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Artikel vom Dienstag, 12. März 2019

„Bus-Grapscher“ verurteilt

Ihm wurde vorgeworfen, 3 Frauen im Bus von Leifers nach Bozen belästigt zu haben. Am Montag wurde der 38-Jährige aus dem Irak am Bozner Landesgericht zu einem Jahr und 10 Monaten bedingter Haft verurteilt – in Abwesenheit.

Die vorgeworfenen Vorfälle sollen sich in einem Bus abgespielt haben. (Archivbild)

Die vorgeworfenen Vorfälle sollen sich in einem Bus abgespielt haben. (Archivbild) - Foto: D

Der Mann verfügt über keinen fixen Wohnsitz in Südtirol. Seit den 3 Vorfällen, die ihm angelastet wurden – 2 im Mai und einer im Juni 2018 – scheint er von der Bildfläche verschwunden zu sein. Zeugen zufolge benutzte er damals aber oft den Bus von Leifers nach Bozen. Meist hatte er Taschen mit Kleidung dabei.

Im ersten Fall wurde dem 38-Jährigen vorgeworfen, er habe zuerst versucht, eine 17-Jährige in ein Gespräch zu verwickeln. Um ihm zu zeigen, dass sie in Ruhe gelassen werden wollte, setzte sich die junge Frau ihre Kopfhörer auf. So hörte sie den Satz nicht, den der 38-Jährige einem anderen Fahrgast zufolge gesagt haben soll, nämlich ob sie Sex mit ihm gegen Bezahlung haben wolle. Dabei habe er der 17-Jährigen ans Knie gegriffen, genau dort, wo deren Jeans ein Loch hatte.

6 Tage später soll der 38-Jährige einer anderen Busreisenden auf den Hintern gegriffen haben, gerade als diese dabei war, sich zu setzen. Die Frau rief die Carabinieri, die die Personalien des „Grapschers“ aufnahmen.

Im dritten Fall soll sich der 38-Jährige auf den Sessel hinter eine junge Frau gesetzt haben. Diese hörte im Bus Musik. Plötzlich habe sie das Gefühl gehabt, dass ihr jemand an Haare und Schulter griff, die Hand schien sich nach unten zu ihrer Brust zu bewegen. Die Frau stieg an der nächstmöglichen Haltestelle aus und vertraute sich einer Freundin an. Diese riet ihr, Anzeige zu erstatten.

Der dringend Tatverdächtige wurde von allen Frauen genau beschrieben. Das Gericht wertete die Belästigungen als minderschwere Fälle und stufte sie als fortgesetzte strafbare Handlung ein. Der 38-Jährige ist unbescholten, die Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

D/rc

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