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Artikel vom Sonntag, 21. Juli 2019

Arzt aus Italien am Gasherbrum abgestürzt: Dramatische Rettung läuft

Der Arzt Francesco Cassardo ist am Samstagvormittag bei einer Skiabfahrt vom 6955 Meter hohen Gasherbrum VII in Pakistan gestürzt, ein paar Hundert Meter abgerutscht und schwer verletzt liegen geblieben. Die Rettung gestaltet sich schwierig, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Francesco Cassardo (rechts) und Cala Cimenti. - Foto: Ansa

Francesco Cassardo (rechts) und Cala Cimenti. - Foto: Ansa

Francesco Cassardo, der eigentlich für medizinische Hilfsprojekte in Pakistan weilt, brach vor einigen Tagen mit seinem ebenfalls aus Italien stammenden Kletterpartner Carlalberto (Cala) Cimenti zu einer Expedition auf den Gasherbrum VII auf. Am Samstagmorgen erreichte die Zweier-Seilschaft dann auch den Gipfel. Bei der anschließenden Abfahrt mit den Skiern passierte das Unglück. Cassardo stürzte, rutschte einige hunderte Meter ab und blieb auf etwa 6300 Metern schwer verletzt liegen.

Foto: Ansa

Seinem Kletterpartner Cimenti, der alles mit ansehen musste, gelang es, ihn zu erreichen und einen Notruf abzusetzen. Da die Hubschrauber in besagter Höhe aber nicht sicher fliegen bzw. landen können, mussten die beiden Italiener die Nacht auf 6.300 Metern Höhe verbringen und konnten mit Rettungskräften und Ärzten nur über Funk kommunizieren. „Ich habe einen Unterschlupf gegraben“ - teilte Cimenti in einer im Internet verbreiteten Nachricht mit - „und eine Mauer gebaut, um uns vor dem Wind zu schützen. Ich werde mich um Francesco kümmern.“ 

Die Lage scheint dramatisch. Und es ist ein Wettkampf gegen die Zeit. Cassardo, der aus dem Piemont stammt, braucht dringend medizinische Hilfe. „Der Hubschrauber kommt nicht, also haben wir beschlossen, Francesco zu Fuß hinunterzubringen und wenn es die ganze Nacht dauert“, schreibt Cimenti am Sonntag. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa sind mittlerweile 2 befreundete Bergsteiger, Denis Urubko und Dan Bowie, zu den beiden Italienern aufgestiegen, um Hilfe zu leisten. Auch 2 polnische Kletterer haben sich vom Basislager aus auf den Weg gemacht. 

Weitere Informationen liegen derzeit nicht vor. STOL hält Sie über die dramatische Rettungsaktion weiter auf dem Laufenden.

stol/vs

 

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