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Artikel vom Samstag, 2. Dezember 2017

Italien verschärft Strafen in Sachen Lebensmittelsicherheit

Die italienische Regierung verschärft im Kampf gegen Plagiatprodukte im Lebensmittelbereich die Strafen. Erstmals wird das Vergehen des „sanitären Desasters“ ins italienische Strafbuch eingeführt, mit dem die Vergiftung und Kontaminierung von Wasser und Lebensmitteln bestraft wird. Außerdem werden Vergehen schärfer geahndet, die eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit verursachen können.

Foto: shutterstock

Strafen sind auch vorgesehen, wenn Lebensmittel nicht aus dem Markt gezogen werden, die den Tod oder eine schwere Gesundheitsgefährdung für die Konsumenten verursachen können. Die Regierung will sich auch verstärkt gegen die sogenannte „Agropiraterie“ einsetzen. Produkte mit gefälschtem Qualitätssiegel oder falscher biologischer Herkunftsbezeichnung zu verkaufen kann somit teuer zu stehen kommen.

Um diesen Vergehen vorzubeugen, soll die Produktionskette im Lebensmittelbereich strenger kontrolliert werden. Unternehmen soll die Erfüllung der Kontrollen in punkto Qualität erleichtert werden. „Italien führt ein neues System zur Bekämpfung von Verbrechen ein, und zwar in einem strategischen Bereich wie der Lebensmittelproduktion und dem Schutz der Gesundheit der Konsumenten“, kommentierte Landwirtschaftsminister Maurizio Martina das Vorhaben.

Zufrieden über die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs zur Bekämpfung der „Agropiraterie“ erklärte sich der Präsident des italienischen Landwirtschaftsverbands Coldiretti, Roberto Moncalvo. „Die technologische Innovation und neue globale Produktions- und Vertriebssysteme sorgen dafür, dass die Kriminalität im Agrar- und Lebensmittelbereich besonders gefährlich ist“, sagte er. Diese Wirtschaftsbranche generiere in Italien einen Umsatz von 21,8 Milliarden Euro und müsse daher mit allen Mitteln vor Plagiaten geschützt werden.

apa

 

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