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Artikel vom Freitag, 11. Januar 2019

Blutbad in Ungarn: Österreicher erschießt Vater von Freundin

Ein 57-Jähriger aus Wien hat laut ungarischer Polizei am Donnerstagabend in Ungarn den Vater seiner Lebensgefährtin erschossen und vier weitere Angehörige derselben Familie, darunter seine Partnerin, teils lebensgefährlich verletzt. Zuvor habe der Mann in dem Wohnhaus im Komitat Veszprem ein Feuer gelegt. Am Ende erschoss er sich selbst.

Foto: shutterstock

Der gebürtige Wiener folgte am Donnerstagabend seiner 40-jährigen Lebensgefährtin zu ihrem Elternhaus in Ungarn, wo er laut ungarischen Medienberichten auf eine sehr kinderreiche Familie traf. Die Frau war zu ihren Eltern zurückgekehrt. Der Polizeibericht legte nahe, dass sie den Mann verlassen hatte. Es sei ein Streit ausgebrochen. Der gebürtige Wiener habe mit einer Schusswaffe das Feuer auf die Familie eröffnet.

Der Vater der 40-Jährigen starb an Ort und Stelle. Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Tat zudem vier Verletzte zur Folge gehabt haben: Die Frau selbst soll ebenso wie die Mutter der Familie lebensgefährlich verletzt worden sein. Ein dreijähriges Mädchen trug eine schwere Kopfwunde davon. Eine weitere Schwester der 40-Jährigen - sie soll 22 Jahre alt sein - sei ebenfalls verletzt, aber ihr Zustand am Freitag stabil. Die Opfer wurden in zwei Spitälern der Region behandelt. Einige der elf Kinder des Ehepaares flüchteten vor den Schüssen zu Nachbarn, hieß es. Der Beschuldigte erschoss sich am Ende selbst.

Der Bürgermeister der Ortschaft, Gaspar Csordas, sprach in ungarischen Medien von einer „furchtbaren Tragödie”, die den sonst so friedlichen Ort heimgesucht habe. Die Betroffenen beschrieb er als „fleißige Familie”, der getötete Vater sei bei der Gemeinde beschäftigt gewesen. Die ungarische Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

apa

 

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