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Artikel vom Dienstag, 12. April 2016

Tourismus im Pustertal ist tragende Säule

Jahresversammlung des HGV-Bezirkes Pustertal/Gadertal

Von links: HGV-Präsident Manfred Pinzger, Parlamentarier Daniel Alfreider, Gebietsobfrau Evelyn Rainer, HGV-Bezirksobmann Thomas Walch, Gebietsobfrau Marina Crazzolara, und HGV-Direktor Thomas Gruber.

Von links: HGV-Präsident Manfred Pinzger, Parlamentarier Daniel Alfreider, Gebietsobfrau Evelyn Rainer, HGV-Bezirksobmann Thomas Walch, Gebietsobfrau Marina Crazzolara, und HGV-Direktor Thomas Gruber.

Bruneck – Im Rahmen der Fachmesse „Tipworld“ fand gestern, am 11. April, im Raiffeisen Forum Bruneck die diesjährigen Jahresversammlung des Bezirkes Pustertal/Gadertal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt. Die Preisgestaltung, die touristischen Herausforderungen und die Entwicklungsziele des Flughafens waren einige der diskutierten Themen.

In seinem Tätigkeitsbericht verwies HGV-Bezirksobmann Thomas Walch auf die zu Ende gegangene Wintersaison und meinte, dass trotz Schneemangels um die Jahreswende die Saison erfolgreich verlaufen sei. Dennoch sei es notwendig, die Gastbetriebe im Pustertal und Gadertal besser zu positionieren. Dazu gehöre auch die Preisgestaltung.

„Wir brauchen mehr Mut zum Preis, da die Betriebe eine hohe Qualität aufweisen und unser Gebiet hochwertige Erlebnisse bietet“, unterstrich Walch. Darüber hinaus ging er auf die Fachmesse „Tipworld“ ein, die auch heuer wieder die Stärke der Wirtschaft im Pustertal unter Beweis gestellt hat. Der Tourismus ist dabei eine tragende Säule, die gestärkt werden müsse, gab sich Walch überzeugt.

HGV-Präsident Manfred Pinzger verwies zunächst auf einige wichtige Erfolge, die erzielt wurden, so etwa die Reduzierung der IRAP-Bemessungsgrundlage für Gastbetriebe und die Erhöhung der Bargeldgrenze, die der HGV in enger Zusammenarbeit mit den Südtiroler Parlamentariern in Rom erreichen konnte. Unter anderem dankte er auch dem Parlamentarier Daniel Alfreider, der als Ehrengast an der Bezirksversammlung teilnahm, und bedankte sich für seinen stetigen Einsatz zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für das Hotel- und Gastgewerbe. Ein weiteres Thema war die Reform der Tourismusorganisationen.

„Mit der Reform werden die Weichen für eine effizientere Tourismuswerbung gelegt“, hob er hervor. Konkret bedeute dies, dass es künftig einen „Großraum Dolomiten“ geben wird, der als Einheit beworben wird. Abschließend betonte er, dass Südtirol in Zeiten internationaler Instabilität, keine Angst haben müsse. „Menschen fahren gerne in sichere Destinationen und wir sind so eine. Wir haben das ganze Jahr über ein tolles Angebot. Diese touristische Stärke lässt uns positiv in die Zukunft blicken“, zeigte sich Pinzger überzeugt.

HGV-Direktor Thomas Gruber ging auf die Chancen eines funktionierenden Flughafens in Bozen ein und stellte das strategische Entwicklungskonzept vor. Er betonte, dass derzeit immer noch viel Fehlinformation vorhanden sei und dringend eine sachliche Diskussion benötigt werde. Diesbezüglich erklärte er, dass ein Nein beim Flughafen-Referendum am 12. Juni keineswegs bedeute, dass der Flughafen von heute auf morgen weg sei. Vielmehr würde das Land durch ein Nein das Mitspracherecht verlieren.

Zur Bezirksversammlung war auch Max Schintlmeister, Geschäftsführer des Flughafens Klagenfurt, geladen, der die Bedeutung von Regionalflughäfen erläuterte. „Die Anreisedauer wird angesichts der kurzen Aufenthaltsdauer immer relevanter für den Gast. Daher ist ein Flughafen von großer Bedeutung. Jener in Bozen birgt Potenzial, schließlich gibt es in Südtirol eine funktionierende Wirtschaft und einen starken Tourismus. Meiner Meinung nach sollte man nicht leichtfertig eine bestehende Struktur aufgeben. Kein benachbarter Flughafen wird die Interessen Südtirols vertreten, das kann nur ein Südtiroler Flughafen tun“, betonte Schintlmeister.

Abschließend sprach Stefan Gruber, Mitabeiter von Kohl & Partner Tourismusberatung, über kluge Preisstrategien für die Ferienhotellerie. Er hob die Notwendigkeit hervor, Preise jedes Jahr neu zu überdenken und forderte Mut zur Preisgestaltung. Diesbezüglich empfahl er, sich für kreative Angebote in der Nebensaison und variable Preise in der Hauptsaison zu entscheiden.

Die Bezirksversammlung klang bei einer Verkostung von Spezialkäsesorten aus dem Tauferer Ahrntal aus. Dazu wurden Pustertaler Kartoffeln und feine Weine gereicht.


HGV Pressedienst, Bozen

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