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Artikel vom Montag, 1. Oktober 2018

Zu viele tödliche Unfälle: Italien will sonntags Jagd verbieten

Die italienische Regierung will an Sonntagen die Jagd verbieten. Damit will sie die zunehmende Zahl von Jagdunfällen bekämpfen, die allein in diesem Jahr schon 22 Todesopfer und 77 Verletzte gekostet haben.

Foto: shutterstock

Für einen öffentlichen Aufschrei sorgte der Tod eines 18-Jährigen aus Apricale in der norditalienischen Region Ligurien, der am Sonntag mit seinem Hund in einem Wald unterwegs gewesen war. Er wurde versehentlich von einem 29-jährigen Jäger erschossen, der auf der Suche nach Wildschweinen war (STOL hat berichtet). Der Fall sorgte in Italien für Empörung. In den vergangenen 10 Jahren sind bei Jagdunfällen 218 Menschen ums Leben gekommen, 807 weitere wurden verletzt.

Umweltminister Sergio Costa machte Druck auf die Regionen, die für die Festlegung der Jagdzeiten zuständig sind, und forderte die Aussetzung des Sonntags als Tag für die Jagd ab dem kommenden Wochenende. Die Ex-Tourismusministerin und Forza Italia-Parlamentarierin, Michela Brambilla, urgierte die Verabschiedung eines Gesetzesentwurfs zum Jagdverbot, das im Parlament bereits vorliegt.

Trotz der vielen Opfer ist die Zahl der Jäger seit 2000 von 801.000 auf 570.000 gesunken. Das liege vor allem an den immer teureren Jagdlizenzen, berichteten Experten laut Medienangaben.

apa

 

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