Italiens Süden ist die Heimat der Mafia. Oft werden die Clans durch Familienbande zusammengehalten. Die wichtigsten Organisationen, ihre Stammsitze und Aktivitäten:COSA NOSTRASie hat ihren Ursprung im Westen Siziliens und wurde 1865 zum ersten Mal erwähnt. Anfang des 20. Jahrhunderts fasste sie auch in den USA Fuß. Nach den Attentaten auf die Untersuchungsrichter Giovanni Falcone und Paolo Borsellini 1992 ging der italienische Staat verschärft gegen sie vor. Viele Bosse sitzen im Gefängnis.'NDHRANGETASie stammt aus Kalabrien und gilt heute als mächtigste Mafia-Organisation Italiens. Sehr lange wirkte sie im Verborgenen. Sie hat ein weltweites Netz geschaffen und macht Milliardenumsätze mit Drogen-, Waffenhandel und Geldwäsche. Auf ihr Konto geht der Mordanschlag auf sechs Kalabresen in Duisburg 2007.CAMORRASie ist in und um Neapel beheimatet, mit ihren kriminellen Geschäften aber weit über Italien hinaus aktiv. Mit der illegalen Entsorgung von Giftmüll verseuchte sie die Umwelt in Kampanien. Verfeindete Clans lieferten sich immer wieder blutige Kämpfe. Nach der Verhaftung vieler Bosse rückten sehr junge Anführer nach.MAFIA CAPITALELaut Ermittlern handelt es sich dabei um Gruppen des organisierten Verbrechens in Rom. Sie verbündeten sich mit Politikern und Stadtbeamten und zogen gegen Schmiergelder Aufträge für ihre Firmen an Land, meist ohne Blutvergießen. Ende 2014 flog die Bande um den Ex-Neofaschisten Massimo Carminati auf.SACRA CORONA UNITAIn Apulien ist die Mafia unter dem Namen „Sacra Corona Unita“ bekannt, meist örtlich agierende Gruppen ohne zentrale Struktur.CASAMONICAIn Rom machte jüngst der Familienclan der Casamonica mit einem protzigen Begräbnis von sich reden. Der "König von Rom" wurde wie ein König zu Grabe getragen (STOL hat berichtet).stol/dpa