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Artikel vom Montag, 20. März 2017

Lawine mit 4 Toten in Nordtirol: Ermittlungen gegen Bergführer

Nach dem Lawinenabgang mit 4 Toten am 2.453 Meter hohen Jochgrubenkopf in den Tuxer Alpen in Tirol am vergangenen Donnerstag hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Ermittlungen gegen den Schweizer Bergführer wegen grob fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Gegen den Bergführer wurden Ermittlungen eingeleitet.

Gegen den Bergführer wurden Ermittlungen eingeleitet. - Foto: APA

Dies sagte ein Sprecher der Anklagebehörde der österreichischen Presseagentur APA am Montag. Der Mann und 3 weitere Tourengeher hatten den Lawinenabgang überlebt.

Die achtköpfige Gruppe aus der Schweiz war gegen Mittag vom Gipfel des Jochgrubenkopfes über den Nordhang abgefahren. Dabei löste sich die Lawine, die alle 8 Tourengeher mit in die Tiefe riss (STOL hat berichtet).

Während sich der Bergführer und 3 weitere Mitglieder selbst befreien konnten bzw. nur zum Teil verschüttet wurden, begruben die Schneemassen 4 Wintersportler unter sich. Die ersten Einsatzkräfte waren etwa 15 Minuten nach der Alarmierung am Lawinenkegel.

Alle Gruppenmitglieder waren gut ausgerüstet und hatten LVS-Geräte bei sich. Aufgrund der großen Verschüttungstiefen – zwischen 3 und zwölf Metern – nahm ihre Bergung dementsprechend viel Zeit in Anspruch.

Die ersten 3 Todesopfer wurden am Nachmittag geborgen. Der vierte Verschüttete konnte nach rund 5 Stunden aus den Schneemassen geholt werden.

Laut dem Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes, Rudi Mair, war es auf dem Hang schon mehrmals zu Lawinenunglücken gekommen. Es handle sich um „extrem steiles Gelände“.

Teilweise sei der Hang bis zu 40 Grad steil. Außerdem sei er nord- und somit schattseitig gelegen. Insgesamt habe es sich daher um „keine gute Tourenwahl gehandelt“, hatte der Leiter des Lawinenwarndienstes gegenüber der APA erklärt.

apa