Die Exkursion geht auf eine Kooperation zwischen EURAC Research Bozen und der HWR Berlin zurück. Seit Jahren tauschen sich die Forschungs- und Weiterbildungszentren aus. EURAC-Forscher Josef Bernhart ist Gastdozent beim Master in Public Administration in Berlin. Bei dieser Gelegenheit ist auch das Austauschprogramm entstanden. Professor Jochen Breinlinger-O'Reilly hat es gestaltet. Er lehrt Gesundheits- und Sozialmanagement an der HWR. Das EURAC-Institut für Public Management hat schon vor Jahren ein leistungsorientiertes Steuerungsmodell im lokalen Sozialwesen eingeführt.Zum Qualitätsmanagement wurde unlängst eine Gruppe Südtiroler Ärzte geschult. Daneben hat die EURAC mit neun Partnern aus dem In- und Ausland eine Notfalluhr entwickelt. Und es gibt CHRIS, die Bevölkerungsstudie vom EURAC-Institut für Biomedizin.All diese Projekte wurden den interessierten MBA-Teilnehmern der Berliner Hochschule vorgestellt. Zudem standen Besuche von ausgewählten Medizineinrichtungen in Südtirol auf dem Programm. Zu Beginn referierten der Präsident der Apothekerkammer Maximin Liebl sowie der Vize-Präsident der Ärztekammer Andreas von Lutterotti. Im Zentralkrankenhaus Bozen wurden die Gäste von Elisabeth Montel empfangen. Die Medizinerin arbeitet dort in der Ärztlichen Krankenhausdirektion.Auch ein Besuch in den Privatkliniken Villa Melitta in Bozen und Brixana in Brixen stand auf dem Programm. Während die Villa Melitta mit ihren selbstentwickelten Reha-Technologien zum Weltmarktführer in der Rehabilitations-Therapie aufgestiegen ist, beteiligt sich die noch junge Privatklinik Brixana derzeit an einer Studie zur ersten „intelligenten Prothese.“ Auch gibt es dort und nirgends sonst in Südtirol eine CT-gesteuerte Prostatauntersuchung.Zum Abschluss der Exkursion gab Martin Matscher, Abteilungsdirektor im Südtiroler Gesundheitsbetrieb und zuständig für Patientenmobilität, einen vielbeachteten Überblick über das Gesundheitssystem in Südtirol im internationalen Vergleich.Josef Bernhart, Bozen, EURAC Research