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Artikel vom Dienstag, 14. November 2017

21-Jähriger nach mutmaßlicher Vergewaltigung in Linz gefasst

Ein mutmaßlicher Serien-Sextäter, der in Linz eine Frau vergewaltigt und es bei zwei weiteren versucht haben soll, ist gefasst worden. Der 21-jährige Afghane ist in Haft, aber nur teilweise geständig. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl wies anlässlich der Klärung der Fälle darauf hin, dass die Zahl der Vergewaltigungen bzw. Vergewaltigungsversuche im öffentlichen Raum zuletzt angestiegen sei.

Foto: APA

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In der Nacht auf den 1. Oktober soll der Mann einer 30-jährigen Nachtschwärmerin, die ihr Handy verloren hatte und es auf der Straße suchte, Hilfe angeboten haben. Sie solle ihn zu seinen Freunden begleiten, diese hätten ein Mobiltelefon, sagte damals der Verdächtige. Die Frau folgte dem Mann zu einem Skaterpark an der Donau. Dort fiel er angeblich über sie her und vergewaltigte sie.

Wiederholungstäter

Wenige Tage später kam es zu einem weiteren Übergriff, den die Polizei als versuchte Vergewaltigung einstuft: Der 21-Jährige soll eine 22-Jährige von der Nibelungenbrücke weg bis nach Hause verfolgt und im Eingangsbereich des Gebäudes bedrängt haben. Das Opfer entkam.

In der Nacht auf den 1. November soll er dann versucht haben, über eine 19-Jährige herzufallen, die gerade am Heimweg von einer Veranstaltung war. Die Frau wehrte sich heftig. Sie zerkratzte dem Angreifer das Gesicht und schlug ihn in die Flucht. Zehn Minuten später griff eine Streife den 21-Jährigen auf. Zu diesem Zeitpunkt habe man wegen der zurückliegenden Vorfälle bereits verstärkt Präsenz gezeigt, so Pilsl.

Gibt nur eine Tat zu

Der Asylwerber, der seit 2016 in Österreich ist und zuletzt im Stadtteil Urfahr gewohnt hat, wurde festgenommen. Er gebe die Attacke in der Halloween-Nacht zu, beschönige sie aber, berichteten Pilsl und der Linzer Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter. Die beiden anderen Taten streite er aber ab. DNA-Spuren würden ihn jedoch in allen drei Fällen belasten, betonten die Ermittler.

Im vorliegenden Fall seien bereits aufenthaltsbeendende Maßnahmen in Kraft, sagte Pilsl. Der Mann soll also abgeschoben werden, sobald die Justiz seinen Fall abgeschlossen hat. Ob weitere Taten auf sein Konto gehen könnten, sei noch Gegenstand von Ermittlungen, erklärte Pogutter. Er halte es für möglich, dass es auch welche gebe, die noch gar nicht angezeigt wurden. Vor den Übergriffen, derer er verdächtigt wird, sei der Mann nicht strafrechtlich aufgefallen.

apa

 

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