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Artikel vom Freitag, 17. März 2017

Doping-Prozess: Anklage fordert Haftstrafe für Taschler

Vor etwas mehr als zwei Jahren war die Welt für Gottlieb Taschler noch in Ordnung. Dann tauchten die Vorwürfe auf – Doping und Beihilfe zum Doping. Seitdem ist für Taschler und seinen Sohn Daniel nichts mehr so, wie es einmal war. Am 3. April wird das Gericht das Urteil im Doping-Prozess fällen. Am heutigen Freitag forderte der Staatsanwalt Haft- und Geldstrafe für die Taschlers.

Doping-Prozess rund um die Taschlers: Geht es nach der Staatsanwaltschaft soll Gottlieb Taschler (im Bild) eine Haftstrafe von 9 Monaten auferlegt werden. - Foto: DLife

Doping-Prozess rund um die Taschlers: Geht es nach der Staatsanwaltschaft soll Gottlieb Taschler (im Bild) eine Haftstrafe von 9 Monaten auferlegt werden. - Foto: DLife - Foto: D

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Gottlieb Taschler der Beihilfe zum Doping, Daniel Taschler glaubt der Staatsanwalt einen konkreteren Verstoß gegen das Dopinggesetz zur Last legen zu können. Die Anklage forderte am Freitag 6 Monate Haft und eine Geldstrafe von 2700 Euro für Daniel Taschler, 9 Monate Haft und eine Geldstrafe von 3500 Euro für Gottlieb Taschler.

Neben den Taschlers ist im Doping-Prozess auch der berüchtigte Sportarzt Michele Ferrari angeklagt. Für ihn forderte der Staatsanwalt 2 Jahre Haft und eine Geldstrafe in der Höhe von 5164 Euro.

Taschler: „Wusste nichts von Ferraris Doping-Verstrickungen“

Viele Indizien, die die Anklage als belastend wertet, fußen auf Telefonabhörungen. Sätze wie „Bewahre das Zeug im Kühlschrank auf“ oder „Benutze es nur in kleinen Dosen“ hatten bei den Ermittlern die Alarmglocken schrillen lassen.

„In den Gesprächen mit Dr. Ferrari war nie von Doping, EPO oder ähnlichem die Rede“, unterstreicht hingegen Flavio Moccia, der Verteidiger der Taschlers. Gottlieb Taschler hatte ausgesagt (hier gelangen Sie zum Artikel), er habe Ferrari nur kontaktiert, weil sein Sohn häufig krank war und sie eine zweite ärztliche Meinung einholen wollten. Sein Sohn sei nämlich häufig krank gewesen und bei sei bereits eine leichte Immunschwäche diagnostiziert worden. Dass Ferrari bereits in andere Dopingfälle verstrickt war, davon habe er nichts gewusst.

Die Welt-Antidoping-Agentur WADA ist in dem Verfahren Nebenklägerin.

Das Urteil im Doping-Prozess wird das Gericht am 3. April fällen.

stol/rc

Sebastian Wagner, 97514 Markertsgrün

Mal schauen ob es einen Unterschied macht wenn man Taschler heißt und nicht Leitner.

17.03.2017 16:54 Uhr

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