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Artikel vom Mittwoch, 11. Juli 2018

Blutrache nach Mord an der kleinen Hadish

Der Mord an der 7-jährigen Hadish im Mai ist auch gut eineinhalb Monate später noch in den Schlagzeilen. Ende Juni floh ihr Vater Igbrahim Ayubov aus dem Bozner Gefängnis, jetzt kursiert im Internet ein Video, das laut Informationen des Wiener „Kurier“ auf bevorstehende Blutrache schließen lässt.

Die Leiche des 7-jährigen Mädchens wurde in einem Müllcontainer gefunden.

Die Leiche des 7-jährigen Mädchens wurde in einem Müllcontainer gefunden. - Foto: APA

Wie STOL berichtete, war der Vater des ermordeten und in einem Müllcontainer entsorgten Mädchens am 22. Juni von einem Freigang nicht mehr ins Bozner Gefängnis zurückgekehrt.

Er sollte hier noch 2 (von insgesamt 5) Jahren Haft wegen Schlepperei absitzen. Man ging davon aus, dass er nach Tschetschenien wollte, um ans Grab seiner Tochter zu gehen.

Video wohl in Tschetschenien gedreht

Indes ist im Internet ein Video aufgetaucht, das wohl in Tschetschenien gedreht wurde – auch der mutmaßliche Täter, Robert K. (16), der Nachbarsohn der Familie in Wien, stammt nämlich aus Tschetschenien.

Auf dem Video sieht man Dutzende Männer in einem Innenhof stehen – mit gesenktem Kopf. Es sind laut Recherchen des „Kurier“ die männlichen Angehörigen des ermordeten Mädchens und die männlichen Angehörigen des mutmaßlichen Mörders, Robert K. (16), der in Wien in U-Haft sitzt. Bei dem Treffen handelt es sich um ein tschetschenisches Ritual. 

Inhalt: Die Angehörigen des Opfers vergeben den Angehörigen des Täters in Tschetschenien, aber nicht jenen in Österreich. Gemeint sind damit der mutmaßliche Täter, dessen jüngerer Bruder und deren Eltern. Beschimpft wird im Video, das auf einem Youtube-Kanal bereits 60.000 Mal geklickt wurde, auch die Anwältin von Robert K., Liane Hirschbrich. Sie findet das „unverständlich“.

Familie in Wien wolle keine Blutrache

Die Familie von Hadish in Österreich habe betont, keine Blutrache zu wollen. Auch Schaikhi Musaitov, der Oberste Rat der Tschetschenen in Österreich, hatte bereits nach der Bluttat einen Blutrache-Aufruf verurteilt: „Die Gemeinschaft in Österreich vertraut ganz klar dem Rechtsstaat und ist auch überzeugt davon, dass hier ein faires Urteil fallen und dass der Täter mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft wird.“ So zitiert ihn der „Kurier“. 

Anders allerdings scheint es in Tschetschenien zu sein. der Großvater des Mädchens soll bereits am Grab Rache geschworen haben, die Videobotschaft unterstreicht dieses Vorhaben nun. Die Behörden werden die notwendigen Schritte einleiten.

STOL hat über den tragischen Tod des kleinen Mädchens berichtet.

D/stol

Sebastian Wagner, 97514 Markertsgrün

dies ist halt das Rechtsverständnis dieser Leute, und eignet sich als alles andere als für deren Intergration in unseren rechtsstaatlichen System.

12.07.2018 10:40 Uhr

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1 Kommentar

 

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