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Artikel vom Samstag, 21. Oktober 2017

Ermittlungen gegen 3 Personen nach tödlichem Unfall in Basilika in Florenz

Nachdem am Donnerstag ein spanischer Tourist ums Leben gekommen ist, als sich Teil eines Säulenkapitells in der Basilika Santa Croce in Florenz löste und auf ihn niederstürzte, hat die Staatsanwaltschaft der toskanischen Hauptstadt Ermittlungen gegen drei Personen wegen Fahrlässigkeit eingeleitet. Dies berichteten italienische Medien. Die Kirche bleibt vorerst geschlossen.

Die Basilika Santa Croce in Florenz bleibt nach dem tödlichen Unfall vom Donnerstag vorerst gesperrt.

Die Basilika Santa Croce in Florenz bleibt nach dem tödlichen Unfall vom Donnerstag vorerst gesperrt. - Foto: LaPresse

Die Ermittlungen betreffen den Präsidenten der „Opera di Santa Croce“, der Stiftung, die für die Instandhaltung der Basilika verantwortlich ist, deren Sekretär und einen Techniker. Die Stiftung arbeite mit der Staatsanwaltschaft bei der Klärung des Vorfalls zusammen. Geprüft werden Aufnahmen von Videoanlagen in der Kirche, aus denen hervorgeht, wie der katalanische Tourist erschlagen wurde.

Italiens Kulturminister Dario Franceschini forderte die schnelle Aufklärung des „dramatischen“ Vorfalls. Die Basilika Santa Croce, eine der bedeutendsten Kirchen von Florenz, blieb auch am Samstag geschlossen.

Die Franziskaner des Klosters von Santa Croce zelebrierten am Freitag eine Messe für das Opfer, einen 52-jährigen Manager, der mit seiner Frau die Basilika besichtigte, als er von dem circa 30 Zentimeter großen Deckenelement am Kopf getroffen wurde. Die Frau, die sich neben ihm befand, rief Hilfe herbei, sie kam aber zu spät. „Wir haben uns bemüht, der Frau Unterstützung zu sichern. Es war ein tragischer Unfall“, betonte Paolo Bocci, Leiter der Franziskanergemeinschaft.

Der italienische Konsumentenschutzverband Codacons sprach von einem großen Unglück und einem riesigen Schaden für den italienischen Tourismus und Italiens Ansehen im Ausland. „Es darf nicht sein, dass man beim Besuch einer historischen Kirche, die ständigen Kontrollen unterzogen und täglich von tausenden Menschen besucht wird, ums Leben kommt“, so Codacons-Präsident Carlo Rienzi.

apa

 

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