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Artikel vom Mittwoch, 12. Juni 2019

Inn-Hochwasser: Entspannung für Donnerstag erwartet

Die Hochwassersituation in Nordtirol vor allem entlang des Inns ist auch Mittwochnachmittag angespannt geblieben. Die Experten rechneten mit einer Entspannung erst im Laufe des Donnerstags, da die Niederschläge laut den aktuellen Prognosen ab Mittwochabend abklingen sollen. Einsatzorganisationen wie Feuerwehren und Wasserrettung blieben vorerst in Bereitschaft.

Das Hochwasser hält an. - Foto: Facebook/Innsbruck informiert

Das Hochwasser hält an. - Foto: Facebook/Innsbruck informiert

In Abstimmung mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden, mit der Stadt Innsbruck und mit den Kraftwerksbetreibern seien vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden, um bei einem weiteren Anstieg der Pegel, der aufgrund der prognostizierten Niederschläge und der Schneeschmelze zu erwarten sei, bestmöglich für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, berichtete LHStv. und Sicherheitsreferent Josef Geisler (ÖVP). Von Überschwemmungen betroffen waren vorerst vor allem landwirtschaftliche Nutzflächen.

Konkrete Prognose noch nicht möglich

Eine konkrete Prognose zur weiteren Entwicklung der Lage sei sehr schwierig, da diese auch von der Wetter- und Abflussentwicklung entlang der Zubringer des Inns wie beispielsweise der Ötztaler Ache und des Zuflusses aus der Schweiz zusammenhängen, hieß es.

Obwohl sich das Wetter am Abend beruhigen soll, müssten die Niederschlagsmengen erst abfließen, erklärte Klaus Niedertscheider, Leiter des Sachgebiets Hydrographie und Hydrologie des Landes Tirol. Außerdem werde die Schneeschmelze auch weiterhin stattfinden, weshalb die Situation im Laufe des Mittwochs und auch während der Nacht beobachtete werden müsse, so Niedertscheider.

Achtung: Uferbereiche meiden!

Eine Sperre der Innbrücke inmitten der Landeshauptstadt zeichnete sich vorerst nicht ab. Ab welchem Pegelstand sie gesperrt wird, hängt laut Elmar Rizzoli, Leiter des städtischen Amts für Allgemeine Sicherheit, davon ab, „was im Wasser daherkommt“. Im Jahr 2005, beim letzten großen Hochwasser in Innsbruck, hatte man die Innbrücke bei einem mit diesem Jahr vergleichbaren Pegelstand bereits abgeriegelt, sagte Rizzoli zur APA. Der Fluss führte damals viel Treibholz, das aufgrund von Vermurungen im Wasser landete. Derzeit könnte der Inn noch weitere 50 bis 60 Zentimeter steigen, ohne dass man die Brücke sperren müsste, hieß es.

Das Land Tirol gab indes Verhaltens- und Sicherheitshinweise für die Bevölkerung aus. Demnach sollten Uferbereiche von Bächen und Flüssen gemieden werden. Außerdem wurde geraten, Fahrzeuge vorsorglich aus Tiefgaragen in sichere Bereiche zu bringen und Gegenstände, die nicht nass werden sollen, aus dem Keller zu räumen. Behördliche Straßen-, Brücken- und Wegesperren seien jedenfalls zu beachten, wurde betont.

apa

 

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