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Artikel vom Donnerstag, 12. Oktober 2017

Bereits 44 Tote nach Hurrikan „Maria” in Puerto Rico

Drei Wochen nach dem Hurrikan „Maria” ist die Zahl der Todesopfer in Puerto Rico auf 44 gestiegen. Der Gouverneur des US-Außengebiets, Ricardo Rossello, teilte am Donnerstag mit, ein weiterer Mensch sei seinen schweren Verletzungen erlegen. Zudem seien vier weitere Einwohner an Leptospirose, die durch verunreinigtes Wasser oder den Kontakt mit infizierten Tieren übertragen wird, gestorben.

Hilfslieferung durch US-Soldaten in Puerto Rico. Foto: apa/afp

Hilfslieferung durch US-Soldaten in Puerto Rico. Foto: apa/afp

Auch drei Wochen nach dem Durchzug des Hurrikan, leben auf der Karibikinsel noch immer rund 5.700 Menschen in Notunterkünften - die meisten von ihnen ohne Zugang zu fließend Wasser oder Strom. Der Gouverneur des ohnehin finanziell darbenden US-Außenterritoriums forderte deshalb von US-Präsident Donald Trump zusätzlich 4,9 Milliarden Dollar (rund 4,1 Mrd. Euro) an Nothilfen. In der vergangenen Woche hatte Trump bereits beim Kongress Hilfen von 29 Milliarden Dollar (knapp 25 Mrd. Euro) für Puerto Rico beantragt. Die Inselbewohner haben die US-Staatsbürgerschaft, dürfen aber nicht an den Präsidentenwahlen teilnehmen.

Trump droht mit Abzug der Hilfskräfte

Trump drohte jedoch bereits mit dem Abzug der Hilfskräfte. „Wir können (den Katastrophenschutz) Fema, das Militär und die Rettungskräfte, die unter schwierigen Umständen großartige Arbeit geleistet haben, nicht für immer in Puerto Rico lassen”, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter.

In einer weiteren Nachricht machte er die Bewohner des US-Außengebiets selbst für ihre missliche Lage verantwortlich. „Puerto Rico hat Wirbelstürme überlebt, jetzt zieht eine Finanzkrise herauf, die größtenteils selbstverschuldet ist”, zitierte er die TV-Journalistin Sharyl Attkisson. „Stromversorgung und Infrastruktur waren bereits vor den Stürmen ein Desaster. Der Kongress muss entscheiden, wie viel er bezahlen will.”

apa/ag.

 

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