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Artikel vom Freitag, 10. Mai 2019

Südtirol und EUROPA: eine Beziehung mit Zukunft

Wieviel Europa braucht Südtirol und warum Europa Südtirol braucht, darum ging es am Abend des 8. Mai bei einer Informationsveranstaltung im Pfarrsaal von Terlan. Geladen hatten die unabhängige Bürgerliste. Gekommen waren an die dreißig Interessierte. Der Anlass: zu den bevorstehenden EU-Wahlen zu informieren und zu diskutieren – mit ExpertInnen und KandidatInnen. Die Expertise kam von Eurac Research, die sich seit Jahrzehnten mit europäischen Themen beschäftigt.

EU-Talk in Terlan (v.r.): Norbert Lantschner (Grüne) und Renate Holzeisen (Team Köllensperger) diskutieren mit Josef Bernhart (Eurac Research)

EU-Talk in Terlan (v.r.): Norbert Lantschner (Grüne) und Renate Holzeisen (Team Köllensperger) diskutieren mit Josef Bernhart (Eurac Research)

Wie ist die EU entstanden? Welchen Geist verkörperten die Gründerväter? Welche europäischen Institutionen gibt es und wie kann Südtirol sich einbringen? Antworten auf solche und ähnliche Fragen gab Elisabeth Alber, die zum Föderalismus im internationalen Vergleich an der Eurac Research forscht. Ihr Eurac-Kollege Günther Rautz, Leiter des Institutes für Minderheitenrecht, selbst aus Kärnten und seit über zwanzig Jahren in Südtirol, zeigte in der Folge Beispiele für den Minderheitenschutz in der EU auf. Sein Credo: wenn wir Südtirols Autonomie als Vorbild darstellen, dann stärken wir auch unsere Eigenständigkeit und internationale Anerkennung.

Im zweiten Teil des Informationsabends, moderiert von Josef Bernhart vom Eurac-Institut für Public Management standen zwei Spitzenkandidaten zu den EU-Wahlen Rede und Antwort. Renate Holzeisen vom Team Köllensperger und Norbert Lantschner von den Grünen. Die Themen reichten von der Klimakrise bis zur europäischen Steuergesetzgebung. Auch die Frage nach lokalen Koalitionen wurde gestellt. Am Ende stand die Einsicht aller, dass auch ein kleines Land wie Südtirol mit vereinten Kräften zum europäischen Geist beitragen kann, der sich als Friedensprojekt versteht und nur so eine Zukunft hat.


Josef Bernhart, Bozen

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