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Artikel vom Montag, 15. April 2019

Ein neues Stadion mit alten Fassaden

Am Montag wurde der Startschuss für die Bauarbeiten am Bozner Drusus-Stadion gegeben. In 2 Jahren soll das Stadion vergrößert werden - ohne Unterbrechung der Fußball-Tätigkeit. Etwa 15 Millionen Euro lassen sich Land und Gemeinde den Ausbau kosten.

So wird das Stadion bei Nacht aussehen. - Foto: Gemeinde Bozen

So wird das Stadion bei Nacht aussehen. - Foto: Gemeinde Bozen

Die Bauarbeiten sehen eine Erweiterung der Sportstätte von 3000 auf 5500 Besucherplätze vor, damit die Anlage den Standards für Fußballspielen der Serie-B entspricht.

Durch die Ergänzung mobiler Sitzplätze kann die Sportstätte bis zu 10.000 Menschen aufnehmen. Die geplanten Bauarbeiten sollen etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen, ohne dass die Fußballtätigkeit unterbrochen wird. Geplant ist, dass die Spiele für die Meisterschaft bereits im Sommer 2021 im neuen Stadion ausgetragen werden können. 
Am Montag fand die Grundsteinlegung für den Bau der Anlage statt, bei der Mitglieder der Gemeinde und Landesverwaltung, Techniker und Führungskräfte von Gemeinde und Land, Fachleute und Vertreter des FC-Südtirol teilnahmen.

Neben Stadion-Räumen auch Platz für Gastronomie und Verwaltung

„Der Umbau der Anlage wird nach einer innovativen, für moderne Stadien typischen Entwurfslogik durchgeführt, bei der neben den anlagentechnischen Eingriffen auch Raum für Dienstleistungen wie etwa Gastronomie geschaffen wird. Der internationale Trend zum reinen Fußballstadion hat sich auch für kleinere, bisher multifunktionale Spielstätten durchgesetzt. Eine Arena ohne Laufbahn zwischen Spielfeld und Tribünen bietet eine dichtere Atmosphäre und bringt somit auch wirtschaftliche Vorteile für den Betreiber“, sagten Bürgermeister Renzo Caramaschi und Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Vorstellung am Montag. 

Ein 2013 ausgeschriebener Wettbewerb wurde von der Architekten- und Ingenieurgruppe Dejaco+Partner/ Ingenieurteam Bergmeister GmbH/ gmp Architekten gewonnen, sodass die Gemeindeverwaltung von Bozen den Auftrag für die Planung vergeben hat.

Der Auftrag war, ein Stadion zu planen, das den Anforderungen der italienischen Fußballs-Serie B entspricht. Im Laufe der Planungsphase wurden mehrmals die Bedingungen durch neue, nationale und internationale Regeländerungen für die Voraussetzungen eines solchen Stadions geändert (darunter, dass die Publikumskapazität des Stadions für die Serie B von 10.000 auf mindestens 5.500 geändert wurde), sodass die Planungs- und Genehmigungsphase letztendlich bis zur Abgabe des Projektes im Dezember 2017 erfolgen konnte.
Nach erfolgter Ausschreibung der Arbeiten hat letztendlich die Bietergemeinschaft MAK Costruzioni GmbH/Mader GmbH den Zuschlag bekommen.
Das Projekt:

Das Drusus-Stadion besteht aus den einander gegenüberliegenden Tribünen „Zanvettor“ und „Canazza“, die sich in ihrem Charakter deutlich unterscheiden. Da die Fassade der Haupttribüne aus den 1930er Jahren denkmalgeschützt ist, gilt es, sie zu erhalten und konzeptionell zu integrieren.

In der ersten Bauphase wird das Stadion zunächst saniert und die Kapazität von derzeit 3000 auf rund 5500 Sitzplätze erweitert. Dazu werden beide Tribünen verlängert und bis an das Spielfeld herangeführt.

Die Ergänzung um eine Nord- und Süd-Tribüne, mit denen ein geschlossenes Geviert für eine eventuelle spätere Erweiterung der Zuschauerkapazität bis zu 10.000 Zuschauer, wurde grundsätzlich planerisch bereits berücksichtigt, kommt jedoch in dieser Bauphase nicht zur Ausführung.

Die Tribüne „Canazza“ soll vor allem aufgrund ihrer charakteristischen Betonschalenüberdachung erhalten, erweitert und saniert werden. Sie muss zwar vor allem im Dachbereich wesentlich saniert werden, gilt aber aufgrund ihres architektonisch wertvollen Entwurfes und der gehobenen handwerklichen Ausführung als erhaltenswert.

Diese Tribüne nimmt optisch die Formsprache der Tribüne „Zanvettor“ auf und wird mit ihren seitlichen Zubauten letztendlich mit der Tribüne „Zanvettor“ ein Ensemble bilden. Die Verwendung von Stahlbeton wird, wo sinnvoll, auf die Innenräume des Stadions übernommen, geschalte Betonoberflächen im Innenbereich und sandgestrahlte Betonoberflächen im Außenbereich charakterisieren später das Erscheinungsbild. Die bestehende Putzfassade der Monumentalfassade wird beibehalten, wobei die genaue Farbgebung mit dem Denkmalamt abgestimmt wird.

Getrennte Wege für Fußgänger

Die Wegeführungen für die verschiedenen Nutzer- und Besuchergruppen werden konsequent getrennt. Künftig können Businessbereich, Fanshop und gastronomische Einrichtungen auch außerhalb des Spielbetriebes genutzt werden.

Zu erwähnen sind neben den Umkleiden, die in der Haupttribüne untergebracht sind, vor allem die weitläufigen Bereiche hinter den Tribünen für die Verteilung und Aufenthalt des Publikums vor und nach den Spielen sowie mit den notwendigen Speise- und Getränkeausgaben.

Im Erdgeschossbereich werden Räumlichkeiten für die Pressekonferenzen vorgesehen, sowie Besprechungsräume für Stewarts/ Polizei, Verwaltungsräume, ein Küchenbereich und ähnliches. 

Im 2. Obergeschoss sind die Businessräume untergebracht. In diesem Bereich sind auch die Räume für die Sicherheitsüberwachung eingeplant worden.

stol

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