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Artikel vom Donnerstag, 11. Oktober 2018

Kind trotz Sterilisation – Mann klagt auf Schadenersatz

Ein Mann, der trotz Sterilisation ein Kind gezeugt hat, will ab Freitag vor dem Landgericht Offenburg Schadenersatz erstreiten. Der Vater zieht vor der Arzthaftungskammer gegen den behandelnden Arzt und dessen Praxis zu Felde. Der Kläger macht geltend, dass er von dem Urologen nicht ausreichend aufgeklärt worden sei über das Risiko, trotz des Eingriffs wieder zeugungsfähig zu werden.

Der Mann klagt unter anderem auf Unterhalts- und Betreuungskosten für seinen kleinen Sohn.

Der Mann klagt unter anderem auf Unterhalts- und Betreuungskosten für seinen kleinen Sohn. - Foto: shutterstock

Er will für seine Frau 20.000 Euro Schmerzensgeld erstreiten wegen der belastenden Schwangerschaft. Zudem klagt der Mann auf Unterhalts- und Betreuungskosten für seinen kleinen Sohn bis zu dessen 18. beziehungsweise 25. Lebensjahr. Auch die Kosten für ein zusätzliches Zimmer sowie ein größeres Auto sollen ihm demnach erstattet werden – insgesamt rund 350.000 Euro.

Die Prozessgegner bestreiten die Vorwürfe. Außerdem sei nicht geklärt, ob das Kind auch wirklich der leibliche Sohn des Klägers ist. Die Anwälte beider Seiten wollen sich zu den Umständen des Falles nicht äußern.

dpa

 

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