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Artikel vom Mittwoch, 5. Dezember 2018

Fall Adan: Ermittlung gegen Luca Critelli beantragt

Die Familie des kurdischen Jungen Adan Hussain, der Anfang Oktober 2017 wenige Tage nach seiner Ankunft in Bozen gestorben ist, gibt sich nicht geschlagen und hat Einspruch gegen die Einstellung der Ermittlungen erhoben.

Der 13-jährige Adan starb Anfang Oktober 2017. - Foto: D

Der 13-jährige Adan starb Anfang Oktober 2017. - Foto: D

Die Staatsanwaltschaft hatte geprüft, ob auf Beamtenebene eine  Unterlassung von Amtshandlungen (StGB Art. 328) vorgelegen haben könnte. Der Familie von Adan war bekanntlich keine Unterkunft zur Verfügung gestellt worden. Nach Abschluss der Ermittlungen ist die Staatsanwaltschaft zum Schluss gekommen, dass der Straftatbestand nicht vorliegt. Sie will den Fall zu den Akten legen.

Rechtsanwalt Nicola Canestrini, der die Familie vertritt, hat am Donnerstag nicht nur beantragt, die Erhebung  fortzusetzen, sondern auch, dass der Name des Direktors der Landesabteilung Soziales, Luca Critelli, ins Ermittlungsregister eingetragen wird. Obwohl sowohl Minderjährige als auch Personen mit körperlicher Einschränkung laut Staatsgesetz explizit als besonders schützenswert eingestuft werden, hätten Adan, seine 3 kleinen Geschwistern und die Eltern von offizieller Seite kein Dach über dem Kopf erhalten. Nun muss der U-Richter entscheiden, wie es weitergeht.

Im Rahmen des zweiten Ermittlungsstrangs – dabei soll festgestellt werden, ob die behandelnden Ärzte im Bozner Spital alles Nötige für Adan getan haben – werden die medizinischen Gutachter ihre Expertisen im Mai vorlegen.

Auch der Beitrag der Sendung „Südtirol Heute“ hat über das Thema berichtet. 

stol/rc

 

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