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Artikel vom Mittwoch, 10. Oktober 2018

30 Jahre für Mord an Michela Di Pompeo

In einem verkürzten Verfahren gibt es keine höhere Strafe: Francesco Carrieri (55) aus Rom wurde für den Mord an seiner Lebensgefährtin Michela Di Pompeo, die ihre Schulzeit in Bozen verbrachte, von Vorverhandlungsrichterin Elvira Tamburelli in Rom zu 30 Jahren Haft verurteilt.

Michela Di Pompeo wurde 2017 von Francesco Carrieri ermordet. - Foto: Ansa

Michela Di Pompeo wurde 2017 von Francesco Carrieri ermordet. - Foto: Ansa

3 Verhandlungen dauerte das Verfahren in erster Instanz; der Richter nahm den Antrag von Staatsanwalt Pantaleo Polifemo voll an.

Mord am 1. Mai 2017

Zum Mord war es am 1. Mai 2017 in der gemeinsamen Wohnung in der Babuino-Straße in Rom gekommen. 2007 war sie nach einer gescheiterten Ehe von Genua nach Rom gezogen, wo sie an der Deutschen Schule von Rom unterrichtete.

2015 lernte die Lehrerin Francesco Carrieri kennen. Er war leitender Bankangestellter. Die Beziehung lief schon nach 2 Jahren aus dem Ruder – der Mann war eifersüchtig.

In der Mordnacht war es eine SMS, die in der Nacht auf ihrem Mobiltelefon eintraf. In wilder Wut soll der Mann mit einer Hantelstange auf die schlafende Frau losgegangen sein und sie dann gewürgt haben. Laut Autopsie hat sich die Frau mit all ihren Kräften zur Wehr gesetzt, bis sie nicht mehr konnte. Carrieri floh, stellte sich aber wenige Stunden später den Carabinieri.

Keine mildernden Umstände

Die Richterin gestand dem 55-Jährigen keine mildernden Umstände zu, im Gegenteil: Sie wertete die Gründe für den Mord als nichtig und bewertete sein Handeln als besonders grausam – beides erschwerende Umstände. Der Bruder des Mordopfers, Luca De Pompeo, der in Lavis lebt und bei der Urteilsverkündung anwesend war, meinte, er sei nicht froh über das Urteil, aber es sei Recht gesprochen worden.

D

Hermann Covi, Tramin

Was hat der xenophobe Kommentar bitte mit dem Beitrag zu einem Mordfall zu tun? Kapitalverbrechen ist Kapitalverbrechen, egal wo der Täter herkommt. So ein Tunnelblick muss eine ganz schöne Belastung sein...

10.10.2018 12:45 Uhr

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Patrick Stern, Bozen

siehe da... wenn man kein Migrationshintergrund hat, schafft es hin und wieder ein Richter ein ordentliches Urteil zu fällen.

10.10.2018 11:57 Uhr

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2 Kommentare

 

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