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Artikel vom Freitag, 17. Mai 2019

1300 Südtiroler Schüler laufen für Äthiopien

Ein besonderes Benefiz-Projekt hat in den vergangenen Tagen stattgefunden. Südtirols Grundschüler schwitzten dabei für den guten Zweck. Am Freitag waren die etwa die Schüler von Unterinn an der Reihe.

Das Projekt war ein voller Erfolg. Foto: Caritas

Das Projekt war ein voller Erfolg. Foto: Caritas

Sich miteinander ins Zeuge legen und laufen, damit die Schule Abba Franco Memorial im südlichen Äthiopien renoviert wird und hunderte von Kindern in ordentlichen Räumen lernen können, sauberes Trinkwasser bekommen und sanitäre Anlagen nutzen können: Mit diesem Ziel vor Augen haben über 100 Buben und Mädchen der Grundschule von Unterinn am Freitag am „LaufWunder“ der youngCaritas teilgenommen und damit Sport und Solidarität miteinander vereint. Insgesamt nehmen heuer etwa 1300 Südtiroler Kinder, Firmlinge und Jugendliche am Charitylauf der youngCaritas teil.

Das ganze Dorf ein Parcours 

In T-Shirts, Trainingsanzügen und Laufschuhen haben die Unterinner Grundschüler am Freitag ihr ganzes Dorf sprichwörtlich in einen Parcours der Solidarität verwandelt. Um 9.30 Uhr waren die Buben und Mädchen am Start zum „LaufWunder“, um möglichst viele Laufkilometer im Dorfzentrum zurückzulegen. Bücher, Hefte und Stifte sind heute in den Schultaschen geblieben, was nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrpersonen freute, die das „LaufWunder“ seit Wochen geplant und mit youngCaritas organisiert haben.

„Wir haben schon zum zweiten Mal teilgenommen“, erklärt die Lehrerin Maria Kerschbaumer, die das Unterinner „LaufWunder“ koordiniert hat, „Beim ersten Mal waren alle Schüler und Schülerinnen so begeistert, dass wir einfach wieder mittun mussten. Wir haben dazu im Vorfeld eine Projektwoche zu Afrika organisiert und dabei viel gelernt – über die Situation der Kinder, ihrer Familien, aber auch über die Tiere und Pflanzen auf dem Kontinent. Der Höhepunkt war der heutige Lauf, für den wir jeden Tag mit den Kindern trainiert haben. Dazu sind wir vor Schulbeginn alle miteinander durchs Dorf gelaufen. Die Kinder wollten alle am entscheidenden Tag fit sein und möglichst viele Runden laufen, um zu helfen“, so Kerschbaumer.  

Spende für jede Runde

Jede gelaufene Runde wird von den persönlichen Sponsoren der jungen Läufer mit einem vorher vereinbarten Betrag belohnt, welche die Schüler an die Caritas weitergeben. Mit dem Erlös wird die Schule Abba Franco Memorial im Süden von Äthiopien renoviert und ausgebaut. „Die Schüler bekommen damit nicht nur genug Platz zum Lernen, sondern auch sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen“, erklärt Claudia Niederbacher, die youngCaritas-Mitarbeiterin und Koordinatorin des heurigen „LaufWunders“ in ganz Südtirol.

Foto: Caritas

Die Caritas-Bereichsleiterin Brigitte Hofmann bedankt sich herzlich bei allen, die das heurige „LaufWunder“ möglich gemacht haben: bei den Schülern, aber auch bei den Lehrpersonen, welche die einzelnen Läufe organisiert haben, bei den Sponsoren, bei den Eltern und Freiwilligen, welche die Buben und Mädchen angefeuert und für kleine Stärkungen gesorgt haben. „Über 1.300 Kinder und Jugendliche laufen für Gleichaltrige: Das ist ein großes Wunder, ein Wunder der Solidarität“, so Hofmann.

Viele weitere Schulen am Start

Neben den Grundschülern in Unterinn waren auch Buben und Mädchen in Mölten, St. Lorenzen, Antholz Niedertal, Natz Schabs, St. Nikolaus in Ulten und das Institut Marcelline in Bozen am Start, andere Schulen haben ihren Lauf bereits in den vergangenen Tagen und Wochen absolviert. Weitere Läufe finden am 28. Mai in St. Martin und in Durnholz im Sarntal und am 31. Mai  in Jenesien statt.

Wie viele Spenden die jungen Athleten bisher „erlaufen“ haben, steht noch nicht fest. In den kommenden Tagen und Wochen werden die Ergebnisse in den einzelnen Schulen ausgezählt. 

stol

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