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Artikel vom Montag, 26. Juni 2017

Menschenkette gegen Atomreaktoren

Gemeinsam demonstrierten zehntausende Menschen am Sonntag mit einer tri-nationalen 90 Kilometer langen Menschenkette gegen die Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 in Belgien.

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Die Menschenkette startete beim Atomkraftwerk Tihange2 und war 90 Kilometer lang. - Foto: Facebook

Die Menschenkette startete beim Atomkraftwerk Tihange2 und war 90 Kilometer lang. - Foto: Facebook

In den vergangenen Jahren kam es in den Atomkraftwerken (AKW) Tihange und Doel zu einer Vielzahl von Störfällen. Infolge von Bränden und dem gefährlichen Ausfall von Kühlwasserpumpen mussten die Reaktoren mehrfach notabgeschaltet werden. Die IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) stuft die AKW des Betreibers ENGIE als die unzuverlässigsten der ganzen Welt ein.

Tausende Risse

Die Druckbehälter der Reaktoren, die den Austritt von Radioaktivität verhindern sollen, weisen Tausende Risse auf. Bei Ultraschalluntersuchungen in 2012/13 wurden etwa 13.000 Risse gefunden, die zunächst wenige Millimeter groß waren. Inzwischen wurden Größen von bis zu 17,2 Zentimetern dokumentiert. ENGIE/Electrabel riskiert das plötzliche Bersten des Druckbehälters und damit den Super-GAU, die Kernschmelze.

Unbegreiflich erschien die Entscheidung der belgischen Regierung, den Weiterbetrieb weiterhin zu gestatten, obwohl Experten dies für unverantwortlich halten.

90 Kilometer lange Menschenkette

Am Sonntag wurde deshalb eine große und medienwirksame Aktion gestartet, an der 3 Länder (Belgien, Niederlande und Deutschland) beteiligt waren. Mit einer Menschenkette vom AKW Tihange über Lüttich und Maastricht bis nach Aachen symbolisierten Zehntausende ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa.

stol

 

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