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Artikel vom Montag, 7. Januar 2019

Abseits der Piste trotz Verbot

Im oberen Ahrntal liegt massenweise Schnee. Die Wirtsleute der Talschlusshütte und der anderen Hütten in Heilig Geist haben aus Sicherheitsgründen die Hütte geschlossen. Doch so deutlich die Verbotshinweise auch sind, manche „übersehen“ sie einfach trotzdem und begeben sich und andere in Gefahr. Wie STOL am Montag erfahren hat, sind mittlerweile genau in besagtem Bereich mehrere Windlahnen abgegangen.

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So deutlich die Verbotshinweise auch sind, mache „übersehen“ sie trotzdem. - Foto: Screenshot/Video

So deutlich die Verbotshinweise auch sind, mache „übersehen“ sie trotzdem. - Foto: Screenshot/Video

Da es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen ist, dass Lawinen bis auf die Loipe nieder gegangen sind, wurden neben der Hütte auch der Wanderweg und die Loipe ab dem Naturparkhaus in Kasern gesperrt. Innerhalb von 15 Stunden hat es im Bereich der Almhütten im Talschluss rund 120 Zentimeter Neuschneezuwachs gegeben. (STOL hat berichtet) Und auch am Montag schneit es leicht weiter.

2 große, leuchtend rote Hinweisschilder sollten reichen, doch dem war nicht so. Also wurden am Sonntag auch noch 2 Holzbarrieren aufgestellt. Wie das Video zeigt, das von den Wirtsleuten in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, hilft aber auch das noch nicht. Zwei Schneeschuhwanderer marschierten trotz der Verbotsschilder in die Gefahrenzone. Dass die Verbote und Warnungen berechtigt sind, bestätigte sich am Montag. Wie STOL in Erfahrung gebracht hat, ist mittlerweile genau in besagtem Bereich eine Windlahne abgegangen.

Schnee und starker Wind haben am Sonntag in mehreren Orten des Tales auch zu kleineren Einsätzen der Feuerwehren geführt. So musste etwa die Feuerwehr Winnebach zu einem Windschaden beim Mesnerhof ausrücken. Die Wehrmänner fixierten das Dach wieder.

In Osttirol wurde die Felbertauernstraße Matrei/Gruben und Mittersill/Großbruck am Sonntag wegen Lawinengefahr gesperrt. Am heutigen Montag soll über die Öffnung beraten werden.

D/mt/stol

Stefan Laner, Mühlwald

Wieso steht da nicht das Militär und hindert diese Lebensmüden daran, da hoch zu gehn. Denen müsste doch bewusst sein, wie sehr uns das mitleiden lässt, wenn so einem Lebensmüden was passiert. Und dann kostet das ja auch noch Geld wenn sie geborgen werden müssen. Ohne Lebensversicherung würde ich keinen Menschen mehr auf die Welt kommen lassen.

08.01.2019 01:53 Uhr

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Martin Schmidt, Bozen

Das Problem ist dass bei uns immer und ueberall Schilder stehen weil jeder sich immer absichern will / muss. Das fuehrt dazu dass Schilder nicht mehr ernst genommen werden und sich viele unwissentlich in ernste Gefahr begeben

07.01.2019 15:30 Uhr

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Wolfgang Grosslercher, Meran

Darf darauf hinweisen,dass es sich im vorliegenden Fall um keine Verbotsschilder handelt,sondern um Hinweisschilder auf Lawinengefahr, d.h. das Gelände kann theoretisch auf Eigenverantwortung begangen bzw. befahren werden,immer jedoch angesichts des grossen damit verbundenen Risikos und der eventuellen strafrechtlichen Folgen im Falle eines Unfalles. Dr.Wolfgang Grosslercher/Meran

07.01.2019 14:25 Uhr

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3 Kommentare

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