1 Maria Huber von der Musikschule Bozen, Wertungskategorie: Akkordeon Solo, Altersgruppe 1, 1. Preis Gold, Lehrperson Kathrin Thorack. © LPA/Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule/Karin Küstner</media:title>
    <media:credit role="author">LPA/Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule/Karin Küstner</media:credit>
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   <title>Saxofon-Koloss  Sonny Rollins ist tot</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/saxofon-koloss-sonny-rollins-ist-tot</link>
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   <description>Der legendäre Saxofonist und Jazz-Komponist Sonny Rollins ist tot. Rollins starb im Alter von 95 Jahren in seinem Zuhause in Woodstock im US-Staat New York, wie es in einem Post auf seiner offiziellen Facebook-Seite heißt. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Von seinen Aufnahmen gehören unter anderem „Oleo“, „Doxy“ und „St. Thomas“ zum Jazzstandard.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Wenn das Leben eines kreativen Menschen ende, setze es sich in der n&auml;chsten Existenz fort, zitierte Rollins Agentin Terri Hinte den Musiker in einer von mehreren US-Medien verbreiteten Mitteilung: &bdquo;Ich geh&ouml;re zu den Menschen, die glauben, dass dieses Leben nicht alles bedeutet.&ldquo;<BR /><BR />Lange war der Improvisationsk&uuml;nstler durch die Konzerthallen der Welt gezogen und hatte t&auml;glich stundenlang an seinem Instrument ge&uuml;bt. Dann zwangen ihn Atemwegserkrankungen in den Ruhestand. Eine &bdquo;traumatische Erfahrung&ldquo;, die der sehr spirituell gepr&auml;gte Rollins aber irgendwann akzeptierte. &bdquo;Ich habe realisiert, dass ich lieber dankbar sein sollte daf&uuml;r, dass ich mein ganzes Leben lang Musik machen konnte, als mich zu beschweren und zu weinen.&ldquo;<BR /><BR />Schon nach dem Tod seiner Ehefrau Lucille Pearson 2004 nach rund 45 gemeinsamen Ehejahren hatte Rollins angefangen, sich aus der &Ouml;ffentlichkeit zur&uuml;ckzuziehen. Er spendete sein Archiv dem New Yorker Schomburg Center, lebte alleine n&ouml;rdlich der Metropole und widmete sich haupts&auml;chlich seiner Spiritualit&auml;t. &bdquo;&ldquo;Gl&uuml;cklich&bdquo; ist nicht das richtige Wort&ldquo;, sagte Rollins in dieser Zeit einmal der &bdquo;New York Times&ldquo;. &bdquo;Aber ich bin so zufrieden wie nie zuvor.&ldquo;<h3>
Fr&uuml;he musikalische Laufbahn</h3>Geboren wurde der Sohn karibischer Eltern 1930 im New Yorker Stadtteil Harlem. Seine Laufbahn begann er mit elf Jahren am Klavier. Inspiriert von Coleman Hawkins entschied er sich als 16-J&auml;hriger dann f&uuml;r das Instrument, auf dem er zum Meister wurde. &bdquo;Als meine Mutter mir ein Saxofon gab, das war damals die Great Depression&ldquo;, erinnerte sich Rollins gegen&uuml;ber dem Radiosender NPR. &bdquo;Es hat eine Weile gedauert, bis ich sie &uuml;berzeugen konnte, dass ich wirklich spielen will. Sie hat dann ein gebrauchtes Saxofon von meinem Onkel bekommen. Ich hatte dieses Instrument - ging in mein Zimmer, habe die T&uuml;r zugemacht und war im Himmel.&ldquo;<BR /><BR />Thelonious Monk wurde sein Freund und Mentor. Miles Davis, den Rollins in seinen Anfangsjahren in verschiedenen Gruppen begleitete, nannte ihn sp&auml;ter &bdquo;den gr&ouml;&szlig;ten Tenorsaxofonisten aller Zeiten&ldquo;. In Chicago schloss sich Rollins dem Quintett des Schlagzeugers Max Roach und Trompeters Clifford Brown an. Nach Browns Tod 1956 begr&uuml;ndete er seine Solokarriere, spielte seitdem immer wieder mit anderen Begleitern und komponierte. Von seinen Aufnahmen geh&ouml;ren unter anderem &bdquo;Oleo&ldquo;, &bdquo;Doxy&ldquo; und &bdquo;St. Thomas&ldquo; zum Jazzstandard. Rollins' Ton ist unverwechselbar - voll, robust, rau, zugleich aber subtil und nuanciert.<BR /><BR />Dabei waren die Anf&auml;nge alles andere als einfach. Drogensucht, ein Raub&uuml;berfall, f&uuml;r den er zehn Monate hinter Gittern sa&szlig;, und dann wegen eines Versto&szlig;es gegen die Bew&auml;hrungsauflagen erneut ins Gef&auml;ngnis kam. Danach ging Rollins auf Heroinentzug - und legte schlie&szlig;lich ein erfolgreiches Comeback hin. In dieser Zeit spielte er oft auf der Williamsburg Bridge &uuml;ber New Yorks East River gegen den Verkehrsl&auml;rm an. Seine Comeback-Platte hie&szlig; entsprechend &bdquo;The Bridge&ldquo;. Inzwischen gibt es sogar Bestrebungen von Fans, die Br&uuml;cke nach ihm zu benennen - was Rollins selbst f&uuml;r ein wenig &uuml;bertrieben hielt. &bdquo;Ich habe doch nur nach einem Platz zum &Uuml;ben gesucht. Ganz einfach. Punkt. Ende der Geschichte.&ldquo;<BR /><BR />Die Musik aber lie&szlig; Rollins bis zum Schluss nie los - und der Perfektionist war nicht mit sich zufrieden. &bdquo;Ich habe mein Leben der Musik gewidmet - und ich habe sie nie dahin bekommen, wo ich sie haben wollte.&ldquo;]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Tue, 26 May 2026 16:42:28 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Tue, 26 May 2026 16:43:05 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Rollins bei einem Auftritt 1989. © APA/AFP / GABRIEL BOUYS</media:title>
    <media:credit role="author">GABRIEL BOUYS</media:credit>
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   <title>Stadträtin Bettina Kerer: „Kultur ist kein Luxus und lebt von der Vielfalt“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/stadtraetin-bettina-kerer-kultur-ist-kein-luxus-und-lebt-von-der-vielfalt</link>
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   <description>Zwischen Tradition und Aufbruch: Stadträtin Bettina Kerer spricht im Interview über die Bedeutung von Kultur, Ehrenamt und Vereinen für Brixen. Warum kulturelle Vielfalt die Stadt stärkt, welche Projekte geplant sind und weshalb Kultur kein Luxus ist.</description>
   <author>redaktion@stol.it (jp)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Wie viel Kultur braucht eine Stadt &ndash; und wie viel Neues vertr&auml;gt Tradition? Dar&uuml;ber spricht Stadtr&auml;tin Bettina Kerer im Interview. Sie erkl&auml;rt, warum Vereine und Ehrenamt f&uuml;r das gesellschaftliche Leben unverzichtbar sind. <BR /><BR /> Stadtr&auml;tin Bettina Kerer spr&uuml;ht f&ouml;rmlich, wenn sie &uuml;ber Kultur und &uuml;ber &bdquo;ihre&ldquo; Vereine spricht: &bdquo;Kultur ist kein Luxus &ndash;  ganz im Gegenteil&ldquo;, sagt Kerer, die seit 2015 im Gemeinderat sitzt. Seit 2020 ist  sie Brixner Stadtr&auml;tin, seit  2024 als solche auch f&uuml;r die Bereiche Ehrenamt und deutsche Kultur verantwortlich.<BR /><BR /><b>Sie sprechen mit  Begeisterung &uuml;ber Kultur und Vereine. Was bedeutet Kultur f&uuml;r Brixen?</b><BR />Bettina Kerer: Kultur ist f&uuml;r Brixen kein Luxus, sondern  zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. F&uuml;r die &auml;lteste Stadt Tirols geh&ouml;rt Kulturarbeit seit jeher zur DNA.  Die Vereine mit ihren Ehrenamtlichen sind   enorm wichtig. Das zeigt sich nicht nur in der finanziellen Unterst&uuml;tzung von Seiten der Gemeinde, sondern auch im regelm&auml;&szlig;igen Austausch mit den Vereinsverantwortlichen. Diese Treffen werden  sehr  gesch&auml;tzt. <BR /><BR /><b>Brixen gilt als traditionsreiche Bischofsstadt. Wie gelingt der Spagat zwischen Tradition und moderner Kultur?</b><BR />Kerer: Brixen ist historisch stark von seiner klerikalen Geschichte gepr&auml;gt. Gleichzeitig wollen wir  auch den Mut haben, Neues  zuzulassen. Als offene Stadt m&ouml;chten wir eine Kulturarbeit betreiben, die auch experimentierfreudig ist. Nat&uuml;rlich kann nicht jeder mit allen Formaten etwas anfangen, aber genau diese Vielfalt braucht es.<BR /><BR /><b>Die Ausgaben f&uuml;r Kultur sind   gestiegen. Steigen die Kosten oder die Nachfrage?</b><BR />Kerer: Beides  w&uuml;rde ich sagen &ndash; der generelle Kostenanstieg  spielt sicher eine Rolle, aber die Vereine sind auch sehr aktiv. Zudem   haben  wir zwei, drei neue Vereine dazubekommen.   Aber der Fokus wurde nochmals verst&auml;rkt:  Vor zehn Jahren lagen die Jahresbeitr&auml;ge f&uuml;r Kulturvereine   bei rund 196.000 Euro, heuer sind es   302.000 Euro. Wer Kultur f&ouml;rdert, st&auml;rkt auch das soziale  Leben. Dieser Aspekt muss immer mitgedacht werden. Kultur ist ein  Bindeglied. <BR /><BR /><b>Brixen hat sich als Kulturstadt einen Namen gemacht. Worin sehen Sie die Gr&uuml;nde daf&uuml;r?</b><BR />Kerer: Ja, mit   Stolz d&uuml;rfen wir sagen, dass Brixen bei Kulturschaffenden  beliebt ist. Das hat viel mit Netzwerkarbeit im Hintergrund zu tun.   Wichtig ist f&uuml;r uns vor allem die Vernetzung mit der Stadt und ihren Menschen. Wir wollen dem Kulturbetrieb nichts &uuml;berst&uuml;lpen, sondern   etwas entwickeln, was zu Brixen passt.<BR /><BR /><b>Welche kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen pr&auml;gen Kultur  in Brixen besonders?</b><BR />Kerer: Es gibt viele Tr&auml;ger und Initiativen, die das kulturelle Leben enorm bereichern &ndash; etwa Musik und Kirche, das S&uuml;dtiroler Kulturinstitut oder das Teatro Stabile. Mit dem Astra bietet Brixen zudem eine Plattform f&uuml;r junge Kultur, au&szlig;erdem bietet der Tschumpus f&uuml;r die Brixner ein  tolles Programm. Gleichzeitig zeigt sich die Kraft der Kultur aber auch  bei einem Chorkonzert, bei den vielen  Veranstaltungen in der Stadtbibliothek, bei einer Theaterauff&uuml;hrung in Afers oder beim Altstadtfest.<BR /><BR /><b>Welche Rolle spielt  Nachwuchsf&ouml;rderung?</b><BR />Kerer: Ein   Anliegen ist uns die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule Brixen. Mit rund 1.300   Sch&uuml;lern leistet sie eine ausgezeichnete Jugendf&ouml;rderung und tr&auml;gt wesentlich dazu bei, junge Menschen f&uuml;r Musik und Kultur zu begeistern.<BR /><BR /><b>Was fehlt in Brixens Kulturlandschaft?</b><BR />Kerer: Eine Freilichtb&uuml;hne  f&uuml;r gro&szlig;e Konzerte etwa.  Hierf&uuml;r  k&ouml;nnte k&uuml;nftig  ein  neuer Stadtpark am Priel eine Alternative sein.  Der Domplatz ist nicht geeignet f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Konzerte; er  strahlt   an und f&uuml;r sich  und soll   kein Eventpark    &ndash; wohl aber  ein Treffpunkt &ndash; sein. Wir haben sehr viele Anfragen f&uuml;r Veranstaltungen am Domplatz. Hier gilt es jedes  Mal  abzuw&auml;gen, schlie&szlig;lich  wollen  auch die Leute ins Herz der Stadt einladen.   Diesen Spagat zu schaffen, ist nicht immer einfach. <BR /><BR /><b>&Uuml;ber welche kulturellen Veranstaltungen d&uuml;rfen sich heuer noch Kulturbegeisterte  freuen?</b><BR />Kerer: Da steht jede Menge auf dem Programm. Etwa ein Konzert  der B&uuml;rgerkapelle  in der Hofburg   mit der   &bdquo;Banda Musicale dell'Aeronautica Militare&ldquo; Ende Juli, ein Konzert der Regensburger  Domspatzen im Dom, ein Konzert der B&uuml;rgerkapelle Brixen mit dem Indie-Pop-Duo  Anger oder der Tschumpus Kultursommer. <BR /><BR /><b>Stichwort Stadtgalerie:  Wie soll sie sich weiterentwickeln?</b><BR />Kerer: Die Stadtgalerie mit ihrer zeitgen&ouml;ssischen  Kunst  wird aktuell im Auftrag der Gemeinde vom S&uuml;dtiroler K&uuml;nstlerbund betrieben, der Auftrag wird j&auml;hrlich neu vergeben.   Aktuell sind wir dabei, &uuml;ber die weitere Zukunft der Galerie im Stadtrat zu beraten. Klar ist: Die zeitgen&ouml;ssische Ausrichtung wird bestehen bleiben. Kunst kann gefallen oder auch nicht. Unser Auftrag als Gemeinde ist es,  auch eine andere &ndash; zeitgen&ouml;ssische Sicht der Kultur &ndash; zu f&ouml;rdern. Wir erhoffen uns da auch eine gewisse Offenheit  von Seiten der Einheimischen &ndash; wenn man sich einl&auml;sst, kommt viel  zur&uuml;ck.  <h3>
Wie sieht es mit der finanziellen F&ouml;rderung aus?</h3> Im Vereinsverzeichnis der Gemeinde Brixen sind 71 Vereine eingetragen, die im kulturellen Bereich t&auml;tig sind. Dazu z&auml;hlen unter anderem sechs Bildungsaussch&uuml;sse, zahlreiche Ch&ouml;re und Theatervereine, sechs Musikkapellen, verschiedene Musikvereine, Vereinigungen zur Traditionspflege sowie Museumsvereine. Der Stadtrat der Gemeinde Brixen hat eine Reihe von Jahresbeitr&auml;gen f&uuml;r kulturelle T&auml;tigkeiten und Projekte genehmigt. F&uuml;r die Kulturarbeit stellt die Gemeinde im Jahr 2026 insgesamt 530.000 Euro zur Verf&uuml;gung. Anfang Mai bewilligte der Stadtrat 263.200 Euro f&uuml;r die kulturelle Jahrest&auml;tigkeit der Vereine. Dar&uuml;ber hinaus gew&auml;hrt die Gemeinde Geld f&uuml;r   Kulturprojekte im laufenden Jahr. Daf&uuml;r sind  bisher  82.500 Euro vorgesehen. Weitere projektbezogene Beitr&auml;ge sollen folgen. F&uuml;r 2026 sind f&uuml;r ausgewiesene Kulturvorhaben in der Gemeinde 269.000 Euro vorgesehen. <Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 25 May 2026 10:58:49 +0200</pubDate>
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    <media:title>Stadträtin Bettina Kerer: „Wir wollen dem Kulturbetrieb nichts überstülpen, sondern etwas entwickeln, was zu Brixen passt.“ jp © jp</media:title>
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   <title>Friaul-Julisch Venetien startet deutsch-italienische Schulklassen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/bildung/friaul-julisch-venetien-startet-deutsch-italienische-schulklassen</link>
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   <description>In der Region Friaul-Julisch Venetien startet ab September ein Modellversuch mit bilingualen Schulklassen in Italienisch und Deutsch. Geplant ist eine Testphase in den Gemeinden Paluzza, Sappada und Sauris. Das Projekt beginnt zunächst in Kindergärten und Grundschulen und soll später auch auf die höheren Klassen ausgeweitet werden, teilte die Bildungsbeauftragte der Region, Alessia Rosolen, mit.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Mit der positiven Stellungnahme des Obersten Rates f&uuml;r das &ouml;ffentliche Bildungswesen sei der Weg f&uuml;r die Einf&uuml;hrung deutsch-italienischer Schulen in der Region nun frei, erkl&auml;rte Rosolen. Sie sprach von einem &bdquo;historischen Ergebnis&ldquo; f&uuml;r den Schutz der deutschsprachigen Minderheit in der Region. Damit werde auch das Sonderstatut von Friaul-Julisch Venetien als autonome Region weiter umgesetzt, das den Schutz sprachlicher Minderheiten vorsehe.<h3>
Zusammenarbeit mit Schulaufsicht in Bozen und mit Bildungsdirektion der Steiermark</h3>Nach Angaben der Regionalregierung soll langfristig Lehrpersonal f&uuml;r den deutschsprachigen Unterricht ausgebildet werden. Dazu arbeitet die Region bereits mit den Universit&auml;ten Udine und Triest an speziellen Ausbildungsprogrammen f&uuml;r angehende Lehrerinnen und Lehrer zusammen.<BR /><BR />F&uuml;r den Start des Projekts im kommenden Schuljahr kooperiert die Region zudem mit der Schulaufsicht in Bozen sowie mit der Bildungsdirektion der Steiermark. Geplant ist der Einsatz deutschsprachiger Hochschulabsolventen und Lehramtsstudierender, die den Unterricht gemeinsam mit den regul&auml;ren Lehrkr&auml;ften gestalten sollen. Au&szlig;erdem ist ein Treffen mit der P&auml;dagogischen Hochschule in Klagenfurt vorgesehen, die Interesse an dem Projekt signalisiert habe, schloss Rosolen.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 24 May 2026 09:17:27 +0200</pubDate>
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    <media:title>Zunächst soll das Projekt in Kindergärten und Grundschulen umgesetzt werden. © dpa-tmn / Mascha Brichta</media:title>
    <media:credit role="author">Mascha Brichta</media:credit>
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   <title>Goldene Palme für  Fjord  von Regisseur Cristian Mungiu</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/goldene-palme-fuer-fjord-von-regisseur-cristian-mungiu</link>
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   <description>Die Goldene Palme der Filmfestspiele Cannes geht heuer an den rumänischen Regisseur Cristian Mungiu für seinen Film „Fjord“. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Der Film setzte sich gegen 21 andere Wettbewerbsfilme durch. Für Mungiu ist es bereits die zweite Goldene Palme. 2007 hatte sein Film „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ die Auszeichnung erhalten. Keine Ehrungen gab es indes für den österreichischen Wettbewerbsbeitrag „Gentle Monster“ von Marie Kreutzer.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Mungiu gelang mit &bdquo;Fjord&ldquo; ein moralisch vielschichtiges Drama &uuml;ber Familie, Erziehung und kulturelle Konflikte. Sebastian Stan und Renate Reinsve spielen ein streng religi&ouml;ses rum&auml;nisch-norwegisches Ehepaar, das mit seinen f&uuml;nf Kindern in ein abgelegenes norwegisches Dorf zieht. Als bei ihrer Tochter Verletzungen festgestellt werden, geraten die Eltern unter Verdacht, ihr Kind k&ouml;rperlich misshandelt zu haben. &bdquo;Fjord&ldquo; erz&auml;hlt den Konflikt zwischen dem Ehepaar und den norwegischen Beh&ouml;rden bewusst ohne einfache Antworten. &bdquo;Der Film ist auch Ausdruck des Engagements gegen Radikalismus&ldquo;, sagte Mungiu am Samstag in seiner Dankesrede.<BR /><BR />Der Gro&szlig;e Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging an den russischen Regisseur Andrej Swjaginzew f&uuml;r seinen gesellschaftskritischen Thriller &bdquo;Minotaur&ldquo;. Der Film erz&auml;hlt von einem russischen Gesch&auml;ftsmann, der in seiner Firma vor gro&szlig;e Herausforderungen gestellt wird und eine Aff&auml;re seiner Frau aufdeckt. Swjaginzew verwebt die Geschichte mit der Allgegenw&auml;rtigkeit des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.<BR /><BR />Den Preis f&uuml;r die beste Regie teilten sich direkt drei Regisseure: die Spanier Javier Calvo und Javier Ambrossi f&uuml;r das Drama &bdquo;The Black Ball&ldquo; (&bdquo;La bola negra&ldquo;) und der polnische Filmemacher Pawel Pawlikowski f&uuml;r &bdquo;Vaterland&ldquo;. Der Film mit Sandra H&uuml;ller erz&auml;hlt von einem gemeinsamen Roadtrip von Thomas Mann und Erika Mann durch das zerst&ouml;rte Nachkriegsdeutschland im Jahr 1949.<BR /><BR />Als beste Schauspieler wurden Emmanuel Macchia und Valentin Campagne f&uuml;r ihre Rollen in dem Film &bdquo;Coward&ldquo; des belgischen Regisseurs Lukas Dhont ausgezeichnet. Darin spielen sie zwei Soldaten im Ersten Weltkrieg, die sich ineinander verlieben.<BR /><BR />Virginie Efira und Tao Okamoto wurden als beste Schauspielerinnen f&uuml;r das Drama &bdquo;All of a Sudden&ldquo; (&bdquo;Soudain&ldquo;) geehrt. In dem Film entwirft der Japaner Ry&#363;suke Hamaguchi ein leises, aber eindringliches Drama &uuml;ber zwei Frauen, deren Begegnung ihr Leben auf unerwartete Weise verschiebt.<BR /><BR />Der Preis f&uuml;r das beste Drehbuch ging an den Franzosen Emmanuel Marre f&uuml;r &bdquo;A Man of His Time&ldquo; (&bdquo;Notre Salut&ldquo;). In dem Film verarbeitet der Regisseur einen Teil seiner Familiengeschichte w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs in Frankreich.<BR /><BR />Die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach ist f&uuml;r ihren Film &bdquo;Das getr&auml;umte Abenteuer&ldquo; mit dem Preis der Jury ausgezeichnet worden. Grisebach erz&auml;hlt in &bdquo;Das getr&auml;umte Abenteuer&ldquo; von einer Arch&auml;ologin, die in einer bulgarischen Grenzstadt an einer Ausgrabungsst&auml;tte arbeitet. Als sie einem alten Bekannten helfen will, ger&auml;t sie zunehmend in ein Umfeld aus Kriminalit&auml;t.<BR /><BR />&bdquo;Europa steht f&uuml;r mich f&uuml;r die Zusammenarbeit zwischen den L&auml;ndern&ldquo;, sagte die 58-J&auml;hrige in ihrer Dankesrede. Grisebach feierte mit &bdquo;Das getr&auml;umte Abenteuer&ldquo; ihr Deb&uuml;t im Cannes-Wettbewerb. Ihr Vorg&auml;ngerfilm &bdquo;Western&ldquo; lief 2017 bei den Filmfestspielen in der Reihe &bdquo;Un Certain Regard&ldquo;.<BR /><BR />Die franz&ouml;sische Schauspielerin Isabelle Huppert w&uuml;rdigte die US-Schauspielerin Barbra Streisand, die mit einer Goldenen Ehrenpalme ausgezeichnet wurde, den Preis aber wegen einer Knieverletzung nicht pers&ouml;nlich entgegennehmen konnte. Streisand bedankte sich per Videobotschaft und sagte, Filme h&auml;tten &bdquo;diese magische F&auml;higkeit&ldquo;, Menschen zu vereinen.<BR /><BR />Leer ging hingegen der Wettbewerbsbeitrag &bdquo;Gentle Monster&ldquo; von Marie Kreutzer aus, in dem sich die &ouml;sterreichische Regisseurin mit Stars wie L&eacute;a Seydoux, Laurence Rupp oder Catherine Deneuve dem schweren Thema Kindesmissbrauch ann&auml;hert.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sat, 23 May 2026 22:34:59 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Sat, 23 May 2026 22:35:03 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Regisseur Cristian Mungiu mit seiner Goldenen Palme. © APA/AFP / SAMEER AL-DOUMY</media:title>
    <media:credit role="author">SAMEER AL-DOUMY</media:credit>
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   <title>Bühne frei für Nathan der Nice</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/buehne-frei-fuer-nathan-der-nice</link>
   <guid>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/buehne-frei-fuer-nathan-der-nice</guid>
   <description>Können Sie sich noch erinnern, wovon Sie mit 20 Jahren geträumt haben? Und wenn ja, würden Sie sagen, dass diese Träume in Erfüllung gegangen sind? Einer, der sich wohl auch noch in vielen Jahren daran erinnern wird, welche seiner Träume in diesem jungen Alter aber sowas von Wirklichkeit wurden, sitzt vor mir: Nathan Laimer, alias Nathan der Nice.</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Wir treffen uns, um uns zu verabschieden. Morgen f&auml;hrt er nach Hannover. (Dieses Morgen ist mittlerweile bereits vor&uuml;ber, wir trafen uns am vorvergangenen Sonntag, Anm. der Autorin.) <b>Von Lene Morgenstern</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315281_image" /></div>
<BR /><BR /><BR />Er zieht von dannen, um zu werden, was er sein will. Er geht f&uuml;r l&auml;ngere Zeit  &ndash;  genauer gesagt vorerst f&uuml;r acht Semester. Mit zwei Koffern und mit einem Che Guevara-Poster. Vor wenigen Wochen hat er die Aufnahmepr&uuml;fung in die Hochschule f&uuml;r Musik, Theater und Medien in jener Stadt, der man das reinste Hochdeutsch nachsagt, bestanden, als einer der J&uuml;ngsten von insgesamt neun Personen. Probiert haben es in etwa f&uuml;nfhundert. Ich habe eine Million Fragen. <BR /><BR />Von der B&uuml;hne tr&auml;umt er seit mindestens drei Jahren. Auf der B&uuml;hne steht er regelm&auml;&szlig;ig seit ebenso drei Jahren. Zuletzt war er im Theaterst&uuml;ck der Vereinigten B&uuml;hnen Bozen  &bdquo;M&ouml;glichkeitsmenschen&ldquo; (Regie: Peter Lorenz) im Stadttheater Bozen zu sehen. Insgesamt hat er bis dato &ndash; er z&auml;hlt und z&auml;hlt und z&auml;hlt und kommt nach minutenlanger Rechnerei zu einem beachtlichen Ergebnis &ndash; 50 Auftritte absolviert. Vor allem als Poetry Slammer. Und als solcher von Anfang an in den vorderen Reihen. Die bisher gr&ouml;&szlig;te Zuschauerschaft applaudierte ihm bei einer Performance vor dem S&uuml;dtiroler Landtag anl&auml;sslich einer Demonstration gegen die Mitte-Rechts-Koalition im S&uuml;dtiroler Winter 2023/2024. Er hatte sich durchaus als politischer Aktivist bezeichnet, jetzt nennt er sich politischer Beobachter. Ich denke an das Che Guevara Poster.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315284_image" /></div>
<BR />Das gr&ouml;&szlig;te Haus bespielte er im Stadttheater Graz beim Finale des &Ouml;-Slam 2024. Die f&uuml;r ihn pr&auml;gendsten Erfahrungen machte er in Wien, der Stadt seiner eigenen Wahl nach seinem impulsiven Schulabbruch. &bdquo;Es war zu fr&uuml;h, nach Wien zu gehen,&ldquo; sagt er, &bdquo;ich wollte direkt ans Max Reinhardt-Seminar, und das hat nicht geklappt.&ldquo; Gleichzeitig wurde er S&uuml;dtiroler Poetry Slam-Landesmeister 2024 und ein Jahr sp&auml;ter gleich noch einmal. <Kursiv>&bdquo;Ja,&ldquo;</Kursiv> sagt er, &bdquo;Poetry Slam war und ist sehr wichtig. Ich habe viel &uuml;ber B&uuml;hnenpr&auml;senz gelernt. Ich wei&szlig; jetzt, was Timing ist. Ich habe experimentiert, wie Bewegung wirkt und vor allem habe ich erfahren, was auf der B&uuml;hne funktioniert.&ldquo; <BR /><BR />Und heute, nach einer Handvoll weiterer Aufnahmepr&uuml;fungen an anerkannten Schauspielschulen in diversen deutschen St&auml;dten, kommt er seinem vielleicht gr&ouml;&szlig;ten Traum mit einer beginnenden und soliden Ausbildung konkret n&auml;her. Er will und wird Schauspieler werden. Ich habe zwei Millionen Fragen. <BR /><h3>
&bdquo;...ich bin ein neuer Mensch&ldquo;</h3><BR />Er hei&szlig;t Nathan Laimer, auf Poetry Slam-B&uuml;hnen Nathan der Nice, wir r&uuml;hren beide im Kaffee, und dann schalte ich auf Sprachaufnahme und h&ouml;re einfach nur zu. <Kursiv>&bdquo;Als ich die E-Mail mit der Zusage bekam,&ldquo;</Kursiv> sagt Laimer, &bdquo;o.k., es war eigentlich komplizierter, es gab ein Feedback-Gespr&auml;ch, in welchem die Zusage in Aussicht gestellt wurde, und dann erst kam die Zusage, also da dachte ich, hey, ich bin ein neuer Mensch.&ldquo; <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315287_image" /></div>
<BR />Er schaut mich an. Und dann sinniert er: &bdquo;Tats&auml;chlich bin ich nat&uuml;rlich noch derselbe.&ldquo; Er erz&auml;hlt von der langen Zeit der Vorbereitung: &bdquo;In meinen Anf&auml;ngen hat mich meine Gro&szlig;tante Magdalena Schwellensattel vorbereitet (Die Theater-Regisseurin, Schauspielerin und Moderatorin  ist 2025 gestorben, Anm. der Autorin), sp&auml;ter dann Markus Westphal. Ich habe gelernt, vom Vortragen eines Textes zum Erleben eines Textes zu gelangen, in einen Flow-Zustand zu kommen.&ldquo;<BR /><BR />Er schw&auml;rmt: &bdquo;Das Publikum will die fertige Rolle sehen. Dazu braucht es Regiearbeit. Es geht auch um das Textverst&auml;ndnis. Es geht darum, die richtige Haltung zu finden und wirklich zu verstehen, warum man etwas sagt.&ldquo; <BR /><BR />Er hat an sich gearbeitet. &bdquo;Als ich in Hannover dann f&uuml;r 5 Minuten 'die Robbe&rsquo;'aus dem St&uuml;ck ,Gegen den Fortschritt&rsquo; von Esteve Soler gespielt habe, war ich im Flow und hatte meinen bisher wohl st&auml;rksten Auftritt.&ldquo;<BR /><BR />Wir befinden uns in Runde 1 bei der Aufnahmepr&uuml;fung in Hannover. &bdquo;In Runde 2 habe ich dann nochmals 'die Robbe' gespielt.&ldquo; Laimer bemerkt meinen fragenden Blick. &bdquo;Die elf Personen in der Jury wollten wissen, ob ich den Text reproduzieren kann, deswegen habe ich dieselbe Szene nochmals gespielt. Genau gleich. Das ist durchaus so gewollt. 'Der Romeo', den ich zus&auml;tzlich vorgetragen habe, war dann aber, glaube ich, nicht so wirklich &uuml;berzeugend. Ich bekam eine Hausaufgabe. Ich sollte 'am Romeo' arbeiten. Und tags darauf, in der dritten und letzten Runde, hatte ich 'den Romeo&rsquo;'also &uuml;berarbeitet. Und was ist dann passiert? Ich musste  &ndash;  b&ouml;se &Uuml;berraschung &ndash;  den Amokl&auml;ufer&rsquo; (von Stefan Zweig) vorspielen, also etwas ganz anderes.&ldquo; <BR /><BR />Er schweigt und seufzt. &bdquo;Ich habe improvisiert. Und es ist gut gegangen.&ldquo;<BR /><BR />So eine Aufnahmepr&uuml;fung ist nicht weniger spannend als ein Poetry Slam. Und auch das Ergattern von Rollen im Real Life scheint nicht einfach zu sein. <Kursiv>&bdquo;Meine bisherigen Auftritte in S&uuml;dtirol verdanke ich dem K&uuml;ken-Privileg. Es gibt weniger Schauspieler als Schauspielerinnen.&ldquo;</Kursiv> Die Macher sind aber schon oft M&auml;nner, oder? &bdquo;Ja,&ldquo;nickt Laimer, &bdquo;und auch die Stars.&ldquo;<BR /><h3>
Traumrollen</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1315290_image" /></div>
<BR /><BR />Wir schweifen ab in die Politik und zum Papst und kehren dann wieder ins Theater zur&uuml;ck und landen bei den Traumrollen. &bdquo;Ich m&ouml;chte b&ouml;se Rollen spielen. Da gibt es mehr Innenleben. Aber ich werde mit Handkuss jede Rolle annehmen.&ldquo;<BR /><BR />Wir reden &uuml;ber das Hineinschl&uuml;pfen in Rollen. <Kursiv>&bdquo;Ich habe Rituale,&ldquo;</Kursiv> erkl&auml;rt mein Gespr&auml;chspartner. &bdquo;Bevor ich auf die B&uuml;hne gehe, sage ich ,Auf geht&rsquo;s!&rsquo; zu mir &ndash; o.k., in einer etwas anderen Wortwahl.&ldquo; <BR /><BR />Er schmunzelt. &bdquo;Bei einem Poetry Slam drehe ich das Mikrofon ein St&uuml;ck zu weit nach oben, dann korrigiere ich es nach unten und so bringe ich mich in meine Rolle. Im Theater hilft das Kost&uuml;m. Danach begebe ich mich in die Haltung der Person, die ich spiele und bevor ich auf die B&uuml;hne starte, wiederhole ich den Namen meiner Rolle immer wieder und wieder.&ldquo;<BR /><BR />Nach Auff&uuml;hrungsende legt Laimer das Kost&uuml;m ab und damit auch die Rolle. Nach einem Poetry Slam ist das ein bisschen anders. Kost&uuml;me sind schlie&szlig;lich nicht erlaubt. &bdquo;Ich liebe den Austausch nach meinen Slam-Auftritten&ldquo; erkl&auml;rt Laimer, &bdquo;aber ich mag keine Komplimente.&ldquo; Ich &uuml;berlege kurz, und dann mach ich ihm ein Kompliment. Ich bin schlie&szlig;lich stolz auf ihn. Und wir sind ja auch gerade &uuml;berhaupt nicht bei einem Poetry Slam. <BR /><BR /><BR />Die Kaffeetassen sind verr&auml;umt. Laimer muss in den Backstage-Bereich des Theaters. Die Welt ist ein sch&ouml;ner Ort mit Drama, Baby. Er sagt Tsch&uuml;ss, und ich sage:<Kursiv> &bdquo;Nathan,&ldquo; </Kursiv>Pause, Timing, &bdquo;ich verabschiede mich mit den folgenden drei Worten &ndash; Pause, Timing: ,Ich (Pause, Timing) verabschiede dich.&rsquo;&ldquo; (frei zitiert nach Andreas in der Au). Ende da. Aber danach haben wir laut gelacht. <BR /><h3>
Zur Person</h3>Nathan Laimer alias Nathan der Nice besuchte das Sprachengymnasium in Meran.  2023 erh&auml;lt der heute 20-j&auml;hrige Meraner beim  &bdquo;70. &Ouml;sterreichischen  Jugendredewettbewerb&ldquo; in Innsbruck  in der Kategorie &bdquo;Sprachrohr&ldquo; den ersten Preis  und   wird &bdquo;&Ouml;sterreichischer U20 Poetry Slam-Champion&ldquo;. Er war Landesmeister im Poetry Slam 2024 und 2025 und steht als Schauspieler auf  verschiedenen B&uuml;hnen S&uuml;dtirols. Jetzt beginnt er seine Schauspielausbildung.<h3>
Termin</h3>Wer Nathan der Nice wiedersehen will, ist zum Finale der LM26 eingeladen, am 14. August in der UFO Arena in Bruneck. Der Eintritt ist frei, es bedarf keiner Reservierung. Und wer Hannover kennenlernen will, m&ouml;ge zu den Deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften 2026 fahren. Sie finden ebenda statt, vom 23.-26. September. ]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Thu, 21 May 2026 16:32:32 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Thu, 21 May 2026 18:06:06 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Erst vor Kurzem feierte das Stück „Möglichkeitsmenschen“ bei den Vereinigten Bühnen Premiere. Nathan Laimer verkörperte darin verschieden Rollen: Sie, Schimpanse, Saunagast, Reinigungskraft, Erbse, Elsa. © Anna Cerrato</media:title>
    <media:credit role="author">Anna Cerrato</media:credit>
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   <title>„Im weißen Rössl“: Und das Karussell dreht und dreht sich</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/im-weissen-roessl-und-das-karussell-dreht-und-dreht-sich</link>
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   <description>Ach, der arme Leopold. Verzehrt sich vor Liebe zu seiner Chefin, zu Josepha Amalia Vogelhuber, geborene Steinlechner, Wirtin im weißen Rössl am Wolfgangsee. Sie drückt seine roten Rosen ans Herz, sprich in den Dirndlausschnitt, im Glauben, die Blumen stammten vom angehimmelten Stammgast.</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die Vereinigten B&uuml;hnen Bozen zeigen das  Singspiel in drei Akten  &bdquo;Im wei&szlig;en R&ouml;ssl&ldquo; , eine Koproduktion mit der Stiftung Haydn und dem Tiroler Landestheater in Zusammenarbeit mit der B&uuml;rgerkapelle Gries und dem Chor &bdquo;Flat Caps&ldquo;  inszeniert von der &ouml;sterreichischen Schauspielerin und Regisseurin Ruth Brauer-Kvam. Margit Oberhammer hat sich das St&uuml;ck angesehen...<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314354_image" /></div>
<BR /><BR />Der Zahlkellner Leopold muss sich schnippisch abweisen lassen. &bdquo;Es muss was Wunderbares sein&ldquo; tr&auml;umt und singt er weiter.  Erwin Belakowitsch singt von der Sehnsucht des Leopold so herzzerrei&szlig;end ehrlich sch&ouml;n, dass es au&szlig;er dem schnippischen Grantscherben Josepha allen im Saal zu Herzen geht. Ein ausgezeichneter Schauspieler ist er zudem.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314357_image" /></div>
<BR /><BR />Die Inszenierung von &bdquo;Im wei&szlig;en R&ouml;ssl&ldquo; von  Ruth Brauer-Kvam f&uuml;rchtet sich nicht vor Gef&uuml;hlen. <Kursiv>&bdquo;Love is in the air&ldquo;</Kursiv> &ndash; die Leuchtschrift auf der B&uuml;hne ist Programm. Cupido, eine von der Regie neu eingef&uuml;hrte zweite Rolle f&uuml;r den Piccolo, hat alle H&auml;nde voll zu tun, bis am Ende drei gl&uuml;ckliche Paare um die Wette strahlen. Rote Herzen leuchten, gro&szlig;e und kleine, ersetzen die vertrockneten Lebkuchenherzen, die sich eine spr&ouml;de (wunderbar jodelnde) Nadine Zeintl in der Rolle der Josepha um den Hals h&auml;ngt. Die eigenn&uuml;tzigen Versprechen verflossener Verehrer an die Peppi, Josi und mit weiteren Kosenamen Bedachte. Sentimental? Ja. Kitschig? Ja. Jedoch derma&szlig;en stimmig und pr&auml;zise gemacht, dass man sich gar nicht sattsehen kann an den Details im B&uuml;hnenbild, in den Kost&uuml;men, den Bewegungen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314360_image" /></div>
<BR />Die B&uuml;hnenbildnerin Monika Rovan schafft mit sparsamen Mitteln, suggestivem Licht (Micha Beyerman) eine &uuml;beraus gekonnte K&uuml;nstlichkeit. Farbige Spiegelungen am Himmel und im See kr&auml;useln sich sanft. Violette Augent&auml;uschungen, wie sie die Schlager- und Operettenmusik aufs Gem&uuml;t zu legen vermag. Gasthaus und See, Konturen der Berge und W&auml;lder, Alm, K&uuml;he und Schw&auml;ne: alles Kulisse f&uuml;r die rosarote Brille der Touristen. Wenige, strategisch platzierte und bewegte Requisiten setzen fr&ouml;hliche Signale. Die Tischdecken flugs umgedreht und <Kursiv>&bdquo;die ganze Welt ist himmelblau&ldquo;.</Kursiv> Ein rot-wei&szlig;-roter Zug f&auml;hrt &uuml;ber die B&uuml;hne, die Beine des frisch verliebten Paars Karlchen und Sigismund (Johannes Hut und Philip Leonhard Kelz mit viel kom&ouml;diantischem Esprit) ragen aus dem Hei&szlig;luftballon. Badeh&auml;uschen f&uuml;r die in den Augen der Nationalsozialisten &bdquo;entartete&ldquo; Badeszene der 1930 uraufgef&uuml;hrten Operette finden ebenso Platz wie der gro&szlig;e Chor der Touristen in knallgelben Regenm&auml;nteln. Wie die B&uuml;hne sind die Kost&uuml;me von Alfred Mayerhofer und die Choreografie von Damian Czarnecki der Koproduktion mit dem Tiroler Landestheater zu danken. Die Verkleidungen sprechen detailreich und witzig wie die Kulissen vom Landaufenthalt der St&auml;dter, markieren Rollen und Figuren. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314363_image" /></div>
<BR />Die vielen von vier Komponisten geschriebenen T&auml;nze, vom Walzer bis zum Foxtrott, wollen choreografiert sein. Die Kellnerinnen schrubben im Takt, Besen werden zu Windfl&uuml;geln. Die Szene um das gel&uuml;ftete Geheimnis des Kaiserschmarrn-Rezepts ist derma&szlig;en h&uuml;bsch gemacht, dass sie hier einfach erw&auml;hnt werden muss.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314366_image" /></div>
<BR />Es liegt im Wesen der Operette, dass die Ausstattung, das Drumherum, so zentral am Erz&auml;hlen der Geschichte beteiligt ist. Das soll keineswegs die Leistung der S&auml;ngerschauspieler schm&auml;lern. Die Akteure der Handlung geben ihren Figuren Profil durch verschiedene H&auml;rte- oder Weichheitsgrade des jeweiligen Dialekts, durch klar unterschiedene Stimmlagen. Bis hin zum Jodler zeichnen sie Gef&uuml;hle und Lokalkolorit mal derber, mal feiner. Krachledern Thomas Hochkoflers Textilfabrikant Giesecke, still vergn&uuml;gt der von Johann Nikolussi gespielte Privatgelehrte, augenzwinkernd der Kaiser Franz Joseph von Lukas Lobis. Mit geschmeidigem Tenor umgarnt Martin Lechleitners Anwalt Dr. Siedler die angebetete, stimmlich strahlende Cinzia Zanovello/Ottilie. W&auml;hrend sich das Karussell weiterdreht, bricht Leopold aus Kummer endg&uuml;ltig zusammen, bevor er sich zum Abschied aufrappelt. Da wird es pl&ouml;tzlich still auf der B&uuml;hne. Unter der operettenhaften Oberfl&auml;che wird einen Augenblick die Tiefe sp&uuml;rbar.  <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314369_image" /></div>
<BR />Wie im Kabarett oder im Couplet des Wiener Volkstheaters wendet sich die Operette mit sprachspielerischen Klischees, mit ironischen Pointen direkt ans Publikum. Valentina Insko Fink in der pfiffig und souver&auml;n gesungenen und gespielten Rolle des Piccolos/Cupido gibt daf&uuml;r gleich am Beginn ein klares Signal. Sie geht durch die Zuschauerreihen, um Bestellungen aufzunehmen und stimmt mit einem Gstanzel auf gute Laune ein. Die gute Laune ist Sinn und Zweck des f&uuml;r Bozner Verh&auml;ltnisse riesigen Spektakels. Alle Beteiligten, die 50 Musiker des Haydn Orchesters, das Zither-Gitarre-Akkordeon Trio, die B&uuml;rgerkapelle Gries, der Chor &bdquo;Flat Caps&ldquo; stellen sich samt den S&auml;ngerschauspielerinnen mit sicht- und h&ouml;rbar Engagement in den Dienst des fr&ouml;hlichen musikalischen Mischmaschs. Der musikalische Leiter Christoph Huber l&auml;sst den Sound des Broadways anklingen. Das Publikum spendet viel Szenenapplaus, klatscht die flotten Rhythmen mit und bedankt sich begeistert f&uuml;r die professionelle musikalische Theaterunterhaltung. <BR /><BR /><BR /><b>Termine:</b><BR />20., 10 Uhr,   Schulvorstellung <BR />21., 19.30 Uhr samt Dirndl &amp; Lederhosen Contest w&auml;hrend der Pause 22., 18.45 Uhr, St&uuml;ckeinf&uuml;hrung und 19.30 Uhr  Vorstellung <BR />23.5., 19.30 Uhr  Derni&egrave;re, Stadttheater Bozen<Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Tue, 19 May 2026 20:41:34 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Tue, 19 May 2026 20:42:04 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Energisch ist die Frau Wirtin (Nadine Zeintl). Das Muss sie auch sein, um ihren Zahlkellner Leopold  (Erwin Belakowitsch) und den Piccolo (Valentina Inzko Fink) im Zaum zu halten (von rechts). © Marco Sommer</media:title>
    <media:credit role="author">Marco Sommer</media:credit>
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   <title>Musikschule Gadertal feiert 50-jähriges Bestehen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/musikschule-gadertal-feiert-50-jaehriges-bestehen</link>
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   <description>50 Jahre Musikschule Gadertal: Beim Festkonzert in Stern vergangenen Samstag wurde nicht nur die bewegte Geschichte der Musikschule gefeiert – Schüler, Lehrpersonen und Ehrengäste machten auch deutlich, welchen Stellenwert die musikalische Bildung heute hat.</description>
   <author>redaktion@stol.it (lpa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Nach der Er&ouml;ffnung des Konzertes durch die Blasmusikkapelle aus Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und ehemaligen Sch&uuml;lern der Musikschule begr&uuml;&szlig;te Musikschuldirektor Raimund Pitscheider die Ehreng&auml;ste und Konzertbesucher:  Dekan Jakob Willeit, die B&uuml;rgermeister des Tales, den Direktor f&uuml;r ladinische Bildung und Kultur Andr&eacute; Comploi, Landesmusikschuldirektorin Alexandra Pedrotti, den ladinischen Schulamtsleiter Heinrich Videsott, den ersten Direktor der Musikschule Gadertal Lois Ellecosta und Pfarrer Iaco Ploner, der zu den Initiatoren der Musikschule Gadertal z&auml;hlt.<BR /><BR /> Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vizedirektor der Musikschule Renzo Huber. Mit Stolz, hie&szlig; es, blicke die Musikschule Gadertal auf ein halbes Jahrhundert zur&uuml;ck, in dem sie Generationen von Musikbegeisterten inspiriert und gef&ouml;rdert hat.<h3>
Musikalische Bildung als wichtiger Bestandteil</h3>Der Direktor f&uuml;r ladinische Bildung und Kultur Andr&eacute; Comploi verwies in seiner Rede auf die exzellente Zusammenarbeit zwischen dem ladinischen Bildungsbereich und der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule und hob die Wichtigkeit der musikalischen Bildung f&uuml;r die Jugend hervor.<BR /><BR />Lois Ellecosta, von 1976 bis 1987 erster Direktor der Musikschule, erz&auml;hlte von den schwierigen Anf&auml;ngen und den Herausforderungen der ersten Jahre. Er nannte auch viele Lehrpersonen, die sich in den ersten Jahren besonders verdient gemacht haben.<BR /><BR />In einem Klavierduo mit Sch&uuml;lern der ersten Jahre der Musikschule war der heutige Direktor der Musikschule Raimund Pitscheider zu h&ouml;ren. Der Schulchor und das Orchester unter der Leitung von Bruno Rives trugen ein Revival eines Liedes aus den ersten Jahren der Musikschule und zwei f&uuml;r den Anlass arrangierte ladinische Lieder vor. Die aktuellen Lehrpersonen traten mit einem Lehrerchor mit einem ladinischen Lied, einem Klaviertrio und einem Bl&auml;seroktett auf die B&uuml;hne. <BR /><BR />Inklusion spielt auch in der Musikschule Gadertal eine zentrale Rolle: Sch&uuml;ler mit besonderen Bed&uuml;rfnissen spielten im Blockfl&ouml;tenensemble gemeinsam mit anderen Blockfl&ouml;tensch&uuml;lern Beethovens Ode an die Freude. Gitarrensch&uuml;ler Mark Planischeck &uuml;berraschte mit der Fantasie 5th Symphony Untitled Solo von Beethoven/Patrzalek; es folgten Darbietungen der Perkussionssch&uuml;ler und eine Gruppe mit Steirischer Harmonika.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 18 May 2026 14:40:37 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Mon, 18 May 2026 14:40:45 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Schulchor und Orchester unter der Leitung von Bruno Rives. © LPA/Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule/Freddy Planinschek</media:title>
    <media:credit role="author">LPA/Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule/Freddy Planinschek</media:credit>
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  </item>
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   <title>Südtiroler Musik in Österreich: Öfter mal Max von Milland statt Ed Sheeran</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/suedtiroler-musik-in-oesterreich-oefter-mal-max-von-milland-statt-ed-sheeran</link>
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   <description>Musik aus Südtirol soll in österreichischen Medien stärker zum Zug kommen. Die dafür notwendigen Voraussetzungen seien laut Kulturlandesrat Philipp Achammer allemal gegeben, auch Peter Schorn und Simon Gamper von der Vereinigung PERFAS glauben an eine baldige Umsetzung.</description>
   <author>redaktion@stol.it (az)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Und pl&ouml;tzlich h&ouml;rt man auf &Ouml;3 einen Song von Ganes, anstatt zum x-ten Mal Rihanna, oder zwischendurch erw&auml;rmt die Stimme von Max von Milland das Herz der H&ouml;rer, anstatt jene von Ed Sheeran. <BR /><BR />Die Vergleiche m&ouml;gen zwar hinken, jedoch l&auml;sst sich damit ein aktuelles Vorhaben von  Kulturlandesrat  Philipp Achammer veranschaulichen: Musik aus S&uuml;dtirol soll in &Ouml;sterreich weit st&auml;rker als bisher zur Geltung kommen. <BR /><BR />&bdquo;Die Grundlagen f&uuml;r eine priorit&auml;re F&ouml;rderung bestehen bereits, nach den Gespr&auml;chen mit    Andreas Babler bin ich zuversichtlich, dass es mit diesem Vorhaben klappt&ldquo;, l&auml;sst Achammer wissen. &Ouml;sterreichs Vizekanzler Babler habe er am Rande des Eurovision Song Contest (ESC) in Wien getroffen, dabei wurde die Thematik er&ouml;rtert. Achammer weiter: &bdquo;Andreas Babler zeigte sich offen f&uuml;r das Anliegen, das zun&auml;chst auf technischer Ebene gepr&uuml;ft werden muss, ehe weitere Gespr&auml;che anstehen.&ldquo; <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314099_image" /></div>
Als Grundlage f&uuml;r eine Art Vorzugsschiene S&uuml;dtiroler Musik in &Ouml;sterreich nennt Achammer das Pariser Abkommen sowie das Kulturabkommen zwischen Italien und &Ouml;sterreich aus dem Jahr  1952. In &auml;hnlichen Bereichen  wie etwa beim &ouml;sterreichischen Jugendmusikwettbewerb &bdquo;Prima la Musica&ldquo; w&uuml;rde die Zusammenarbeit bereits funktionieren.<BR /><BR /><b>Erh&ouml;hung der &bdquo;&Ouml;sterreich-Quote&ldquo; gefordert</b><BR /><BR /> In einem gr&ouml;&szlig;eren  Kontext geht es im spezifischen Fall um den Anteil von &ouml;sterreichischer Musik  in &ouml;sterreichischen Radiosendern. Immer wieder war eine  &bdquo;&Ouml;sterreich-Quote&ldquo; gefordert worden, ehe sich der ORF mit der heimischen Musikwirtschaft auf eine Selbstverpflichtung einigte, den Anteil &ouml;sterreichischer Musik schrittweise auf 18 Prozent zu steigern. Mittlerweile ist man bei den gr&ouml;&szlig;ten &ouml;sterreichischen Sendern bei einer Quote zwischen 15 und  18 Prozent angelangt, letzthin pochten Branchenverb&auml;nde auf einen verbindlichen Anteil von 30 Prozent.<BR /><BR />S&uuml;dtiroler Musikschaffende blieben bisher sowieso au&szlig;en vor, weil sie  gem&auml;&szlig; Vorgaben auch nicht als &bdquo;&ouml;sterreichische Musik&ldquo;  ber&uuml;cksichtigt werden konnten.  Genau das soll sich nun eben &auml;ndern, laut Achammer m&uuml;sste hierf&uuml;r lediglich ein Passus in Bezug auf die Staatsb&uuml;rgerschaft ge&auml;ndert werden. Falls notwendig, k&ouml;nne er sich durchaus vorstellen, finanzielle Mittel f&uuml;r mehr Sichtbarkeit f&uuml;r Musik aus S&uuml;dtirol bereitzustellen.<BR /><BR /><b>Peter Schorn und Simon Gamper zuversichtlich</b><BR /><BR />Auch Peter Schorn und Simon Gamper, respektive Pr&auml;sident sowie musikalischer Sprecher der Berufsvereinigung PERFAS, erachten die Initiative als vielversprechendes Vorhaben. &bdquo;Die H&uuml;rden f&uuml;r die Umsetzung sind nicht gro&szlig;, deshalb bin ich zuversichtlich, dass S&uuml;dtiroler Musiker in &Ouml;sterreich st&auml;rker ber&uuml;cksichtigt werden&ldquo;, bekr&auml;ftigt Gamper. Zus&auml;tzlich zu Musikern und Bands sei die F&ouml;rderung von zeitgen&ouml;ssischen Komponisten ein logischer n&auml;chster Schritt. Peter Schorn ist der Auffassung, dass die S&uuml;dtiroler Kulturschaffenden grunds&auml;tzlich eine breitere &Ouml;ffentlichkeit im deutschsprachigen Ausland verdienen w&uuml;rden &ndash; sie br&auml;uchten keinen Vergleich zu scheuen.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 18 May 2026 12:54:57 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Mon, 18 May 2026 12:55:06 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Südtiroler Musik – im Bild ein Liveauftritt im Zuge des Nordpark-Festivals ins Sterzing – soll in Österreich künftig stärkere Berücksichtigung erhalten. Die Voraussetzungen seien bereits gegeben. © NADJA THALER</media:title>
    <media:credit role="author">NADJA THALER</media:credit>
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   <title>500  ernst zu nehmende  Cyberangriffe bei ESC</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/500-ernst-zu-nehmende-cyberangriffe-bei-esc</link>
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   <description>Der 70. Eurovision Song Contest war vor allem für die Sicherheitsbehörden eine große Herausforderung. Allein 500 „ernst zu nehmende“ Cyberangriffe gab es, die alle abgewehrt werden konnten, zog die österreichische Polizei am Montag in einer Pressekonferenz erfolgreich Bilanz. 22.000 Personen wurden sicherheitsbehördlich überprüft, 74 Anzeigen erstellt und 16 Personen festgenommen, resümierte Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die meisten Anzeigen, n&auml;mlich 57, erfolgten wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Verwaltungsrecht. 17 Anzeigen waren wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Strafrecht ergangen. 78 Personen wurden einer Identit&auml;tsfeststellung unterzogen. Von den 16 Festgenommenen waren 14 Teilnehmer einer Versammlung, die gegen das Vermummungsverbot (Anti-Gesichtsverh&uuml;llungsgesetz) verstie&szlig;en. <BR /><BR />Eine Person wurde am Finaltag dabei erwischt, wie sie versuchte, in die abgesperrte Stadthalle zu gelangen. Eine weitere Person befindet sich wegen anderer Delikte, die nicht urs&auml;chlich im Zusammenhang mit dem ESC stehen, in Gewahrsam.<BR /><BR />Es gab keinen einzigen minder gef&auml;hrlichen Waffengebrauch, was bedeutet, dass es keinen einzigen Vorfall gab, wo die Polizei eine Dienstwaffe einsetzen musste. F&uuml;r den ESC waren insgesamt 5.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Die &ouml;sterreichischen Polizisten bekamen dazu Unterst&uuml;tzung aus Bayern. Zudem wurden 500 private Securitys herangezogen, sagte ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.<BR /><BR /> Diese konnten zum Beispiel eine Person, die zwar ein g&uuml;ltiges Ticket f&uuml;r eine ESC-Veranstaltung hatte, jedoch mit einem gef&auml;lschten Backstage-Ausweis in den VIP-Bereich gelangte, anhalten. Nach Informationen der APA handelte es sich dabei um einen Influencer, der im Backstage-Bereich Fotos machen wollte.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 18 May 2026 11:11:51 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Tue, 19 May 2026 10:04:50 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Sicherheitsbehörden und ORF zogen Bilanz. © APA/TOBIAS STEINMAURER / TOBIAS STEINMAURER</media:title>
    <media:credit role="author">TOBIAS STEINMAURER</media:credit>
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  </item>
  <item>
   <title>Italien will UNESCO-Kulturerbe für neapolitanisches Liedgut</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/italien-will-unesco-kulturerbe-fuer-neapolitanisches-liedgut</link>
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   <description>Italien will das neapolitanische Liedgut als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkennen lassen. Die Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni arbeite an der Vorbereitung eines entsprechenden Dossiers, das bei der UNESCO eingereicht werden solle, kündigte Italiens Tourismusminister Gianmarco Mazzi. Die offizielle Kandidatur soll demnach 2027 eingereicht werden.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;Ich hoffe, dass das Verfahren bis Dezember 2028 abgeschlossen werden kann - &auml;hnlich wie bei der Anerkennung der italienischen K&uuml;che und der Opernkunst&ldquo;, sagte Mazzi. Den offiziellen Auftakt der Initiative bildet eine Gro&szlig;veranstaltung am 5. Juni in der Arena von Verona, die von Rai 1 europaweit &uuml;bertragen wird. Erwartet werden nach Angaben des Ministers rund 100 UNESCO-Delegierte.<BR /><BR />Auf der B&uuml;hne stehen sollen unter anderem die Operns&auml;nger Vittorio Grigolo und Pl&aacute;cido Domingo sowie die US-Musikerin Patti Smith. Geplant sind Interpretationen klassischer neapolitanischer Lieder. Auch der aus Neapel stammende Sal Da Vinci, der Italien beim Eurovision Song Contest vertreten hatte und den f&uuml;nften Platz belegte, soll auftreten.<BR /><BR />Mazzi verkn&uuml;pfte das Projekt mit der Strategie des sogenannten &bdquo;Wurzeltourismus&ldquo;. Weltweit gebe es rund 80 Millionen Menschen italienischer Abstammung, viele von ihnen spr&auml;chen noch den neapolitanischen Dialekt ihrer Vorfahren. Ziel sei es, mehr Nachfahren italienischer Auswanderer f&uuml;r Reisen in kleinere Orte und l&auml;ndliche Regionen Italiens zu gewinnen. Derzeit liege deren Anteil bei etwa acht Prozent, sagte der Minister.<BR /><BR />Mazzi hatte am Wochenende anl&auml;sslich des Finales des Eurovision Song Contest in Wien Sal Da Vinci bei dem Musikwettbewerb unterst&uuml;tzt und die Italo-Gemeinschaft begleitet. Mazzi traf in Wien Kulturdelegationen und Vertreter der Unterhaltungsbranche.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 18 May 2026 10:43:03 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Mon, 18 May 2026 10:43:07 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Auch ESC-Kandidat Sal Da Vinci unterstützt Bewerbung. © APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTH</media:title>
    <media:credit role="author">GEORG HOCHMUTH</media:credit>
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  </item>
  <item>
   <title>Südtiroler Theaterverband feiert 75 Jahre Theaterkultur</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/suedtiroler-theaterverband-feiert-75-jahre-theaterkultur</link>
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   <description>Mit zahlreichen Aufführungen, begeistertem Publikum und vielen Begegnungen ist am Sonntagabend das Theaterfestival „Akt 75“ des Südtiroler Theaterverbandes (STV) in der Messe Bozen erfolgreich zu Ende gegangen. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Verbandes wurde die Messe an zwei Tagen zum Treffpunkt der Südtiroler Theaterszene. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten das Jubiläumsfestival an beiden Tagen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (stol)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Mehr als 40 Theatergruppen aus allen Landesteilen pr&auml;sentierten auf vier B&uuml;hnen Ausschnitte aus ihren Produktionen und machten die Vielfalt des S&uuml;dtiroler Amateurtheaters sichtbar. Das Programm reichte von Erwachsenen-, Kinder- und Jugendtheater &uuml;ber Seniorentheater und inklusives Theater bis hin zu Puppen- und Tanztheater.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1313799_image" /></div>
<BR /><BR />Ein besonderer H&ouml;hepunkt des Festivals war der Festakt am Samstagabend. Durch den Abend f&uuml;hrte Moderatorin Christine Rabanser. Mit dabei waren unter anderem STV-Pr&auml;sident Rene Mair, Jonas Prieth, Sonja Ellemund, die Schauspielerinnen Krista Posch und Christine Mayr Mayn, Schauspieler Stefan Drassl sowie Figurenspieler Gernot Nagelschmied. Auch zahlreiche Ehreng&auml;ste aus Politik und Kultur nahmen am Jubil&auml;umsabend teil, darunter Rosmarie Pamer, Landeshauptmannstellvertreterin und Landesr&auml;tin f&uuml;r Soziales sowie Angelika Gasser, Amtsdirektorin f&uuml;r Amt f&uuml;r Kultur sowie Klaus Runer, STV Ehrenpr&auml;sident und Robert P&ouml;der, Ehemaliger STV Pr&auml;sident.<BR /><BR />Auch international stie&szlig; das Jubil&auml;umsfestival auf gro&szlig;es Interesse. Zu den Ehreng&auml;sten z&auml;hlten Gerhard Koller, Pr&auml;sident des &Ouml;sterreichischen Bundesverbandes f&uuml;r au&szlig;erberufliches Theater (&Ouml;BV), Sepp K&auml;ser, Pr&auml;sident des Bayerischen Amateurtheaterverbandes, Frank Gr&uuml;nert, Vizepr&auml;sident des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT), Norbert Radermacher, Ehrenpr&auml;sident des BDAT, Lukas Lewicki, Pr&auml;sident des Zentralverbandes Schweizer Volkstheater (ZSV), sowie Ingrid Alber-Pahle, Obfrau-Stellvertreterin des Theater Verbandes Tirol. Der zahlreiche Besuch aus dem Ausland unterstrich die Bedeutung des Festivals weit &uuml;ber S&uuml;dtirol hinaus und bot zus&auml;tzlichen Raum f&uuml;r Austausch und Vernetzung innerhalb der deutschsprachigen Theaterlandschaft.<h3>
Gelegenheit zum Austausch </h3>Neben den Auff&uuml;hrungen stand vor allem der Austausch innerhalb der Theaterszene im Mittelpunkt des Festivals. Schauspieler, Regief&uuml;hrende, Funktion&auml;re sowie Theaterbegeisterte aus ganz S&uuml;dtirol kamen miteinander ins Gespr&auml;ch, kn&uuml;pften neue Kontakte und nutzten das Festival als Plattform f&uuml;r Begegnung und Vernetzung.<BR /><BR />Auch das umfangreiche Rahmenprogramm wurde von den Besuchern intensiv genutzt. An beiden Tagen gab es f&uuml;r Kinder und Jugendliche ein eigenes Angebot mit Schminkstation, Leseecke und Kost&uuml;mwerkstatt. Besonders gro&szlig;en Anklang fand das historische Jubil&auml;umsmuseum, kuratiert von Walter Granuzzo und Sieglinde Michaeler. Zu sehen waren rund 600 Fotos und 400 Plakate aus ganz S&uuml;dtirol, die alte und neue Theaterproduktionen dokumentierten und eindrucksvolle Einblicke in die 75-j&auml;hrige Geschichte des S&uuml;dtiroler Theaterverbandes erm&ouml;glichten. Historische Kost&uuml;me, Requisiten und weitere Erinnerungsst&uuml;cke machten die Entwicklung des S&uuml;dtiroler Amateurtheaters zus&auml;tzlich erlebbar.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1313802_image" /></div>
<BR /><BR />Auch musikalisch wurde das Jubil&auml;um begleitet: Am Samstagabend sorgte die Partyband &bdquo;The Snoops&ldquo; f&uuml;r Stimmung bis in die Nacht, w&auml;hrend am Sonntag die Pustertaler Folkgruppe Titl&agrave; das musikalische Rahmenprogramm gestaltete. Zahlreiche Food-Trucks und eine Kuchentheke rundeten das Festival kulinarisch ab.<BR /><BR />Mit &bdquo;Akt 75&ldquo; setzte der S&uuml;dtiroler Theaterverband ein starkes Zeichen f&uuml;r die Bedeutung des ehrenamtlichen Kulturengagements und f&uuml;r die verbindende Kraft des Theaters &uuml;ber Generationen hinweg.<BR /><BR />&bdquo;Dieses Festival hat gezeigt, wie lebendig und vielf&auml;ltig das Theater in S&uuml;dtirol ist. Besonders wertvoll war es zu sehen, wie Menschen aus allen Teilen des Landes zusammengekommen sind, um Theater gemeinsam zu erleben&ldquo;, zog STV-Pr&auml;sident Ren&eacute; Mair sein R&eacute;sum&eacute;.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 17 May 2026 17:30:00 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Sun, 17 May 2026 17:30:04 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Mit einem Festakt und einer großen Torte wurde das 75-Jahr-Jubiläum des Südtiroler Theaterverbandes gefeiert. © Südtiroler Theaterverband</media:title>
    <media:credit role="author">Südtiroler Theaterverband</media:credit>
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  </item>
  <item>
   <title>Bulgarien gewinnt überraschend den ESC in Wien</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/bulgarien-gewinnt-ueberraschend-den-esc-in-wien</link>
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   <description>Das war kein Sieg mit Ansage, sondern ein Durchstart aus dem Windschatten, den Bulgariens ESC-Vertreterin Dara Samstagnacht in Wien beim 70. Eurovision Song Contest hinlegte. Lange Zeit war die 27-jährige Sängerin mit ihrem Partystampfer „Bangaranga“ unter ferner liefen beim größten Musikbewerb der Welt gereiht worden –  bis zum Juryfinale am Freitag. Ab diesem Zeitpunkt setzte die Künstlerin auch bei den Wettbüros an, das Feld von hinten aufzurollen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Diese Meisterleistung gelang der 27-J&auml;hrigen daf&uuml;r souver&auml;n. So konnte die S&auml;ngerin sowohl das Publikumsvoting mit 312 Punkten als auch die Jurywertung f&uuml;r sich entscheiden, in der sie 204 Punkte erhielt. Damit gelang Bulgarien ein bravour&ouml;ses Comeback beim Song Contest, bei dem man zuletzt 2022 vertreten war.<BR /><BR />&bdquo;Haben wir heute Geschichte geschrieben, oder was?!&ldquo;, zeigte sich Dara nach ihrem Triumph vor den Medien entsprechend perplex. Dabei k&ouml;nne sie jetzt schon sagen, dass sie die ESC-Bubble in Wien nicht leicht hinter sich lassen werde: &bdquo;Heute Morgen bin ich aufgewacht und musste fast weinen, weil ich Euch alle so vermissen werde.&ldquo;<BR /><BR />Auf Platz 2 in der Endwertung kam indes Israels Vertreter Noam Bettan mit seinem rauchig gesungenen &bdquo;Michelle&ldquo; zum Liegen, der ebenfalls lange zwar unter den Top Ten, aber keinesfalls auf dem 2. Platz gesehen worden war. Das Stockerl komplettierte Rum&auml;niens harte Rockr&ouml;hre Alexandra C&#259;pit&#259;nescu mit ihrem &bdquo;Choke Me&ldquo; - ebenfalls letztlich eine &Uuml;berraschung, die s&auml;mtliche Prognosen der Buchmacher L&uuml;gen strafte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1313640_image" /></div>
<BR /><BR />Die lange Zeit als absolute Topfavoriten gesehenen Finnen Linda Lampenius &amp; Pete Parkkonen erreichten am Ende &bdquo;nur&ldquo; Platz 6, ihre vermeintlich sch&auml;rfste Gegnerin Delta Goodrem aus Australien kam auf den 4. Platz und der griechische Publikumsliebling Akylas schaffte gar nur Platz 10.<BR /><BR />F&uuml;r Italien stand Sal Da Vinci, b&uuml;rgerlich Salvatore Michael Sorrentino, auf der B&uuml;hne. Der neapolitanischer K&uuml;nstler, der 1969 in New York w&auml;hrend einer Tournee seines Vaters Mario Da Vinci geboren wurde &ndash; einem bekannten S&auml;nger und Schauspieler &ndash; erreichte mit 281 Punkten den f&uuml;nften Platz.<BR /><BR />Und &Ouml;sterreichs Kandidat Cosm&oacute; kam als Vertreter des Gastgebers mit einem blauen Auge davon, hatte er doch lange als Kandidat f&uuml;r den letzten Platz gegolten, den nun die alte Popnation Gro&szlig;britannien f&uuml;r sich reklamieren musste. Der 19-J&auml;hrige kam hingegen mit 6 Punkten am Ende immerhin auf den vorletzten Platz - und damit auf denselben, den beim letzten Heim-ESC 2015 die Makemakes erreicht hatten.<BR /><BR />&bdquo;Wir konnten unser Bestes geben&ldquo;, zeigte sich der K&uuml;nstler nach dem Auftritt vor Medien zufrieden: &bdquo;Es ist nicht der letzte Platz - was auch in Ordnung gewesen w&auml;re.&ldquo;<BR /><BR />Der ESC-Tross zieht somit 2027 nach Bulgarien weiter, womit zugleich eine bunte ESC-Woche in Wien endete. Auch wenn das oftmals k&uuml;hle und regnerische Wetter manch Feierstimmung auf die Probe stellte, lie&szlig;en sich Tausende ESC-Fans seit der gro&szlig;en Er&ouml;ffnung des Events am Wiener Rathausplatz am vergangenen Sonntag nicht abhalten, die zahlreichen Public-Viewing-Areale in der ganzen Stadt und am Finalabend auch in ganz &Ouml;sterreich zu besuchen.<BR /><BR />Die indes f&uuml;r den Vortag des Finales und den Finaltag selbst angesetzten Gegendemonstrationen von pro-pal&auml;stinensischen Aktivisten wegen der Teilnahme Israels am ESC fielen mit einigen Hundert Teilnehmern weit kleiner aus als zwischenzeitlich erwartet. Auch die aus den vorangegangenen ESC bekannten lautstarken Proteste gegen den israelischen Act vielen in der Wiener Stadthalle sehr moderat aus.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 17 May 2026 07:10:00 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Sun, 17 May 2026 08:00:31 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Dara holte sich in Wien die ESC-Trophäe. © APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTH</media:title>
    <media:credit role="author">GEORG HOCHMUTH</media:credit>
   </media:content>
  </item>
  <item>
   <title>Punk-Ikone Billy Idol wird für Lebenswerk geehrt</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/punk-ikone-billy-idol-wird-fuer-lebenswerk-geehrt</link>
   <guid>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/punk-ikone-billy-idol-wird-fuer-lebenswerk-geehrt</guid>
   <description>Der britische Rocksänger Billy Idol soll bei den diesjährigen American Music Awards für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. Es sei eine „Anerkennung seiner unvergleichlichen Karriere, seines Gesamtwerks und seiner beispiellosen Beiträge zur Musik“, teilte der Veranstalter am Donnerstag (Ortszeit) mit. „Idols außergewöhnliche Karriere“ habe Musiker und Fans jahrzehntelang geprägt, hieß es weiter.</description>
   <author>redaktion@stol.it (dpa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die diesj&auml;hrigen American Music Awards werden am 25. Mai in Las Vegas verliehen. Bei der von der Musikerin Queen Latifah moderierten Gala soll Idol ein Medley seiner gr&ouml;&szlig;ten Hits spielen, teilte der Veranstalter mit.<h3>
Inbegriff des Mainstream-Punk</h3>Die Preise werden in Sparten wie Pop, Country, Hip-Hop, Rock und R&amp;B vergeben. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker, &uuml;ber die Gewinner k&ouml;nnen Fans im Internet abstimmen. In der Vergangenheit sind Musiker wie Diana Ross oder Rod Stewart f&uuml;r ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden.<BR /><BR />In den 80er Jahren galt Idol als Inbegriff des Mainstream-Punk. Mit seiner strohblonden Stachelfrisur und der hochgezogenen Oberlippe z&auml;hlte er zu den bekanntesten Gesichtern im MTV-Zeitalter und lieferte zahlreiche Welthits wie &bdquo;White Wedding&ldquo;, &bdquo;Rebel Yell&ldquo; oder &bdquo;Sweet Sixteen&ldquo;.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 15 May 2026 12:17:04 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 15 May 2026 12:23:52 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Billy Idol habe die Fans jahrzehntelang geprägt, hieß es.</media:title>
   </media:content>
  </item>
  <item>
   <title>Zweites ESC-Halbfinale mit Schachteln und Schiffbruch</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/zweites-esc-halbfinale-mit-schachteln-und-schiffbruch</link>
   <guid>https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/zweites-esc-halbfinale-mit-schachteln-und-schiffbruch</guid>
   <description>Mehr Witz, mehr Bühnenaufbauten und mehr Finaltickets: Am Donnerstag ging die Song-Contest-Party in der Wiener Stadthalle in ihre zweite Runde und offenbarte neben zehn Acts wie Dänemark oder Australien, die ins Finale einzogen, auch eine größere Bandbreite an Showelementen. So wirkte das Moderationsduo Victoria Swarovski und Michael Ostrowski schon besser eingespielt, Vorjahressieger JJ durfte einen neuen Song performen und auch Cosmó erlebte sein ESC-Debüt.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Der 19-j&auml;hrige S&auml;nger gab au&szlig;er Konkurrenz seinen &bdquo;Tanzschein&ldquo; zum Besten und lieferte gemeinsam mit Gitarrist Sandro Humitsch sowie seinen mit silber-glitzernden Tiermasken versehenen T&auml;nzern eine solide Performance ab, die einigerma&szlig;en reduziert daherkam und stark auf die pr&auml;gnanten Dancemoves setzte. Luft nach oben f&uuml;rs Finale gibt es aber allemal. Schon ziemlich gut in Schuss war S&oslash;ren Torpegaard Lund, gilt der D&auml;ne mit seiner k&uuml;hl-&auml;sthetischen Electronummer &bdquo;F&oslash;r Vi G&aring;r Hjem&ldquo; doch als ein Mitfavorit und konnte sich letztlich f&uuml;r Samstag qualifizieren.<BR /><BR />Selbes galt auch f&uuml;r Delta Goodrem aus Australien, deren radiotauglicher Popsong &bdquo;Eclipse&ldquo; nicht nur ob der aufwendigen Inszenierung an ein Bond-Titelst&uuml;ck erinnerte. Da fuhr kurzerhand eine Hebeb&uuml;hne aus dem Klavier und bescherte der S&auml;ngerin einen w&uuml;rdigen und auch finaltauglichen H&ouml;hepunkt. Ein Knaller war auch der bulgarische Opener des Abends: S&auml;ngerin Dara absolvierte mit ihren T&auml;nzerinnen und T&auml;nzern eine schr&auml;g-intensive Wartezimmersitzung mit sehr kleinteiliger, aber ungemein mitrei&szlig;ender Choreografie.<BR /><BR />Schon hier wurde deutlich: Das zweite Semifinale ist jenes der Schachteln. Gut ein Drittel der Acts setzte auf Inszenierungen, die zwar dem Publikum in der Halle ob aufgebauter Boxen teils die Sicht verstellten, aber tolle Fernsehbilder garantierten. Tschechiens Daniel Zizka unternahm etwa einen melancholischen Ausflug ins Spiegelkabinett (&bdquo;Crossroads&ldquo;), w&auml;hrend Aidan aus Malta den von pulsierenden Lichtstelen eingekreisten Romantiker gab (&bdquo;Bella&ldquo;). Beide werden ihre gelungenen Shows im Finale wiederholen d&uuml;rfen.<BR /><BR />Energetisch ganz am anderen Ende der Skala hatte es sich Alexandra Capitanescu bequem gemacht, sorgte die Rum&auml;nin mit ihrer Band bei &bdquo;Choke Me&ldquo; doch f&uuml;r harsche T&ouml;ne zwischen Metal und Oper, was von einer d&uuml;steren Inszenierung mit Lack und Leder unterstrichen wurde. F&uuml;r sie ging es ebenso ins Finale wie f&uuml;r Lel&eacute;ka aus der Ukraine, die dank &bdquo;Ridnym&ldquo; barfu&szlig; und mit mystischen Kl&auml;ngen ein Ticket ersang.<BR /><BR />Dass Rock'n'Roll heuer einen guten Stand hat, durfte Norwegens Jonas Lovv am eigenen, stark t&auml;towierten Leib erfahren, versammelte sein gleicherma&szlig;en druckvolles wie simples &bdquo;Ya Ya Ya&ldquo; doch gen&uuml;gend Jury- und Publikumsstimmen auf sich. Komplettiert wurden die Aufsteiger am Donnerstag von sommerlichem Mittelmeerpop aus Zypern (Antigoni lieferte bei &bdquo;Jalla&ldquo; eine feurige Show ab) und Balkanbombast von Alis aus Albanien, der mit &bdquo;N&acirc;n&ldquo; die M&uuml;tter in den Mittelpunkt r&uuml;ckte.<h3>
Aus f&uuml;r die Schweiz </h3>So gro&szlig; hier die Freude, so gro&szlig; auf der anderen Seite die Entt&auml;uschung bei jenen Acts, f&uuml;r die es nicht reichte. Schade war es um Veronica Fusaro aus der Schweiz, die mit &bdquo;Alice&ldquo; eine coole Rocknummer inklusive Gitarrensolo in petto hatte, aber trotzdem nicht gen&uuml;gend Stimmen in ihrem B&uuml;hnennetz verfangen konnte. Der energetische Abgesang auf den B&uuml;roalltag von Sim&oacute;n aus Armenien (&bdquo;Paloma Rumba&ldquo;) blieb genauso im Lift stecken wie Jivas einschl&auml;fernde Herzschmerzballade &bdquo;Just Go&ldquo;, f&uuml;r die die Aserbaidschanerin auf eine Inszenierung quasi verzichtete. Leider nicht hilfreich war das &auml;therisch-liebliche &bdquo;Mother Nature&ldquo; f&uuml;r Luxemburgs Eva Marija, und Lettlands Atvara litt in &bdquo;Ena&ldquo; trotz toller Stimme umsonst mit ihrem imaginierten j&uuml;ngeren Ich.<BR /><BR />Stichwort jung: Erst 17 Jahre z&auml;hlt Frankreichs Monroe, womit sie die j&uuml;ngste Teilnehmerin im diesj&auml;hrigen Wettbewerb ist. Ungeachtet dessen wird ihr hervorragend intoniertes &bdquo;Regarde&ldquo; sehr hoch eingesch&auml;tzt, was auch die Performance am Donnerstag unterstrich. In erster Linie durch Skurrilit&auml;t sticht hingegen Look Mum No Computer hervor, ist der britische Beitrag &bdquo;Eins, Zwei, Drei&ldquo; heuer doch eher in der Witzkiste verortet. Im Finale dabei ist er trotzdem.<BR /><BR />Ebenjenes brachte JJ durch seinen Triumph in Basel im Vorjahr nach Wien. Nun durfte er auch erstmals bei seinem Heimspiel eingreifen und pr&auml;sentierte mit der Ballade &bdquo;Unknown&ldquo; einen neuen Song, der nicht nur seine bekannte Melange aus Pop und Oper offerierte, sondern zudem eine &uuml;ppige Anzahl an T&auml;nzern und Seilartistinnen. Diese standen auch dem Moderationsduo zur Seite, als sich Swarovski und Ostrowski zur &Uuml;berbr&uuml;ckung der Stimmabgabe durch das ohne ESC-Kontext daherkommende &bdquo;I'm so excited&ldquo; sangen und tanzten. Da wirkten ihre schunkelnde Walzereinlage oder die eingangs gesetzte Parodie auf &bdquo;Wasted Love&ldquo; schon deutlich gelungener. Wenn schon Schiffbruch erleiden, dann lieber so. Die Segel f&uuml;r Samstag sind also gesetzt.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 15 May 2026 09:16:39 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Fri, 15 May 2026 09:16:45 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Er steigt für das Gastgeberland in den Ring: Cosmó mit seinem „Tanzschein“. © APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER</media:title>
    <media:credit role="author">HELMUT FOHRINGER</media:credit>
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   <title>Isabella Rossellini wird beim Locarno Film Festival geehrt</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/kino-tv/isabella-rossellini-wird-beim-locarno-film-festival-geehrt</link>
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   <description>Die italienisch-US-amerikanische Schauspielikone Isabella Rossellini (73) wird am 79. Locarno Film Festival mit dem Excellence Award gewürdigt und die Auszeichnung am Eröffnungsabend auf der Piazza Grande entgegennehmen. „Sie ist eine visionäre und unvergleichliche Darstellerin und ein selbstironisches Genie“, schrieb der Künstlerische Festivalleiter Giona A. Nazzaro in einer Aussendung vom Donnerstag.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die Tochter des Regisseurs Roberto Rossellini und der Schauspielerin Ingrid Bergman gilt als Ikone des zeitgen&ouml;ssischen Kinos. Ber&uuml;hmt ist vor allem ihre Arbeit mit David Lynch. In seinem Film &bdquo;Blue Velvet&ldquo; aus dem Jahr 1986 habe sie sich als Dorothy Vallens ins kollektive Ged&auml;chtnis eingebrannt, schrieben die Verantwortlichen: &bdquo;eine Rolle, die Glamour, rohe Verletzlichkeit und unvergessliche Intensit&auml;t miteinander verband.&ldquo;<BR /><BR />Zu den Regisseuren, mit denen Rossellini zusammenarbeitete, z&auml;hlen weiters Robert Zemeckis, David O. Russell oder die Taviani-Br&uuml;der. &bdquo;&Uuml;ber eine au&szlig;erordentliche, vielschichtige und jahrzehntelange Karriere hat Rossellini die technische Brillanz Hollywoods mit dem europ&auml;ischen Geist k&uuml;nstlerischer Furchtlosigkeit vereint&ldquo;, hei&szlig;t es in der Aussendung. Vor ihrer Filmkarriere hatte sich Rossellini als Model einen gro&szlig;en Namen gemacht.<BR /><BR />Den Excellence Award gibt es am Locarno Film Festival f&uuml;r Pers&ouml;nlichkeiten, deren Beitr&auml;ge das zeitgen&ouml;ssische Kino gepr&auml;gt haben. Zu den bisherigen Preistr&auml;gerinnen und Preistr&auml;gern geh&ouml;ren unter anderem Susan Sarandon, John Malkovich oder Willem Dafoe. Das 79. Locarno Film Festival findet vom 5. bis 15. August 2026 statt.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Thu, 14 May 2026 13:10:50 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Thu, 14 May 2026 13:11:04 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Isabella Rossellini wird in der Schweiz geehrt. © APA/AFP / ANGELA WEISS</media:title>
    <media:credit role="author">ANGELA WEISS</media:credit>
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  <item>
   <title>Jüdisches ESC-Public Viewing als Kundgebung</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/juedisches-esc-public-viewing-als-kundgebung</link>
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   <description>Die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen (JöH) sehen sich gezwungen, ihre Public Viewing-Veranstaltung am Samstag anlässlich des Finales des Eurovision Song Contest (ESC) am Wiener Universitätscampus im Alten AKH als Kundgebung durchzuführen, um so vermehrten Polizeischutz zu erhalten. Hintergrund seien Drohungen gegen jüdische und israelische ESC-Fans, teilte die Organisation am Mittwoch in einer Aussendung mit.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;Wir wollen gemeinsam f&uuml;r die offene Gesellschaft einstehen - und gegen jenen Hass und Antisemitismus, der verhindert, dass j&uuml;dische Studierende ein Public Viewing des ESC unter gew&ouml;hnlichen Bedingungen veranstalten&ldquo;, hie&szlig; es in einer Aussendung. Die Kundgebung sei eine &bdquo;Notl&ouml;sung&ldquo;, um die Veranstaltung unter Polizeischutz durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen, hie&szlig; es. &bdquo;Die Stimmung ist sehr aufgeheizt&ldquo;, sagte Lia Guttmann, Co-Pr&auml;sidentin der J&ouml;H, der APA.<BR /><BR />Trotz wochenlanger Bem&uuml;hungen habe die Organisation von unterschiedlichen Stellen die R&uuml;ckmeldung erhalten, dass es keine ausreichenden Kapazit&auml;ten gebe, um ein sicheres Public Viewing f&uuml;r j&uuml;dische Studierende abzusichern. &bdquo;Das bedeutet im Klartext: J&uuml;dische Studierende k&ouml;nnen aufgrund massiver Sicherheitsbedrohungen kein gew&ouml;hnliches ESC-Public-Viewing ausrichten, sondern sollen sich angesichts des Hasses hinter geschlossenen T&uuml;ren verstecken&ldquo;, hie&szlig; es. Dies sei &bdquo;eine Schande und in &Ouml;sterreich im Jahr 2026 vollkommen inakzeptabel&ldquo;<BR /><BR />Die J&uuml;dischen Hochsch&uuml;lerinnen und Hochsch&uuml;ler wollten sich aber &bdquo;nicht einsch&uuml;chtern und erst recht nicht aus der &Ouml;ffentlichkeit verdr&auml;ngen&ldquo; lassen. &bdquo;Wir rufen alle solidarischen Menschen dazu auf, sich unserer Kundgebung gegen diese untragbare Situation lautstark anzuschlie&szlig;en und gemeinsam mit uns beim Protest-Public-Viewing das Finale des Eurovision Songcontest 2026 anzusehen&ldquo;, so die JoH.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Wed, 13 May 2026 12:21:32 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Wed, 13 May 2026 12:21:45 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Jüdische HochschülerInnen warnen vor aufgeheizter Stimmung. © APA/AFP / TOBIAS SCHWARZ</media:title>
    <media:credit role="author">TOBIAS SCHWARZ</media:credit>
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  </item>
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   <title>Favoritensiege im ersten ESC-Halbfinale</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/favoritensiege-im-ersten-esc-halbfinale</link>
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   <description>Die erste Schlacht des 70. Eurovision Song Contest von Wien ist geschlagen - und die prognostizierten gehören überwiegend auch zu den realen Gewinnern.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Das seit Monaten als Topfavorit gehandelte F&uuml;hrungsduo Finnland und Griechenland l&ouml;ste ebenso sein Finalticket wie Moldaus Partykracher.<BR /><BR />Aber auch Israel schaffte es in die n&auml;chste Runde, w&auml;hrend Belgien die Buchmacher L&uuml;gen strafte und sich &uuml;berraschend, aber zu Recht den Aufstieg sicherte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312128_image" /></div>
<BR />Er&ouml;ffnet wurde der erstmals vom Duo Victoria Swarovski/Michael Ostrowski moderierte Musikreigen standesgem&auml;&szlig; von Moldaus Pop-Rapper Satoshi und seinem Partykracher &bdquo;Viva, Moldova!&ldquo; mit tanzenden Playmobil-Figuren als Hintergrundanimation. Damit war die Stimmung f&uuml;r den Abend gesetzt, die unmittelbar von der Schwedin Felicia aufgenommen wurde, die sich mit elektronischer H&auml;rte und wackelnder Stimme und &bdquo;My System&ldquo; ihr Systemupgrade sicherte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312131_image" /></div>
<BR />Die nach wie vor als Spitzenreiter gesehene finnische Combo aus Violine und Stimme, Linda Lampenius &amp; Pete Parkkonen, l&ouml;ste wie fix erwartet mit ihrer Melange aus elektronischem Dramapop und klassischen Violineinsprengseln sowie minimalistischer Inszenierung bei &bdquo;Liekinheitin&ldquo; das Finalticket.<BR /><BR />Ohne Violine, daf&uuml;r mit einer der besten Stimmen des Bewerbs, &uuml;berzeugte Israels Kandidat Noam Bettan. Rau, markant und erotisch intoniert brachte &bdquo;Michelle&ldquo; einen Platz unter den Top Ten - ungeachtet der aufgeheizten Diskussion um Israels Teilnahme trotz des Gazakrieges und vereinzelter Zwischenrufe in der Halle.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312134_image" /></div>
<BR />Der letzte Startplatz bedeutete f&uuml;r die serbische D&uuml;sterrockband Lavina durchaus Gl&uuml;ck oder zumindest einen Platz im Finale, auch wenn das depressivere &bdquo;Kraj mene&ldquo; nicht nach Gl&uuml;ck klingt. Entgegen der Wettquoten wurde f&uuml;r Belgiens Kandidatin Essyla, die mit hartem Beat Pop modernen Zuschnitts lieferte, ihr &bdquo;Dancing on the Ice&ldquo; keine Rutschpartie, sondern ein sanftes Gleiten ins Finale.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312143_image" /></div>
<BR />Litauens Lion Ceccah kam bei &bdquo;S&oacute;lo quiero m&aacute;s&ldquo; mit seiner Mischung aus technoider &Auml;sthetik und hoher Dramatik nach langen Probentagen zwar an das Ende seiner Stimme, aber noch nicht an jenes seiner ESC-Reise. Vor allem mit ihrer Stimme &uuml;berzeugte hingegen wohl Polens Alicja, deren &bdquo;Pray&ldquo; anfangs einer souligen Gebetsstunde gleicht, die dann in undefinierbaren Rap abbiegt, aber dennoch gen&uuml;gend Stimmen auf sich vereinte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312137_image" /></div>
<BR />Und schlie&szlig;lich erbrachte der protofeministisch-mystische Folklorebombast des kroatischen Frauenquintetts Lelek bei &bdquo;Andromeda&ldquo; am Ende ein Aufstiegsticket - w&auml;hrend das Pendant der Balkan-Damen, das portugiesische M&auml;nnerquintett Bandidos do Cante mit &bdquo;Rosa&ldquo;, in Opas alter Joppe und mit Fado-Fadesse nicht gen&uuml;gend Stimmen auf sich vereinte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312146_image" /></div>
<BR />Georgiens als Gelbe Engel verkleidetes Trio Bzikebi verk&uuml;ndete zwar &bdquo;On Replay&ldquo;, bekam aber kein Replay, sondern muss trotz guter Nummer aber mutma&szlig;lich dank fehlender Stimmen die Heimreise antreten. Und auch Estlands Trio Vanilla Ninja brachte die Dreieinigkeit kein Gl&uuml;ck. &bdquo;Too Epic To Be True&ldquo; hie&szlig; bei den Damen am Ende &bdquo;Too Epic To Be In The Final&ldquo;.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312140_image" /></div>
<BR />Keinen Hit landete Senhit aus San Marino, obwohl sie bei &bdquo;Superstar&ldquo; einen ebensolchen an Bord hatte, n&auml;mlich 80er-Ikone Boy George. F&uuml;r die sympathische Disconummer gab es kein Foto - &auml;h Finalticket. Und unter den Elektronummern des Abends musste letztlich Tamara &#381;ivkovi&#263; aus Montenegro mit &bdquo;Nova zora&ldquo; das Tal der Tr&auml;nen beschreiten.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Wed, 13 May 2026 06:53:00 +0200</pubDate>
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    <media:title>Die nach wie vor als Spitzenreiter gesehene finnische Combo aus Violine und Stimme, Linda Lampenius &amp; Pete Parkkonen. © APA / GEORG HOCHMUTH</media:title>
    <media:credit role="author">GEORG HOCHMUTH</media:credit>
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   <title>Über Stille, Allergien gegen Fehlpässe und die Unsterblichkeit von Steinen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/ueber-stille-allergien-gegen-fehlpaesse-und-die-unsterblichkeit-von-steinen</link>
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   <description>Leider kommt die Höflichkeitsform zunehmend aus der Mode. In der Arbeitswelt, in der Freizeit, im Privaten sowieso. Wenn sich zwei Fußballspieler von Real Madrid aber zufällig im Wald treffen, wo sie als zwei zarte Pflanzen aus dem Kunstrasen wachsen, dann Siezen sie sich, obwohl sie in derselben Mannschaft  –  der eine als Stürmer, der andere im Mittelfeld  –  spielen. Georg Aichner rezensiert  das Stück  „Zwei Herren von Real Madrid“.</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Die Kom&ouml;die von Leo Meier des Stadttheaters Bruneck ist eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Schauspielhaus Salzburg.  Regisseur Alexander Kratzer bringet diese originell und mit viel Esprit auf die B&uuml;hne.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311999_image" /></div>
<BR /><BR />Die beiden M&auml;nner konterkarieren die testosteronschwangere Fu&szlig;ballerwelt, indem sie ausgesprochen h&ouml;flich miteinander sprechen. Mit Fliege und wei&szlig;em Sakko  &ndash;  Real Madrid, das &bdquo;Wei&szlig;e Ballett&ldquo; &ndash;  erinnern sie eher an Operns&auml;nger als an Sportler. Sobald die kurz behosten Beine sichtbar werden, weisen sie diese dann doch als Fu&szlig;baller aus. Wie der St&uuml;rmer (Olivier G&uuml;nter) und der Mittefeldspieler (Ludwig Wendelin Wei&szlig;enberger) aber ansonsten miteinander reden und vor allem wor&uuml;ber, d&uuml;rfte auf Fu&szlig;ballpl&auml;tzen und in Spielerkabinen wohl eher die Ausnahme sein: &uuml;ber die Stille, das Zusammen-schweigen-K&ouml;nnen, &uuml;ber den Film &bdquo;Drei N&uuml;sse f&uuml;r Aschenbr&ouml;del&ldquo; und  &ndash;  &uuml;ber das Sterben. <BR /><BR /><BR />&bdquo;H&auml;tten Sie Lust zu Weihnachten zu uns zu kommen?&ldquo;, fragt der St&uuml;rmer schlie&szlig;lich zwischen Waldgespr&auml;chen und schwungvollem Training, welches Kratzer die beiden auf dem schiefen Kunstrasen mit Wembley-Stadion-Bogen (B&uuml;hnenbild von Thomas Garvie) absolvieren l&auml;sst. Doppelp&auml;sse, Flanken, Torsch&uuml;sse und Kopfb&auml;lle sind ein lustiges Feuerwerk an guten Einf&auml;llen und gleichzeitig ein vorsichtiges Sich-n&auml;her-Kommen. Der Weihnachstabend in Glitzergarderobe und Moon Boots ger&auml;t zum launigen Fest, mit der Mutter (unglaublich witzig: Christiane Warnecke) als gr&ouml;&szlig;tem Fan des neuen Freundes ihres Sohnes: &bdquo;Wenn jemand so gute P&auml;sse spielt, braucht er nicht den Plural von Espresso zu kennen.&ldquo; Als die Mutter schlie&szlig;lich wegen einer Bananenallergie an einem Bananenbrot stirbt, und die Schauspielerin Warnecke gleich darauf als Scientology-Priesterin erscheint, um sich gewisserma&szlig;en selbst zu begraben, ist das zum Br&uuml;llen wie die Beerdigungsszene insgesamt. F&uuml;r die Handlung erschlie&szlig;t sich der Friedhofs-Klamauk erst sp&auml;ter, wenn es nochmals ums Sterben geht. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312002_image" /></div>
<BR /><BR />W&auml;hrend sich die Mannschaftskameraden mehr und mehr ann&auml;hern, indem sie zusammen &bdquo;Killing me softly&ldquo; h&ouml;ren und sich gegenseitig Komplimente machen: &bdquo;Sie haben sch&ouml;ne Augen, vor allem, wenn Sie mich ansehen&ldquo;, und es zu einem ersten Kuss kommt (&bdquo;Was war zuerst da? Der Geschlechtsverkehr oder die Romantik&ldquo;?), steuert die Handlung dem eigentlichen H&ouml;hepunkt entgegen: einer Pressekonferenz. Hier zeigt sich Kratzers Ideenreichtum, die Vielseitigkeit der Schauspielerinnen (Warnecke als Reporterin und Karoline Breschar als Moderatorin und Fluglinieninfluenzerin), die Absurdit&auml;t des Fu&szlig;ballbetriebes in seiner &uuml;bertriebenen Bedeutung f&uuml;r unsere Gesellschaft und vor allem zeigt sich, dass der Fu&szlig;baller Sergio Ramos ein Philosoph ist. Zusammen mit den beiden anderen Fu&szlig;ballern stellt er sich den Fragen der Presse, die sich zun&auml;chst in erster Linie f&uuml;r das junge queere Paar interessiert: &bdquo;Werden Sie sich nach einem Tor k&uuml;ssen?&ldquo; <BR /><BR /><BR />Bis schlie&szlig;lich Sergio Ramos mit seinem Monolog &uuml;ber das Sterben &uuml;bernimmt. Der Welt- und Europameister und langj&auml;hrige Kapit&auml;n von Real Madrid hat sich vor allem mit seiner H&auml;rte, die zuweilen an Brutalit&auml;t grenzte, einen Namen gemacht.  Nachdem er mit seiner Familie auf Urlaub in Athen!!! war und auf der Akropolis einen Stein ber&uuml;hrte, wird ihm, dem<Kursiv> &bdquo;Galaktischen&ldquo;</Kursiv>, auf einmal seine eigene Sterblichkeit bewusst. Die Schlussfolgerung, dass er im Gegensatz zu Stein, Akropolis und Sonne sterblich sei, weil die schon viel l&auml;nger da sind, und er eben kein Stein sei, bringt ihn zum Weinen. Mehr kindliche Naivit&auml;t &uuml;ber die Erkenntnis sterben zu m&uuml;ssen, geht nicht. Markus Weitschacher als Ramos ist einfach nur herzerweichend k&ouml;stlich! Dass er ein Bild der Akropolis als Tattoo auf der Stirn tr&auml;gt, tut ein &Uuml;briges, hat doch der richtige Sergio Ramos s&auml;mtliche T&auml;towierungen aller Matrosen dieser Welt auf seinem K&ouml;rper vereinigt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312005_image" /></div>
<BR /><BR />Der Wechsel des St&uuml;rmers nach Paris ger&auml;t angesichts solch philosophischer Gedanken fast zur Nebensache. F&uuml;r die Beziehung mit dem Mittelfeldspieler ist sie nat&uuml;rlich eine Belastung. Ebenfalls r&uuml;hrend ist der sch&uuml;chterne Abschied am Flughafen, in der die beiden Fu&szlig;baller noch Geschenke austauschen: eine Stange Zigaretten, Blumen, eine Nagelschere. &bdquo;Beim N&auml;gelschneiden werde ich an Sie denken.&ldquo;Auf die Frage nach der Abl&ouml;sesumme des Freundes, die 150 Millionen Euro betr&auml;gt, kommt ein s&uuml;&szlig;es: &bdquo;F&uuml;r mich sind Sie unbezahlbar!&ldquo;<BR />Die Idee, die Zartheit zweier Seelen in die harte Fu&szlig;ballerwelt zu verpflanzen, ist gro&szlig;artig. Vor allem weil es der Inszenierung gelingt, hinter all der Absurdit&auml;t Menschliches zu zeigen. Ob sich die Oberfl&auml;chlichkeit des Profifu&szlig;balls so viel Tiefgr&uuml;ndigkeit verdient, ist allerdings eine andere Frage. <BR /><BR /><BR /><b>Termine:</b> 14., 15., 17., 20., 23., 24. und 27. Mai &ndash;<BR /><b>Beginn:</b> 20 Uhr, sonntags 18 Uhr &ndash;  Stadttheater Bruneck]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Tue, 12 May 2026 17:20:51 +0200</pubDate>
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    <media:title>Zwei Herren begegnen sich im Wald. Beide sind Profifußballer bei Real Madrid – der eine spielt im Mittelfeld, der andere im Sturm... © erika Mayer</media:title>
    <media:credit role="author">erika Mayer</media:credit>
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  <item>
   <title>Kuba wird zum „Vorposten des Kreml“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/bildung/kuba-wird-zum-vorposten-des-kreml</link>
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   <description>Frühjahr 1961:  Nachdem  Kuba sich mit der Sowjetunion arrangiert hatte, müssen die USA eingreifen. Präsident Kennedy zögert, aber die CIA drängt auf eine Invasion. Das Desaster in der Schweinebucht nimmt seinen lauf, die Welt hält den Atem an...</description>
   <author>redaktion@stol.it (eva)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Von Rolf Steininger<BR /><BR />Zwischen Kuba, jener Insel, die nur etwa 150 km vor Florida liegt, und den USA hat es immer besondere Beziehungen gegeben. Mit der &bdquo;Befreiung&ldquo; im amerikanisch-spanischen Krieg 1898 war Kuba in v&ouml;llige Abh&auml;ngigkeit von Washington geraten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311873_image" /></div>
<BR /><BR />Pr&auml;sident war von 1940 bis 1949 und wieder seit 1952 &ndash; nach einem Milit&auml;rputsch &ndash; <b>Fulgencio Batista.</b> Seine einzige St&uuml;tze war die Armee, die von den USA ausger&uuml;stet wurde. Ein erster Versuch Fidel Castros, Batista am 26. Juli 1953 zu st&uuml;rzen, scheiterte zwar, aber als Mitte der f&uuml;nfziger Jahre erkennbar wurde, dass Batista mehr und mehr zu einem sich selbst bereichernden und korrupten Diktator wurde, lie&szlig;en die USA ihn fallen. Wenig sp&auml;ter war alles zu Ende. Nach einem Generalstreik fl&uuml;chtete Batista Neujahr 1959; am 2. Januar wurden Havanna und Santiago eingenommen, am 8. Januar zog Fidel Castro in Havanna ein und wurde dort von einer gro&szlig;en Menschenmenge jubelnd empfangen. Ein langer Kampf war siegreich beendet worden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311876_image" /></div>
<BR />Anfangs genoss der  &bdquo;Maximo Lider&ldquo; Castro sogar in der amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit ein gewisses Ansehen; f&uuml;r viele Amerikaner war er eine romantische Figur. Das &auml;nderte sich, als amerikanischer Besitz entsch&auml;digungslos enteignet wurde.<BR /><BR />In gleichem Ma&szlig;e, wie das Misstrauen in Washington mit Blick auf Kuba stieg, zeigte Moskau Interesse an der Insel. Am 4. Februar 1960 wurde ein sowjetisch-kubanisches Handelsabkommen unterzeichnet, und Sowjetf&uuml;hrer Chruschtschow erkl&auml;rte die von US-Pr&auml;sident Monroe 1821 verk&uuml;ndete Doktrin  &ndash; &bdquo;Amerika den Amerikanern&ldquo; &ndash; &ouml;ffentlich f&uuml;r tot. So schaukelten sich die Dinge zwischen Havanna, Washington und Moskau langsam, aber sicher hoch.<BR /><BR />Im Mai 1960 nahmen Kuba und die Sowjetunion offizielle diplomatische Beziehungen auf. Die USA reagierten mit einem Handelsembargo, stoppten den Import von kubanischem Zucker und die Lieferung von &Ouml;l. Die Sowjetunion sprang ein, verpflichtete sich zum Kauf von 700.000 Tonnen Zucker j&auml;hrlich bis hin zur gesamten Zuckerernte Kubas; sowjetische Tanker brachten &Ouml;l nach Kuba. Als die Firmen Shell, Esso und Texaco sich weigerten, dieses &Ouml;l zu raffinieren, verstaatlichte Castro die Raffinerien. Bis Oktober 1960 wurde dann der gesamte amerikanische Besitz auf der Insel in H&ouml;he von etwa 850 Millionen Dollar &ndash; nach heutiger Rechnung etwa 7  Milliarden  Dollar &ndash; entsch&auml;digungslos enteignet.<BR /><BR />Am 2. Januar 1961 brachen die USA die diplomatischen Beziehungen mit Kuba ab. Aus dem &bdquo;Hinterhof der USA&ldquo; war ein Vorposten des Kreml geworden, f&uuml;r Washington eine unertr&auml;gliche Situation, die beseitigt werden musste. <BR /><h3>
Invasionsplan der CIA</h3><BR />Bereits am 17. M&auml;rz 1960 hatte Pr&auml;sident Eisenhower die geheime CIA-Operation &bdquo;Zapata&ldquo; &ndash; benannt nach der Halbinsel auf Kuba (mit der Schweinebucht) &ndash;  f&uuml;r eine Invasion Kubas gebilligt. Der Plan sah die Eroberung eines Strandabschnitts in der N&auml;he der Stadt Trinidad an der S&uuml;dk&uuml;ste Kubas vor. B-26 Bomber sollten die Luftherrschaft in diesem Bereich gewinnen und die Nachschub- und Operationswege der Kubaner zerst&ouml;ren. Eine in Miami gebildete Exilregierung sollte eingeflogen werden und die USA dann offiziell um Hilfe bitten. Die CIA, die daf&uuml;r in Guatemala Exilkubaner ausbildete, war davon &uuml;berzeugt, dass bei einer Landung ein Aufstand der Bev&ouml;lkerung gegen Castro beginnen werde.<BR /><h3>
Kennedy z&ouml;gert &ndash;  und gibt dann gr&uuml;nes Licht</h3><BR />Nur zehn Tage nach der Amtseinf&uuml;hrung des neuen Pr&auml;sidenten John F. Kennedy am 20. Januar 1961 dr&auml;ngte CIA-Direktor Allen Dulles auf schnellen Beginn der Operation. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311879_image" /></div>
<BR />W&uuml;rde man weiter z&ouml;gern, k&ouml;nnte sich Castro besser gegen eine Invasion und einen Aufstand im Inneren vorbereiten. Kennedy z&ouml;gerte. W&uuml;rde er das Unternehmen abblasen, w&uuml;rde er &ouml;ffentlich als &bdquo;appeaser&ldquo; dastehen, der ein bereits von Eisenhower initiiertes Unternehmen abgelehnt h&auml;tte. W&uuml;rde er auf der anderen Seite einer gro&szlig; angelegten Operation unter Beteiligung der USA zustimmen, w&uuml;rde dies zu massiven Protesten in ganz Lateinamerika, Europa und Asien f&uuml;hren; die neue Administration w&auml;re mit einem Schlag diskreditiert. Andererseits faszinierte ihn die Idee, das Castro-Regime zu beseitigen. <BR /><BR /><BR />Am liebsten h&auml;tte er eine Aktion der Exilkubaner in der Form gesehen, dass sie sich zun&auml;chst in den Bergen verschanzt h&auml;tten und dann &ouml;ffentlich als kubanische Gruppe in Kuba zu erkennen gewesen w&auml;ren, &bdquo;und nicht als eine Invasionstruppe, die die Yankees geschickt haben&ldquo;. Der CIA-Plan war ihm &bdquo;zu spektakul&auml;r&ldquo;; er lie&szlig; ihn zur Pr&uuml;fung den Milit&auml;rs vorlegen. Die waren an den CIA-Planungen nicht beteiligt worden, sprachen denn auch nur von einer &bdquo;fairen Erfolgschance&ldquo;. In deren Verst&auml;ndnis hie&szlig; das &bdquo;weniger als 50  Prozent&ldquo;&ndash;  was Kennedy allerdings verschwiegen wurde.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311882_image" /></div>
<BR /><BR />Kennedy wies die CIA dann  an, die Sache mit etwas weniger Aufwand anzugehen, worauf die CIA einen etwas modifizierten Plan vorlegte: Landung am fr&uuml;hen Morgen in der abgelegenen Schweinebucht (bay of pigs) mitten in den Zapata-S&uuml;mpfen rund 130 Kilometer westlich von Trinidad. Kennedy war immer noch nicht &uuml;berzeugt. Er akzeptierte  die Grundidee dieses neuen Plans, allerdings hielt er nichts von einer Landung am fr&uuml;hen Morgen: &bdquo;Damit die Sache wie eine Guerillaaktion aussieht, sollen die Schiffe am fr&uuml;hen Morgen verschwunden sein.&ldquo;<BR /><h3>
Fehler und Vers&auml;umnisse: die Invasion scheitert</h3><BR />Zur Vorbereitung der Invasion bombardierten am Samstag, dem 15. April 1961,  acht amerikanische B-26-Flugzeuge drei kubanische Flugpl&auml;tze. Es war der Beginn eines perfekten Fehlschlages. Die Bomber waren mit kubanischen Hoheitszeichen versehen worden, um so den Anschein einer kubanischen Gegenrevolution zu erwecken. Die B-26 zerst&ouml;rten nur f&uuml;nf der 36 kubanischen Kampfflugzeuge, die Castro zur Verf&uuml;gung hatte. Die wiederum reichten aus, um die etwa 1.500 Exilkubaner der Brigade 2506 zu vernichten, die am 17. April von ihren Ausgangslagern in Guatemala kommend in der Schweinebucht unter dem Kommando von zwei CIA-Agenten landeten. Ihre beiden Munitionsschiffe wurden aus der Luft versenkt.<BR /><BR /><BR />Urspr&uuml;nglich sollte die Landung am 17. April mit einem zweiten B-26-Luftangriff unterst&uuml;tzt werden. Doch Kennedy sagte Nein. Die B-26 der Exilkubaner sollten erst ins Geschehen eingreifen, wenn die Brigade eine Start- und Landebahn auf Kuba unter ihre Kontrolle gebracht habe. Auf diese Weise w&uuml;rde die Beteiligung der USA weniger offensichtlich sein. <BR /><BR /><BR />Am 18. April wurde Kennedy &uuml;ber die kritische Situation in der Schweinebucht informiert. Als er vorschlug, die Guerillak&auml;mpfer sollten sich in die Berge im Hinterland zur&uuml;ckziehen, erfuhr er erstmals, dass das wegen der undurchdringlichen S&uuml;mpfe nicht m&ouml;glich war. Daraufhin autorisierte er, dass zwei amerikanische Jets &ndash; nach Entfernung der Markierung US Air Force &ndash; die B-26 bei ihrem Angriff unterst&uuml;tzen sollten. Die amerikanischen Jets tauchten dann allerdings eine Stunde vor Eintreffen der B-26 auf: Deren Piloten hatten nicht ber&uuml;cksichtigt, dass Guatemala und Kuba in verschiedenen Zeitzonen liegen. Die B-26 wurden dann von Castros Luftwaffe und Luftabwehr abgeschossen.<BR /><BR /><BR />Am Mittag des 19. April 1961 war alles vorbei. 104 Exilkubaner waren tot, nur 14 wurden von der US-Marine gerettet. Einen Aufstand gegen Castro gab es nicht.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311885_image" /></div>
<BR />Ein Jahr sp&auml;ter legte der CIA-Generalinspekteur Lyman Kirkpatrick einen bis 1998 geheim gehaltenen Bericht &uuml;ber das Desaster vor. <BR />Kirkpatrick  kam zu dem Schluss, dass die  Aktion &bdquo;l&auml;cherlich oder tragisch oder beides&ldquo; gewesen sei. Dann z&auml;hlte er eine fast endlose Reihe von Fehlern und Vers&auml;umnissen auf: die CIA-Agenten, die die Aktion leiteten, sprachen nur zu einem geringen Teil spanisch, behandelten aber gleichzeitig die ihnen untergebenen Freiwilligen &bdquo;wie Dreck&ldquo;.  Ein Aufstand in Kuba sei &bdquo;reines Wunschdenken&ldquo; gewesen. Es sei Pflicht der CIA und der Milit&auml;rs gewesen, dem Pr&auml;sidenten zur Absage der Aktion zu raten.<BR /><BR /><BR />Die etwa 1.200 Exilkubaner, die gefangen genommen wurden, wurden sp&auml;ter zu 30 Jahren Haft verurteilt und erst im Dezember 1962 im Austausch gegen Nahrungsmittel und Medikamente freigelassen. Das Geld daf&uuml;r stellten ihre Angeh&ouml;rigen zur Verf&uuml;gung, nicht etwa die US-Regierung.<BR /><h3>
Vorbereitungen  f&uuml;r eine erneute Invasion</h3><BR />Kennedy war ein Mann, der Niederlagen nicht so einfach akzeptierte; sein Bruder Robert noch weniger. Denn trotz &ndash; oder wegen &ndash; des Desasters in der Schweinebucht war Kennedy jetzt mehr denn je entschlossen, das Castro-Regime zu beseitigen. So genehmigte er im November 1961 die von seinem Bruder geleitete Operation &bdquo;Mongoose&ldquo; (Mungo): verdeckte Operationen zur Vorbereitung eines Aufstandes gegen Castro, gegebenenfalls auch seine Ermordung. &bdquo;Mongoose&ldquo; war nicht die Angelegenheit einiger rechter Extremisten, wie uns Oliver Stone in seinem Film &uuml;ber Kennedy weismachen will, im Gegenteil: Es wurde die bis dahin gr&ouml;&szlig;te Geheimoperation in der Geschichte der CIA mit etwa 400 Agenten und einem Jahresbudget von &uuml;ber 50 Millionen  Dollar. In Moskau und Havanna verst&auml;rkte sich der richtige Eindruck, dass es fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu einer Invasion Kubas durch die USA kommen werde.<BR /><h3>
Die Kubakrise 1962  und neue Invasionspl&auml;ne</h3><BR />Im Oktober 1962 entdeckten die Amerikaner dann sowjetische Atomraketen auf der Insel. Anschlie&szlig;end stand die Welt 13 Tage am atomaren Abgrund. Am Ende bauten die Sowjets die Raketen wieder ab &ndash; gegen die amerikanische Zusage: keine Invasion. Die  sollte allerdings nicht f&uuml;r alle Zeiten gelten.  Als Castro <TextHBlau>1975</TextHBlau> 60.000 Soldaten in den B&uuml;rgerkrieg nach Angola und Mosambik schickte, meinte <Fett>US-Au&szlig;enminister</Fett> Henry Kissinger: &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht dulden, dass eine kubanische Armee quer durch Afrika marschiert.&ldquo;<BR /><BR /><BR />Und zu Pr&auml;sident Gerald Ford im Beisein von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld: &bdquo;Ich denke, wir m&uuml;ssen Castro erledigen.&ldquo; Ford stimmte zu. (&bdquo;I agree.&ldquo;) Entsprechende  Invasionspl&auml;ne  wurden dann allerdings durch den Wahlsieg von <Fett>Jimmy Carter</Fett>  gestoppt.<BR /><BR />Kuba blieb f&uuml;r die USA das, was der Sprecher des au&szlig;enpolitischen Senatsausschusses, J. William Fulbright, 1961 zu Kennedy gesagt hatte: &bdquo;Ein Stachel im Fleisch, aber kein Dolch im Herzen&ldquo;. Versuche der CIA, Castro zu t&ouml;ten, scheiterten allerdings. Mit 90 Jahren starb er 2016 eines nat&uuml;rlichen Todes. Seit einigen Wochen steht Kuba jetzt auf der &bdquo;Wunschliste&ldquo; von Donald Trump. Da wei&szlig; man nie was kommt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311888_image" /></div>
<BR /><b><BR />Buchtipp:</b><BR /> Rolf Steininger, Die Kubakrise, M&uuml;nchen 2011, 173 Seiten (oder Kurzfassung der Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung, Erfurt 2017, 47 Seiten)]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Tue, 12 May 2026 14:18:03 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Tue, 12 May 2026 14:18:04 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Fidel Castro warf Kennedy am 16. April 1961 Flugzeugangriffe auf drei kubanische Städte im Morgengrauen vor. Tags darauf begann die Invasion in der Schweinebucht. © wikipedia Commons</media:title>
    <media:credit role="author">wikipedia Commons</media:credit>
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   <title>150 Jahre MGV Bozen: „Ein Unikum mit Tradition“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/150-jahre-mgv-bozen-ein-unikum-mit-tradition</link>
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   <description>Vor genau 150 Jahren gegründet, feiert der Männergesangverein Bozen am heutigen 12. Mai sein 150-jähriges Bestehen. Heute ist der Verein ein völlig anderer „und ein Unikum“, wie Obmann Andreas Albarello sagt. Aber auch wenn die musikalischen Ansprüche gestiegen sind und die Anzahl der Sänger gesunken ist,  ist eines doch gleich geblieben: die Freude, gemeinsam Spaß zu haben und gute Musik zu machen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (em)</author>
   <content:encoded><![CDATA[<b>Der MGV Bozen feiert heuer sein 150-Jahr-Jubil&auml;um. Ist so viel Tradition B&uuml;rde oder Freude?</b><BR />Andreas Albarello: Es &uuml;berwiegt die Freude. Sicher ist ein Jubil&auml;umsjahr immer auch zeit- und arbeitsintensiv f&uuml;r Mitglieder und Vorstand. Aber es ist ein positiver Stress f&uuml;r alle Beteiligten. Ich habe bei den Proben zu unseren Jubil&auml;umskonzerten nur freudige und erwartungsfrohe Gesichter gesehen.  <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311894_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Frohe Gesichter, die es am Gr&uuml;ndungstag des M&auml;nnergesangvereins auch gegeben hat?</b><BR />Albarello: &Uuml;ber das genaue Gr&uuml;ndungsdatum gehen die Meinungen auseinander. Fest steht, dass sich am 11. Mai 1876 die Mitglieder der damaligen Bozner Liedertafel im ehemaligen Gasthof &bdquo;Schgraffer&ldquo; zusammengesetzt und den M&auml;nnergesangverein Bozen aus der Taufe gehoben haben. Ob die Entscheidung vor oder nach Mitternacht gefallen ist, ist offen. Offiziell wurde der Gr&uuml;ndungsakt am 12. Mai 1876 hinterlegt. Insofern ist laut Archiv dieser Tag die offizielle Geburtsstunde des MGV.<BR /><BR /><b>Heute sorgt der MGV immer wieder f&uuml;r Verwirrung beim Publikum, wenn, wie am Wochenende bei den Konzerten, Frauen auftreten. </b><BR />Albarello: Diesbez&uuml;glich ist der MGV zweifelsohne ein Unikum im Land. Dass es im MGV einen Frauenchor gibt, hat geschichtliche Gr&uuml;nde. In den 1970er-Jahren gr&uuml;ndete der MGV Bozen eine der ersten Musikschulen in der Stadt Bozen. Aus dieser entstand ein M&auml;dchenchor, der immer auch bei den Konzerten des M&auml;nnergesangvereins auftrat. Aus den M&auml;dchen sind Frauen geworden. Seit rund zehn Jahren treten M&auml;nner und Frauen so gut wie nur mehr in gemischter Formation auf.  <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311897_image" /></div>
<BR /><b>Fehlt es dem MGV mittlerweile an M&auml;nnern?</b><BR />Albarello: In den vergangenen 20 Jahren ist es immer schwieriger geworden, M&auml;nner zum Singen zu animieren. Die Freizeitaktivit&auml;ten haben sich stark ver&auml;ndert und v.a. M&auml;nner stark in ihren Bann gezogen. Zudem will sich kaum mehr jemand zur w&ouml;chentlichen Chorprobe verpflichten &ndash; unabh&auml;ngig ob Mann oder Frau. <BR /><BR /><b> Und fr&uuml;her wurde wohl allgemein mehr gesungen &ndash; auch au&szlig;erhalb eines Chores.</b><BR />Albarello: Fakt ist, dass bei den Ch&ouml;ren im Land eine starke Professionalisierung stattgefunden hat. In den vergangenen 15 Jahren ist in den allermeisten Ch&ouml;ren die Musik zur Haupt-, das Vereinswesen zur Nebensache geworden. Dadurch f&uuml;hlen sich wohl vermehrt nur jene Menschen angesprochen, die ernsthaft Musik machen wollen. Einfach singen um des Singens Lust, egal wie es klingt, ist in den Hintergrund getreten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311900_image" /></div>
<BR /><b>Das hei&szlig;t, auch der MGV ist heute ein v&ouml;llig anderer Chor als bei seiner Gr&uuml;ndung?</b><BR />Albarello: Absolut. Er hat sich musikalisch gesteigert und weiterentwickelt. Dadurch sind nat&uuml;rlich auch S&auml;ngerinnen und S&auml;nger ausgestiegen.<BR /><BR /><b>Muss man umdenken, um wieder neue S&auml;ngerinnen und S&auml;nger zu gewinnen?</b><BR />Albarello: Nicht unbedingt. Im Vordergrund soll der Spa&szlig; stehen. Wenn es nur mehr darum geht, Noten und Takte zu pauken, geht die Freude verloren. Niemand will sich das nach einem strengen Arbeitstag auch in der Freizeit noch antun.  Den Spagat zwischen klanglicher Qualit&auml;t bei gleichzeitigem Spa&szlig; zu schaffen, ist sicher eine Herausforderung. Ich bin aber zuversichtlich, dass immer wieder Menschen den Weg zu uns finden, denen es darum geht, gemeinsam gute Musik zu machen &ndash; und sich nach Probe oder Konzert in geselliger Runde zusammenzusetzen. Denn auch das geh&ouml;rt nach wie vor zur guten Tradition des MGV Bozen.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Tue, 12 May 2026 13:17:02 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Tue, 12 May 2026 13:20:50 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Mit dem „Lobgesang“ von Felix Mendelssohn Bartholdy hat der MGV Bozen zusammen mit VocalArt Brixen und dem Amarida Ensemble am Wochenende den ersten Akt im Jubiläumsjahr gefeiert (im Bild das Konzert am Sonntag in der Stiftspfarrkirche von Gries).</media:title>
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   <title>Heinz Peter Geißler: „Ich schreibe, ohne zu wissen, was am Ende herauskommt“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/literatur/heinz-peter-geissler-ich-schreibe-ohne-zu-wissen-was-am-ende-herauskommt</link>
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   <description>Am Wochende ging die 18. Ausgabe des traditionsreichen Lyrikpreises Meran zu Ende. Aus den über 300 Einsendungen, nach den Lesungen der neun Finalistinnen und Finalisten und den spannungsvollen Gesprächen zum zeitgenössischen  Gedicht wurden die drei Preise vergeben: der Hauptpreis ging an Heinz Peter Geißler (D), der Alfred-Gruber-Preis an Verica Trickovic (Mazedonien, D) und der RAI Medien-Preis an Hartwig Mauritz (A).</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Heinz Peter Gei&szlig;ler, dessen Verse herbei kommen <i>&bdquo;wie ein Haus eine Maus&ldquo;</i> und der an einer Stelle schreibt: <i>&bdquo;Es gibt S&auml;tze, die ich gar nicht erst sag&ldquo;</i>  hatte  etwas zu sagen...<b>Von Ferruccio Delle Cave</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1311441_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Herr Gei&szlig;ler, Sie sind nun Tr&auml;ger des Meraner Lyrikpreises 2026. Bei der Preisverleihung habe ich Sie beobachtet und es schien mir, dass Sie von der Entscheidung der Jury &uuml;berrascht worden seien?</b><BR />Heinz Peter Gei&szlig;ler: Insgeheim habe ich es schon erwartet, in Meran einen Preis davontragen zu k&ouml;nnen. Auch die R&uuml;ckmeldung eines Jurors zu meiner Lesung und zu meinen Gedichten war f&uuml;r mich mehr als ermunternd. Da fing ich an die Sache zu glauben, beruhigte mich aber gleich wieder und sagte zu mir, wart mal ab.<BR /><BR /><BR /><b>Werden Sie im Segment Lyrik weiterarbeiten?  Oder changieren Sie zwischen Lyrik und Prosa?</b><BR />Gei&szlig;ler: Interessant ist, dass, wenn ich mir vornehme ein Gedicht zu schreiben, das w&auml;re f&uuml;r mich viel zu pathetisch, viel zu viel! So funktioniert es bei mir auch nicht. Ich schreibe, ohne zu wissen, was am Ende herauskommt. Auch diese Gedichte sind im Laufe mehrerer Jahre entstanden, zuerst als Prosa, dann als Gedicht. Dann redigiere ich den Text und schau, was kann ich damit machen. Die Texte kommen aus der Prosa und sind aber dann eindeutig Gedichte.  Als ich 2022 den Schw&auml;bischen Literaturpreis bekam, war es tats&auml;chlich andersherum. Da schrieb ich ein langes Gedicht und daraus entstand dann am Ende Prosa. So ist es bei mir tats&auml;chlich oft. <BR /><BR /><BR /><b>Eine letzte Frage: Wie lange arbeiten Sie schon mit Literatur? Von der Literatur leben zu k&ouml;nne, ist so einfach nicht?</b><BR />Gei&szlig;ler: Es fing schon seit Jugendzeiten bei mir an. Ich habe als Kind schon Romane und Kurzerz&auml;hlungen geschrieben, die zum Teil, wenn ich sie wieder anschaue, wundersch&ouml;n sind. So begann meine literarische T&auml;tigkeit, die ich auf jeden Fall auch so weiterf&uuml;hren will. <BR /><h3>
Zur Person Heinz Peter Gei&szlig;ler</h3>Er studierte Philosophie an der Hochschule f&uuml;r Philosophie M&uuml;nchen mit Abschluss M. A. Er lebt in M&uuml;nchen und Cormoret/Schweiz und ist freiberuflich als Lektorats- und Redaktionsmitarbeiter f&uuml;r verschiedene Verlage t&auml;tig; unter der Namensvariante Peter Gei&szlig;ler ver&ouml;ffentlichte er Kinderb&uuml;cher. 1997 erhielt er das Literaturstipendium der Landeshauptstadt M&uuml;nchen. 2022 gewann er mit seiner Kurzerz&auml;hlung Unsere ber&uuml;hmte argentinische Stille den Schw&auml;bischen Literaturpreis zum Thema &bdquo;Lost Places. Verlorene Orte&ldquo;. <h3>
Lyrik und Prosa (Auswahl)</h3>Ich geh mir einen Vogel fangen. u. a. Engeler, Schupfart 2021;<BR /> gr&uuml;ne Tiefe. Engeler, Schupfart 2022,<BR /> schwarz das Fell die Schuppen die Haut. Engeler, Schupfart 2024; <BR />ich lieg in deiner Hand drin. Klingental, Basel 2025. ]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 11 May 2026 14:34:41 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Mon, 11 May 2026 14:35:06 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Heinz Peter Geißler hoffte insgeheim auf den Preis. © Lyricpreis Meran</media:title>
    <media:credit role="author">Lyricpreis Meran</media:credit>
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   <title>Nobelpreisträger fordert Sanktionen gegen Regime in Belarus</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/nobelpreistraeger-fordert-sanktionen-gegen-regime-in-belarus</link>
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   <description>Der belarussische Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski hat sich für die Beibehaltung von EU-Sanktionen gegen das Regime von Alexander Lukaschenko ausgesprochen. Diese seien das zentrale Druckmittel, sagte der seit Dezember in Oslo im Exil lebende Menschenrechtler im APA-Gespräch am Rande des Journalismusfestes Innsbruck. Zugleich verwies er auf weiterhin tausende politische Gefangene in Belarus.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;Wenn es keine Sanktionen g&auml;be, w&uuml;rde ich weiterhin im Gef&auml;ngnis sitzen&ldquo;, sagte Bialiatski. Der Gr&uuml;nder der Menschenrechtsorganisation Wjasna war im Dezember 2025 nach &uuml;ber vier Jahren Haft gemeinsam mit mehr als hundert weiteren politischen Gefangenen freigekommen. Die Freilassung war im Zuge einer von den USA vermittelten Vereinbarung bzw. einer Aufhebung von Sanktionen erfolgt. Bialiatski wurde anschlie&szlig;end nach Litauen abgeschoben und lebt heute mit seiner Frau in Oslo.<BR /><BR />Die Freilassung politischer Gefangener sei zwar positiv zu bewerten, &auml;ndere aber nicht die politische Lage in Belarus. &bdquo;Auch wenn es mich freut, frei zu sein, sollte weiterhin versucht werden, durch Sanktionen eine Demokratisierung des Regimes anzustreben&ldquo;, erkl&auml;rte der Literaturwissenschaftler. Die Freilassung von Gefangenen zu erwirken, ohne eine strukturelle Ver&auml;nderung herbeizuf&uuml;hren, bringe jedenfalls wenig. Belarus solle dabei nicht mit Russland gleichgesetzt werden, betonte er. Es handle sich um ein eigenes Land und eine eigene Politik, auch wenn das Lukaschenko-Regime stark von Moskau abh&auml;ngig sei.<h3>&bdquo;System, in dem es nichts Demokratisches mehr gibt&ldquo;</h3>Bialiatski sprach von einem autorit&auml;ren System, in dem es &bdquo;nichts Demokratisches mehr&ldquo; gebe. Lukaschenko habe Russland im Krieg gegen die Ukraine zudem immer unterst&uuml;tzt und auch die belarussische Industrie arbeite f&uuml;r entsprechende milit&auml;rische Zwecke. Selbst Gefangene m&uuml;ssten f&uuml;r den Krieg arbeiten, berichtete der Menschenrechtler. Die EU m&uuml;sse daher weiter Druck aus&uuml;ben und zugleich darauf achten, dass Sanktionen nicht die belarussische Bev&ouml;lkerung, sondern Lukaschenko und sein Regime treffen.<BR /><BR />Wichtig sei, dass Belarussinnen und Belarussen weiterhin Visa erhalten und in die EU reisen k&ouml;nnten, sagte Bialiatski. Auch Studienm&ouml;glichkeiten in Europa und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r demokratische Kr&auml;fte im Exil seien notwendig. Viele Regimegegnerinnen und Regimegegner lebten heute in Litauen, Polen oder anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern. Er selbst arbeite derzeit zwischen Oslo, Vilnius und Warschau und suche Gespr&auml;che mit belarussischen Aktivisten, politischen Akteuren und internationalen Organisationen.<BR /><BR />F&uuml;r junge Menschen in Belarus sah Bialiatski kaum M&ouml;glichkeiten zu offenem politischem Engagement. &bdquo;Die jungen Leute in Belarus befinden sich nat&uuml;rlich unter Druck. Es gibt auch Angst&ldquo;, sagte er. Sichtbare Aktivit&auml;t k&ouml;nne Haft zur Folge haben. Zudem verwies er darauf, dass in Belarus derzeit rund 30 Journalisten inhaftiert seien. Bereits ein falsches &bdquo;Like&ldquo; in sozialen Medien k&ouml;nne indes zu ein bis zwei Jahren Gef&auml;ngnis f&uuml;hren, betonte Bialiatski.<BR /><BR />Nach seiner Freilassung m&uuml;sse er sich weiterhin an ein normales Leben gew&ouml;hnen, berichtete der 63-J&auml;hrige. In den ersten Monaten sei schon ein Supermarktbesuch in Oslo ungewohnt gewesen. Er habe alle Lebensmittel im Supermarkt haben wollen, weil sie ihm in der Haft gefehlt h&auml;tten. Seine Frau habe ihn jedenfalls bremsen m&uuml;ssen, scherzte Bialiatski. Auch Auftritte vor gro&szlig;em Publikum - wie am Samstag am Journalismusfest in Innsbruck - seien nach Monaten der Isolation eine Herausforderung.<BR /><BR />In der Haft habe er lange kaum Kontakt zu anderen Menschen gehabt, sagte er. W&auml;hrend er bei seiner ersten Haftzeit von 2011 bis 2014 noch viele Briefe erhalten habe, sei beim zweiten Mal nur ein Brief seiner Frau zu ihm durchgedrungen. Dennoch habe er seinen Weg nicht infrage gestellt, sagte Bialiatski: &bdquo;Ich war immer guter Dinge und habe nie an meinem Weg gezweifelt - ab und zu war ich aber traurig.&ldquo;<h3>Anwaltschaft f&uuml;r die Menschenrechte und Demokratie</h3>Der langj&auml;hrige Aktivist k&uuml;ndigte an, seine Arbeit f&uuml;r Menschenrechte und Demokratie fortzusetzen. &bdquo;Ich betreibe sozusagen eine Anwaltschaft f&uuml;r die Menschenrechte und Demokratie in Belarus&ldquo;, sagte er. Dar&uuml;ber hinaus wolle er horizontale Verbindungen zwischen demokratischen Aktivisten und Menschenrechtsorganisationen in Europa st&auml;rken. Internationale Unterst&uuml;tzung sei wichtig, den Wandel m&uuml;ssten schlussendlich aber die Belarussen selbst herbeif&uuml;hren.<BR /><BR />Bialiatski erhielt 2022 den Friedensnobelpreis, nachdem er bereits im Jahr zuvor festgenommen worden war. Kurz darauf wurde er in Minsk zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ende 2025 begnadigte der belarussische Pr&auml;sident Lukaschenko nach Verhandlungen mit dem US-Gesandten John Coale, der in wenigen Tagen wieder in Belarus erwartet werde, 123 Oppositionelle. Darunter war auch Bialiatski. Im Gegenzug wurde die Aufhebung US-amerikanischer Handelssperren gegen&uuml;ber Belarus erreicht.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Mon, 11 May 2026 08:19:22 +0200</pubDate>
   <spn:modDate>Mon, 11 May 2026 08:19:36 +0200</spn:modDate>
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    <media:title>Ales Bialiatski spricht kurz nach seiner Entlassung mit Journalisten. © APA/AFP / PETRAS MALUKAS</media:title>
    <media:credit role="author">PETRAS MALUKAS</media:credit>
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   <title>Katharina Gschnell – Neue Perspektiven für ein junges Publikum</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/theater/katharina-gschnell-neue-perspektiven-fuer-ein-junges-publikum</link>
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   <description>Katharina Gschnell ist Schauspielerin und Regisseurin in einem, die seit 2012 in Theater, Film und Fernsehen tätig ist. Nach ihrer Ausbildung an der Schauspielschule Innsbruck mit staatlichem Abschluss in Wien arbeitete sie vor allem als Schauspielerin in Südtirol und allgemein im deutschsprachigen Raum freischaffend. Nun ist  Gschnell die neue Künstlerischen Leiterin   der Freilichtspiele Südtiroler Unterland“ und vom „Theater an der Etsch“.</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Wir haben mit ihr gesprochen. <b>von Ferruccio Delle Cave</b><BR /><BR />K<b>atharina Gschnell</b> ist Schauspielerin und Regisseurin in einem, die seit 2012 in Theater, Film und Fernsehen t&auml;tig ist. Nach ihrer Ausbildung an der Schauspielschule Innsbruck mit staatlichem Abschluss in Wien arbeitete sie vor allem als Schauspielerin in S&uuml;dtirol und allgemein im deutschsprachigen Raum freischaffend. Neben zahlreichen Engagements auf renommierten B&uuml;hnen sowie in Film-  und TV-Produktionen ist sie Mitbegr&uuml;nderin des Schauspielerinnenkollektivs &bdquo;binnen-I&ldquo;. <BR /><BR />Seit einigen Jahren ist Katharina Gschnell auch als Regisseurin t&auml;tig, so f&uuml;rs &bdquo;Theater an der Etsch&ldquo; in &bdquo;Fr&auml;ulein Braun&ldquo; und &bdquo;Alte Liebe&ldquo;. Seit diesem Jahr hat sie die k&uuml;nstlerische Leitung der traditionsreichen &bdquo;Freilichtspiele S&uuml;dtiroler Unterland&ldquo; &uuml;bernommen. Katharina Gschnell setzt sich in ihrer k&uuml;nstlerischen T&auml;tigkeit besonders f&uuml;r zeitgen&ouml;ssische Zug&auml;nge, neue Perspektiven und die &Ouml;ffnung des Theaters f&uuml;r ein breites, junges Publikum ein.<BR /><BR /><b>Sie haben k&uuml;rzlich die k&uuml;nstlerische Leitung der &bdquo;S&uuml;dtiroler Freilichtspiele Unterland&ldquo; und des &bdquo;Theater an der Etsch&ldquo; &uuml;bernommen. Was bedeutet Ihnen diese Aufgabe und welche Herausforderungen sehen Sie dabei?</b><BR />Katharina Gschnell: Ich f&uuml;hle mich den Freilichtspielen schon l&auml;nger sehr verbunden. Bereits w&auml;hrend der Schauspielausbildung hat mich mein erster Weg zu den FSU und zu Roland Selva gef&uuml;hrt, weil ich einfach in Ber&uuml;hrung mit Theater sein und Erfahrungen sammeln wollte und die Freilichtspiele sind, neben den Heimatb&uuml;hnen, das Theater, das f&uuml;r das Unterland steht. Roland Selva hat mir schon bald nach der Ausbildung gr&ouml;&szlig;ere Rollen anvertraut, wodurch ich viel gelernt habe und wof&uuml;r ich sehr dankbar bin. Seit 2015 bin ich auch Teil des Vereinsvorstandes. Der Verein f&uuml;hlt sich also ein bisschen wie meine &bdquo;Theaterheimat&ldquo; an und von dem her erf&uuml;llt mich der Schritt in die Leitung nat&uuml;rlich mit Freude und Stolz, aber auch mit Respekt. Es ist eine lange Theatertradition, der man hier gerecht werden darf, und dabei gleichzeitig seine eigene Richtung zu finden, wird, denk' ich, eine der gro&szlig;en Herausforderungen. Diese Balance zu schaffen zwischen Vertrautem und Neuem. Und im Weiteren besteht der Verein ja aus Menschen, deren Liebe zum Theater und ehrenamtliche T&auml;tigkeit die Freilichtspiele am Leben halten und da w&uuml;nsche ich mir auch sehr, dass es mir und uns weiterhin gelingt, eine so sch&ouml;ne Gemeinschaft zu bleiben, die Freude am Entstehenlassen von Kultur hat. <BR /><BR /><b>Beide in Neumarkt angesiedelten Theaterunternehmungen sind kulturell im regionalen Kontext entstanden und immer noch verankert. Sehen Sie dies in Ihrer Arbeit als Problem oder als Chance?</b><BR />Gschnell: Wo Theater- und Kulturr&auml;ume, auch im regionalen Kontext, entstehen und sich dann auch noch f&uuml;r so lange Zeit erfolgreich halten k&ouml;nnen, sehe ich immer eine Chance. Es bedeutet ja, dass die Nachfrage danach vorhanden ist und auch der Wille der Menschen und Institutionen, die es mittragen, es weiterhin zu erhalten. Letzten Endes tragen ja auch die kleiner strukturierten und regional gef&uuml;hrten Kultureinrichtungen einen wesentlichen Teil zu dieser Kulturdichte und -vielfalt in S&uuml;dtirol bei und das ist ja etwas Sch&ouml;nes. Aus der regionalen Pr&auml;gung und dem unmittelbaren Umfeld von Neumarkt und dem restlichen Unterland sind die Freilichtspielen ja auch entstanden, und es ist demnach auch identit&auml;tsstiftend f&uuml;r uns und dieser Geist darf und soll auch weiterhin bestehen. Sei es in Form von unseren Laienspielerinnen und -spielern vor Ort, oder in Form von sprachlichen oder textlichen Anpassungen oder einfach nur durch den Unterlandler Charme, den wir hoffentlich mitbringen! <BR /><BR /><b>Sie haben seit Ihrem Beginn allein auf dem Theater in mehr als 30 St&uuml;cken als Schauspielerin mitgewirkt. Nun sind sie auch Regisseurin. Wie beeinflusst diese Doppelrolle Ihre Arbeit als Intendantin?</b><BR />Gschnell: Aus der k&uuml;nstlerischen Perspektive erh&auml;lt man durch die Regie schon diesen Blick von Au&szlig;en auf eine Inszenierung und sp&uuml;rt eine Art Gesamtverantwortung, die ich als Schauspielerin in dieser Form noch nicht kannte. Diese Verantwortungsebene und der &Uuml;berblick &uuml;bers gro&szlig;e Ganze ist nat&uuml;rlich etwas, was ich in der T&auml;tigkeit als k&uuml;nstlerische Leitung nun wiedererkenne und das mir jetzt hilft. Was die Vereinbarkeit dieser drei Aufgaben, Regie, Schauspiel und k&uuml;nstlerische Leitung angeht, bin ich selbst noch gespannt, wie es sich in den n&auml;chsten Jahren entwickeln wird. Bis jetzt habe ich bei den Winterproduktionen des Theaters an der Etsch Regie gef&uuml;hrt; gerne m&ouml;chte ich mich in den kommenden Jahren auch in der Inszenierung der gr&ouml;&szlig;eren Sommerproduktion versuchen. Bis dahin freu' ich mich &uuml;ber die Mitarbeit externer Regisseurinnen und Regisseure und vielleicht ergibt sich da ja auch mal eine passende Konstellation, um auch als Schauspielerin mitzuwirken. Au&szlig;erhalb des FSU-Kontextes m&ouml;chte ich auf jeden Fall, insofern es die Zeit zwischen der k&uuml;nstlerischen Leitung und meiner Familie zul&auml;sst, auch weiterhin als Schauspielerin arbeiten. <BR /><BR /><b>Ihre Regiearbeiten f&uuml;rs &bdquo;Theater an der Etsch&ldquo; zeichnen sich durch eine emotionale Dichte aus. Was ist Ihnen in der Regie besonders wichtig?</b><BR />Gschnell: In der zwischenmenschlichen Arbeit mit dem Team ist es mir besonders wichtig, dass ein offenes, vertrauensvolles Umfeld geschaffen wird, sodass sich jeder wohl f&uuml;hlt und der Boden gegeben ist f&uuml;r ein freies, kreatives Arbeiten. Inhaltlich oder k&uuml;nstlerisch gef&auml;llt es mir, Geschichten aussuchen zu k&ouml;nnen, die ich f&uuml;r erz&auml;hlenswert halte oder deren Essenz ich anderen Menschen mitgeben m&ouml;chte. Vielleicht spielt emotionale Dichte da tats&auml;chlich eine Rolle, ja. In der Inszenierung selbst bin ich dann auf der Suche nach Authentizit&auml;t, Ehrlichkeit und manchmal auch Verr&uuml;cktheit. Ich m&ouml;chte durch Stimmungen, in Bildern oder durch Formen das Publikum erreichen und ihm etwas mitgeben, sei es Identifikation, oder Freude, aber es kann auch Unwohlsein oder Befremdlichkeit sein. Wenn es gelingt, die Menschen im Zuschauerraum in irgendeiner Form mitzunehmen oder zu ber&uuml;hren &ndash;  das ist das Sch&ouml;nste an Theaterberufen. <BR /><BR /><b>Freilichtspiele geh&ouml;ren im gesamten deutschsprachigen Raum zu H&ouml;hepunkten des regionalen Theaterlebens, in dem, neben Profis immer auch Laienschauspieler auftreten. Sehen Sie in dieser Mischung eine besondere Chancen und Herausforderung?</b><BR />Gschnell: In der eigener Erfahrung als Schauspielerin fand ich es immer eine enorme Bereicherung, wenn es Teams gab, in denen Laien und Profis gemeinsam spielen. Man kann in beide Richtungen so viel voneinander lernen. Was ich bei Laienschauspielerinnen und -schauspielern oft bewundere ist z.B. die anhaltende Begeisterung f&uuml;rs Theater, die Direktheit in der Sprache, vor allem im Dialekt oder deren Mut im Spiel. Aber da gibt es noch Vieles mehr, und umgekehrt macht es Laien hoffentlich auch Spa&szlig;, mit Profis zu arbeiten. Aus Sicht der Regie ist es vielleicht schon nochmals eine andere Herausforderung, weil verschiedenste Spielstile oder Herangehensweisen aufeinander treffen, die man innerhalb einer Produktion im besten Fall auf einen gemeinsamen Nenner bringen muss. Allgemein sehen wir aber diese Mischung zwischen Laien und Profis ja bei allen gr&ouml;&szlig;eren Freilichtspielen in S&uuml;dtirol: Es ist &uuml;ber die Jahre so gewachsen und hat meines Erachtens totale Berechtigung, einen besonderen Charme und ist eine Chance auf Ber&uuml;hrung auch zwischen den K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstlern. <BR /><BR /><b>Verraten Sie unseren Lesern und Leserinnen den Titel des diesj&auml;hrigen Theaterst&uuml;cks f&uuml;r die Freilichtspiele und das n&auml;chste f&uuml;rs &bdquo;Theater an der Etsch?</b><BR />Gschnell: Das w&uuml;rde ich sehr gerne, aber f&uuml;r Mai 2026 ist wieder die j&auml;hrliche Pressekonferenz gemeinsam mit den zwei anderen &auml;ltesten Freilichtspielen S&uuml;dtirols &ndash;  den Freilichtspielen Lana und den Rittner Sommerspielen &ndash;  geplant und wir alle freuen uns im Zuge der Konferenz unsere Sommerst&uuml;cke bekannt zu geben. Die Zuschauenden d&uuml;rfen sich auf jeden Fall auf ein bunt gemischtes, abwechslungsreiches Sommerprogramm freuen! <BR /><BR />Infos:   <a href="https://www.fsu-neumarkt.com/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.fsu-neumarkt.com</a>]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sun, 10 May 2026 11:59:59 +0200</pubDate>
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    <media:title>Katharina Geschnell   leitet die Freilichtspiele Südtiroler Unterland: Sie möchte mit den Geschichten Emotionen auslösen. © ROBERT VON AUFSCHNAITER</media:title>
    <media:credit role="author">ROBERT VON AUFSCHNAITER</media:credit>
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   <title>„Wir erkennen uns wieder“</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/kino-tv/wir-erkennen-uns-wieder</link>
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   <description>„My Boyfriend El Fascista“ von Matthias Lintner gewann im vergangenen Jahr  am Filmfestival in Bozen den Publikumspreis. Der Film bewegt sich zwischen Intimität und Politik und folgt der Beziehung von Matthias und Sadiel. Vor heimischer Kulisse prallen ihre Überzeugungen aufeinander: Während Sadiel, enttäuscht von der Realität in Kuba, zunehmend rechte Positionen entwickelt, bleibt Matthias seinen progressiven Idealen treu.</description>
   <author>redaktion@stol.it (splus)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Ihre Beziehung wird so zum Ort permanenter Auseinandersetzung, in dem sich Liebe und Ideologie untrennbar verschr&auml;nken. Zwischen z&auml;rtlichen Momenten, politischer Brisanz und leiser Komik entfaltet sich ein sensibles Portr&auml;t zweier Welten. Matthias und Sadiel erz&auml;hlen im Interview, warum der Film eine gute &Uuml;bung war, eigene Gewissheiten  anzuzweifeln. <b>Von Ida Walder</b><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310595_image" /></div>
<BR /><BR /><BR /><b>Wann hat sich f&uuml;r dich der Moment ergeben, euer privates Leben filmisch zu bearbeiten, bzw.  war das Projekt  von Anfang an als Film gedacht oder hat  sich  dies erst im Prozess entwickelt?</b><BR />Matthias Lintner: Ganz ehrlich: Ich habe einfach angefangen zu filmen, weil mich Sadiels Energie total fasziniert hat. Er kam in mein Leben wie ein kleiner Sturm. Erst nach und nach habe ich gemerkt, dass da mehr drin steckt. Dass diese Beziehung nicht nur privat ist, sondern auch etwas Gr&ouml;&szlig;eres erz&auml;hlt. So ist der Film eigentlich im Prozess entstanden, Schritt f&uuml;r Schritt, fast wie eine Art Tagebuch, das sich irgendwann verselbstst&auml;ndigt hat. Mich hat erstaunt, dass die Doku manchmal wie ein Spielfilm wahrgenommen wird  &ndash;   viele Leute verstehen also gar nicht, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt.<BR /><BR /><BR /><b>Der Film kreist stark um die politische Spannung zwischen euch. Wie hat sich aus diesem pers&ouml;nlichen Projekt auch ein politischer Film entwickelt?</b><BR />Lintner: Das kam relativ fr&uuml;h, aber ich habe es zuerst nicht ganz ernst genommen. Ich dachte: Ja gut, wir haben einfach unterschiedliche Meinungen. Aber dann wurde mir klar, dass es nicht nur um unsere Meinungen geht, sondern um ganz unterschiedliche Sichtweisen auf Gerechtigkeit, Freiheit, aber auch Politik, Wirtschaft etc... Sp&auml;testens als in Italien jemand wie Giorgia Meloni an die Macht kam, habe ich gemerkt, dass das, was bei uns zu Hause passiert, eigentlich &uuml;berall passiert. Da wurde aus einem Beziehungsfilm pl&ouml;tzlich auch ein politischer Film.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310598_image" /></div>
<BR /><BR /><BR /><b>Sadiels politische Entwicklung ist stark mit seiner Biografie in Kuba verbunden. Wie bist du als Filmemacher damit umgegangen, eine Realit&auml;t zu zeigen, die deiner eigenen politischen Perspektive widerspricht?</b><BR />Lintner: Das war wahrscheinlich die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung. Man hat ja immer den Impuls, Recht haben zu wollen. Aber ich habe gemerkt: Wenn ich wirklich verstehen will, muss ich erst mal zuh&ouml;ren. Nicht um zuzustimmen, sondern um den anderen nicht sofort in eine Schublade zu stecken. Ich habe dabei auch gemerkt, wie schnell man selbst in so einer politischen Blase lebt. Der Film war f&uuml;r mich eine gute &Uuml;bung, diese eigenen Gewissheiten mal anzuzweifeln.<BR /><BR /><BR /><b>Inwiefern hat sich dein Blick auf die Beziehung durch den Akt des Filmens ver&auml;ndert? Gab es Momente, in denen die Kamera Dinge sichtbar gemacht hat, die dir vorher nicht klar waren?</b><BR />Lintner: Ja, absolut. Die Kamera war irgendwann wie eine dritte Person im Raum. Sie hat Dinge sichtbar gemacht, die man im Alltag gerne &uuml;bersieht oder verschiebt. Pl&ouml;tzlich konnte man nicht mehr so leicht ausweichen. Manchmal schaut man sich sp&auml;ter Material an und denkt: Ah, so hat sich das also wirklich angef&uuml;hlt. In dem Moment selbst ist man oft viel zu sehr drin, um das klar zu sehen.<BR /><BR /><BR /><b>Wie sah der gemeinsame Entscheidungsprozess mit Sadiel aus, wenn es darum ging, was im Film gezeigt wird und was nicht? Gab es Grenzen, die ihr klar definiert habt?</b><BR />Lintner: Wir haben viel dar&uuml;ber gesprochen, auch gestritten. Das geh&ouml;rt dazu. Es gab keine festen Regeln von Anfang an, aber eine wichtige gemeinsame Linie: Der Film sollte ehrlich sein, aber nicht verletzend. Also nichts zeigen, nur um jemanden blo&szlig;zustellen. Am Ende war es ein Vertrauensprozess. Und auch ein Prozess von Mut, weil man nat&uuml;rlich nie ganz kontrollieren kann, wie so etwas sp&auml;ter beim Publikum ankommt.<BR /><BR /><BR /><b>Der Film wurde auf Festivals rund um die Welt gezeigt, auch beim Filmfestival in Bozen, wo er den Publikumspreis gewonnen hat. Welche Bedeutung hatte es f&uuml;r dich  &ndash;  mit einer queeren Geschichte  &ndash;  den Publikumspreis in Bozen zu gewinnen?</b><BR />Lintner: Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich ber&uuml;hrt. Gerade weil es kein klassisches Gro&szlig;stadtfestival ist, sondern ein Publikum, das vielleicht nicht jeden Tag mit solchen Themen konfrontiert ist. Dass so viele Menschen gesagt haben: <Kursiv>&bdquo;Wir erkennen uns da wieder&ldquo;,</Kursiv> das war f&uuml;r mich das Sch&ouml;nste. Und es zeigt vielleicht auch, dass es am Ende gar nicht nur um eine queere Geschichte geht. Sondern um etwas sehr Grunds&auml;tzliches: Wie wir miteinander umgehen, wenn wir unterschiedlich denken. Und vielleicht auch darum, dass man sich nicht sofort einig sein muss, um sich trotzdem ernst zu nehmen.<BR /><BR /><BR /><b>Der Titel des Films ist provokant: &bdquo;My Boyfriend el Fascista&ldquo;. Warum hast du so einen starken Namen gew&auml;hlt?</b><BR />Lintner: Weil es ein Wort ist, das sofort die T&uuml;r zuschl&auml;gt. Sobald man es h&ouml;rt, h&ouml;rt man auf zuzuh&ouml;ren. Ich wollte das Gegenteil. Einen Raum &ouml;ffnen. Heute geht uns das Wort &bdquo;Faschist&ldquo; erstaunlich schnell &uuml;ber die Lippen. Aber selten fragen wir uns wirklich, wer da vor uns steht. Der Titel ist eine Provokation. Aber eine, die dich zwingt, genauer hinzusehen.<BR /><BR /><BR /><Fett>Termin:</Fett> Der Film ist derzeit im Filmclub Bozen zu sehen.<BR /><h3>
Drei Fragen an Sadiel Gonzalez</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310601_image" /></div>
<BR /><BR /><BR /><b>Wie war es f&uuml;r dich, deine pers&ouml;nliche Geschichte, die auch eine starke politische Komponente hat, in einem so intimen Film zu erz&auml;hlen?</b><BR />Sadiel Gonzalez: In Kuba ist Politik keine Meinung, sondern die Luft, die man atmet. Deshalb waren f&uuml;r mich das Pers&ouml;nliche und das Politische schon immer ein und dasselbe. Als ich nach Europa kam, fiel mir das Gegenteil auf: Politik schien etwas Optionales zu sein. Und Kuba wurde wie eine Postkarte dargestellt: sch&ouml;n, exotisch, fast in der Zeit stehen geblieben. Aber f&uuml;r mich war es nie eine Postkarte. Der schwierigste Teil des Films war es, mich ungesch&uuml;tzt zu zeigen. In den Momenten, in denen ich Fehler machte, in denen ich falsch reagierte. Aber genau dort wird der Film echt. Ich habe Matthias vertraut, und dieses Vertrauen hat es mir erm&ouml;glicht, zu bleiben, auch wenn es einfacher gewesen w&auml;re, mich zu verstecken.<BR /><BR /><BR /><b>Deine politischen Ansichten sind stark von deinen Erfahrungen in Kuba gepr&auml;gt. Welche konkreten Erfahrungen oder Beobachtungen haben dein politisches Denken am st&auml;rksten beeinflusst?</b><BR />Gonzalez: Was mich am meisten gepr&auml;gt hat, war das Aufwachsen an einem Ort, an dem st&auml;ndig von Gleichheit und Gerechtigkeit gesprochen wurde, w&auml;hrend im wirklichen Leben viele Menschen in Angst, Not und  unfrei lebten. Ich habe die Doppelmoral gesehen: Das, was man in der &Ouml;ffentlichkeit sagt, und das, was man zu Hause denkt. Kontrolle wurde als Schutz dargestellt, und die Menschen passten sich an, um zu &uuml;berleben. Das hat mich sehr sensibel gegen&uuml;ber jeder Ideologie gemacht, die im Namen des Guten Gehorsam fordert. Wenn mir jemand sagt: <Kursiv>&bdquo;Du musst so denken&ldquo;</Kursiv>, geht bei mir innerlich ein Licht an. F&uuml;r mich ist Freiheit kein Slogan. Es ist die M&ouml;glichkeit, atmen zu k&ouml;nnen, ohne um Erlaubnis zu fragen.<BR /><BR /><BR /><b>Kannst du einige konkrete Erfahrungen aus deinem Alltag in Kuba schildern, die diese &Uuml;berzeugungen best&auml;rkt haben?</b><BR />Gonzalez: Ich bin in gro&szlig;er Armut aufgewachsen. Ich erinnere mich, wie meine Mutter sich jeden Tag fragte, was wir essen k&ouml;nnten. Die staatlich subventionierten Lebensmittel reichten nur f&uuml;r wenige Tage, dann begann der Kampf, um &uuml;ber die Runden zu kommen.  Ich habe die Angst vor der Polizei wegen Kleinigkeiten erlebt, wie zum Beispiel dem Verkauf kleiner Waren, um zu &uuml;berleben. Ich habe gesehen, wie Menschen alles verloren haben, weil der Handel vom Staat kontrolliert wurde. Auch die Bauern riskierten, ihre Ernte beschlagnahmt zu bekommen. In der Schule lernt man fr&uuml;h, die Dinge &bdquo;richtig&ldquo; zu sagen, um keine Probleme zu bekommen.  Auch in meiner Familie habe ich Widerspr&uuml;che erlebt: Mein Gro&szlig;vater hatte an die Revolution geglaubt, starb aber arm. Das hat mir eine Frage hinterlassen: War die Gleichheit real oder nur ein Wort? Lange Zeit hatte ich Angst zu sprechen, selbst als ich im Ausland lebte, weil ich bef&uuml;rchtete, meine Mutter nicht wiedersehen zu k&ouml;nnen. Erst als sie hierherkam, ist diese Angst verschwunden.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sat, 09 May 2026 13:48:41 +0200</pubDate>
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    <media:title>Ihre politische Ansichten driften auseinander, doch sie achten sich: Matthias Lintner  und  Sadiel Gonzalez (v.l.). © verleih</media:title>
    <media:credit role="author">verleih</media:credit>
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   <title>Start ohne Party: Nach Eklat eröffnet die Venedig-Biennale</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/start-ohne-party-nach-eklat-eroeffnet-die-venedig-biennale</link>
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   <description>Nach all dem Ärger um die Teilnahme Russlands und Israels startet die 61. Kunstbiennale in Venedig ohne Zeremoniell. Wenn eine der wichtigsten internationalen Kunstveranstaltungen um 11 Uhr ihre Tore für ein breites Publikum öffnet, geschieht das ohne Eröffnungsfeier. Da die Jury im Streit zurückgetreten ist, wird es Preise erst zum Abschluss im November geben, dann vergeben durch das Publikum.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;Bei der Biennale hat Putin gewonnen&ldquo;, meint Italiens Kulturminister Alessandro Giuli bitter. H&auml;tte Biennale-Leiter Pietrangelo Buttafuoco die Regierung vor irgendeiner Zusage &uuml;ber Russlands Teilnahmewunsch informiert, dann h&auml;tte man das als Verhandlungsmasse nutzen k&ouml;nnen &ndash; vielleicht f&uuml;r eine Waffenruhe in der Ukraine, sagte er der italienischen Zeitung &bdquo;Corriere della sera&ldquo;. Das sehen nicht alle so: Italiens rechter Vize-Regierungschef Matteo Salvini warnt vor Zensur.<BR /><BR />Buttafuoco reagiert mit Unverst&auml;ndnis auf seine Kritiker, beklagt Intoleranz und Zensurvorw&uuml;rfe. Die Biennale sei kein Gericht. &bdquo;Dies ist ein Garten des Friedens, ein Ort, an dem ausgestellt wird, ein Ort, an dem diskutiert wird, ein Ort, wo man sich zuh&ouml;rt&ldquo;, sagte er.<BR /><BR />Russland, das heute den Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg feiert, sieht die erste Teilnahme seit Beginn seiner Invasion in der Ukraine als Ende seiner kulturellen Isolation im Westen. Rund 50 vom russischen Staat handverlesene K&uuml;nstler, darunter Musiker, Dichter und Philosophen, arbeiteten an dem Musik- und Performanceprojekt &bdquo;Der Baum ist im Himmel verwurzelt&ldquo;.<BR /><BR />Zwar bleibt der Pavillon, der Eigentum des russischen Staates ist, ab heute f&uuml;r ein breites Publikum geschlossen. Besucher sehen aber drau&szlig;en die Installation auf einem gro&szlig;en Bildschirm. Das sei von Anfang an so geplant gewesen, sagt die umstrittene Kuratorin Anastassija Karnejewa, Tochter eines beim Staatskonzern Rostec t&auml;tigen R&uuml;stungsmanagers im Rang eines Geheimdienstgenerals.<BR /><BR />Kritiker verurteilen die russische Kulturoffensive als Teil von Moskaus &bdquo;hybrider Kriegsf&uuml;hrung&ldquo;. W&auml;hrend Russland t&ouml;te, &ouml;ffne die Biennale ihre T&uuml;ren f&uuml;r Kremlchef Wladimir Putins Funktion&auml;re und Propagandisten, sagt Nadja Tolokonnikowa, Frontfrau der in Russland verbotenen Punkband Pussy Riot.<BR /><BR />Die Biennale h&auml;tte nach ihrer Darstellung von &bdquo;Putins Regime&ldquo; verfolgte russische K&uuml;nstler einladen k&ouml;nnen. &bdquo;Kunst ist niemals neutral&ldquo;, betonte sie bei einer Protestaktion am Pavillon gemeinsam mit ukrainischen Aktivistinnen der Gruppe Femen.<BR /><BR />Die Ukraine protestierte auch gegen Russlands R&uuml;ckkehr zur Biennale, weil im Zuge des Moskauer Krieges nach offiziellen Angaben Kiews mittlerweile Tausende Kulturdenkm&auml;ler und andere kulturelle Einrichtungen zerst&ouml;rt oder besch&auml;digt wurden. Zehntausende f&uuml;r die Identit&auml;t des Landes wichtige Kulturobjekte seien verschleppt worden &ndash; und 346 K&uuml;nstler im Zuge der russischen Invasion get&ouml;tet worden, hei&szlig;t es in Kiew.<BR /><BR />Das von Russlands Krieg geschundene Land bringt das Projekt &bdquo;Sicherheitsgarantien&ldquo; nach Venedig. Dazu bildet die ukrainische K&uuml;nstlerin Schanna Kadyrowa ihre Skulptur &bdquo;Origami-Hirsch&ldquo; aus Papier nach &ndash; das Kunstwerk wurde 2024 in den Kriegswirren aus der Stadt Pokrowsk im Gebiet Donezk in Sicherheit gebracht.<BR /><BR />Viele L&auml;nderpavillons auf der Kunstbiennale von Venedig hatten am Freitag, dem letzten Preview-Tag vor der allgemeinen &Ouml;ffnung, ihre Tore nicht ge&ouml;ffnet. Auch der von Florentina Holzinger bespielte &Ouml;sterreich-Pavillon, der zuletzt die Massen anzog, blieb zu. Grund war ein breit angelegter Protest gegen die Teilnahme Israels. Organisiert wurde der Streik von der Aktivistengruppe &bdquo;Art Not Genocide Alliance (ANGA)&ldquo;.<BR /><BR />Und Israel? Immerhin wollte die Jury das Land gemeinsam mit Russland von der Preisvergabe ausschlie&szlig;en, bevor sie geschlossen zur&uuml;cktrat. &Uuml;ber diesen R&uuml;cktritt habe er sich gefreut, sagte der rum&auml;nisch-israelische Bildhauer Belu-Simion Fainaru, der Zeitung &bdquo;Welt&ldquo;. Doch in Venedig sei er &bdquo;v&ouml;llig isoliert&ldquo;, berichtete der Gestalter des israelischen Pavillons. &bdquo;Mit keinem einzigen K&uuml;nstler und Kurator auf der Biennale gibt es Interaktion.&ldquo;<BR /><BR />F&uuml;r die Politik der israelischen Regierung, gegen dessen Chef Benjamin Netanjahu ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen vorliegt, will Fainaru nicht verantwortlich gemacht werden. &bdquo;Ich jedenfalls bin als K&uuml;nstler nach Venedig gekommen, und nicht, um meine politische Haltung oder diejenige meines Landes zu vertreten oder um mich zu Vorw&uuml;rfen gegen einen Regierungschef zu &auml;u&szlig;ern&ldquo;, sagte er der &bdquo;J&uuml;dischen Allgemeinen&ldquo;. &bdquo;Das w&uuml;rde ich sehr gerne den Politikern &uuml;berlassen.&ldquo;<BR /><BR />Demonstranten ruft die Teilnahme Israels dennoch auf den Plan: Am Vorabend der Er&ouml;ffnung gingen in Venedig etwa 2.000 Menschen auf die Stra&szlig;e. Die Polizei dr&auml;ngte sie mit Schildern und Schlagst&ouml;cken zur&uuml;ck.]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Sat, 09 May 2026 07:17:34 +0200</pubDate>
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    <media:title>Russischer Pavillon bleibt geschlossen. © APA/AFP / MARCO BERTORELLO</media:title>
    <media:credit role="author">MARCO BERTORELLO</media:credit>
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   <title>„Bei Festivals habe ich fast die eindrucksvollsten Erfahrungen gemacht“</title>
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   <description>Mehr, als er zugeben sollte, freut sich Volker Jacobsen auf das bevorstehende Kammermusikfestival in Völs am Schlern, an dem er nicht zum ersten Mal teilnimmt. Seine Gastspiele in Südtirol, auch beim Originalklang Project der Mahler Academy im Sommer, liegen dem deutschen Bratschisten, der zu den Gründungsmitgliedern des Artemis Quartetts zählt, spürbar am Herzen.</description>
   <author>redaktion@stol.it (eva)</author>
   <content:encoded><![CDATA[Mehr davon erz&auml;hlt er im Gespr&auml;ch.<BR /><BR /><BR /><b>Herr Jacobsen, die Konzerte in V&ouml;ls finden au&szlig;erhalb &bdquo;seri&ouml;ser&ldquo; Konzerts&auml;le statt, in Scheunen, Buschensch&auml;nken und Tischlereien. F&uuml;r das Publikum ist das immer reizvoll &ndash; ist es f&uuml;r die Musiker eigentlich auch so toll oder eher eine Zumutung?</b><BR />Volker Jacobsen  (lacht): Wir k&ouml;nnen frei reden? Das ist immer unterschiedlich, es hat nat&uuml;rlich so einen leichten Werkstattcharakter, ist ein Experiment. Und manchmal entsteht etwas Besonderes und manchmal eben auch nicht.<BR /><BR /><b>Als Musiker h&auml;tte man doch lieber die perfekte Akustik?</b><BR /> Jacobsen: Am Ende geht es ja eigentlich um etwas ganz anderes, n&auml;mlich um diese St&uuml;cke, die man da spielt. Und wenn es gut l&auml;uft, f&auml;ngt man an, so ein Mozart-Quintett zu spielen, was zum Wichtigsten geh&ouml;rt, was man spielen kann, und nach den ersten paar Takten ist man vielleicht etwas verbl&uuml;fft, wie es klingt. Aber die Herausforderung ist, das so schnell wie m&ouml;glich zu vergessen und vor allen Dingen vergessen zu lassen, weil es eigentlich um etwas v&ouml;llig anderes geht. Gerade in Festivalzusammenh&auml;ngen habe ich fast die eindrucksvollsten Erfahrungen gemacht. Dass es unabh&auml;ngig vom Kontext schlicht um Wahrheit geht. Und die Wahrheit hat zu tun mit dem St&uuml;ck, mit der Begegnung mit dem Publikum, das Publikum daran teilhaben zu lassen. F&uuml;r mich ist es fast ein Qualit&auml;tskriterium auch f&uuml;r die Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich da zusammensitze, ob die dazu in der Lage sind, diesen Schritt gemeinsam zu gehen oder eben nicht. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310268_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Erreicht man ein anderes Publikum, das den Schritt in den Konzertsaal nicht machen w&uuml;rde?</b><BR />Jacobsen:  Das glaube ich durchaus. Nat&uuml;rlich, wenn man heutzutage als junger Musiker &bdquo;Karriere&ldquo; machen will, dann will man nat&uuml;rlich in die gro&szlig;en S&auml;le und Konzertreihen. Aber manchmal ist das dann ein Galakonzert oder ein Fundraiser, und man denkt: &bdquo;Wow, was f&uuml;r ein Ritterschlag, in diesem Saal gespielt zu haben!&ldquo; &ndash; aber am Ende des Abends war das Musizieren gar nicht befriedigend. Die A-Prominenz in der Klassik erlebt das vielleicht gar nicht. In einer Tischlerei zu spielen und ihr Publikum zu sehen, zu sp&uuml;ren und zu erreichen.<BR /><BR /><b>Sie sprachen von der besonderen Wichtigkeit der Mozart-Streichquintette, in V&ouml;ls sind derer gleich zwei auf dem Programm. Ist es angebracht, hier von untersch&auml;tztem Repertoire zu sprechen?</b><BR />Jacobsen: Im Kanon der Quintettbesetzungen sind Streichquintette mit zweiter Bratsche, wie die von Mozart, tats&auml;chlich eher unterrepr&auml;sentiert. Und in der Praxis sieht es nat&uuml;rlich so aus, dass sich ein bestehendes Quartett zur Anspielprobe auf der B&uuml;hne mit einem prominenten Bratscher oder einer Bratscherin trifft, dann spielt man das anderthalbmal durch und dann ist das Konzert. Aber dass man sich f&uuml;r diese St&uuml;cke Zeit nimmt und sie von Grund auf gemeinsam zusammensetzt, wird ihrer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Qualit&auml;t erst wirklich gerecht.<BR /><BR /><b>Neben Ihnen werden Veronika Hagen, eine weitere legend&auml;re Kammermusikerin, und Noga Shaham, eine Newcomerin, als Bratschistinnen zu Gast sein &ndash; kennen Sie sich?</b><BR />Veronika kenne ich sehr lange. Wir hatten nicht wahnsinnig viel miteinander zu tun, aber &uuml;ber die vielen, vielen Jahre immer wieder. Noga kenne ich pers&ouml;nlich noch &uuml;berhaupt nicht, aber sie geh&ouml;rt wirklich zu den jungen Kolleginnen, die ich aus der Entfernung sehr genau wahrnehme, und alles, was ich sehe und h&ouml;re, ist ganz toll.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310271_image" /></div>
<BR /><BR /><b>Diese luxuri&ouml;se Besetzung mit gleich drei exzellenten BratschistInnen spiegelt sich im Repertoire bei den Mozart- Quintetten und den Brahms-Sextetten wider. Was passiert hier durch die erweiterte Besetzung?</b><BR />Jacobsen: Wenn zum Streichquartett ein oder zwei Instrumente dazukommen, bedeutet das erst mal nat&uuml;rlich mehr Klang und F&uuml;lle. Und es ist erstaunlich, wie gro&szlig; der Unterschied ist. Bei Mozart w&uuml;rde ich sagen, er braucht die zweite Bratsche, denn gerade bei ihm ist in den Quartetten der Anspruch, sich am &Uuml;bervater Haydn abzuarbeiten, sehr deutlich sp&uuml;rbar. Also, da hat er sich einfach ganz &bdquo;besonders gro&szlig;e M&uuml;he&ldquo; gegeben. Und diese zus&auml;tzliche Stimme im Quintett gestattet ihm, die Komplexit&auml;t etwas zu reduzieren, ein bisschen loszulassen, was dem musikalischen Ausdruck unglaublich gut tut. Die Quintette gehen leichter von der Hand, dem Komponisten offensichtlich wie auch dem Spieler. <BR /><BR />Bei Brahms kommt dann noch ein tiefes Instrument dazu, das macht die Sache nochmal voller, orchestraler &ndash; das w&auml;re f&uuml;r mich das entscheidende Stichwort. Da geht der Schritt schon Richtung Kammerorchester. Aber die Struktur wird viel lichter, das sieht man sofort, wenn man in die Partitur schaut. Und es bieten sich nat&uuml;rlich mehr M&ouml;glichkeiten, Paarungen gegen&uuml;berzustellen. Bei Mozart werden erste Bratsche und erste Geige oft dialogisierend gegen&uuml;bergestellt. Und Brahms hat mit den zwei Celli noch mehr Spielraum, die Stimmen zu verteilen. Es wird also orchestraler, aber die solistischen Aufgaben werden auch ein bisschen munterer durch die Gruppe gereicht.<BR /><BR /><b>Die Bratsche hat also auch deutlich andere Aufgaben als die einer F&uuml;llstimme?</b><BR />Das Wunderbare am Bratschespielen, gerade in der Kammermusik, ist, dass wir alles d&uuml;rfen. Wir haben Soloparts, spielen Harmoniestimmen und &uuml;bernehmen auch immer wieder den Bass. Und die Vielseitigkeit dieser Aufgabe steigt eigentlich mit der Gr&ouml;&szlig;e der Besetzung. Wenn das Cello zum Beispiel als Solist einsetzt, dann springen wir an den Bratschen ein und &uuml;bernehmen die Bassstimme. Ich bin nat&uuml;rlich jemand, der sehr von der Mitte her denkt. Vielleicht auch politisch. Aber wenn ich das Radio anstelle und es l&auml;uft ein Streichquartett, identifiziere ich Quartette aus der Mitte heraus. Diese Mitte pr&auml;gt den Charakter einer Gruppe, die k&ouml;nnen den Primarius auswechseln, so oft sie wollen, ich erkenne das Quartett aus der Mitte. Das hat der zweite Geiger Siegmund Nissel vom Amadeus Quartett so sch&ouml;n gesagt: Ein Quartett sei wie eine alte Flasche Wein. Der Primarius oder die Primaria, also die erste Geige, ist das Etikett, muss gut aussehen und beschreiben, was drin ist. Das Cello ist die Flasche, das Gef&auml;&szlig;. Aber die Mittelstimmen, die sind der Inhalt. Ich bin da nat&uuml;rlich ganz unvoreingenommen!<BR /><h3>
Schlern Music</h3>13 MusikerInnen, f&uuml;nf Konzerte und ein Talk: Vom 13. bis 17. Mai sind in und um V&ouml;ls mit Paolo Bonomini, Sebastian Debus, Olivier Doise, Veronika Hagen, Volker Jacobsen, Nanni Malm, Andrea Obiso, Aylen Pritchin, Roberto di Ronza, Noga Shaham, Philipp von Steinaecker, Chiara Tonelli und Martin Zalodek international renommierte Musiker zu h&ouml;ren, die in immer wechselnden Formationen  Programme auff&uuml;hren.<BR /><h3>
Er&ouml;ffnung</h3>Edelansitz Zimmerlehen, 13.5., 21 Uhr <BR />Stanglerhof St. Konstantin, 14.5., 21 Uhr <BR />K&uuml;nstlergespr&auml;ch im Hotel Heubad, 15.5., 21 Uhr <BR />Lunchconcert im Hotel Gfell (Sch&ouml;nblick), 16.5., 12 Uhr <BR />Zimmerei Koholz St. An- ton, 16.5., 21 Uhr &ndash;<BR />Abschluss auf Schloss Pr&ouml;sels, 17.5., 11 Uhr. <BR />Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei!]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 08 May 2026 13:54:33 +0200</pubDate>
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    <media:title>Erst über die Geige kam Volker Jacobsen zur Viola und begeisterte sich so für das Instrument, dass er ein Studium bei Barbara Westphal in Lübeck aufnahm. © privat</media:title>
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   <title>Venedig: Lu Yang lässt Marina Abramovic alt aussehen</title>
   <link>https://www.stol.it/artikel/kultur/venedig-lu-yang-laesst-marina-abramovic-alt-aussehen</link>
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   <description>Wer in Venedig wissen will, wie die Kunst von morgen ausschauen könnte, der muss die offiziellen Schauplätze der Biennale verlassen und sich ins Obergeschoss des Geschäfts einer Nobelmarke begeben. In der Espace Louis Vuitton zeigt der in Shanghai geborene und in Tokio lebende chinesische Künstler Lu Yang eine animierte Horrorshow, die es in sich hat und bei der er gängige Muster populärer Katastrophenfilme und Combat-Videospiele auf sich selbst bezieht. Überforderung pur.</description>
   <author>redaktion@stol.it (apa)</author>
   <content:encoded><![CDATA[&bdquo;DOKU The Illusion&ldquo; nennt der 1984 Geborene, der geschlechterneutral bezeichnet werden m&ouml;chte, den vierten Teil seiner Reihe KI-bearbeiteter Videos, die er ab 2019 rund um die virtuelle Figur DOKU (von der japanischen Redewendung &bdquo;dokusho dokushi&ldquo;: &bdquo;Wir werden alleine geboren, wir sterben alleine&ldquo;) kreiert hat. Die ersten drei Teile &bdquo;DOKU The Self&ldquo; (2022), &bdquo;DOKU The Flow&ldquo; (2024) und &bdquo;DOKU The Creator&ldquo; (2025), in denen der auf dem Erscheinungsbild von Lu Yang basierende Avatar in verschiedenen Realit&auml;ten agiert, werden ab 22. Mai im Rahmen des Festivals Vienna Digital Cultures 2026 im Foto Arsenal Wien pr&auml;sentiert. In Venedig ist der vierte Teil ab Freitag zu sehen - in einem fast perfiden Setting.<BR /><BR />Denn &auml;hnlich wie Florentina Holzinger sich in ihrem Urintank-Altar auf den sakralen Charakter des Hoffmann-Pavillons bezieht, hat Lu Yang in den Konsumtempel eine wahre Kunstkapelle bauen lassen. Man betritt sie durch einen Vorraum mit zwei sich auf buddhistische Bilderwelten beziehenden animierten Objekten. Im Inneren stehen Kirchenb&auml;nke vor einer LED-Wand, die von Kerzen flankiert wird. In dieser weihevollen Atmosph&auml;re entfaltet sich am Screen jedoch ein Spektakel, das einem unmittelbar den Atem nimmt und mit dem Mollt&ouml;ne propagierenden Motto der Biennale rein gar nichts zu tun hat. Das Zusehen bedeutet pure Adrenalinaussch&uuml;ttung.<BR /><BR />Zwei Zwillingsfiguren, beide mit Lu Yangs Gesicht, beginnen eine Abenteuerreise, die sie mit der asiatischen Popkultur konfrontiert - Spielhallen, Freizeitparks, Videospiele, Mangas und Monster. Die zun&auml;chst statischen Schreckensgestalten, denen sie begegnen, werden rasch zum Leben erweckt und zu gef&auml;hrlichen, blutr&uuml;nstigen Gegnern, die den Burschen an den Kragen wollen. Doch auch die k&ouml;nnen blitzschnell ihre Erscheinung &auml;ndern und werden zu Kampfmaschinen. In den extrem schnell geschnittenen und mit pulsierender Musik unterlegten Animationen wechseln alle paar Sekunden Szenarien und Gestalten - gepr&uuml;gelt, geschossen und geschlitzt wird jedoch ohne Unterlass.<h3>
Reise ins Unterbewusste </h3>Dieses radikale Einlassen auf die bunten Oberfl&auml;chen der Videospiel&auml;sthetik mittels Motion-Capture-Technologie erm&uuml;det in der unendlichen Variation des Immergleichen rasch, l&auml;sst aber auch tief eintauchen in das Unterbewusste. Man erlebt die st&auml;ndige Wiedergeburt in anderer Gestalt, sieht letztlich die Zwillinge gegeneinander k&auml;mpfen. Der Gegner ist man also im Grunde selbst.<BR /><BR />Was ist der Mensch? Diese alte Frage wird zwischen Datenstr&ouml;men und virtuellen Animationen und Variationen des Ausgangsmaterials neu gestellt. Was ist der Kern unter den vielen technoiden H&uuml;llen und Schichten von aufplatzendem Fleisch? &bdquo;Am Ende fand man in seinem Innersten keine Seele, sondern nur einen delirierenden Affen&ldquo;, hei&szlig;t es einmal. Da ist der Zuschauer gerade erst dabei, einen Godzilla-m&auml;&szlig;igen Endkampf zwischen einem riesigen, geh&ouml;rnten Kaninchen und einer wei&szlig;haarigen Monster-Schildkr&ouml;te zu verdauen, bei dem halb Tokio in Schutt und Asche gelegt wird.<BR /><BR />Die Animationen sind irre und nicht nur wegen ihres bedrohlichen und teilweise widerlichen Inhalts, sondern auch wegen ihrer technischen Perfektion beunruhigend. Lu Yang fasziniert und irritiert. Er hat ein tolles Spielzeug gefunden, und wie die meisten Spieler kann er davon nicht genug bekommen. Ob dieses Spiel am Ende kritisch oder affirmativ gemeint ist - diese Frage ist gar nicht leicht zu beantworten. Wer meint, er k&ouml;nne daf&uuml;r getrost das Ende des Films abwarten, braucht viel Sitzfleisch auf den Holzb&auml;nken: &bdquo;DOKU The Illusion&ldquo; ist &uuml;ber zwei Stunden lang und wird an Ausstellungstagen jeweils um 10.30 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr gestartet.<h3>
Ausstellung von Marina Abramovic wirkt harmlos</h3>Dass f&uuml;r Marina Abramovic' Ausstellung &bdquo;Transforming Energy&ldquo; in der wenige Minuten entfernten Galleria dell'Accademia eine &auml;hnliche Content Warnung ausgesprochen wird wie f&uuml;r Lu Yangs Horrorshow, wirkt wie ein Witz. Denn die R&uuml;ckkehr des hier 1997 f&uuml;r &bdquo;Balkan Baroque&ldquo; mit dem Goldenen Biennale-L&ouml;wen ausgezeichneten Weltstars der Performancekunst, hat v&ouml;llig harmlosen Charakter. Abramovic hat im Jahr ihres 80. Geburtstags als erste lebende K&uuml;nstlerin in der Geschichte des Hauses eine gro&szlig;e Einzelausstellung erhalten. Jugendliche d&uuml;rfen sie ebenfalls nur in Begleitung von Erwachsenen betreten.<BR /><BR />Den Besuchern werden Kopfh&ouml;rer verpasst, die freilich nicht der Information, sondern der Isolation dienen. Man m&ouml;ge sich so viel Zeit lassen, wie man m&ouml;chte, sich ganz auf die Eindr&uuml;cke einlassen und sich von wei&szlig;e M&auml;ntel tragenden Betreuerinnen sanft an der Hand zu der jeweils n&auml;chsten Mitmachstation f&uuml;hren lassen, hei&szlig;t es eingangs. Bis auf wenige Zitate aus fr&uuml;heren Aktionen und einigen Interventionen in der Permanentschau konzentriert sich die Ausstellung auf etwas, was k&uuml;rzlich in der Albertina modern nur ein Nebenthema war: auf Abramovic' &Uuml;berzeugung, von kristalliner Energie profitieren zu k&ouml;nnen.<BR /><BR />Man ist in ihren Kristallwelten dazu aufgefordert, im Stehen, Liegen oder Sitzen sich von Kristallspitzen beeindrucken zu lassen oder die K&uuml;hle ihrer Oberfl&auml;che zu sp&uuml;ren. Man kann sich aber auch den Hinterkopf durch vibrierende Rosshaarschw&auml;nze massieren lassen. Am Ende sollte man jedenfalls energetisch aufgeladen sein. Und hat vielleicht genug Energie f&uuml;r eine bittere Erkenntnis: Der direkte Vergleich mit der Jugend l&auml;sst die Altmeisterin in Venedig sehr alt aussehen. ]]></content:encoded>
   <category>Kultur</category>
   <pubDate>Fri, 08 May 2026 09:30:00 +0200</pubDate>
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    <media:title>Lu Yangs Horrorshow: Kunstkapelle im Konsumtempel. © Wolfgang Huber-Lang</media:title>
    <media:credit role="author">Wolfgang Huber-Lang</media:credit>
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