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Artikel vom Freitag, 14. September 2018

Der neue Pap-Test kommt nach Südtirol

Tumore des Gebärmutterhalses sind bis heute ein großes Problem für die Gesundheit von Frauen. So ist Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen nach Brustkrebs. In diesen Tagen wird die neue Gebärmutterhalskrebs-Präventions-Strategie in Südtirol eingeführt: Der HPV-Test.

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Der Pap-Test wird künftig von einem HPV-Test ersetzt.

Der Pap-Test wird künftig von einem HPV-Test ersetzt. - Foto: shutterstock

Mit der Einführung des Pap-Tests konnte die Häufigkeit des Tumors in westlichen Ländern bereits drastisch reduziert werden. Auch in Südtirol ist die Verbreitung von Gebärmutterhalskrebs heute um ein Drittel niedriger ist als noch vor zwanzig Jahren. Durchschnittlich gibt es pro Jahr 18 neue Fälle und drei Todesfälle. 

Humanes Papillomavirus als Auslöser

Gebärmutterhalskrebs ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf eine persistierende Infektion mit dem Papillomavirus (Humanes Papillomavirus, HPV) zurückzuführen. Das Virus wird typischerweise sexuell übertragen. Die Verbreitung ist bei jüngeren Frauen am höchsten und nimmt dann mit zunehmendem Alter ab.

Ein Großteil der Frauen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV. Das Vorhandensein des Humanen Papillomavirus bedeutet jedoch nicht unbedingt Krebs. Tatsächlich heilen die meisten HPV-Infektionen innerhalb von 2 Jahren spontan ab und nur in einigen Fällen, wenn die Infektion über viele Jahre anhält, kann sich Gebärmutterhalskrebs entwickeln.

Seit 2008 gibt es einen Anti-HPV-Impfstoff, der in Südtirol für Mädchen und Jungen zwischen 11 und 18 Jahren kostenlos ist, Frauen zwischen 19 und 45 bezahlen einen reduzierten Preis.

In den vergangenen Jahren haben mehr und mehr wissenschaftliche Studien gezeigt, dass für die Prävention von Gebärmutterhalskrebs der molekulare Test auf HPV effektiver ist als der bisherige Pap-Test.

Schrittweise Einführung

Deshalb wird nun der Screening-Test für Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 30 bis 65 Jahren in Südtirol geändert. Der HPV-Test wird schrittweise den Pap-Test ersetzen und im Fünfjahres-Rhythmus wiederholt werden.

Der Prozess der Umstellung wird 4 Jahre dauern und immer größere Teile der Bevölkerung der Provinz Bozen miteinbeziehen. Im ersten Jahr werden Frauen im Alter von 55-65 Jahren zum HPV-Test eingeladen, in den folgenden Jahren wird die Einladung schrittweise auf die anderen Altersgruppen ausgeweitet. Aus organisatorischen Gründen und zur besseren Überwachung des Programms hat die Einladung eine Gültigkeit von sechs Monaten, innerhalb dieser kann der Test vorgemerkt oder durchgeführt werden.

Pap-Test wird bei jüngeren Frauen weiterhin angewandt

Bei Frauen im Alter von 23 bis 29 Jahren wird der Pap-Test auch nach abgeschlossenem Übergang zum HPV-Test weiterhin angewandt. Für Frauen dieser Altersgruppe ist der Pap-Test optimal. Weiterhin genutzt wird der Pap-Test als Untersuchungsmethode bei Frauen, die positiv auf HPV getestet wurden.

Die Screening-Abgabe kann in Krankenhäusern oder in Privatkliniken durchgeführt werden und ist wie bisher kostenlos. Der Probenahme-Modus für den HPV-Test ist derselbe wie beim Pap-Test, das Testergebnis wird wie beim Pap-Test auf dem Postweg an die Frauen gesandt.

Auch das nachfolgende Prozedere bleibt beim HPV-Test gleich. Sollten weitere Untersuchungen erforderlich sein, wird die Betroffene gebeten, sich erneut an ihren Frauenarzt zu wenden. Ist der Test negativ, wird die Frau fünf Jahre später zu einem neuen Test eingeladen.

stol

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