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Artikel vom Montag, 17. Juli 2017

Schwangere stundenlang vergewaltigt: 7 Jahre Haft

Weil er eine schwangere Frau an einem Fahrstuhlschacht in Hannover stundenlang vergewaltigt hat, muss ein 27-Jähriger für sieben Jahre und drei Monate ins Gefängnis.

Foto: shutterstock

Er habe der Frau auch viele Schläge ins Gesicht versetzt, die potenziell lebensgefährlich waren, sagte der Sprecher des Landgerichts Hannover, Hans-Christian Rümke, nach der Urteilsverkündung am Montag.

Die damals 20-Jährige hatte in einem Hochhauskomplex gelebt. Laut Anklage war sie im Juli 2015 von dem Marokkaner nachts im Eingang angegriffen und in die Nähe des Fahrschulschachtes geschleppt worden. Das Kind im Bauch der jungen Frau überstand die schweren Misshandlungen und kam zwei Monate später zur Welt.

Der Marokkaner, der mehrere Alias-Identitäten nutzte, war erst lange nach dem brutalen Übergriff als mutmaßlicher Täter ermittelt worden.

In das Urteil wegen Vergewaltigung und Körperverletzung wurde nach Angaben des Gerichtssprechers eine Vorverurteilung wegen Misshandlung einer Frau einbezogen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Monaten gefordert, der Verteidiger ließ in seinem Plädoyer den Strafrahmen offen.

dpa

Andreas Craffonara, Luttach

Her Eccli, Sie haben vollkommen Recht!!! Bei einer Vergewaltigung wäre es jedoch angemgebracht, das Strafmaß zu erhöhen, gerade in so einem Fall!!!

20.07.2017 09:32 Uhr

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Hermann Santer, Hafling

@Erwin Eccli, Marling So verlangt es das Gesetz. Aber der Verteidiger bewies Charakter, er stellte das Strafmaß in das Ermessen des Gerichts. Leider gibt es immer wieder Anwälte, die in solchen Fällen die Glaubwürdigkeit des Opfers in Zweifel ziehen.

19.07.2017 22:37 Uhr

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Erwin Eccli, Marling

Solch einem steht ein Verteidiger zu?

17.07.2017 17:46 Uhr

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3 Kommentare

 
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