Startseite » Chronik im Überblick » Chronik

Artikel vom Dienstag, 12. Februar 2019

„Ich bin's, dein Samenspender!“

Cryos, die weltweit größte Samenbank, bietet ihren ungewollt kinderlosen Kunden nun einen in Europa einzigartigen Service: Vier bis fünf aktuelle Fotos der potenziellen Samenspender. Doch damit nicht genug.

65.000 Kinder erblickten dank der Samenbank das Licht der Welt. (Symbolbild)

65.000 Kinder erblickten dank der Samenbank das Licht der Welt. (Symbolbild) - Foto: shutterstock

Cryos wurde 1981 gegründet und ist die weltweit größte Samenbank mit über 1.000 Spendern. Das in Dänemark ansässige Unternehmen beliefert weltweit mehr als 100 Länder mit gefrorenem Spendersamen, auch nach Italien. Vielen Single-Frauen, kinderlosen Pärchen, ob hetero-oder homosexuell, wurde so der große Traum von einem Kind erfüllt. 

Zahlungspflicht

Das Unternehmen verfügt über die weltweit größte Auswahl an anonymen und nicht-anonymen Spendern, 65.000 Spenderkinder erblickten bisher das Licht der Welt. Jetzt prognostiziert Cryos ein noch größeres Interesse. Mit dem Veröffentlichen von Fotos der Spender auf der Website der Samenbank ist Cryos europäischer Vorreiter und macht die Suche nach dem Spender noch interessanter. Aufgrund der Datenschutzverordnung ist das Einsehen der Bilder jedoch kostenpflichtig. 250 Euro muss man dafür bezahlen.

„Ursprünglich hatten wir wegen der Zahlungspflicht mit einem ruhigen Anlaufen unserer neuen Initiative gerechnet, aber das Interesse an den Fotos war in allen europäischen Ländern, in denen die Bilder veröffentlicht worden sind, überraschend groß“, so Peter Reeslev, Geschäftsführer bei Cryos.

Hübsch wie Brad Pitt

In den USA gibt es diese Möglichkeit, sich Fotos der Spender anzusehen, schon länger. In Kalifornien etwa gibt es eine Samenbank, die speziell Sperma von Männern anbietet, die „Lookalikes“ von Hollywood-Stars sind. Wenn Frau also schon kein Kind von Brad Pitt haben kann, dann zumindest von einem Mann, der ihm sehr ähnlich sieht, behaupten jedenfalls die Betreiber der Bank. Aber zurück zum europäischen Unternehmen. 

Wie intelligent ist er und wie klingt seine Stimme? 

Zusätzlich zu vier bis fünf aktuellen Erwachsenenfotos bietet das Unternehmen auch eine Reihe von weiteren freiwilligen persönlichen Angaben der mehr als tausend Spender an. Je nach gewähltem Spenderprofil können dies unter anderem Kinderfotos, Sprachaufnahmen, handgeschriebene Grüße, Intelligenztests, Familienstammbäume und der Eindruck des Spenders auf die Mitarbeiter sein. 

„Das Interesse an unseren erweiterten Profilen mit besonders vielen persönlichen Informationen zu den Spendern ist steigend – vor allem bei Singlefrauen. Das Foto unterstützt sie bei der Auswahl des Spenders. So ist es für sie einfacher, zu sehen, ob es sich zwischen dem Spender und ihnen stimmig anfühlt, und ob es ein Mann ist, der ihnen auch im echten Leben gefallen würde. 

stol/vs

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos