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Artikel vom Montag, 11. März 2019

KVW-Bezirk Vinschgau: gemeinsam für die Gesundheit aller

Unser Sanitätswesen in Südtirol: Was war, was ist und was sein wird, lautete das zentrale Thema der Versammlung des KVW-Bezirk Vinschgau.

Im Bild v.r.: KVW-Bezirksobmann Heinrich Fliri, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Florian Zerzer und Moderator Josef Bernhart (KVW/Eurac)

Im Bild v.r.: KVW-Bezirksobmann Heinrich Fliri, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Florian Zerzer und Moderator Josef Bernhart (KVW/Eurac)

Am Samstagnachmittag des 9. März waren an die 80 Vertreter aus den verschiedenen Orts- und Interessensgruppen ins Bürgerheim nach Schlanders gekommen. Sie alle hörten aufmerksam hin, als der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Florian Zerzer all das darlegte, was im Gesundheitssystem bislang gut und was weniger gut funktioniert hat.  

Insbesondere die Wartezeiten seien ein Problem und er wolle nichts schönreden, wenngleich an einer südtirolweiten Lösung gearbeitet wird, so Florian Zerzer. Ein Erfolg sei die Facharztausbildung nach Österreichischem Modell, die es ermögliche, Südtirols Jungmediziner in der Heimat zu halten. Das Land Südtirol gibt mehr für die Gesundheitsversorgung aus, als jede andere italienische Region oder Provinz. So kommt der Sanitätsbetrieb derzeit auf ein Budget von 1,3 Milliarden Euro und 10.000 Mitarbeiter.

Die drei wesentlichen Zukunftsthemen, so der Generaldirektor, sind die Gesundheitsvorsorge, ein landesweites Krankenhausnetz und die wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Insbesondere was die Hausärzte betrifft, gibt es schon jetzt ein erhebliches Problem an medizinischem Nachwuchs, nicht zuletzt im Vinschgau. Obwohl jeder Mensch selbst der erste Verantwortliche für seine Gesundheit sei, würden vor allem die chronischen Krankheiten aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung zunehmen und innovative Angebote sozio-sanitärer Betreuung notwendig machen.

Grußworte von politischer Seite überbrachten Landtagspräsident Sepp Noggler und Landtagsabgeordneter Hanspeter Staffler. Verbandsdirektor Werner Atz sprach im Namen der Landesleitung und des Geistlichen Assistenten und ging auf die anstehende Statutenreform ein. Bezirkssekretär Emil Unterholzner informierte über Aktuelles aus dem Bezirksbüro und begrüßte die neue Bildungsverantwortliche Stefanie Graiss, die sich kurz vorstellte.

Intensives Engagement zum Erhalt des Krankenhauses 

Bezirksobmann Heinrich Fliri verwies in seinem Bericht über die Verbandsarbeit im Vinschgau auf das intensive Engagement zum Erhalt des Krankenhauses Schlanders. Auch beteiligt sich der KVW seit Jahren an der Gesundheitsplattform „Tu’s einfach“ im Rahmen der Chris-Studie der Eurac und an der Initiative für einen demenzfreundlichen Vinschgau. So sei es mit gemeinsamen Aktionen gelungen, die Politik zu sensibilisieren und erfolgreich zu sein.

Ein Beispiel sind die inzwischen auch in Schlanders angebotenen Augenoperationen am Grauen Star. Dazu hat der KVW-Vinschgau eine Benefizaktion mit ORF-Star Chris Lohner im September letzten Jahres organisiert, Spenden für Licht für die Welt gesammelt und zum Ankauf einer zweiten Untersuchungseinheit beigetragen.


KVW, Schlanders

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