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Artikel vom Mittwoch, 11. September 2019

Vor 18 Jahren: Terror in den USA erschüttert die Welt

Seit dem Jahr 2002 erinnert der internationale Gedenktag am 11. September 2001 an die terroristischen Massenmorde in den USA: 4 Flugzeuge wurden entführt und damit Selbstmordattentate auf wichtige zivile und militärische Gebäude verübt. Dabei kamen etwa 3000 Menschen ums Leben.

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Diese Bilder brannten sich in das kollektive Gedächtnis ein.

Diese Bilder brannten sich in das kollektive Gedächtnis ein.

Zwischen 8.13 und 9.30 Uhr wurden an jenem unvergesslichen 11. September 2001 4 Verkehrsflugzeuge entführt: 2 davon lenkten die Täter in die Zwillingstürme  des World Trade Center in New York City, ein weiteres Flugzeug in das Pentagon in Ailington in Virginia und das 4. Flugzeug wurde zum Absturz gebracht – es hätte Mutmaßungen zufolge ein Regierungsgebäude in Washington D.C. treffen sollen.

Die Anschläge wurden als terroristischer Massenmord eingestuft, woran 19 Flugzeugentführer beteiligt waren. Sie gehörten der islamistischen Terrororganisation al-Qaida an. Die US-amerikanische Regierung beschuldigte schließlich Osama bin Laden, die Anschläge initiiert und in Auftrag gegeben zu haben – dieser bezeichnete die Anschläge als Willen Allahs.

Am 3. September 2014 wurde, neben anderen Rekonstruktionen von total zerstörten Bauten, an der Stelle der World Trade Centers ein Nachfolgebau namens One World Trade Center errichtet.

Mutmaßlichen Drahtzieher vor Gericht

Die mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 sind kurz vor dem 18. Jahrestag der Attentate wieder vor Gericht erschienen. Bei der Anhörung am Montag vor einem Sondergericht im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba wurden komplizierte Verfahrensfragen in dem Fall diskutiert. Alle fünf Angeklagten, darunter Chalid Scheich Mohammed, der als Mastermind der Anschläge gilt, waren zu Beginn der Anhörung anwesend. Ihnen soll ab Januar 2021 der eigentliche Prozess gemacht werden, wie Militärrichter Shane Cohen Ende August angeordnet hatte.

Die Vorverhandlung läuft bereits seit Jahren und geht nur schleppend voran. Am Montag wiesen die Verteidiger auf die Schwierigkeiten des Verfahrens hin – und die Unannehmlichkeiten in Guantánamo. Einer der Hauptverteidiger, James G. Connell, sagte, es sei, wie durch Wasser zu laufen. Für September sind zahlreiche neue Anhörungen angesetzt – auch am Jahrestag der Anschläge. Scheich Mohammed soll einst ein hochrangiges Al-Kaida-Mitglied gewesen sein und ist seit 2003 in US-amerikanischer Gefangenschaft. Im Gefangenenlager Guantánamo Bay sitzt er seit 2006 ein. Im Fall eines Schuldspruchs droht den Angeklagten die Todesstrafe.

In Guantánamo gibt es noch 40 Häftlinge. Der frühere US-Präsident Barack Obama war mit dem Versuch gescheitert, das umstrittene Lager zu schließen. Viele der Gefangenen wurden nie verurteilt oder gar nicht erst angeklagt. Im Fall der mutmaßlichen 9/11-Drahtzieher ist das größte Problem, dass Aussagen durch Folter erzwungen wurden, die bei einem Verfahren vor Gericht nicht verwendet werden können. Scheich Mohammed wurde mindestens 183 Mal dem sogenannten Waterboarding ausgesetzt, wie aus einem 2014 veröffentlichten Bericht des US-Senats hervorgeht. Dabei wird Ertränken simuliert.

US-Regierung kann ab sofort leichter Sanktionen gegen Anführer von Terrorgruppen verhängen

Vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 unterzeichnete US-Präsident Donald Trump am Dienstag eine entsprechende Verfügung. Damit soll es dem Finanz- und dem Außenministerium zudem einfacher gemacht werden, gegen Banken vorzugehen, die wissentlich Geschäfte mit Terroristen betreiben. Auch sollen die amerikanischen Behörden leichter Strafmaßnahmen gegen Personen und Organisationen verhängen können, die Terroristen ausbilden.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte vor Journalisten im Weißen Haus, mit der Neuregelung könnten auch Terroristen und deren Organisationen ins Visier genommen werden, ohne sie mit spezifischen Anschlägen in Zusammenhang bringen zu müssen. Mit Blick auf die Verfügung des Präsidenten sagte Pompeo: „Sie wird uns dabei helfen, dass die tödlichen Angriffe vom 11. September, die diese Woche vor 18 Jahren geschahen, auf amerikanischem Boden nie wiederholt werden – niemals.“

stol

a b, c

Aufklärung: https://www.youtube.com/watch?v=nC_j5aT6Ww4

11.09.2019 12:25 Uhr

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Maier Rudi, Völs am Schlern

Ich glaube die Opfer vom 11 September würden sich im Grab umdrehen wenn Sie sehen würden wieviel Menschen aus Rache umgebracht wurden und immer noch umgebracht werden. Wo bleibt der Gedenktag für die Opfer die durch die Hand der USA jeden Tag sterben, ob durch Krieg ( ist auch Terror ) oder Wirtschaftsterror, oder durch zerstörung von Lebensräumen. Aber wo die Politik komplett versagt bleibt ja nur die Gewalt übrig !

11.09.2019 09:31 Uhr

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2 Kommentare

 

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