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Artikel vom Donnerstag, 22. August 2019

Vor 40 Jahren: 5 junge Männer stürzen am Langkofel in den Tod

Ein tragisches Bergunglück ereignete sich am 22. August 1979: 5 Mitglieder einer 10-köpfigen Gruppe von Jugendlichen aus Albstadt in Baden-Württemberg kamen bei einer Klettertour ums Leben.

Die „Dolomiten“ berichteten am 23. August 1979 ausführlich über das Bergunglück und seine Folgen.

Die „Dolomiten“ berichteten am 23. August 1979 ausführlich über das Bergunglück und seine Folgen. - Foto: D

Die zwischen 14 und 19 Jahre alten Jugendlichen waren mit Zug und Bus angereist und hatten am Sellajoch in Zelten übernachtet. Am Vormittag des 21. August stiegen 6 der jungen Männer in Richtung der Biwakschachtel am Langkofel auf. Sie waren nicht angemessen ausgerüstet: So trugen die meisten Jeans, und auch das Schuhwerk und die Kletterausrüstung waren nicht geeignet.

An jenem Nachmittag waberten immer wieder Nebelschwaden rund um den Langkofel. Die 6 Jugendlichen konnten den rechten Weg zur Biwakschachtel nicht finden und mussten im Freien übernachten, dazu hatten sie sich mit Seilen gesichert.

Sturz in die Tiefe

Am nächsten Morgen lösten sich 2 der Jugendlichen aus dem Seil und versuchten den Abstieg. Einer der beiden stürzte 250 Meter in die Tiefe. 4 seiner Freunde wollten ihm über eine eisige Schneerinne – ohne gesichert zu sein – zu Hilfe kommen, stürzten aber ebenfalls in die Tiefe.

Nur einer überlebt

Nur dem letzten aus der 6-köpfigen Gruppe gelang es, einen sicheren Platz zu erreichen. Die 4 am Sellajoch verbliebenen Jugendlichen waren am frühen Morgen aufgebrochen, um nach ihren vermissten Freunden zu suchen. Sie hörten die Rufe des Übriggebliebenen, eilten zu Tal und schlugen Alarm.

Heikle Rettungsaktion

Mithilfe von Hubschraubern konnte der einzig Überlebende geborgen werden und wurde mit Handgelenksbruch, Wirbelverletzungen, Prellungen und Abschürfungen zurück zum Sellajoch geflogen.

Die Leichen der 5 Abgestürzten wurden am folgenden Tag in einem äußerst schwierigen, 9-stündigen Einsatz geborgen.

stol

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